Promotionsangebot: Internationale Analyse der Ergebnisse einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation in der X-chromosomalen Adrenoleukodystrophie
14.03.2026 | Ausschreibung einer medizinischen/experimentellen Doktorarbeit in der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Leipzig
Forschungsgebiet
Neurologie, „Arbeitsgruppe Leukodystrophien und seltene Myelinerkrankungen“
Projekthintergrund
Zentrales Anliegen unserer Arbeitsgruppe ist die Erforschung hereditärer Leukodystrophien, d.h. seltener genetischer Erkrankungen der weißen Substanz des zentralen Nervensystems. Hierfür werden eine Vielzahl klinischer und translationaler Projekte in einem interdisziplinären Team bearbeitet. Im Rahmen unserer Spezialambulanz für Leukodystrophien untersuchen wir den klinischen Verlauf und dies spezifischen Phänotypen der Leukodystrophien. Unser grundlagenwissenschaftliches Labor beschäftigt sich mit den neurobiologischen Grundlagen der Erkrankungen. Die Arbeitsgruppe ist durch zahlreiche nationale und internationale Kooperationen mit Wissenschaftler*innen auf dem Gebiet vernetzt.
Insbesondere Leukodystrophien, die sich auf die Funktion der Mikroglia, also der Immunzellen des zentralen Nervensystems, auswirken, stehen im Zentrum unserer Arbeiten. Bei diesen Erkrankungen kann eine Stammzelltransplantation eine Therapieoption darstellen, da sie zu einem Ersatz der defekten Mikrogliazellen durch gesunde Spenderzellen führt.
Die X-chromosomale Adrenoleukodystrophie ist eine solche genetische Mikroglia Erkrankung. Durch einen Defekt des Abbaus von Fettsäuren im Peroxisomen kommt es zu verschiedenen klinischen Phänotypen. 2/3 der betroffenen männlichen Patienten entwickeln eine fulminante Entzündung der weißen Substanz. Diese ist mit einer sehr schlechten Prognose und einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden. Die einzige verfügbare Behandlungsoption für die Betroffenen ist die hämatopoetische Stammzelltransplantation. Diese ist allerdings mit hohen Risiken verbunden und es ist nicht gut verstanden, welche Patienten für die Behandlung geeignet sind.
In dem hier geplanten Projekt soll eine retrospektive Analyse von Therapieverläufen der cerebral entzündlichen Verlaufsform der X-ALD durchgeführt werden. Wir untersuchen dabei mutlizentrische Daten von Leukodystrophie-Spezialzentren aus den USA und Europa. Ziel der Untersuchungen ist es, das Ansprechen auf die Therapie zu verstehen, und Prädiktoren für einen günstigen Therapieverlauf zu identifizieren.
Gesuchtes Profil
Die Promotion erfolgt im Rahmen des interdisziplinären und internationalen Teams der Ambulanz für Leukodystrophien und wird durch Dr. Bergner (Leitung AG Myelinerkrankungen) betreut. Wir erwarten von einer Kandidatin/einem Kandidaten Interesse für Erkrankungen der weißen Substanz, umfassende Kenntnisse der englischen Sprache für die Durchführung der internationalen Analyse, Bereitschaft zur Einarbeitung in statistische Analyseverfahren Teamfähigkeit und die Fähigkeit unter Supervision selbstständig zu arbeiten.
Angebot
- Arbeit mit einem national und international herausragenden Kollektiv erwachsener Patienten mit hereditären Leukodystrophien
- Klinisch orientiertes Forschungsthema mit hoher Praxisrelevanz
- Ein motiviertes und sympathisches Team mit herausragender Expertise und internationaler Vernetzung
- Interdisziplinäre Supervision bei der Planung, Durchführung und Auswertung und Publikation der Studie
Bewerbungen
bitte mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf per E-Mail / schriftlich an u. s. Kontakt
Kontakt
Caroline.Bergner@medizin.uni-leipzig.de +49 341-97 11747 Universitätsklinikum LeipzigKlinik und Poliklinik für NeurologieLiebigstraße 20a04103 Leipzig
Promotionsangebot/MD Thesis offer: Characterization of pathomechanisms in CST3 associated Leukodystrophy in an iPSC derived model system
10.01.2025 | Klinik und Poliklinik für Neurologie/ Clinic of Neurology | Medizinische/experimentelle Doktorarbeit / Medical/experimental doctoral thesis
Forschungsgebiet/ Field of Research
Neurologie/ Neurology
Projekthintergrund/ Background of the project
Our research group, "Leukodystrophies and Rare Myelin Disorders" is part of the Department of Neurology at University Hospital Leipzig. We aim to deepen the understanding of hereditary leukodystrophies—rare genetic diseases that affect the cerebral white matter. The underlying pathomechanisms are investigated at the cellular and molecular levels using human biosamples and animal models.
We work in close collaboration with the leukodystrophy outpatient clinic at University Hospital Leipzig, which provides exceptional care to an outstanding cohort of adult patients with hereditary leukodystrophies. Through various national and international partnerships, our group is connected with leading scientists in the field. You will be part of a highly motivated, international research team with extensive expertise in genetic white matter diseases.
CST3-associated leukodystrophy is a newly identified adult-onset genetic white matter disease, characterized by hemiplegic migraine and premature neurodegeneration. This disease was recently described by our research group. As part of this project, you will participate in a study aimed at characterizing the molecular pathomechanisms of this disease using cell culture systems derived from patients' induced pluripotent stem cells.
Wir bieten/ What we offer
The candidate will be responsible for establishing and maintaining iPSC derived cell cultures as in vitro models, which will subsequently be analyzed using various laboratory techniques, including qPCR, immunostaining, fluorescence/confocal microscopy, ELISA, Western blot, and flow cytometry (FACS).
Work with the iPSC cell culture system will involve large-scale expansion and cryopreservation, characterization of pluripotency in cell lines, differentiation into iPSC-derived astrocytes, and functional characterization of astrocyte cultures through various in vitro assays. Additionally, the student will develop expertise in data visualization, statistical analysis, and presentation of results. We are a highly motivated international team with extensive expertise in the field of rare white matter diseases and strong national and international collaborations. We offer interdisciplinary supervision for planning, conducting, and analyzing data as part of an MD thesis.
Wir suchen/ What we are looking for
We are seeking a highly motivated student (MD or MSc) who is willing to dedicate at least two full semesters, after a period of training, to this position. This commitment is essential for the successful development of the project and will ensure that the student gains valuable skills in bench work. While we are unable to offer a salary, we can assist you in applying for scholarships to cover the research semesters.
Bewerbung/ Application
Interessierte setzen sich bitte mit Motivationsschreiben und Lebenslauf direkt mit Caroline Bergner oder Luqman Abid in Verbindung (Details unten). Englisch ist für die meisten arbeitsrelevanten Themen erforderlich. Wir freuen uns auf Ihre Fragen oder Bewerbungen.
Interested students can get in touch directly with Caroline Bergner or Luqman Abid (details below). English is necessary for most work-related topics. We are looking forward to receiving your questions or applications.
Kontakt/ Contact
Dr. med. Caroline Bergner Luqman Chaudhry Abid
Telefon: 0341 - 97 11747 Phone: 0341 - 97 25890
E-Mail: Caroline.Bergner@medizin.uni-leipzig.de Chaudhry.Abid@medizin.uni-leipzig.de
Klinik und Poliklinik für Neurologie Clinic of Neurology
Arbeitsgruppe „Leukodystrophien und Research group "Leukodystrophies
seltene Myelinerkrankungen" and Rare Myelin Disorders"
Liebigstraße 20a
04103 Leipzig
Promotionsangebot: Untersuchung von Mechanismen der synaptischen Transmission in verschiedenen kortikalen Arealen
31.07.2024 | Carl-Ludwig-Institut für Physiologie | AG Schmidt | Medizinische/experimentelle Doktorarbeit
Forschungsgebiet
Neurophysiologie
Projekthintergrund
Für den Informationstransfer zwischen kortikalen Neuronen löst der sekundäre Botenstoff Kalzium die Freisetzung des Neurotransmitters durch Bindung an ein Kalziumsensor-Protein aus. Dieser Vorgang ist unzuverlässig und plastisch. Unterschiede in der Zuverlässigkeit und Plastizität scheinen eine wesentliche Grundlage der unterschiedlichen Funktion von Hirnarealen zu sein. Störungen in diesen Vorgängen führen zu pathophysiologischen Veränderungen. Wir entschlüsseln Grundlagen der synaptischen Transmission und Plastizität auf zellulärer und molekularer Ebene. Dafür nutzen wir fortgeschrittene Techniken wie Patch-Clamp-Elektrophysiologie und Kalzium-Imaging mittels 2 Photonen-Mikroskopie. Details unter https://physiologie.medizin.uni-leipzig.de/?en,id140.
Ein entscheidender Parameter für die Zuverlässigkeit und Plastizität der synaptischen Übertragung ist die Distanz zwischen Kalziumkanälen und Kalziumsensor. Unsere Gruppe hat herausgefunden, dass diese Distanz an Pyramidenzellsynapsen des somatosensorischen Cortex im Laufe der postnatalen Entwicklung enger wird, was die Plastizität der Synapsen verändert (Bornschein et al., Cell Rep. 2019, Front. Synaptic. Neurosci. 2019). Aktuelle Befunde zeigen, dass die Kopplungsdistanz nicht nur vom Entwicklungsgrad, sondern auch von der Funktion bzw. Lage der Synapse (sensorisch, motorisch, kognitiv) abhängig ist (Schwarze, Bornschein et al., in Vorbereitung). Diese Hypothese soll im Rahmen der angebotenen Promotionsarbeit weiter untersucht werden.
Mit Hilfe von Patch-Clamp-Ableitungen soll die synaptische Übertragung zwischen kortikalen Neuronen in verschiedenen Hirnarealen untersucht und deren Mechanismen aufgeklärt werden. Insbesondere sollen die Kurzzeitplastizität, die Freisetzungswahrscheinlichkeit der Synapsen, die Kopplungsdistanz zwischen Kalziumkanal und Kalziumsensor sowie die Expression von Kalziumkanalsubtypen untersucht werden.
Wir bieten
Wir bieten eine sehr gute Einführung in die Techniken, eine enge Betreuung sowie die Mitgliedschaft in der Graduiertenschule „Brain Dynamics“ zum Austausch mit anderen Doktorand:innen und Wissenschaftler:innen. Die Vorstellung der eigenen Forschungsergebnisse auf einer (inter-)nationalen Tagung und die Veröffentlichung der Ergebnisse im Rahmen einer Publikation werden angestrebt. Eine Finanzierung durch ein Promotionsstipendium der Fakultät ist möglich.
Wir suchen
Wir suchen hochmotivierte Medizinstudierende mit echtem Interesse an der Wissenschaft und der Fähigkeit zum selbständigen und zielorientierten Arbeiten. Für die Doktorarbeit sollten zwei Freisemester eingeplant werden.
Ein Schnupperpraktikum wäre im WS 2024/25 und ein Beginn der Laborarbeit wäre ab Februar 2025 möglich.
Bewerbung
Bei Interesse wenden Sie sich bitte mit Motivationsschreiben und kurzem Lebenslauf an Frau Dr. Grit Bornschein. Wir freuen uns auf Ihre Fragen oder Bewerbungen.
Kontakt
Dr. rer. nat. Grit Bornschein
Telefon: 0341 - 97 15522
E-Mail: grit.bornschein@medizin.uni-leipzig.de
Betreuung der Doktorarbeit
Promotionsangebot: Histopathologische Charakterisierung neuer Modelle für transplantierbare genetische Erkrankungen der weißen Substanz [English here]
12.02.2024 | Klinik und Poliklinik für Neurologie | AG Leukodystrophien und seltene Myelinerkrankungen | Medizinische/experimentelle Doktorarbeit
Forschungsgebiet
Neurologie
Projekthintergrund
Unsere Forschungsgruppe "Leukodystrophien und seltene Myelinstörungen" ist Teil der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Leipzig. Unsere Forschung zielt auf ein besseres Verständnis der hereditären Leukodystrophien ab. Die zugrundeliegenden Pathomechanismen werden auf zellulärer und molekularer Ebene unter Verwendung menschlicher Biomaterialien und Tiermodelle untersucht. Unser besonderes Interesse gilt den Leukodystrophien, die in erster Linie Mikrogliazellen betreffen und die durch hämatopoetische Stammzelltransplantation behandelt werden können. Andere Projekte, die sich mit Pathomechanismen befassen, an denen Proteine/Signalwege beteiligt sind, die für neuropsychiatrische Erkrankungen relevant sind, werden ebenfalls entwickelt. Wir arbeiten eng mit der Leukodystrophie-Ambulanz am Universitätsklinikum Leipzig zusammen, wo eine bedeutende Kohorte erwachsener Patienten mit erblichen Leukodystrophien betreut wird. Durch zahlreiche nationale und internationale Kooperationen ist die Arbeitsgruppe mit führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet vernetzt. Sie werden in einem hochmotivierten internationalen Forschungsteam mit außergewöhnlicher Expertise auf dem Gebiet der genetischen Erkrankungen der weißen Substanz arbeiten.
Im Rahmen dieses Projekts wird ein neuartiges Mausmodell für hereditäre Leukodystrophien durch verschiedene phänotypische und morphologische Untersuchungstechniken charakterisiert. Seine Anwendbarkeit zur Modellierung krankheitsrelevanter Pathomechanismen wird untersucht.
Wir bieten
Sie werden an der Erstellung und Pflege von Zellkulturen als In-vitro-Modelle arbeiten, die anschließend mit verschiedenen Labortechniken analysiert werden, darunter qPCR, Immunfärbungen, Fluoreszenz-/Konfokalmikroskopie, ELISA und Western Blot. Die Charakterisierung von In-vivo-Modellen, gefolgt von der Analyse von Pathomechanismen im Zusammenhang mit Leukodystrophien, wird Teil der Aktivitäten sein. Darüber hinaus sollen Sie Fachkenntnisse in der Visualisierung, statistischen Analyse und Präsentation der gewonnenen Daten entwickeln.
Wir sind ein hoch motiviertes internationales Team mit herausragender Expertise auf dem Gebiet der seltenen Erkrankungen der weißen Substanz und nationalen und internationalen Kooperationen. Wir bieten interdisziplinäre Betreuung bei der Planung, Durchführung und Auswertung der Daten im Rahmen einer Doktorarbeit.
Wir suchen
Wir suchen eine:n hochmotivierte:n Studierende:n (Staatsexamen oder Master) mit der Bereitschaft, sich nach einer Einarbeitungszeit mindestens ein Semester lang ausschließlich dieser Position zu widmen, was für eine angemessene Entwicklung des Projekts erforderlich ist.
Für die meisten arbeitsrelevanten Themen sind gute Englischkenntnisse erforderlich.
Bewerbung
Interessierte setzen sich bitte mit Motivationsschreiben und Lebenslauf direkt mit Caroline Bergner in Verbindung (Details unten). Wir freuen uns auf Ihre Fragen oder Bewerbungen.
Kontakt
Dr. med. Caroline Bergner Alireza Moein Alsadat
Telefon: 0341 - 97 11747 0341 - 97 25890
E-Mail: Caroline.Bergner@medizin.uni-leipzig.de Alireza.Moein@medizin.uni-leipzig.de
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Liebigstraße 20a