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Return to work and living healthy after head and neck cancer (RELIANCE)

​​​Leitung:
Prof. Dr. Anja Mehnert
Dipl.-Psych. Judith Keszte (in Elternzeit)

Mitarbeit:
Laura Broemer (M.Sc. Psych.) (in Elternzeit)​
Peter Esser  (M.Sc. Psych.)
Dr. Susan Koranyi (Dipl.-Psych.)
Michael Friedrich (M.A. Soziologie)

Projektbeschreibung:
Kopf-Halstumorpatienten haben im Vergleich zu anderen Krebspatienten ein höheres Risiko, nicht in die Erwerbstätigkeit zurückzukehren. Risikofaktoren für eine nicht gelingende berufliche Wiedereingliederung sind u.a. ein schlechter körperlicher Allgemeinzustand, funktionale Einschränkungen wie Sprach- und Schluckbeschwerden, erhöhte Ängstlichkeit und sozialer Rückzug. Finanzielle Schwierigkeiten und Lohneinbußen sind schwerwiegend und stellen eine zusätzliche langfristige psychosoziale Belastung dar. Ziel des Forschungsprojektes war es, in einem randomisiert-kontrolliertem Studiendesign die Wirksamkeit einer manualisierten strukturierten Gruppenintervention zu prüfen, die die Patienten im Umgang mit krankheitsbedingten beruflichen Veränderungen und beruflichen Belastungen sowie medizinischen Aspekten schult, um die Arbeitsfähigkeit zu fördern und die Rückkehr zur Arbeit zu unterstützen. Außerdem sollte das psychische Wohlbefinden, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Selbstwirksamkeit gefördert werden. Die Gruppen wurden von einer psychologischen Psychotherapeutin geleitet und von einem Peer, d.h. einem ehemals Betroffenen einer Kopf-Halstumorerkrankung, begleitet.

Vorläufige Ergebnisse:
Es zeigte sich, dass die psycho-edukative Gruppenintervention gut durchführbar ist und von den Gruppenteilnehmern positiv aufgenommen wurde. Die Evaluation der einzelnen Sitzungen zeigte, dass besonders die Ernährungs- und Sozialberatung und die Begleitung der Gruppe durch einen Peer von den Teilnehmern als hilfreich empfunden wurden. Auf der Grundlage der Rückmeldungen von Teilnehmern, der leitenden Psychotherapeutin und des Peers wurde das Interventionsmanual inhaltlich und strukturell überarbeitet. Zusätzlich wurde das Gruppenprogramm für weitere onkologische Diagnosen erweitert und soll nun in den klinischen Kontext im Rahmen der Krebsberatungsstelle übertragen werden.

​Förderung:
Deutsche Krebshilfe

Projektnummer:
933000-133

Laufzeit:
1/2017 – 12/2018

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18800 (Chefsekretariat)
Telefon:
0341 - 97 18803 (Wiss. Sekretariat)
Fax:
0341 - 97 15419
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