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Institute

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Die Medizinische Fakultät deckt mit ihren 14 vorklinischen und klinisch-theoretischen Instituten und Abteilungen das breite Spektrum der Human- und Zahnmedizin sowie der Pharmazie ab. Dank moderner Ausstattung und der unmittelbaren Anbindung an das Universitätsklinikum Leipzig sind auf dem Medizin-Campus hervorragende Bedingungen anzutreffen.​

Carl-Ludwig-Institut für Physiologie

Das Carl-Ludwig-Institut für Physiologie​ gliedert sich in drei Abteilungen, in denen mit modernen elektrophysiologischen, mikroskopischen und molekularbiologischen Methoden die Physiologie und Pathophysiologie von Nerven- und Gliazellen untersucht wird. Es gehört zu den weltweit führenden Instituten in Hinblick auf die Entwicklung neuer Methoden zur Untersuchung der synaptischen Übertragung. Das Institut ist eingebunden in die Forschungsschwerpunkte der Universität Leipzig „Erkrankungen von Gehirn und Seele“ und „Molekulare und zelluläre Kommunikation“; Doktoranden und Doktorandinnen sind in der Graduiertenschule „Brain dynamics“ vernetzt. Die Forschung am Institut wird großzügig durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) und den Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt. Das Institut ist an mehreren Verbundprojekten beteiligt, z.B. der Forschergruppe FOR3004 „SYNAPS“ und dem Schwerpunktprogramm SPP1757. Es bestehen enge Kooperationen mit dem Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen und international zu Gruppen in Japan, den Niederlanden, Großbritannien, Israel und den USA.

Das Institut unterrichtet jährlich mehrere Hundert Studierende der Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Dabei werden Vorlesungen, Praktika und Seminare mit klinischem Bezug im Pflicht- und Wahlfachbereich angeboten.​

ICCAS - Innovation Center Computer Assisted Surgery

Am Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie (ICCAS) entwickeln Informatiker, Ingenieure und Mediziner modulare Softwarelösungen, die sich effizienzsteigernd auf die Arbeitsabläufe und Sicherheitsaspekte im Operationssaal auswirken. Dafür werden neue Informationstechnologien sowie anwendungsnahe Assistenztechnik entwickelt. Durch innovative Forschung für den Hightech-Operationssaal hat sich die Einrichtung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig als ein international führendes Medizintechnikinstitut etabliert. Die spezifischen Bedürfnisse der Mediziner im OP-Saal werden dabei eingehend berücksichtigt, umfassende Patientendaten zusammengeführt und der Arbeitsablauf dokumentiert. Die Profilbereiche „Modellbasierte Automation und Integration", „Digitales Patienten- und Prozessmodell", „Multimodale Intraoperative Bildgebung" sowie „Nichtinvasive Bildgestützte Interventionen" markieren die Bandbreite der Forschungsarbeiten am ICCAS. Das Zentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region" für die Neuen Länder gefördert.

Institut für Anatomie

Die Anatomie​ hat eine zentrale Stellung in der ärztlichen Tätigkeit und in der medizinischen Forschung. Das Institut gliedert sich in verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit degenerativen Prozessen an der Blut-Hirnschranke, Fettgewebsbiologie, hypothalamischer Hungerregulation, mikroglialer Degeneration, der Rolle von Mikroglia bei synaptischem Pruning, Infertilität bei Adipositas, Suszeptibilitätsassays mit organotypischen Tumorschnittkulturen, Makroskopie, diabetischer Neuropathie sowie glialem Chemokinsignalling beschäftigen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts sind in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten involviert, für die es insbesondere elektronenmikroskopische Untersuchungen und Mausphänotypisierungen einbringt. Sie publizieren umfänglich mit den Kliniken des Universitätsklinikums Leipzig und den anderen vorklinischen Instituten. Das Institut für Anatomie ist mit drei Projekten im SFB 1052 und einem Projekt im IFB AdipositasErkrankungen vertreten, hält eine Core-Unit Elektronenmikroskopie und eine Hirnbank vor.
 
Das Institut leistet den gesamten curricularen Unterricht für Studierende der Human- und Zahnmedizin: Präparierkurs, Histologiekurs, Seminare Allgemeine Anatomie und Neuroanatomie mit den dazu gehörenden Vorlesungen. 

Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie

Das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)​ ist Teil der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums der Universität Leipzig. Gegründet im Jahre 1994 beherbergt es heute eine Vielzahl an Kompetenzen in Forschung und Praxis für Medizinische Informatik, Klinische Studien, medizinische Biometrie, dynamische Modellierung sowie Bioinformatik. Gemessen an Drittmitteleinwerbungen und Publikationsaktivitäten zählt das Institut zu den erfolgreichsten vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland.
 
Gemeinsam mit seinen klinischen Partnern ist das IMISE in zahlreichen nationalen Forschungs­konsortien unter anderem im Bereich der Krebserkrankungen, Herzerkrankungen, Infektionserkrankungen und Intensivmedizin aktiv, die vom Forschungsministerium, der DFG, der Deutschen Krebshilfe und zum Teil auch der Industrie finanziert werden.

Institut für Medizinische Physik und Biophysik

Das Institut für Medizinische Physik und Biophysik​ gehört zu den klinisch-theoretischen Instituten an der Medizinischen Fakultät. Die Schwerpunkte der Forschungsarbeiten liegen in der Molekularen Biophysik mit einem methodischen Fokus auf der Kernresonanzspektroskopie. Insbesondere stehen hier Membranproteine wie Rezeptoren und Proteasen, regulatorisch wirkende Proteine und deren Komplexe mit Glykosaminoglykanen sowie medizinisch relevante Amyloide im Mittelpunkt des Interesses. Darüber hinaus bildet die Geweberegeneration auf Grundlage der Wirkung von Zytokinen einen weiteren Schwerpunkt der Arbeiten. Ebenso arbeiten wir an immuno­logischen Thematiken zur Terminierung chronischer Entzündungen, Fragestellungen der Nanomedizin und des gezielten Wirkstofftransports sowie metabolomischen Untersuch­ungen an Tiermodellen zu neurodegenerativen Erkrankungen. Das Institut unterhält zahlreiche nationale und internationale Kooperationen. Es ist an zahlreichen internationalen und nationalen Verbundprojekten beteiligt, insbesondere an vier Sonderforschungsbereichen und einer Forschungsgruppe der DFG. Innerhalb der Universität ist das Institut durch aktive Teilnahme an großen Leipziger Verbundprojekten an den Forschungsschwerpunkten „Zivilisationserkrankungen“, „Erkrankungen von Gehirn und Seele“ sowie „Molekulare und zelluläre Kommunikation“ beteiligt.
 
Die Einrichtung übernimmt die curriculare Lehre im Fach Physik für Studierende der Human- und Zahnmedizin sowie der Pharmazie. Lehrexport wird für die Studiengänge Biochemie, Biologie und Informatik geleistet.​

Institut für Pharmazie

Das Institut für Pharmazie​ setzt sich aus den zwei Abteilungen Pharmazeutische Technologie (geleitet von Michaela Schulz-Siegmund) sowie der Klinischen Pharmazie (geleitet von Thilo Bertsche) zusammen.
Vor 2019 waren auch die drei Bereiche Pharmazeutische / Medizinische Chemie, Pharmazeutische Biologie und Pharmakologie und Toxikologie im Institut integriert. Die Pharmazeutische / Medizinische Chemie sowie die Pharmazeutische Biologie sind heute Bestandteile des Instituts für Wirkstoffentwicklung; die Pharmakologie und Toxikologie des Rudolf-Boehm-Instituts. Die Lehre wird noch von allen Bereichen gemeinsam gehalten.

Bundesweit einmalig ist der neue Modellstudiengang Pharmazie, der seit dem Wintersemester 2017/18 an der Medizinischen Fakultät angesiedelt ist. Das spiegelt sich in fächerübergreifenden Modulen, wie dem Modul Biochemie für Pharmazeuten, dem Modul Pharmazeutische Chemie für Biochemiker und dem Modul "Vom Wirkstoff zum Arzneimittel" für Masterstudenten Biochemie und Biologie, wider. Auch die Übungsapotheke und das Medikationsmanagementpraktikum sowie die interdisziplinäre/multi-professionelle Lehre in der Klinischen Pharmazie sind Angebote an die Studierenden. All dies bietet die Chance einer breiten, interdisziplinären Ausbildung. Inzwischen werden jährlich zum Wintersemester ca. 50 Studierende immatrikuliert.

Institut für Rechtsmedizin

Drei Arbeitsbereiche gliedern das Institut für Rechtsmedizin: Neben Forschung und Lehre zählen auch Dienstleistungen der universitären Rechtsmedizin in Nord-, Mittel- und Südwestsachsen zum Aufgabengebiet. Das Institut bietet ein umfangreiches Spektrum rechtsmedizinischer Diagnostik und wissenschaftlicher Begutachtung einschließlich der Fachbereiche der forensischen Medizin, Molekulargenetik und Toxikologie.
Die Schwerpunkte der Forschungsarbeit konzentrieren sich unter anderem auf Gen- und Proteinexpression nach Schädel-Hirn-Trauma, mutationsanalyse zur SNP-Detektion beim Long QT-Syndrome (LQTS), molekulargenetische Untersuchungen an historischen Skeletten sowie menschlicher Individualgeruch als forensisches Beweismittel.
Im Bereich der Lehre finden am Institut Vorlesungen, Seminare und Praktika statt. Das Institut bietet Platz für drei Studierende pro PJ-Tertial und liegt damit deutschlandweit an der Spitze. Weiterhin wird der Postgradualstudiengang „Toxikologie und Umweltschutz“ organisiert.​

Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health

Das Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health​ beschäftigt sich mit Themen im Spannungsfeld von Medizin und Gesellschaft. Dazu zählen unter anderem die Epidemiologie kognitiver und depressiver Störungen im hohen und höchsten Alter, Determinanten primärärztlicher Versorgungspraxis und des Versorgungsbedarfs alter Menschen und besonderer Patientengruppen, die Überprüfung innovativer Versorgungsinterventionen und die Einstellungsforschung. Das Institut ist durch fünf große BMBF-Verbundforschungsinitiativen intensiv mit forschenden universitären Einheiten bundesweit interdisziplinär vernetzt. Im Profilbereich „Zivilisationserkrankungen“ koordiniert das Institut zusammen mit dem Max Planck-Institut ​für Kognitions- und Neurowissenschaften den Kognitionsteil der LIFE-Gesundheitsstudie. Zum Schwerpunkt „Gehirn und Seele“ werden Versorgungsinterventionen (E-Health) bei Depression und PTSD in Kooperation mit der Psychosomatik durchgeführt.
 
Das Lehrprofil des Instituts ist sehr breit gefächert und umfasst die curriculare Lehre in den Fächern Sozialmedizin und Arbeitsmedizin als auch die organisatorische Gesamtverantwortung für drei Querschnittsbereiche (QSB) mit Lehranteilen: „Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliche Gesundheitspflege“, „Prävention und Gesundheitsförderung“ sowie „Rehabilitation, Physikalische Therapie, Naturheilverfahren“.

Institut für Wirkstoffentwicklung

​Das Institut für Wirkstoffentwicklung der Universität Leipzig integriert innovative, rechnergestützte Ansätze für Therapiedesign und Wirkstoffgewinnung mit experimenteller Validierung und Optimierung.

Im Besonderen entwickeln und verwenden wir neue Algorithmen zur Gewinnung und Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe und von sogenannten Biologika, wie Antikörpern oder Impfstoffen. Hierzu setzen wir die Rosetta-Softwaresuite (www.rosettacommons.org) ein und nutzen die Algorithmen dann für maschinelles Lernen in der BioChemicalLibrary (BCL, www.meilerlab.org). Wir arbeiten mit Wissenschaftlern in Leipzig und auf der ganzen Welt zusammen, um diese neuen Algorithmen bei dringenden Herausforderungen für die menschliche Gesundheit, einschließlich Krebs, Infektionskrankheiten wie Grippe oder HIV, Erkrankungen, die das Gehirn betreffen, wie Schizophrenie oder Suchterkrankungen, bei Herzrhythmusstörungen oder Adipositas anzuwenden. Ein weiterer Fokus unserer Forschung adressiert den dringenden Bedarf an neuen Antibiotikaleitstrukturen durch computergestützte Genome Mining-Ansätze. Um den Zyklus der Arzneimittelentwicklung effektiv unterstützen zu können, ist das Institut für Wirkstoffentwicklung in der Lage, diese Wirkstoffe sowie Biologika selbst herzustellen, zu charakterisieren und zu testen. Um unseren Ansatz des rationalen, computergesteuerten Therapiedesigns überhaupt erst zu ermöglichen, kooperieren wir mit anderen, um die Struktur entscheidender humaner Proteinziele und von Pathogenen anhand begrenzter experimenteller Daten in silico zu bestimmen.

Wir engagieren uns in der Lehre für den kürzlich in die Medizinische Fakultät integrierten Modellstudiengang Pharmazie auf Staatsexamen und in anderen Studiengängen. Hier ist uns ein besonderes Anliegen neue Lehrformate zu entwickeln, die Konzepte aus Grundlagenforschung und moderner Arzneistoffentwicklung unter dem Fokus der klinischen Anwendung verbinden.

Das Institut für Wirkstoffentwicklung besteht aus den Abteilungen Pharmazeutische Chemie (geleitet von Jens Meiler, www.meilerlab.org) und Pharmazeutische Biologie (geleitet von Leonard Kaysser) und weiteren Forschungsgruppen für „Impfstoffe und Antikörper" (Torben Schiffner), „Computergestützte Strukturbiologie" (Georg Künze) und dem „ChemCore" für organische Synthese (Maik Tretbar).​

Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften

Das 1906 gegründete und 1938 nach seinem ersten Direktor benannte Karl-Sudhoff-Institut ist das älteste medizinhistorische Institut der Welt, und seine beiden ersten Direktoren haben der heutigen professionellen Medizingeschichte den Weg gewiesen. Die Schwerpunkte der Forschungsarbeiten des Instituts konzentrieren sich auf die Bereiche, Kulturgeschichte und Sozialgeschichte der Medizin, Körpergeschichte, Kulturkontaktforschung und Objektgeschichte/medizinhistorische Sammlungen.

Das Karl-Sudhoff-Institut übernimmt die curriculare Lehre zur medizinischen Terminologie für Studierende der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie im Querschnittsbereich „Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin" der Humanmedizin, Geschichte der Zahnmedizin, Geschichte der Veterinärmedizin und zur Geschichte der Chemie für Studierende im Lehramtsstudiengang Chemie.

Paul-Flechsig-Institut – Zentrum für Neuropathologie und Hirnforschung

Das Paul-Flechsig-Institut ist ein Forschungsinstitut der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig im Bereich der Neurowissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts beinhalten zelluläre und molekulare Aspekte neurodegenerativer Erkrankungen und die Pathophysiologie glialer Reaktionen in der Netzhaut. Das Institut ist auf nationaler und internationaler Ebene eng vernetzt, was durch seine umfangreiche und kontinuierliche Teilnahme an nationaler und internationaler Verbundforschung deutlich wird. Es bildet in dem neurowissenschaftlichen Profilbereich der Universität Leipzig „Mensch und Gehirn" sowie dem Forschungsschwerpunkt „Erkran­kungen von Gehirn und Seele" eine zentrale Schnittstelle zwischen Partnern der klinisch-neurowis­senschaftlichen Forschung, der Grundlagenforschung sowie der angewandten Forschung.

In der vorklinischen Ausbildung der Humanmedizin werden das Wahlfach „Zelluläre und molekulare Methoden der experimentellen Neurowissenschaften" angeboten. In der klinischen Ausbildung sind es die Vorlesung „Medizin des alternden Menschen" sowie POL-Tutorials in den Bereichen „Notfallmedizin", „Medizin des alternden Menschen" und „Infektiologie und Immunologie".

Rudolf-Boehm-Institut für Pharmakologie und Toxikologie

Als ein zentral in die molekularen, zellbiologischen und medizinischen Lebenswissenschaften eingebettetes Fach untersucht die Pharmakologie und Toxikologie​ in ihrer Forschungstätigkeit Wechselwirkungen zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen und biologischen Systemen. Ein wichtiges Ziel der modernen Pharmakologie besteht in der Aufklärung molekularer Zusammenhänge bei der zellulären Signalerkennung und -weiterleitung, der Identifikation interessanter Zielstrukturen für die zukünftige Arzneimittelentwicklung und in der Suche und Optimierung von Wirkstoffen zur Adressierung dieser Zielstrukturen. Hierzu werden elektrophysiologische Untersuchungen an Primärzellkulturen und rekombinanten Zellmodellen, zelluläres Imaging, akademisches high-throughput-Screening, immunhistochemisch-morphologische Verfahren und in-vivo-pharmakologische Methoden eingesetzt. Im Rahmen mehrerer DFG-geförderter Projekte werden die Regulation und Funktion von Transient Receptor Potential (TRP)-Kanälen und von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren untersucht.
 
Das Profil der Selbständigen Abteilung für klinische Pharmakologie​ setzt sich aus drei Schwerpunkten zusammen: der Funktionsanalyse tumorrelevanter Gene, der Entwicklung neuer RNA-basierter Therapiestrategien einschl. deren Formulierung in Nanopartikel sowie der Arzneimittelanalytik in biologischen Proben, klinischen Pharmakokinetik und Arzneimitteltherapie-Beratung. Die Forschung der Abteilung konzentriert sich damit u.a. auf den Forschungsschwerpunkt „Molekulare und zelluläre Kommunikation“ der Universität Leipzig, mit besonderem Fokus auf Onkologie und Nanopartikel-Therapeutika.

Die curriculare Lehre umfasst Vorlesungen, Kurse und Unterricht am Krankenbett für Human- und Zahnmediziner sowie die Vorlesungen und Praktika für Pharmaziestudierende.​

Rudolf-Schönheimer-Institut für Biochemie

Das Rudolf-Schönheimer-Institut für Biochemie der Medizinischen Fakultät gliedert sich in die Lehrstühle Allgemeine Biochemie und Molekulare Biochemie. Das Institut führt die curriculare Lehre im vorklinischen Fach Biochemie für Mediziner und Zahnmediziner mit Hauptvorlesungen, Seminaren, Praktika und Wahlpflichtfächern durch.
 
Das Institut ist in drei der vier biowissenschaftlichen Profilbereiche fest integriert. Die Schwerpunkte der Forschungsarbeit konzentrieren sich zum einen auf die zelluläre Signaltransduktion mit Schwerpunkt auf G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, mechanozeptive und synaptische Signaltransduktion sowie die evolutionäre Adaptation von Signaltransduktionskomponenten. Zum anderen werden Struktur und Funktion von Enzymen der Glykolyse analysiert. Die Arbeitsgruppen kooperieren landesweit in drittmittelfinanzierten Projekten, z.B. im Rahmen der laufenden Forschergruppe FOR2149 sowie den Sonderforschungsbereichen SFB1052 und SFB1423. International bestehen enge Kooperationen mit der Vanderbilt Universität und zu zahleichen Gruppen in Schweden, den Niederlanden, Großbritannien, Israel und den USA.

Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin

Die Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin​​ beschäftigt sich mit der Ausbildung von Medizinstudierenden und der Forschung zu allgemeinmedizinischen Fragestellungen. Sie erforscht insbesondere den Einfluss allgemeinmedizinischer Lehrveranstaltungen auf die Wahrnehmung des Fachs und die Berufswahl bei Studierenden sowie die Erprobung und Einführung innovativer Lehrmethoden. Das Institut koordiniert verschiedene Projekte, um Studierende schon während ihrer Ausbildung an den Beruf des Allgemeinmediziners und des Landarztes heranzuführen. Dazu zählen LeiKa, MiLaMed und das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen.

Die Selbstständige Abteilung für Allgemeinmedizin betreut Studierende der Medizin über verschiedene Etappen ihres Studiums. Das obligatorische Curriculum umfasst die Hauptvorlesung, das Blockpraktikum und Veranstaltungen in den Querschnittsbereichen.