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Pressemitteilung vom 05.11.2021

Welche Lehren hat die Pest vermittelt?

Online-Veranstaltung des Zentrums für Infektionsmedizin am UKL: Leipziger Archäogenetiker spricht im Webcast über die genetische Geschichte von Pandemien

Prof. Christoph Lübbert leitet das Zentrum für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) geschäftsführend und freut sich auf den Vortrag von Prof. Johannes Krause.

Prof. Christoph Lübbert leitet das Zentrum für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) geschäftsführend und freut sich auf den Vortrag von Prof. Johannes Krause.

Leipzig. Die Bedrohlichkeit von Pandemien steht am 11. November im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die das Zentrum für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) organisiert hat. Dazu wird der Leipziger Archäogenetiker Prof. Dr. Johannes Krause, der sich wissenschaftlich intensiv mit der Pest beschäftigt hat, einen öffentlichen Online-Vortrag halten. Moderiert wird der Webcast von Prof. Dr. Christoph Lübbert, Geschäftsführender Leiter des Zentrums, und von PD Dr. Corinna Pietsch vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie.

Veranstaltungsplakat

"Infektionskrankheiten sind ein wichtiges Thema in der medizinischen Forschung - was uns die aktuelle Covid-19-Pandemie wieder eindrucksvoll vor Augen führt", sagt Prof. Lübbert. "Allerdings ist nur wenig bekannt über die Evolution von Krankheitserregern, da diese keine fossilen Spuren hinterlassen, die es erlauben, die einzelnen evolutionären Schritte, wie beispielsweise die Anpassung an den Menschen als Wirt, nachzuvollziehen. Mit Hilfe neuester DNA-Sequenzierungsverfahren ist es Forschern um Professor Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig gelungen, 'molekulare Fossilien' von Krankheitserregern in Form von bakteriellen Erbgutanalysen aus historischen menschlichen Skeletten nachzuweisen."

Wie Prof. Lübbert weiter erläutert, rekonstruierte das Team von Prof. Krause den Erreger der mittelalterlichen Pest und verfolgte seine molekularen Spuren bis zurück in die Steinzeit. "Es gelang den Wissenschaftlern, komplette Erbgutanalysen steinzeitlicher Pestbakterien zu erstellen und einzelne evolutionäre Schritte bei der Anpassung der Bakterien an den Säugetierwirt und den Zwischenwirt Floh nachzuvollziehen. Andere von Professor Krause und seinen Mitarbeitern untersuchte, epidemisch auftretende Krankheiten sind zum Beispiel Tuberkulose, Hepatitis B und Typhus."

 

Online-Vortrag "Wie bedrohlich sind Pandemien? Lehren aus der genetischen Geschichte der Pest"

Donnerstag, 11. November, 

16 bis 17.30 Uhr

www.ukl-live.de/infektiologie

keine vorherige Anmeldung notwendig

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