Forschungszentren

Die Universitätsmedizin profitiert von der Zusammenarbeit mit (inter)national renommierten Forschungs- und Biotechnologieeinrichtungen, die sich verstärkt in Leipzig angesiedelt haben. Daraus hervorgegangen sind unter anderem folgende Großprojekte.

 

ICCAS - Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie

iccas-medizinische-fakultaet.jpgAm Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie (ICCAS) entwickeln Informatiker, Ingenieure und Mediziner modulare Softwarelösungen, die sich effizienzsteigernd auf die Arbeitsabläufe und Sicherheitsaspekte im Operationssaal auswirken. Dafür werden neue Informationstechnologien sowie anwendungsnahe Assistenztechnik entwickelt. Durch innovative Forschung für den Hightech-Operationssaal hat sich die Einrichtung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig als ein international führendes Medizintechnikinstitut etabliert. Die spezifischen Bedürfnisse der Mediziner im OP-Saal werden dabei eingehend berücksichtigt, umfassende Patientendaten zusammengeführt und der Arbeitsablauf dokumentiert. Die Profilbereiche „Modellbasierte Automation und Integration“, „Digitales Patienten- und Prozessmodell“, „Multimodale Intraoperative Bildgebung“ sowie „Nichtinvasive Bildgestützte Interventionen“ markieren die Bandbreite der Forschungsarbeiten am ICCAS. Das Zentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ für die Neuen Länder gefördert.

IFB AdipositasErkrankungen

ifb-adipositas-erkrankungen-medizinische-fakultaet.JPGIm Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) erforschen und behandeln im Zentrum rund 50 Wissenschaftler und Ärzte starkes Übergewicht und dessen Folgeerkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Das Themenspektrum der wissenschaftlichen Arbeit im IFB AdipositasErkrankungen reicht von der Erforschung von psychosozialen Aspekten, Adipositas-Genen, Hormonen der Fettzellen, Adipositas bei Kindern, Gehirnaktivitäten bis hin zu chirurgischen Therapieansätzen. Auch die Erforschung und Behandlung der Begleiterkrankungen der Adipositas, wie Typ-2-Diabetes, Atherosklerose, Fettgewebestörungen, Bluthochdruck und Fettleber werden am Zentrum vorangetrieben. Fächerübergreifend und in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum wird grundlagen- und patientenbezogene Forschung und die Behandlung adipöser Menschen unter einem Dach vereint. Erkenntnisse aus der Wissenschaft können so schneller in die Adipositastherapie einfließen, gleichzeitig ergeben sich aus der Behandlung neue Fragestellungen für die Forschung. Das Zentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.   

LIFE - Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen

life-medizinische-fakultaet.jpgDas Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) ist angetreten, Ursachen und Früherkennung von Zivilisationserkrankungen am Beispiel der Leipziger Bevölkerung zu untersuchen. Bislang wurden rund 10.000 Erwachsene, 3.500 Kinder und 8.000 Erkrankte befragt und untersucht – über eine Million humane Proben und etwa zehn Millionen Datensätze stehen für wissenschaftliche Auswertungen bereit. Sowohl die Breite des Untersuchungsprogramms als auch die Einbeziehung vieler Alters- und Patientengruppen sind weltweit einzigartig. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des LIFE Forschungszentrums ist die Auswertung der Daten und deren Speicherung in einer großen Forschungsdatenbank. Parallel läuft aktuell die NaKo Gesundheitsstudie, für die das Leipziger Studienzentrum im Rahmen des deutschlandweiten Projekts 10.000 Erwachsene befragt und medizinisch untersucht. LIFE wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Mitteln des Freistaates Sachsen im Rahmen der Landesexzellenzinitiative.

HIMAG - Helmholtz-Institut für Metabolismus, Adipositas und Gefäßforschung

himag-medizinische-fakultaet.JPGDas 2016 neu gegründete Helmholtz-Institut für Metabolismus, Adipositas und Gefäßforschung erforscht Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von sogenannten Lebensstilerkrankungen. Die Gründung stärkt den interdisziplinären Forschungsprofilbereich "Zivilisationserkrankungen" der Leipziger Universitätsmedizin. Das neue Institut ist ein Gemeinschaftsprojekt des Helmholtz Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig. Das HIMAG wird nach einer erfolgreichen Aufbauphase 2020 die Forschungsaktivitäten aufnehmen. Das Institut wird von der Helmholtz-Gesellschaft und dem Freistaat Sachsen finanziert.

IZBI - Interdisziplinäres Zentrum für Bioinformatik

izbi-medizinische-fakultaet.JPGDas DFG-finanzierte Interdisziplinäre Zentrum für Bioinformatik der Universität Leipzig unterstützt als übergreifende Institution die enge Zusammenarbeit zwischen biologischen und medizinischen Disziplinen und der Informatik innerhalb der Universität im Verbund mit weiteren Forschungseinrichtungen und Industriepartnern. Es führt  Biowissenschaftler und Experten mit Erfahrungen in der Analyse komplexer Daten und der Modellierung zeitlicher und räumlicher Phänomene zusammen. Ausgehend vom Forschungsprofil der Universität Leipzig und den daraus resultierenden bioinformatischen Anforderungen konzentriert sich das IZBI auf zwei Hauptforschungsgebiete: Zum einen analysieren Forscher auf dem Gebiet der genetischen Evolution die genetische Vielfalt und die ihr zu Grunde liegenden evolutionären Beziehungen zwischen den Arten. Zum anderen erforschen die Wissenschaftler die Gewebsorganisation und die Signaltransduktion bei der Gewebsbildung.

BBZ - Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum

bbz-medizinische-fakultaet.jpgDie Medizinische Fakultät ist mit zwei Professorenstellen sowie einer Nachwuchsforschergruppe im Bereich Zelltechnik am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) beteiligt. Das BBZ ist eine Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Universität Leipzig. Es fördert die Vernetzung der Forschung innerhalb der Universität unter gleichzeitiger Nutzung der dabei entstehenden interdisziplinären Synergien. In Kooperation mit den biotechnologisch relevanten Gruppen in einem Life-Science-Verbund an der Universität Leipzig konnte die exzellente Entwicklung im Bereich Biotechnologie vorangetrieben werden. Wissens- und erfahrungsintensive Innovationsfelder sind für den Biotechnologiestandort Leipzig von hoher Bedeutung. Neben hochrangiger angewandter und Grundlagenforschung ist es gelungen, eine international kompetitive Entwicklungs- und Verwertungsplattform am BBZ zu etablieren.