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Pressemitteilung vom 28.05.2026

Der ganze Körper raucht mit

Zum Weltnichtrauchertag sensibilisiert das Universitätsklinikum Leipzig für die vielfältigen Schäden durch Tabakkonsum

Rauchen: Ein Risiko für Herz, Lunge, Haut und viele weitere Organe

Rauchen: Ein Risiko für Herz, Lunge, Haut und viele weitere Organe

Leipzig. Der 31. Mai ist der Weltnichtrauchertag. Ärzt:innen aus zahlreichen Bereichen des Universitätsklinikums Leipzig wollen aus diesem Anlass erneut darauf aufmerksam machen, welche Folgen Tabakkonsum für unterschiedliche Organe haben kann. Denn wer raucht, riskiert seine Gesundheit.

Ob in der Kardiologie, der Dermatologie oder in der Krebsmedizin: In vielen Abteilungen des UKL werden täglich die gesundheitlichen Folgen des Rauchens behandelt. Als "rauchfreies Krankenhaus" setzt sich das UKL deshalb ein für Prävention, Aufklärung und ein rauchfreies Leben.

Der ganze Körper raucht mit - alle Auswirkungen in der grafischen Übersicht

 

Diese Organe sind alle mit betroffen:


Prof. Dr. med. Hubert Wirtz, Leiter des Bereichs Pneumologie, zu Auswirkungen auf die Lunge: Rauchen ist die Hauptursache für die meisten Lungenkrebsfälle. Es schädigt die Lunge stark und dauerhaft. Typische Folgeerkrankungen sind COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und das Lungenemphysem – beides Erkrankungen, bei denen die Lunge zunehmend an Funktion verliert und das Atmen immer schwerer fällt. Darüber hinaus erhöht Rauchen das Risiko für weitere langfristige Lungenerkrankungen, die lebensbedrohlich werden können.
 

Prof. Dr. med. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie, zu Auswirkungen auf das Herz: „Rauchen ist eine der wichtigsten, vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bereits wenige Zigaretten pro Tag führen zu verengten Blutgefäßen und erhöhtem Blutdruck. In der Folge verkalken die Herzkranzgefäße, was im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen kann.“

 

Prof. Dr. med. Andreas Dietz, Direktor der Klinik für Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde, zu Auswirkungen auf den Hals: „Rauchen ist eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen in Mund, Rachen, Kehlkopf und den Nasennebenhöhlen . Außerdem schädigt der Rauch die Stimmbänder, was entzündungsbedingt zu chronischer Heiserkeit führt, und erhöht das Risiko für ständige Infektionen der Nasennebenhöhlen und Ohren erheblich.“

 

Prof. Dr. med. Dominik Michalski, Klinik für Neurologie, Auswirkungen auf das Gehirn: Rauchen gehört zu den entscheidenden Faktoren, die zu Gefäßschäden führen und dadurch das Risiko erhöhen, einen Schlaganfall mit schwerer Behinderung zu erleiden.


Prof. Dr. med. Jan C. Simon, Direktor der Klinik für Dermatologie, zu Auswirkungen auf die Haut: Rauchen beschleunigt die Hautalterung sichtbar: Es verschlechtert die Durchblutung, was zu einem fahlen Teint, tieferen Falten und einem Verlust der jugendlichen Spannkraft führt. Außerdem heilen Wunden bei Rauchern oft schlechter.

Dr. Andreas Gonsior, Klinik für Urologie, zu Auswirkungen auf die Blase und Geschlechtsorgane: Durch Rauchen steigt das Risiko für einen Blasenkrebs um das 4-fache an. Auch das Prostatakarzinom tritt bei Rauchern häufiger auf. Potenzstörungen sind bei Rauchern um ca. 50% häufiger zu beobachten.
 

Dr. Stefan Niebisch, Bereich Viszeralchirurgie, zu Auswirkungen auf die Speiseröhre: Rauchen verschlechtert die Durchblutung der Speiseröhre begünstigt die Entstehung von Speiseröhrenkrebs.
 

Prof. Dr. med. Bahriye Aktas, Direktorin der Klinik für Gynäkologie, zu Auswirkungen auf den Kinderwunsch und in der Schwangerschaft: Rauchen kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, den Menstruationszyklus stören und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen. In der Schwangerschaft schadet Rauchen zudem direkt dem ungeborenen Kind.

 

Prof. Dr. Anke Tönjes, Bereich Endokrinologie, zu Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse: Rauchen erhöht nicht nur das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, sondern erschwert auch die Blutzuckerkontrolle bei Diabetes. Außerdem beeinflusst es das gesamte Hormonsystem, indem es zum Beispiel die Funktion von Schilddrüse, Nebennieren, Hoden und Eierstöcken verändert.


Mehr über dasRauchfreie Krankenhaus UKL

 

 

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