08.12.2025 | Forschungslabor Kardiologie, Klinik und Poliklinik für Kardiologie | Medizinische/experimentelle Doktorarbeit
Forschungsgebiet
HFpEF ist eine häufige, klinisch relevante Erkrankung ohne etablierte entzündungsspezifische Therapie. Dieses Projekt untersucht, ob Il1a knock-out Mäuse vor der Entstehung einer HFpEF geschützt sind. Zusätzlich liefert die systematische Analyse der IL-1α-Phosphorylierungsstellen erstmalig Aufschluss, wie sich diese Schlüsselmodifikation auf die Entzündungsprozesse auswirkt. Die Erkenntnisse haben das Potenzial, neue zielgerichtete Therapieansätze zu erschließen – insbesondere, um IL-1α-gerichtete Interventionen von klassischen IL-1β-Blockaden abzugrenzen und Nebenwirkungen zu reduzieren.
Projekthintergrund
Die Arbeitsgruppe Cardiovascular Inflammation (Leitung: Dr. Susanne Gaul), Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig, bietet ab Februar 2026 oder ab SS 2026 eine medizinische Promotionsstelle zur Mitarbeit an einem translationalen Forschungsprojekt an.
Im Mittelpunkt steht die Rolle von IL-1α in Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere in der Regulation von Immunantwort und metabolischen Programmen im Modell der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF). Im Mittelpunkt stehen zellbiologische und molekulare Mechanismen, über die IL-1α Entzündung, metabolische Reprogrammierung und die Gewebeantwort im Herzen steuert.
Ein zentrales Ziel ist die Charakterisierung neu identifizierter IL-1α post-translationaler Modifikationen (Phosphorylierung) und die Analyse, wie diese Modifikationen die Interaktion mit Bindungspartnern, Lipiden, als auch die Freisetzung von IL-1α und die Aktivierung nachgeschalteter inflammatorischer Signalwege beeinflussen. Die Ergebnisse könnten wichtige Hinweise liefern, warum IL-1α in bestimmten kardiometabolischen Erkrankungen eine entscheidende, von IL-1β unabhängige Rolle spielt.
Methoden
- Zellkultur, Transfektion von Zelllinien
- Klonierung und Charakterisierung von IL-1α-Phosphomutanten
- Co-Immunpräzipitation und Massenspektrometrie zur Interaktionsanalyse
- Durchflusszytometrie, Immunfluoreszenz und Mikroskopie
- Arbeiten im Mausmodell der HFpEF (Probenprozessierung, molekulare Analysen)
- RNA- und Proteinanalytik
(Western Blot, qPCR)
Wir bieten
Wir bieten Ihnen eine Promotionsstelle ab
Februar oder SS 2026 (Dauer: 2 Semester), sowie die Möglichkeit der finanziellen Förderung über ein Stipendium der Fakultät. Des Weiteren bieten wir eine umfassende Einarbeitung, ein kollegiales und unterstützendes Arbeitsumfeld sowie den Zugang zu modernsten Labortechniken und einer hochmodernen Ausstattung in einem erfolgreich etablierten Forschungslabor. Zudem bekommen Sie die Möglichkeit zur Präsentation der Ergebnisse auf nationalen Kongressen.
Wir suchen
Wir suchen eine/n Kandidat:in mit Interesse an molekularbiologischer Grundlagenforschung; mit Teamfähigkeit, sowie Bereitschaft zur Einarbeitung in komplexe experimentelle Techniken.
Bewerbung
Bewerbungen richten Sie bitte an Susanne.Gaul@medizin.uni-leipzig.de.
Kontakt
Dr. rer. nat. Susanne Gaul
Telefon: 0341 - 97 25844
E-Mail: Susanne.Gaul@medizin.uni-leipzig.de
Max-Bürger-Forschungszentrum (MBFZ)
Research Lab
Johannisallee 30
04103 Leipzig
Promotionsangebot: Einfluss von Lipodystrophie-assoziierten LMNA-Mutationen auf die Funktion kardiovaskulärer Zelltypen
17.09.2024 | Klinik und Poliklinik für Kardiologie | Medizinische Doktorarbeit
Forschungsgebiet
Kardiologie
Projekthintergrund
Die familiäre partielle Lipodystrophie ist eine Fettgewebsverteilungsstörung, die durch verschiedene Genmutationen verursacht werden kann, wobei der Erbgang meist autosomal dominant ist. Unter anderem wurden Mutationen im Lamin A/C kodierenden LMNA-Gen mit Lipodystrophie in Verbindung gebracht. Lamin A/C stabilisiert den Zellkern und spielt eine wichtige Rolle bei der DNA-Reparatur. Neben der Lipodystrophie wurden LMNA-Mutationen auch bei anderen Erkrankungen wie der dilatativen Kardiomyopathie oder dem Hutchinson-Gilford-Syndrom als ursächlich identifiziert.
Bei Patienten mit angeborener Lipodystrophie können verschiedene kardiovaskuläre Begleiterkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK) auftreten. Der koronaren Herzkrankheit gehen Atherosklerose und Störungen der Endothelfunktion voraus. Ziel der Dissertation ist es, den Einfluss verschiedener Lipodystrophie-assoziierter Mutationen des LMNA-Gens auf die Identität und Funktion verschiedener kardiovaskulärer Zelltypen zu untersuchen. Dabei werden die jeweiligen Mutationen mittels modifizierter mRNA in die Zellen eingebracht Neben mRNA-Transfer und Zellkulturexperimenten werden verschiedene molekularbiologische und biochemische Methoden wie RNA-Extraktion, reverse Transkription, qPCR, Immunfluoreszenz, Durchflusszytometrie und Immunblotting eingesetzt. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Arbeitsgruppentreffen Präsentations- und Diskussionsfähigkeiten trainiert.
Das Projekt ist eine Kooperation mit der Klinik für Endokrinologie des Universitätsklinikums Leipzig. Für die Dauer der Promotion sollten zwei Urlaubssemester eingeplant werden. Bei einer möglichen Beantragung eines Stipendiums sind wir gern unterstützend tätig. Ziel ist es, die Ergebnisse auf Kongressen zu präsentieren und die Dissertation bis zum zweiten Staatsexamen abzuschließen.
Wir bieten
- Präsentation der Ergebnisse auf Kongressen wird angestrebt
- Unterstützung bei der Beantragung eines Promotionsstipendiums
- Abschluss der Dissertation bis zum zweiten Staatsexamen
Wir suchen
- Student:in der Humanmedizin
- Bereitschaft für zwei Urlaubssemester
Bewerbung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an den u. g. Kontakt.
Kontakt
PD Dr. Jes-Niels Boeckel
Telefon: 0341 - 97 25849
E-Mail: Jes-Niels.Boeckel@medizin.uni-leipzig.de
Max-Bürger-Forschungszentrum (MBFZ)
Research Lab
Johannisallee 30
04103 Leipzig