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Ressourcen- und Abfallmanagement

Ein nachhaltiges Ressourcen- und Abfallmanagement – von der Vermeidung über den bewussten Materialeinsatz bis zur fachgerechten Entsorgung – stärkt den Klima- und Ressourcenschutz.​

Fachgerechte Abfallentsorgung

​Für eine fachgerechte Abfallentsorgung im UKL sorgt unser Abfall- und Umweltbeauftragter. Die Beaufsichtigung eines gesetzeskonformen Abfallmanagements gehört dabei zu seinen Hauptaufgaben. Es wird der gesamte Abfallstrom kontrolliert: von der Entstehung oder Anlieferung bis zur Verwertung oder Beseitigung. Im Zuge dessen wird die Bereitstellung der notwendigen Container, die korrekte Abfalltrennung sowie die Abholung und die Einhaltung möglicher Recyclingwege bezüglich der Umsetzung einer geforderten Recyclingquote überwacht. Der Abfall- und Umweltbea​uftragte sichtet dabei kontinuierlich Verbesserungen der Prozesse und wirkt maßgeblich bei konkreten Optimierungsmaßnahmen mit.

Zudem ist es seine Aufgabe, Sorge zu tragen, dass im UKL alle gesetzlichen Vorschriften wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) erfüllt bzw. eingehalten werden.

Der Erfolg des betrieblichen Abfallmanagements ist auch abhängig von den Kenntnissen der Mitarbeitenden zum Thema Abfälle und Wertstoffe. Daher klärt der Abfall- und Umweltbeauftragter, die Mitarbeiter über Beeinträchtigungen auf, die von den Abfällen des UKL und/oder dessen abfallwirtschaftlicher Tätigkeiten ausgehen und sowohl Umwelt als auch Menschen schädigen könnten. 
Außerdem informiert er über Möglichkeiten und konkrete Maßnahmen, wie solche Beeinträchtigungen verhindert werden könnten.

Umstellung auf Recycling-Papier / Verantwortliche für Nachhaltigkeit

Angeregt durch Mitarbeiter:innen, die in der Health fo​r Future-Gruppe des UKL aktiv sind, gibt es mittlerweile rund 42 Verantwortliche für Nachhaltigkeit​ aus unterschiedlichen Kliniken, die sich in einem sechswöchigen Rhythmus zu Veränderungs- und Verbesserungsbedarfen für einen effektiven Umweltschutz austauschen. Ein zentrales Thema dabei: Die Umstellung auf Recyclingpapier. Das Department für Kinder- und Frauenheilkunde (DFKM) setzte dieses Vorhaben dank des gemeinschaftlichen Engagements der Mitarbeiter:innen der Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderheilkunde, erfolgreich um.

Nachhaltigere OP-Prozesse

Durch gezielte Prozessanpassungen werden OP-Abläufe am UKL nachhaltiger. OP-Instrumente werden nur noch einmal eingeschweißt, wodurch Verpackungsmaterial, E​ntsorgungskosten und Ressourcen eingespart werden – bei unverändert hohen Hygienestandards. Zusätzlich werden OP-Sets oh​ne Innenvlies gepackt. Dadurch entfällt Sondermüll, mit einem Einsparpotenzial von bis zu 75.000 Euro jährlich. Auch der bewusste Umgang mit Übersterilisation und abgelaufen​​​​en Sterilgütern bietet weiteres Potenzial, Materialverluste zu vermeiden und Abläufe effizienter zu gestalten.​ Das Projekt wird von der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) gemeinsam mit den operativen Bereichen und der Krankenhaushygiene umgesetzt.​

UKL will Verbrauch an Einmalhandschuhen um zehn Prozent reduzieren

Wann müssen nicht-sterile Einmalhandschuhe zwingend getragen werden und wann sollte aus gutem Grund besser darauf verzichtet werden? Mit der Beteiligung an der bundesweiten Kampagne „Mit oder ohne? – Handschuhe bewusst einsetzen“ des Kompetenzzentrums für klimaresiliente Medizin (KliMeG) stellt das Universitätsklinikum Leipzig in den kommenden Monaten und Jahren diese Frage in den Mittelpunkt. Ziel ist es, den Verbrauch von Einmalhandschuhen im Jahr 2026 um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren und damit sowohl die Händehygiene als auch die Umwelt- und Klimabilanz und den Arbeitsschutz nachhaltig zu verbessern.
Ausführliche Informationen zur Kampagne finden Sie hier​.​