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Pressemitteilung vom 12.10.2017

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis

Gesprächsforum für Patienten und Ärzte am 25. Oktober im UKL

Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums und Leiter der Sektion Rheumatologie am UKL, im Patientengespräch.

Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums und Leiter der Sektion Rheumatologie am UKL, im Patientengespräch.

Leipzig. Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober. Selbst Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Die Krankheit sei auch über die Weltbevölkerung relativ gleich verteilt.

Beim "Gesprächsforum für Patienten und Ärzte zum Welt-Rheuma-Tag" am Mittwoch, 25. Oktober, gilt ein thematischer Schwerpunkt der Psoriasis-Arthritis, also der Form der Schuppenflechte mit entzündlicher Beteiligung der Gelenke. Hier können neue Therapiemöglichkeiten vorgestellt werden. Die weiteren Themen des Abends widmen sich der Frage, wieviel Sport mit künstlichen Gelenken möglich ist, sowie dem Pflegestärkungsgesetz und seinen Auswirkungen auf Praxis und Reha.

In Deutschland leiden von 100.000 Menschen etwa 100 bis 250 an einer Psoriasis-Arthritis, mit ziemlich gleicher Verteilung zwischen Frauen und Männern. Die Krankheit manifestiert sich meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Fünf unterschiedliche Verlaufsformen können unterschieden werden, je nachdem, ob große oder kleine Gelenke betroffen sind. Einige sind aggressiv, sie zerstören  die Gelenke relativ schnell. "Deswegen sind wir sehr froh über die neuen Therapien, weil mit ihrer Hilfe nun auch die zerstörerische Form der Arthritis günstig beeinflusst werden kann", so Prof. Baerwald. "Mit den Vorträgen des Abends setzen wir Impulse, danach hoffen wir auf viele Fragen unserer Zuhörer."

Am Rheumazentrum des UKL werden jährlich etwa 2000 Patienten behandelt. Die Zahl der Erkrankungen blieb in den vergangenen Jahren relativ gleich.

 

Information:

  • Gesprächsforum des Rheumazentrums anlässlich des Welt-Rheuma-Tages
  • Mittwoch, 25. Oktober 2017, 18.15 Uhr
  • Universitätsklinikum Leipzig, Hörsaal, Haus 4
    Liebigstraße 20, 04103 Leipzig

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