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Fröhliche Feiertage

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​"Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche."
Dietrich Bonhoeffer

Der Jahresausklang ist eine spannende Zeit.
Das Vergangene Revue passieren lassen und
mit Neugier auf das Kommende blicken.
Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im
zurückliegenden Jahr bedanken wir uns herzlich
und freuen uns auf ein gutes 2026.​

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie
eine friedvolle Weihnachtszeit
und einen guten Start in
ein gesundes neues Jahr.

Ihr Universitätsklinikum Leipzig



Darüber hinaus mögen Ihnen die Gedanken unserer Klinik-Seelsorger:innen Trost und Hoffnung schenken:​ 





UKL-Seelsorger
Michael Bauer
über di​e Herkunft des Weihnachtslied-
Klassikers
"Stille Nacht"​

​​UKL-Seelsorger
Michael Böhme
schreibt über die Herkunft und Bedeutung der Advents- und Weihnachtssterne

​​UKL-Seelsorgerin
Andrea Biskupski
schreibt in ihren Worten zum Advent über besondere Wünsche
und Geschenke

​Der ehemalige
UKL-Seelsorger
Rolf-Michael Turek
äußert seine
Gedanken zum Jahreswechsel
 



Gedanken zum Jahresw​echsel​

Wenn die Advents- und Weihnachtszeit abgehakt sein wird, geht es fast ohne Pause weiter. Was dann beginnt, ist die Zeit der Jahresrückblicke, die Zeit der Neujahrsansprachen, der Aufmunterungen und der guten Wünsche.

Auf wundersame Weise packt uns, so verschieden wir sein mögen, zum Jahreswechsel eine gemeinsame Hoffnung. Es ist die Hoffnung darauf, dass im Neuen Jahr, wenn nicht schon alles, dann doch vieles besser werden möge. Selbst Unbekannte rufen es sich in der Silvesternacht zu: „Alles Gute im Neuen Jahr!“ „Guten Rutsch!“ und natürlich auch „Prosit Neujahr“ (zu Deutsch: „Es möge nützen!“).
Und ich finde das gut so. Ich finde es gut, dass uns die Hoffnungen nicht ausgehen. Dass sie nicht versiegen, trotz all der einschränkenden Erfahrungen, die wir immer wieder machen können. Denn, wenn wir ehrlich zurückschauen, war eben Vieles nicht gut im vergangenen Jahr. Ganz anders, als man es uns in den vielen Neujahrsansprachen wieder vorgaukeln wird. Wir werden wieder von den schwarzen Zahlen hören, die Unternehmen geschrieben haben. Vom Rückgang der Arbeitslosenzahlen, davon, dass es uns doch so viel besser geht als vielen anderen auf dieser Welt, und so weiter, und so fort.

Ich glaube schon, dass wir davon hören sollten. Auch, dass wir uns gegenseitig daran erinnern sollten. Dass wir uns darauf aufmerksam machen sollten, was alles gut gelaufen ist. Aber es gibt eben auch noch eine andere Seite.

Die andere Seite, das sind unsere unerledigten Geschäfte. Die Hoffnungen, die sich nicht erfüllt haben. Die „guten“ Vorsätze, die auf der Strecke geblieben sind. Die Summe der Verletzungen, Ungerechtigkeiten und Kränkungen, die auch zum vergangenen Jahr gehören. Neben all den dankbaren Rückblicken und den hoffnungsvollen Erwartungen braucht es auch Zeit dafür. Es ist eine Erfahrung, die vor allem Menschen machen, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten: An den Übergängen unseres Lebens können uns unsere „unerledigten Geschäfte“ stark zu schaffen machen. Es braucht Zeit, auch alles das zu bedenken, was offen geblieben ist an Erwartungen und Hoffnungen, was nicht zu Ende gebracht werden konnte. Möglicherweise verhindern das manche üblichen Rituale zur Jahreswende.

Doch wenn ich mir Zeit auch für solche Gedanken gönne, dann stellt sich genau die heitere Gelassenheit ein, die ich mir für das Neue Jahr so wünsche. Mit dieser inneren Gelassenheit brauche ich dann auch nicht die Augen davor zu verschließen, dass vieles auch im kommenden Jahr nicht einfach besser wird. Dass eine Altenpflegerin immer noch weit weniger verdienen wird als ein Profifußballer. Dass die Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit allen ihren negativen Folgen immer weiter fortschreiten wird. Dass die Ressourcen dieser Welt weiter ungleich verteilt werden. Dass Krankheit, Leid und Tod zu unserem Leben gehören. Alles das kann ärgerlich und mutlos machen. Allerdings kann ich mich dadurch auch herausgefordert fühlen. Herausgefordert, dieses Neue Jahr als eine gute Gelegenheit zu sehen, mich für meine Ideale und Träume einzusetzen. Davon überzeugt, dass sich das lohnt, wünsche ich Ihnen und mir für das Jahr 2026 heiter-kämpferische Gelassenheit, die uns an den kommenden und bestehenden Herausforderungen wachsen lässt.

Pfarrer Rolf-Michael Turek

​„Stille Nacht“

UKL-Seelsorger Michael Bauer über die Herkunft des Weihnachtslied-Klassikers

In seinem Spielfilm „Das ewige Lied“ beschreibt Regisseur Franz Xaver Bogner das Leben der Salzach-Schiffer und ihrer Familien in Oberndorf bei Salzburg, nachdem durch den Wiener Kongress das Salzburger Land von Bayern getrennt wurde und zu Österreich kam.

Aus diesem Film ist mir die große Armut der Menschen im Gedächtnis geblieben, aber auch das Machtbewusstsein des größten Arbeitgebers, der zumindest äußerlich ein angenehmes Leben führt und der das Monopol der Schiffer auf den Salztransport brechen will. Das hätte diesen die wirtschaftliche Grundlage zum Leben genommen. Im Stille-Nacht-Museum Oberndorf sind beeindruckende Zeugnisse aus dem Leben, von den Traditionen und dem Stolz der Schiffer ausgestellt.

In diesem Umfeld mit Neuordnung der Herrschaftsbereiche, Sorge vor wirtschaftlichem Abstieg, Angst vor der Zukunft und täglichem Kampf um das Nötigste, aber auch Selbstbehauptung, entstand das bekannte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Dessen Text wurde von dem damals in Oberndorf tätigen Pfarrer Joseph Mohr bereits einige Jahre zuvor geschrieben. Der Lehrer und Kantor Franz Xaver Gruber hat die Melodie dazugesetzt und beide, Mohr und Gruber, führten es am Heiligen Abend 1818 gemeinsam in der Kirche zu Oberndorf auf. 

Durch einen Orgelbauer gelangte das Lied ins Zillertal, wo es bereits zum nächsten Weihnachtsfest gesungen wurde. Einige Jahre später begann der Lauf des Liedes um die Welt und dabei spielte auch Leipzig eine wichtige Rolle. Hier bot die Familie Strasser aus dem Zillertal unter anderem Handschuhe und Wäsche auf dem Weihnachtsmarkt an, wobei die Kinder der Familie traditionelle Tiroler Lieder sangen. Die Zuhörer waren von den „trefflichen Natursängern“ und Stille Nacht begeistert. So kam es, dass es zur Christmette 1831 in der katholischen Kapelle der Pleißenburg gesungen wurde und vor der Abreise der Strassers auf Bitten der Zuhörer auch in der Pause eines Gewandhauskonzerts. 1833 wurde das Lied in Dresden gedruckt und 1840 in New York.

Die Melodie von Stille Nacht hat die Form eines Wiegenlieds. Mag sein, dass dadurch die Herzen der Menschen berührt wurden und in ihnen die Sehnsucht nach Geborgenheit anklingen ließ. Inmitten ihres harten Alltags ist das sehr verständlich. Aber nicht nur die Melodie trug wohl zum Erfolg des Liedes bei, sondern auch der Text, der die Bedeutung des Weihnachtsfestes beschreibt und in dem Ausruf gipfelt: Christ, der Retter, ist da!

Wenn ich Stille Nacht singe, dann einerseits im Gedenken an die Menschen, die uns dieses Lied schenkten, die es in Ängsten, aber auch auf Rettung hoffend sangen. Andererseits denke ich daran, wie „Christ, der Retter“ wirkt – oft anders als erwartet – eben auch als ein gefährdetes, neugeborenes Kind in einer stillen Nacht. Wenn Menschen zusammenfinden, vielleicht beseelt vom Staunen über das Leben, dann werden nicht alle Probleme, nicht alle Sorgen und nicht jede Not verschwinden, aber sie sind nicht mehr mit alldem allein. Die Welt erscheint dann in einem anderen Licht. In dem anfangs erwähnten Film wird das beim Singen von Stille Nacht eindrucksvoll dargestellt. Das Strahlen in den Augen derer, die vertrauen und hoffen, kann zu einem liebevollen Blick in die Welt werden. Manchmal entdecke ich so ein Strahlen in den Augen meiner Mitmenschen und denke: Das ist doch ein guter Anfang.

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine segensreiche Adventszeit, fröhliche Weihnachten und ein gutes, friedliches, gesundes neues Jahr 2026!

Ihr Klinikseelsorger Michael Bauer

Sterne im Advent und zu Weihnachten

UKL-Seelsorger Michael Böhme schreibt über die Herkunft und Bedeutung der Advents- und Weihnachtssterne​

„Gelb mit rotem Kern, den mag ich besonders gern.“ Wir mussten einen neuen Adventsstern kaufen, einen echten Herrnhuter Stern. Der alte hatte das Zeitliche gesegnet. Und schon hatten wir eine kleine Diskussion. Sollte er ganz gelb sein, oder mit rotem Kern? So ist es mit den Traditionen in den Familien. Die einen verstauen ihn übers Jahr im Ganzen in der Kammer. Die anderen nehmen ihn immer wieder auseinander. So oder so knicken die Spitzen trotzdem um im Laufe der Zeit, oder das Papier löst sich am Sockel der einzelnen Spitzen.

Heute gibt es viele Formen von Adventssternen, und wir alle haben unsere Traditionen. Am Vorabend des 1. Advents gehen wir ans Werk. Mehr und mehr Sterne tauchen auf, wenn man durch die Fenster der Wohnstuben blickt. Sterne gehören einfach dazu, als Strohsterne oder Plätzchen in Sternenform, als Aufkleber auf dem Päckchen an die Kinder oder als Fensterschmuck.

Der Blick an den Sternenhimmel ist seit alters her Teil der Menschheitsgeschichte. Die Himmelsbeobachtung hat wesentlichen Einfluss auf die Deutung und Ordnung des Lebens auf der Erde. Die Weite und Schönheit des Firmaments lässt uns staunen. Man muss nicht religiös sein, um angesichts dieser Dimensionen das eigene Leben mit Dankbarkeit zu betrachten. Und im gleichen Augenblick ahnen wir, dass das eigene Wohlergehen und das meiner Familie und Freunde nicht selbstverständlich ist. So hat der Blick auf die Sterne immer schon etwas Bittendes, Sehnsuchtsvolles an sich.

Die Advents- und Weihnachtssterne haben aber noch ein ganz anderes Vorbild. Jesu Geburt wird begleitet von einem Himmelsphänomen. Ob es die – von der Erde aus gesehen – dreifache Begegnung von Jupiter und Saturn war, oder die Reihung von gleich fünf Planeten, an denen die Mondsichel vorbeizog, sei dahin gestellt. Die Geburt im Stall von Bethlehem war mit einem Stern in Verbindung gebracht. Die Menschen schauten aufmerksamer hin, die Hirten, die Sternendeuter, und fragten nach der Bedeutung.

Wenn wir in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest Geschenke aussuchen, an Menschen nah und fern denken, vielleicht auch der Hektik des Alltags etwas entgegen setzen wollen, dann ist es dieselbe Suchbewegung wie damals. Ein Krankenhausaufenthalt in dieser besonderen Zeit wird emotionaler als ohnehin schon. Wir halten inne, fragen nach Sinn, wollen zu Besinnung kommen. Und so wird der Stern in der Weihnachtszeit zum Hoffnungssymbol.

Jochen Klepper (1903 – 1942) schrieb in dunkler Zeit: „Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und –schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr, von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.“ Weihnachten und die Sterne gehören zusammen. Sie laden uns ein, inne zu halten, in welcher Lebenssituation auch immer, und Ausschau zu halten nach dem Licht, das unser Leben heller macht.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents-und Weihnachtszeit.

Ihr Pfarrer Michael Böhme

Sehnsucht nach Geborgenheit

​​UKL-Seelsorgerin Andrea Biskupski schreibt in ihren Worten zum Advent über besondere Wünsche und Geschenke

„Weihnachten schenken wir uns nichts.“ Für manche mag dieser Vorsatz wichtig geworden sein, weil wir bereits viele gute Dinge haben und es anstrengend ist, sich jedes Jahr neu auf Geschenkesuche zu begeben. Wussten Sie, dass in Deutschland etwa 30 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke ausgegeben werden? Die Palette reicht von kleinen Aufmerksamkeiten bis hin zu großen Anschaffungen. Aber Weihnachten geht es nicht nur um Geschenke.

Wenn ich an meine Kindheit denke, erinnere ich mich an den gemalten Wunschzettel, wo all die Sehnsüchte eines kleinen Kindes sichtbar wurden: das Puppenhaus, ein Teddybär und Süßigkeiten. Der Weihnachtsmann und seine Gehilfen waren für mich damals ebenso real, wie das Christkind in der Krippe. Auch der Kirchgang gehörte noch selbstverständlich zu Weihnachten und Heiligabend. Danach gab es Kartoffelsalat mit Würstchen. Erst am Abend wurde die gute Stube endlich geöffnet, und wir Kinder hielten mit großer Erwartung nach den ersehnten Geschenken Ausschau. Immer waren es Tage, an denen sich die Familie traf, und wir uns auch gegenseitig beschenkten. Nicht alles geriet zur gegenseitigen Freude, und doch war vieles dabei, an das ich bis heute gern zurückdenke.

Vielleicht können auch Sie aus Ihren Erinnerungen schöpfen, und es wird Ihnen ein wenig warm ums Herz. Wer in diesen Tagen im Krankenhaus verweilen muss, der spürt wohl eine Wehmut, nicht bei seinen Lieben daheim sein zu können. Sie hoffen und sehnen sich danach, möglichst bald Hilfe zu erfahren und nach Hause zu können. Das wäre wohl das größte Geschenk. Diese Wünsche sind von anderer Art, und wer könnte sie nicht verstehen? Bei meinen Besuchen am Krankenbett höre ich davon. „Meine Enkel, sind für mich das schönste Geschenk. Sie geben mir Kraft, das hier durchzustehen.“ erzählt mir ein Großvater. Eine Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern sagte: „Dass die Therapie anschlägt, und ich wieder gesund werde, das ist mein größter Wunsch. Mehr brauche ich nicht!“

Diese oder ähnliche Worte sind Ausdruck der Sehnsucht nach Heilung und Zugehörigkeit, nach Liebe und Geborgenheit. Diese zu stillen braucht es auch Menschen, die sich vom Leid anderer anrühren lassen und Kranke besuchen, Zeit zum Zuhören mitbringen und Trost spenden. Solche Geschenke tun beiden Seiten gut: den Beschenkten und den Gebenden. Daran will Weihnachten erinnern.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents-und Weihnachtszeit.

Ihre Pfarrerin Andrea Biskupski

Weihnachtliche Rezepte zum Nachkochen und Selberbacken

Um Ihnen die Weihnachtszeit noch auf kulinarische Weise zu verschönern, haben wir gesunde Rezepte zum Nachkochen und Selberback​​en zusammengestellt - schauen Sie gern einmal herein:​​​