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Pressemitteilung vom 03.07.2019

Uniklinikum Leipzig erreicht positives Jahresergebnis

Neue Arbeitsplätze, stabile Patientenzahlen und ein Plus von 3,5 MiIlionen Euro / 2018 ebnet mit Innovationen Zukunftsweg für „Strategie 2025“ / Umfassender Generationswechsel

Der jetzt vorgelegte Jahresbericht des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät  ermöglicht 3-D-Einblicke in den Klinikalltag.

Der jetzt vorgelegte Jahresbericht des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät ermöglicht 3-D-Einblicke in den Klinikalltag.

Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig hat das zurückliegende Jahr 2018 erneut mit einem positiven Jahresergebnis und einem Plus von 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Die Zahl der Behandlungsfälle stieg ebenfalls auf nunmehr 56.591 im stationären und 374.020 im ambulanten Bereich. Im Zuge der wachsenden Anforderungen in der Behandlung der 430.611 Fälle erhöhte sich auch die Zahl der Mitarbeiter und Auszubildenden um 355. Damit sind insgesamt nun 5.741 Mitarbeiter am Universitätsklinikum tätig. Diese Entwicklung wird durch konsequente und kontinuierliche Verbesserungen in allen Bereichen der universitären Medizin ermöglicht – dokumentiert im aktuellen Jahresbericht unter dem Titel "Innovativ".

Das Universitätsklinikum Leipzig legt erneut ein positives Jahresergebnis vor.

Wer den Jahresbericht 2018 des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät in den Händen hält, kann direkt eintreten in die dort beschriebene Welt: Durch eine 3-D-Brille wird der Leser buchstäblich Teil der gezeigten Szenen. Diese stehen exemplarisch für die Innovationen des zurückliegenden Jahres - neue Geräte im Operationssaal, hochmoderne Räume im kürzlich eröffneten Klinikneubau Haus 7, die digitalen Welten der Klinikums-IT oder die interaktiven Angebote des Lern- und Kompetenzzentrums. Entsprechend fasst der jetzt vorgelegte Geschäftsbericht 2018 die Entwicklungen des vergangenen Jahres zusammen und präsentiert die wirtschaftlichen Ergebnisse des UKL unter dem Titel "Innovativ".

Diese sind gekennzeichnet von einer kontinuierlich starken Inanspruchnahme der universitären Medizin: 2018 stieg die Zahl der Fälle auf insgesamt 430.611, wobei sich sowohl die stationären wie auch die ambulanten Fallzahlen leicht erhöhten. Die Erlöse stiegen im gleichen Zeitraum deutlich auf 456,9 Millionen Euro (Vorjahr 422,3 Millionen), der Case-Mix-Index als Indikator für den Schweregrad der behandelten Patienten lag stabil auf hohem Niveau bei 1,529. Parallel wuchs auch die Zahl der am UKL Beschäftigten, deren Einsatz die Grundlage für die Leistungsfähigkeit des Klinikums bildet. "Wir freuen uns sehr, dass wir auch 2018 dank des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen und Funktionen wieder eine so positive Entwicklung verzeichnen konnten", sagt Prof. Dr. Michael Stumvoll, kommissarischer Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. Das gute Ergebnis wurde auch durch ungeplante positive Einmaleffekte unterstützt. "Unsere Herausforderung ist es nun, die Angebote der universitären Medizin stetig weiterzuentwickeln und damit den Zugang zu modernsten Forschungsergebnissen und der erforderlichen Krankenversorgung für unsere Patienten und die Menschen in der Region sicherzustellen", so Stumvoll.

"Strategie 2025" festgelegt
Um dies auch künftig gewährleisten zu können, wurde 2018 eine gemeinsame Entwicklungsplanung von Universitätsklinikum und Medizinischer Fakultät verabschiedet. Die "Strategie 2025" beschreibt die zentralen Aufgaben und daraus resultierenden Profilentwicklungen der kommenden Jahre. "Auf der Basis der Medizinstrategie leiten sich Maßnahmen zur Struktur- und Prozessentwicklung und der Personal- sowie Leistungsstrategie ab", erläutert dazu Marco Schüller, kommissarischer Kaufmännischer Vorstand des UKL. Daraus folgen Eckpunkte der baulichen Entwicklungsplanung ebenso wie der IT-Strategie, die den Rahmen schaffen für die Umsetzung der definierten Ziele. "Wir sehen als Folge der demografischen Entwicklung und einer weiterhin erwarteten Nachfragesteigerung im Kern unseres Versorgungsgebietes veränderte Anforderungen auf uns zukommen. Diesen Herausforderung an die Kapazitäten müssen wir sowohl räumlich als auch personell und mit Blick auf die Struktur unserer Angebote gewachsen sein", so Schüller weiter.
Ein Ergebnis ist die Fortsetzung der Bautätigkeit am Campus in der Liebigstraße. In 2018 wurde hier bereits mit dem Neubau Haus 7 mit einem innovativ strukturierten Krebszentrum ein Meilenstein erreicht. Das Gebäude vereint auf 10.100 Quadratmetern Flächen für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit Krebs, Erweiterungen für verschiedene Kliniken und Bereiche sowie das erste Childhood-Haus Deutschlands zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach traumatischen Erfahrungen. 58 Millionen Euro wurden hier durch den Freistaat Sachsen investiert. Ein weiterer wichtiger Teil der Zukunftsstrategie ist die Umsetzung der Digitalisierung in der Medizin. Hier bündeln Klinikum und Fakultät im Konsortium "Smart Medical Information Technology for Healthcare" (SMITH) zusammen mit 19 Partnern ihre Kompetenzen, um schnell Fortschritte in der Datenverarbeitung und deren Bereitstellung zur besseren Patientenversorgung erreichen zu können.

Verbesserungen in Forschung und Lehre
Die Medizinische Fakultät verzeichnete in 2018 mit 68,4 Millionen Euro einen leichten Anstieg der Landesmittel. Die Ausgaben an Drittmitteln haben sich mit einem Zuwachs von über 4 Millionen Euro auf insgesamt 48,23 Millionen erhöht. "Diese Drittmittel, die sich zum größten Teil aus Geldern des Bundes, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Industrie zusammensetzen, sind ein Indikator für erstklassige wissenschaftliche Leistungen unseres Standortes", sagt Dekan Prof. Dr. Christoph Josten. "Weit über 800 Personalstellen konnten wir im vergangenen Jahr davon finanzieren."
In der Forschung konzentriert sich die Fakultät auf die drei großen Schwerpunkte Zivilisationskrankheiten, klinische Regeneration und Erkrankungen von Gehirn und Seele. "Der Frage nach den verschiedenen Ursachen von Lebensstilerkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten tragen wir mit dem weiteren Ausbau des Kompetenzzentrums Adipositas auch künftig Rechnung", so der Dekan. Der vierte Schwerpunkt "Molekulare und Zelluläre Kommunikation" schafft Grundlagen für die Entwicklung neuer medikamentöser Therapien für Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Alzheimer, Arteriosklerose oder Rheuma. "Unser neuberufener Humboldtprofessor Jens Meiler wird im Januar 2020 sein Amt antreten und dann ein neues Institut zur Wirkstoffentwicklung aufbauen. Das ist ein großer Gewinn für unsere Wissenschaftler wie Studierende gleichermaßen", sagt Josten. Optimale Studienbedingungen bietet das fertiggestellte Haus D mit der Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften und der neuen LernKlinik, dieam 5. Juli feierlich eröffnet wird.

Generationswechsel
30 Jahre nach der Wende erleben das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät seit einigen Jahren einen umfassenden Generationswechsel, da die ersten berufenen Professoren der Nachwendezeit jetzt das Ruhestandsalter erreichen. Das führt zu einem weitreichenden personellen Wechsel an den Spitzen von Kliniken und Instituten. Anders als an anderen Standorten erfolgt dieser Wechsel sehr konzentriert innerhalb weniger Jahre. Bis 2025 werden innerhalb von 10 Jahren mehr als 20 Berufungen erfolgt sein. "Das ist natürlich ein großer personeller Umbruch, der sich auch in den Leistungen der Kliniken widerspiegeln wird", sagt dazu Prof. Michael Stumvoll. "Es ist zudem auch eine große Chance, viele Strukturen neu zu denken, zu modernisieren und unsere Innovationskraft dank neuer Köpfe mit frischen Ideen weiter zu verstärken."

 

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