Sie sind hier: Skip Navigation LinksUniversitätsmedizin Leipzig

Pressemitteilung vom 07.02.2020

Vier kleine Einschnitte statt großer Wunde: UKL-Gynäkologinnen operieren stark übergewichtige Frau mit „da Vinci“-OP-Roboter

Patientin bleibt monatelange Wundheilung erspart

Bei Patientin Kathrin Kruse setzten die Gynäkologinnen der  UKL- Frauenheilkunde trotz ihrer starken Adipositas erfolgreich den OP-Roboter „da Vinci“ ein. So konnten ein großer Schnitt und ein langer Wundheilungsprozess vermieden werden. Für die Plauenerin eine große Erleichterung: „Keine andere Klinik hätte dies so behandelt.“ Im Foto: Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas (2.v.l.), Oberärztin Dr. Nadja Dornhöfer (li.) und Laura Weydandt (re.), Ärztin in Weiterbildung, im Gespräch mit Kathrin Kruse.

Bei Patientin Kathrin Kruse setzten die Gynäkologinnen der UKL- Frauenheilkunde trotz ihrer starken Adipositas erfolgreich den OP-Roboter „da Vinci“ ein. So konnten ein großer Schnitt und ein langer Wundheilungsprozess vermieden werden. Für die Plauenerin eine große Erleichterung: „Keine andere Klinik hätte dies so behandelt.“ Im Foto: Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas (2.v.l.), Oberärztin Dr. Nadja Dornhöfer (li.) und Laura Weydandt (re.), Ärztin in Weiterbildung, im Gespräch mit Kathrin Kruse.

Leipzig. Mit Hilfe des Operationsroboters "da Vinci" haben Gynäkologinnen der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) bei einer komplizierten Operation einer stark adipösen Patientin Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernt. Die Frau mit einem Körpermassenindex – auch als BMI bekannt – von 78 und einem Körpergewicht von über 200 Kilogramm leidet an frühem Gebärmutterkörperkrebs. Dank der roboter-unterstützten Technik gelang der Eingriff minimalinvasiv. Der Vogtländerin blieb so eine monatelanger Wundheilung erspart.

Ohne den "da Vinci" wäre ein großer Schnitt notwendig gewesen. Der Heilungsprozess der Wunde hätte womöglich Monate gedauert, zumal die Patientin auch an Bluthochdruck und Diabetes leidet. 
Doch auch mit robotischer Hilfe gestaltete sich die Operation anspruchsvoll: "Bei dieser Art Eingriff liegen die Patientinnen in der Regel kopftief auf dem OP-Tisch", erläuterte Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas, die die OP leitete. "Doch wegen ihrer Körperfülle ging das bei dieser Patientin nicht kontinuierlich. So musste sie immer wieder zur Beatmung in die Waagerechte gebracht werden und dann wieder zurück", erklärte Prof. Aktas. Auf Grund dieser sehr häufigen, aber notwendigen Lagewechsel dauerte die OP länger als gewöhnlich. 

Der Patientin brachte der minimalinvasive Eingriff mit gerade einmal vier kleinen, nur einen Zentimeter großen Schnitten viele Vorteile. "Menschen dieser Gewichtsklasse müssen schnell mobilisiert werden, sonst drohen schwerwiegende und eventuell lebensbedrohende Komplikationen wie Thrombosen, Lungenembolien oder Lungenentzündungen", sagte Oberärztin Dr. Nadja Dornhöfer, die mitoperiert hatte. "Das UKL besitzt für diese Art Operation die notwendige Expertise und die technische Ausstattung", ergänzte Laura Weydandt, Ärztin in Weiterbildung und ebenfalls zum OP-Team gehörend.

Patientin freut sich über schnelle Mobilisierung
Auch wenn sich der Krankenhausaufenthalt just am Tag der geplanten Entlassung nach nur einer Woche unerwartet wegen eines Hautausschlags am Körper um ein paar Tage verzögerte - für Kathrin Kruse, die 57-jährige Patientin aus Plauen, hat sich die Überweisung aus dem Krankenhaus ihrer Heimatstadt an das Leipziger Universitätsklinikum auf jeden Fall gelohnt: "Ich fühle mich hier wirklich wohl und bin sehr zufrieden. Keine andere Klinik hätte dies so behandelt", sagt sie, "ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder auf die Beine komme." 

​Haben Sie Fragen?

Ihre Ansprechpartner im Bereich Pressemitteilungen

Universitätsklinikum Leipzig

Helena Reinhardt
0341 – 97 15905

 

Medizinische Fakulät

Peggy Darius
0341 – 97 15798

 

​Hinweise zu den Fotos

Wir weisen darauf hin, dass unsere Fotos ausschließlich im Zusammenhang mit den Pressemitteilungen verwendet werden dürfen. Eine weitergehende Nutzung bedarf der vorherigen ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung.