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Pressemitteilung vom 02.10.2018

Wenn der Bauch die Form verliert

Lücke zwischen Bauchmuskelsträngen und schmerzhafte Nabelbrüche können mit OP behandelt werden

Bei einer Bauchwandrekonstruktion arbeitet Dr. Nick Spindler, Leitender Oberarzt des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie, eng mit dem Team der Abteilung für Geburtsmedizin, hier Oberärztin Dr. Susanne Schrey-Petersen, Stellvertretende Leiterin der Abteilung Geburtsmedizin, zusammen.

Bei einer Bauchwandrekonstruktion arbeitet Dr. Nick Spindler, Leitender Oberarzt des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie, eng mit dem Team der Abteilung für Geburtsmedizin, hier Oberärztin Dr. Susanne Schrey-Petersen, Stellvertretende Leiterin der Abteilung Geburtsmedizin, zusammen.

Leipzig. Es ist ein Problem, das viele Frauen kennen: Trotz Rückbildungsübungen kehrt der Bauch nach einer Geburt nicht in seine alte Form zurück, er verliert seine Festigkeit. Die so genannte Bauchwandintegrität ist nicht mehr gegeben und der Bauch wölbt sich unschön nach vorn. Das passiert, weil sich Muskeln und Bindegewebe, die für den Geburtsvorgang zurückgewichen waren, nicht vollständig zurückbilden. In schlimmeren Fällen führt es zu schmerzhaften Hernien, also Brüchen des Nabels, bis hin zu Störungen der gesamten Integrität der Bauchwand. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wird dieses Problem operativ behoben, wenn andere Möglichkeiten keine oder nur unzureichende Erfolge bringen. Die eigene Familienplanung sollte zuvor möglichst abgeschlossen sein. Alle Patientinnen werden umfassend individuell beraten und betreut.

Viele Frauen kennen das Problem: Nach einer Geburt kehrt der Bauch nicht in seine alte Form zurück, er wölbt sich unschön nach vorn. Am UKL kann dies operativ behoben werden.

"Viele Frauen scheuen sich und wissen nichts von dem Angebot der Bauchwandrekonstruktion. Doch es ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil: Wir geben Lebensqualität zurück und nehmen ihnen im besten Fall sogar die Schmerzen", sagt Dr. Nick Spindler, Leitender Oberarzt des Bereichs Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie in der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL. Er und seine Kollegen arbeiten dabei eng mit dem Team der Abteilung für Geburtsmedizin um Prof. Holger Stepan zusammen.

Schwierigkeiten bei der Rückbildung der Bauchdecke treten oft, aber nicht nur zum Beispiel nach Mehrlingsschwangerschaften auf. "Mit der Operation schließen wir die aufgetretene Lücke zwischen den Muskelsträngen, die so genannte Rektusdiastase. Schließlich soll die Muskulatur ja die Frau schützen und stabilisieren", erläutert Dr. Spindler.
Unter Narkose erfolgt der Einschnitt in der "Bikini-Zone", also dort, wo er später nicht sichtbar sein wird. Dann werden die auseinandergewichenen Bauchmuskeln wieder zusammengefügt. "Weil dabei auch überschüssiges Gewebe entfernt werden kann, hat das Ganze noch einen angenehmen Nebeneffekt: Das äußere Erscheinungsbild verbessert sich, der Bauch wird wieder glatt und straff", so der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Frühestens ein dreiviertel Jahr nach der Geburt und nach Beendigung der normalen Rückbildung sollten Frauen über einen solchen Eingriff nachdenken. Im Idealfall ist auch die Familienplanung bereits abgeschlossen. "Drei bis fünf Tage maximal liegen die Patientinnen bei uns auf Station", erläutert Oberarzt Spindler, "einen Tag nach der Operation  können sie wieder aufstehen. Ein Physiotherapeut hilft bei den ersten Schritten."
Bei Nabel- und Bauchwandbrüchen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Eingriff, da es sich nicht um eine ästhetische Operation, sondern um die Rekonstruktion der Bauchwand handelt. Angesichts der Zurückhaltung vieler Betroffener betont Dr. Spindler zudem: "Wir betreuen die Frauen, wir beraten und untersuchen sie gründlich, meist mit Ultraschall. Wir klären auf und gehen individuell auf ihre Sorgen und Probleme ein", so der UKL-Mediziner.

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