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Pressemitteilung vom 27.02.2020

Gentherapie gegen erbliche Netzhauterkrankung demnächst auch in Leipzig

Der 29. Februar ist der "Tag der seltenen Erkrankungen"

Bei der Infoveranstaltung zum „Tag der seltenen Erkrankungen“ im Haus 4 am 28. Februar informieren UKL-Augenärzte über neue Behandlungsmöglichkeiten bei seltenen Erkrankungen des Auges.

Bei der Infoveranstaltung zum „Tag der seltenen Erkrankungen“ im Haus 4 am 28. Februar informieren UKL-Augenärzte über neue Behandlungsmöglichkeiten bei seltenen Erkrankungen des Auges.

Leipzig. Der Tag ist selten, nur alle vier Jahre taucht er im Kalender auf. Daher wird der 29. Februar als "Tag der seltenen Erkrankungen" gefeiert. Bei einer Informationsveranstaltung tags zuvor am Freitag, 28. Februar, machen Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig auf diese seltenen Erkrankungen und deren moderne Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam.

Logo des UZSEL

"Immer am letzten Tag im Februar wird weltweit unter dem Motto ,Selten sind viele' auf Krankheiten hingewiesen, an denen relativ wenige leiden - was aus medizinischen und ökonomischen Gründen häufig Forschung und Versorgung der Betroffenen erschwert", so Prof. Dr. Johannes Lemke, Direktor des Instituts für Humangenetik und des Universitären Zentrums für Seltene Erkrankungen Leipzig (UZSEL). "In diesem Jahr widmen wir uns gemeinsam mit den Fachleuten der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde und Patientenvereinigungen seltenen Krankheiten des Auges."
So spricht Prof. Dr. Ina Sterker über die angeborene Trübung der Linse und deren Behandlungsmöglichkeiten. Schon in den ersten Lebenstagen eines Kindes ist eine solche angeborene Linsentrübung feststellbar. "Wir operieren etwa 20 Kinder im Jahr", so die Augenärztin. "Mit der OP allein ist es aber leider nicht getan, eine lebenslange Nachsorge ist nötig."

Prof. Dr. Matus Rehak wird über erbliche Netzhauterkrankungen informieren. "Diese Gruppe von Erkrankungen eint, dass für das Sehen funktionales Gewebe im Auge abstirbt", erläutert Prof. Rehak. "Betroffene erleiden damit eine Netzhautdegeneration, die zu einer Gesichtsfeldeinschränkung bis zur kompletten Erblindung führen kann. Mit einer neuartigen Gentherapie ist es nun aber möglich, den Patienten zu helfen. Die ersten Patienten in Deutschland wurden an der Ludwig-Maximilians-Universität in München behandelt. Wir arbeiten darauf hin, dass das neue Therapeutikum, das den Beginn einer neuen Ära in der Augenheilkunde darstellt, demnächst auch in Leipzig eingesetzt wird." 

Auf der Informationsveranstaltung in Leipzig dabei sind auch Patientenvereinigungen, wie der Verein Pro Retina, der sich für Menschen mit Netzhautdegenerationen einsetzt. Der Verein betrachtet den Einsatz der Gentherapie "als einen ganz wichtigen, großen Meilenstein. Das weckt Hoffnung und eröffnet Betroffenen erstmals Chancen auf eine Verbesserung ihres Sehens."

Informationsveranstaltung zum "Tag der seltenen Erkrankungen"
28. Februar, 10 bis 14 Uhr
Universitätsklinikum Leipzig
Haus 4, Hörsaal und Mall
Liebigstraße 20
04103 Leipzig

 

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