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OnkoDigitrial – digitale Begleitung von Patient:innen mit Krebserkrankung für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität

​​​​Projektleitung:
Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf

Projektmitarbeit:
M.Sc. Psych. Hannah Brock (ab 5/2022)
M.Sc. Psych. Franziska Springer (bis 4/2022)

Studentische Hilfskräfte:
Carla Bähr
Sarah Schadewaldt
Johanna Panitz
Delaram Ahmadi Foroushani​

Projektbeschreibung:
Hintergrund
Psychologischer Stress und eine verminderte Lebensqualität sind bei Patient:innen mit Krebserkrankungen weit verbreitet. Zudem sind Betroffene mit einer Vielzahl an Ängsten und Herausforderungen konfrontiert, wie das Aufnehmen und Verarbeiten von Gesundheitsinformationen.

Das Angebot einer niederschwelligen digitalen Unterstützung in Form einer App kann Patient:innen bei Belastungen, die mit der Diagnose, Erkrankung und Therapie einhergehen, unterstützen. Die psychoonkologische App „Mika“ bietet den Betroffenen Informationen rund um die Erkrankung und Behandlung, die Möglichkeit, Symptome zu erfassen, und Unterstützung im Krankheitsverarbeitungsprozess.

Ziele und Methoden
In der vorliegenden Interventionsstudie wurden onkologische Patient:innen zu 5 Messzeitpunkten durch Online-Fragebögen befragt. Dabei bekam ein Teil der Patient:innen die „Mika“-App als Therapie-Unterstützung zu Beginn der Befragung zur Verfügung gestellt. Der andere Teil der Patient:innen bekam die App nach dem
​4. Messzeitpunkt (nach 12 Wochen). Primäres Ziel der Studie war die Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Verlauf der Intervention. Darüber hinaus wurden weitere Faktoren, wie eine krebsspezifische Stresssymptomatik, digitale Gesundheitskompetenz und die ​Nutzungszeit​ der App untersucht.

Die Rekrutierung fand über Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram sowie
über den Kontakt zu Selbsthilfegruppen deutschlandweit statt. In die Studie wurden
524 Patient:innen aller Tumorentitäten einbezogen (73% Frauen). Die häufigsten Diagnosegruppen waren neben Brustkrebs (51%) hämatologische Krebserkrankungen (10%), Prostatakrebs (9%) und Krebserkrankungen des Verdauungstrakts (9%).

Die Auswertung der Studie soll Erkenntnisse zur Wirksamkeit von digitalen psychoonkologischen Angeboten liefern und damit insgesamt zu einer verbesserten Versorgung beitragen.

Kontakt:
M.Sc. Psych. Hannah Brock 
Telefon: 0341 – 97 18824
E-Mail: hannah.brock@medizin.uni-leipzig.de

Förderung: 
Fosanis GmbH

Projektnummer:
BGADL-0891

Laufzeit:
09/2020 – 11/2022

Publikation: 
Springer, F., Maier, A., Friedrich, M., Raue, J. S., Finke, G., Lordick, F., ... & Mehnert-Theuerkauf, A. (2024). Digital Therapeutic (Mika) Targeting Distress in Patients With Cancer: Results From a Nationwide Waitlist Randomized Controlled Trial. Journal of Medical Internet Research, 26, e51949, doi: 10.2196/51949​

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04103 Leipzig
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