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Grünes Krankenhaus

Das Universitätsklinikum Leipzig fühlt sich nicht nur seinen Patienten und Mitarbeitern verpflichtet,  sondern auch der Umwelt. In vielen Bereichen engagiert sich das UKL für mehr Nachhaltigkeit: Mit Technik, die Energie und Wasser sparen hilft, durch das Job-Ticket oder viele Fahrradständer, damit möglichst viele Mitarbeiter das Auto auf dem Arbeitsweg stehen lassen – im Interesse aller.

Begrünte Dächer

Begrünte Dächer_3.jpgMit rund 200 Quadratmetern begrünten Dächern macht das Universitätsklinikum schon nach außen deutlich, dass es auf Natur und Nachhaltigkeit setzt, denn die Vorteile von begrünten Dächern sind vielfältig.

Sie schützen die Dachabdichtung und verlängern deren Lebensdauer, weil sie einen mechanischen Schutz herstellen und zugleich die UV-Strahlung absorbieren. Dazu verbessern sie das Raumklima der darunter liegenden Räume. Denn durch Verdunstung von Regenwasser kann die Temperatur der direkt darunterliegenden Räume im Sommer auf angenehme Werte sinken. Im Winter kühlen durch die Dämmwirkung der Dachbegrünungsschicht die Räume weniger aus.

Zu den Vorteilen eines grünen Daches zählt auch die Wasserrückhaltung. Die Pflanzen auf dem Dach verdunsten mehr als die Hälfte des jährlichen Niederschlags wieder, so dass Siedlungsentwässerung und Kläranlagen entlastet werden. Nicht zu vergessen ist, dass Dachbegrünungen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und der Aufheizung der Stadt entgegenwirken.

Wärmeverbrauch

Über 40 Millionen Kilowattstunden Wärme verbrauchen Klinikum und Medizinische Fakultät jährlich. Diese thermische Energie, mit der 2000 große Einfamilienhäuser versorgt werden könnten, wird über das Netz der Leipziger Stadtwerke geliefert. Gespeist wird das Fernwärmenetz der Stadtwerke vom Kraftwerk Lippendorf. Hier fällt bei der Stromproduktion die Wärme sozusagen einfach mit an.

Um ihre Kunden zuverlässig mit Fernwärme zu versorgen, haben die Stadtwerke Leipzig eine neue Anlage zur Wärmeerzeugung im Heizwerk Nordost und einen thermischen Speicher gebaut, mit dem, im Falle eines Defekts, die Wärmeversorgung für sechs bis sieben Stunden sichergestellt werden kann.

Lüftungsanlagen in OPs

lueftungsanlagen-in-op-gruenes-krankenhaus-uniklinikum-leipzig.jpg​Automatisch heruntergefahren werden die Lüftungsanlagen in den Operationssälen des Klinikums, wenn die Säle nicht benutzt werden. Eine Klimaanlage ist in jedem modernen OP-Saal nötig, damit während der Operation der hygienisch notwendige Luftaustausch erfolgen kann. Nach der OP kann diese Lüftung aber heruntergefahren werden. Was in der Vergangenheit oft vergessen wurde, erledigen nunmehr Sensoren.

Sogenannte Präsenzmelder wurden nachgerüstet, die aktiv werden, wenn eine halbe Stunde keine Bewegung im OP-Saal zu verzeichnen ist. Dann fahren sie selbstständig die Lüftungsanlage herunter, was immerhin eine Einsparung von 100.000 Kilowattstunden im Jahr bringt.

Transportsystem FTS

Das Fahrerlose Transportsystem FTS, das im Untergrund des Klinikums Speisen, Wäsche, Apothekengut und Abfall bewegt, arbeitet zuverlässig, energieeffizient und leistungsdicht, so der Fachausdruck für eine Logistik ohne Stillstand. Wenn eine Erweiterung des FTS zur Debatte steht, wird am Klinikum mit einer speziellen Simulationssoftware geprüft, ob es möglich ist, mit den vorhandenen Fahrzeugen ein erweitertes Streckennetz zu betreiben.

Eine derartige Simulation wurde im Rahmen einer HTWK-Masterarbeit erarbeitet. Damit wird ein nachhaltiges Prinzip verwirklicht, das einfach zu beschreiben ist: „Ich schaffe nur das an, was ich wirklich brauche. Und was ich wirklich brauche, rechne ich mir vorher genau aus.“

Intelligente Außenlichtregelung

​In allen Gebäuden des Klinikums, die in den letzten Jahren errichtet wurden oder die saniert worden sind, arbeitet eine intelligente Lichtregelung. Diese sorgt über Helligkeitssensoren dafür, dass sich bei Dämmerung in den Fluren das Licht einschaltet. Gleichzeitig werden von der Beleuchtungssteuerung auch die Betriebszeiten einbezogen. Das heißt, wenn sich bei Tage der Himmel verdunkelt, weil ein Gewitter im Anzug ist, schaltet sich automatisch die Flurbeleuchtung ein. Das Gleiche geschieht am Abend. Wenn es dann aber auf Mitternacht zugeht, werden die Lichter nach und nach reduziert oder auch abgeschaltet.

Zur intelligenten Elektroinstallation gehört auch die Sonnenschutzsteuerung. Diese wertet die aktuelle Wetterlage aus und passt die Stellung von Jalousien und Lamellen entsprechend an. Die Sonnenschutzsteuerung sorgt dafür, dass sich ein Gebäude im Hochsommer nicht aufheizt und bewirkt damit eine verbesserte Energiebilanz des Gebäudes und ein optimales Raumklima. Das Sonnenschutzsystem wiederum wird von „Windwächtern" geschützt. Wenn ein Gewitter mit Sturm aufzieht, werden die Jalousien und Lamellen eingezogen und damit in Sicherheit gebracht.

Job-Ticket

Jobticket.jpgDas Job-Ticket bietet für Mitarbeiter und Auszubildende des Klinikums die Möglichkeit, das gesamte Liniennetz der Leipziger Verkehrsbetriebe vergünstigt zu benutzen. Durch einen Zuschuss des Arbeitgebers und den zusätzlich gewährten Mengenrabatt der LVB kostet das Ticket weniger, als wenn die Mitarbeiter nur eine Monatskarte kaufen.

Das Job-Ticket ist neben seiner Umweltfreundlichkeit auch praktisch für die ganze Familie, denn es kann auf andere Personen übertragen werden.

Fahrradstellplätze

Mehr als 2000 Stellplätze für Fahrräder bietet das Universitätsklinikum an. Rund 800 Anlehnbügel für jeweils zwei Räder sowie knapp 500 Plätze in Abstellständern. Die Anlehnbügel bieten dabei den Vorteil, dass die Dicke der Reifen keine Rolle spielt.

Außerdem können Vorder- und Hinterrad, der Fahrradrahmen und sogar der Sattel sicher angeschlossen werden. Da die Rohre im Abstand von rund einem Meter stehen, ist Platz genug, um sie von beiden Seiten zu nutzen.

Wasserspender

Über 120 Wasserspender stehen im Klinikum Patienten, Ärzten und Schwestern sowie den Mitarbeitern in der Verwaltung zur Verfügung, an denen aufbereitetes Trinkwasser kostenlos angeboten wird. Statt Wasserflaschen auf Stationen und in Wartebereiche zu transportieren, wird in den Wasserspendern Trinkwasser aus der Leitung gefiltert, gekühlt und auf Wunsch auch mit Kohlensäure versetzt.

Damit wird einerseits wirtschaftlich sinnvoll gespart, indem der Transport von über 300 Wasserkästen pro Tag wegfällt. Andererseits wird Patienten, Klinik-Mitarbeitern sowie Besuchern in öffentlichen Bereichen die Gelegenheit gegeben, kostenlos den Durst zu löschen.