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Pressemitteilung vom 29.09.2021

Neue Therapiehoffnungen für Nesselsucht-Betroffene

Vortrag auf Deutschem Allergiekongress in Dresden / Welt-Urtikaria-Tag am 1. Oktober

Zum Weltutikariatag am 1. Oktober informiert die Hautklinik am Universitätsklinikum Leipzig über die auch Nesselsucht genannte Erkrankung, unter anderem in einem Vortrag auf dem Deutschen Allergiekongress in Dresden.

Immer wieder entstehen flüchtige, juckende Hautveränderungen - so ergeht es Betroffenen mit Nesselsucht, die auch Urtikaria genannt wird. "Etwa 800 000 Menschen leiden in Deutschland an dieser Krankheit", so Prof. Dr. Regina Treudler, Leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Leipzig. "Diese flüssigkeitsgefüllten Schwellungen jucken und brennen, ganz ähnlich wie es jeder schon erlebt hat, wenn er mit Brennnesseln in Berührung kam. Nur, dass die Betroffenen der chronischen spontanen Urtikaria dies immer wieder erleben, ohne in die Nähe von Brennnesseln gekommen zu sein."

Am 1. Oktober ist Welt-Urtikaria-Tag, um auf diese Krankheit - in diesem Jahr besonders auf das Krankheitsbild der chronischen spontanen Urtikaria - aufmerksam zu machen. "Die Auswirkungen der Urtikaria auf die Psyche der Betroffenen wird leider unterschätzt. Denn der Leidensdruck ist hoch, auch sinkt die Leistungsfähigkeit, Depressionen und andere Angsterkrankungen sind mit Urtikaria verbunden", erläutert die Leipziger Hautärztin. An der UKL-Hautklinik, die auch gerade wieder als europäisches Urtikaria-Exzellenzzentrum (UCARE) rezertifiziert wurde, werden unter anderem die Zusammenhänge zwischen Urtikaria und Begleiterkrankungen untersucht. Im Fokus stehen dabei psychische Beeinträchtigungen und Fettstoffwechselstörungen. 

Die Krankheit und ihre Auswirkungen werden auch Thema auf dem ab Mittwoch in Dresden stattfindenden Deutschen Allergiekongress sein. Prof. Treudler wird dort über neue Therapieverfahren sprechen, die Hoffnung versprechen. An der UKL-Hautklinik laufen zurzeit Studien zur chronischen spontanen Urtikaria und zur primären Kälteurtikaria. Für beide Studien werden PatientInnen gesucht, deren Erkrankungen nicht ausreichend auf die Gabe von Antihistaminika ansprechen.

 

Bei Interesse an der Studienteilnahme:

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