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Pressemitteilung vom 21.01.2021

Südafrikanische Variante des Corona-Virus erstmals in Leipzig nachgewiesen

In UKL-Virologie untersuchte Probe weist Mutationen auf

Im Institut für Virologie am UKL wurde jetzt erstmals in Sachsen die Südafrikanische Variante des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen.

Im Institut für Virologie am UKL wurde jetzt erstmals in Sachsen die Südafrikanische Variante des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen.

Leipzig. In Leipzig wurde erstmals eine Mutante des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen. Bei dem am Institut für Virologie und Mikrobiologie am UKL nachgewiesenen Virusstamm handelt es sich um die in Südafrika verbreitete Virusvariante. Der Nachweis erfolgte bei einer Person, die ambulant am UKL behandelt wurde.

Im Institut für Virologie am UKL wurde jetzt erstmals in Sachsen die Südafrikanische Variante des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen.

Das Coronavirus wurde im Rahmen des Routinescreenings aller Patienten am UKL erfasst und nachgewiesen. Bei dem dabei gefundenen Virus handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Stamm der B.1.351 Clade. Diese Virusvariante ist vor allem in Südafrika häufig und trägt unter anderem die Mutationen E484K und N501Y in seinem Spikeprotein. Dies ist der erste Nachweis dieser Virusvariante in Leipzig und ganz Sachsen. 

Das Institut für Virologie am UKL untersucht seit 17.12. 2020 alle aus dem Universitätsklinikum eingehende SARS-CoV-2- positive Proben aus den wöchentlich hier anfallenden ca. 4000 Testungen auf Hinweise einer Mutation. Wird diese festgestellt, erfolgt eine weitere, genauere Untersuchung der jeweiligen Proben durch gezielte Sequenzierung von Teilabschnitten der Erbinformation des Virus. Auf diese Weise wurden bereits mehr als 600 SARS-CoV-2-positive Proben am UKL-Institut genauer untersucht, allerdings lag bislang in keinem weiteren Fall eine Mutation vor. "Eine vollständige Sequenzierung des Virusgenoms der nun nachgewiesenen Virusvariante ist in Arbeit. Diese aufwändige Untersuchung wird zukünftig übrigens auch bei anderen am UKL detektierten Coronaviren stichprobenartig erfolgen. Die Vorbereitungen dafür laufen aktuell", erläutert Dr. Corinna Pietsch, kommissarische Leiterin der Virologie am UKL.

Im Falle der jetzt festgestellten Virusvariante muss nun unter anderem geklärt werden, ob weitere Kontaktpersonen ebenfalls mit dem mutierten Virus infiziert sind. "Daten aus anderen Ländern weisen darauf hin, dass diese Virusvariante ansteckender und damit letztendlich leider für die Bevölkerung auch gefährlicher ist, weil sich mehr Menschen infizieren und erkranken", so Dr. Pietsch. "Zudem gibt es erste Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigt sein könnte."

Gerade in der jetzigen Situation sei es wichtig, eine weitere Steigerung der Infektionszahlen zu verhindern. Aktuell sind in Leipziger Krankenhäusern 305 COVID-19-Patienten in Behandlung, 104 davon am UKL. Insgesamt wurden seit März 2020 am UKL 468 Patienten aufgrund einer COVID-Erkrankung behandelt, 143 davon sind verstorben.  

 

 

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