Adipositasforschung

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Die Verbreitung der Adipositas hat in den letzten Jahrzehnten weltweit enorm zugenommen. In Deutschland liegt sie aktuell bei 24 Prozent der Erwachsenen und stellt somit eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen und die Gesellschaft dar. Unsere Universität bündelt die Kompetenzen von Biomedizin sowie Geistes- und Sozialwissenschaften, um die Zivilisationserkrankung Adipositas besser zu verstehen und Behandlungsmaßnahmen zu entwickeln.


Aktuelles aus der Forschung​

 
 
 

Wissenschaft im Portrait

Mehr als 330 Kilogramm: Das isst ein Deutscher pro Jahr

Welche Lebensmittel landen auf den Tellern der Deutschen und wie gesund sind sie?
Der Trend im Land ist positiv, doch der Fleischkonsum noch immer zu hoch. 
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"Wir operieren den Bauch, nicht den Kopf"​​​

Der letzte Ausweg – diese Metapher mag Prof. Dr. Arne Dietrich nicht.​

​​​Auf d​​er Such​e nach Henne und Ei​​

Die Neurobiologin Annette Horstmann erforscht das Entscheidungsverhalten von Menschen
mit Adipositas​.


​„Adipositas ist ein Tsunami für die Bevölkerungsgesundheit, wir müssen konzertiert handeln“​​

Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller und ihr Team forschen seit vielen Jahren zu Adipositas.


​​"Eigentlich müssten wir fast alle Übergewichtig sein"​

Anlässlich des Internationalen Anti-Diät-Tages am 6. Mai sprachen wir mit Anja Hilbert, Professorin für Verhaltensmedizin im Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums​ über die Frage, ob Übergewicht eine Essstörung ist, über die Gefahr von Diäten und darüber, was wirklich gegen Adipositas helfen kann.​​

Sieben Ernährungsmythen aufgeklärt
Auch diese August-Woche verspricht wieder heiße Temperaturen und wenig Abkühlung. Dabei vergeht manchem die Lust auf warme Speisen und üppige Mahlzeiten. Doch wie gesund sind die Alternativen? 
Prof. Dr. Matthias Blüher, Leiter der Adipositas-Ambulanz für Erwachsene am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen der Leipziger Universitätsmedizin​ gibt Antworten.
In Fachkreisen gilt es als belegt, dass bei Adipositas, also bei starkem oder krankhaften Übergewicht, neben Umwelteinflüssen auch die Genetik eine entscheidende Rolle spielt. Mehr als 100 Gene beziehungsweise Genvarianten sind dafür verantwortlich, dass Menschen immer schwerer werden.
Wie sprechen mit dem Adipositas-Genetiker Prof. Dr. Peter Kovacs vom Leipziger Forschungs- und Behandlungszentrum für AdipositasErkrankungen der Leipziger Universitätsmedizin​.

Wie entsteht starkes Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen?​

Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist kein kosmetisches Problem, sondern eine schwerwiegende Gesundheitsstörung. "Je höher das Übergewicht, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich Folgeerkrankungen einstellen", erklärt Prof. Dr. Wieland Kiess. ​

Aus der Forschung

Adipositasgen TMEM18 kann die Entwicklung des menschlichen Fettgewebes beeinflussen
Dr. Kathrin Landgraf hat den Young Investigator Award von der Fachzeitschrift „Molecular Metabolism“ für den besten Abstract auf der diesjährigen Helmholtz Diabetes Conference Ende September erhalten.

Die Mediziner Prof. Dr. Antje Körner und Prof. Dr. Matthias Blüher kartieren in den beiden kommenden Jahren zusammen mit Wissenschaftlern aus Israel und Neuseeland die menschlichen Fettzellen.

Forscher der Leipziger Universitätsmedizin haben herausgefunden, dass schon die frühe Kindheit entscheidend für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas ist.

Neue Patientenleitlinie bietet Orientierung in der Adipositaschirurgie
Magenband, Schlauchmagen oder Magenbypass? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Adipositaschirurgie und metabolischer Chirurgie?
Krankhafte Fettleibigkeit (Adipositas) ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Nur wenige Therapien sind dauerhaft erfolgreich, chirurgische Eingriffe kommen nicht für alle Patienten in Betracht.
Prof. Dr. Claudia Luck-Sikorski von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig erhält von der Europäischen Gesellschaft für Adipositas als erste deutsche Wissenschaftlerin den New Investigator Award.

Biomedizinische Verbundforschung in Leipzig

Die Mechanismen der Entstehung und Behandlung von Adipositas zu erforschen, ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der universitären Forschung in Leipzig. Aufbauend auf strategischen Berufungen in der Medizin und den Lebenswissenschaften konnte eine vielfältige Forschungslandschaft entstehen, die sich der Prävention und Behandlung der Erkrankung widmet. Zu den Themen der Adipositasforschung in Leipzig zählen unter anderem genetische Assoziationen, Stoffwechselstörungen, Mechanismen der Fettakkumulation, die Rolle des Gehirns beim Essen und therapeutische Interventionen zum Gewichtsverlust und -erhalt.
Die erfolgreiche Einrichtung folgender biomedizinischer Zentren und Verbundforschungsprojekte konsolidiert die klinische und wissenschaftliche Infrastruktur der Leipziger Adipositas-Forschung: