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Pressemitteilungen

 

 

Raucher bezahlen ihr Laster auch mit ihren Zähnen<img alt="Nikotin schadet auch den Zähnen, doch mit dem Rauchen komplett aufzuhören, ist keine leichte Sache&#58; Darin sind sich die Zahnmedizin-Experten des UKL Prof. Dirk Ziebolz (re.) und PD Dr. Gerhard Schmalz einig. Das derzeit diskutierte THR-Konzept finden sie interessant." src="/presse/PressImages/pic_20220523102440_fcce0621b4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-22T22:00:00ZLeipzig. Von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufzuhören – das schaffen die wenigsten. Mit Tobacco Harm Reduction (THR - Tabakschadenminderung) wird in der Medizin ein neues Konzept diskutiert: Im Mittelpunkt steht dabei, nicht gleich sämtliche Tabakwaren zu verdammen, sondern die durch das Rauchen entstehenden Gesundheitsrisiken zu reduzieren und den Raucher langsam bei der Entwöhnung zu unterstützen. <p>Wie Prof. Dr. Dirk Ziebolz, Oberarzt für Interdisziplinäre Zahnerhaltung und Versorgungsforschung der <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig, sagt, haben Raucher neben einem erhöhten Risiko für Oraltumoren auch ein erhöhtes Risiko für schwere Formen der Parodontitis, also einer bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates, die letztlich zum Zahnverlust führen kann. &quot;Das wissen die Raucher meist selbst, aber nicht jeder Patient kann zum absoluten Rauchstopp bewegt werden. Deshalb ist das THR-Konzept durchaus interessant. Denn dabei geht es um die Entwicklung von alternativen Optionen, um die Minimierung negativer gesundheitlicher Folgen des Tabakkonsums, ohne zwingend vollkommen auf den Genuss von Nikotin verzichten zu müssen. Erwachsene Raucher, die ansonsten weiter rauchen würden, werden also für einen Umstieg auf potenziell weniger schädliche Produkte motiviert.&quot;</p> <p>Sein Kollege PD Dr. Gerhard Schmalz, Oberarzt für Oral Health Medicine an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, verweist darauf, dass Rauchen nicht nur Parodontitis beeinflusst, sondern sich auch negativ auf eine Periimplantitis, also eine Entzündung rings um ein Zahnimplantat, auswirken kann. &quot;Im Zahnbett beeinflusst Nikotin den Zellstoffwechsel, die Entstehung neuer Blutgefäße und die bakterielle Biofilm-Zusammensetzung. Somit tritt bei Rauchern, sowohl bei Verbrennungs- als auch E-Zigarette, eine frühe Kolonisation mit potentiell krankheitserregenden Mikroorganismen auf. Deshalb zählt das Erreichen eines Rauchstopps zu einer Kernaufgabe in der parodontalen Therapie.&quot;</p> <p>Ein Vergleich der E-Zigarette mit der herkömmlichen Verbrennungszigarette zeigt interessanterweise, dass sie insgesamt weniger schädlich für die orale Gesundheit sein kann. Auch das Ansprechen auf die Therapie sollte beim E-Zigaretten-Nutzer besser sein als beim gewöhnlichen Raucher; hierzu fehlen jedoch bisher belastbare wissenschaftliche Daten. Daher ist es aus Sicht der Leipziger Experten für orale Medizin und Prävention durchaus sinnvoll, Patienten, die ansonsten weiter rauchen würden, auf dem Weg zum Rauchstopp auch mit potenziell weniger schädlichen Alternativen zu unterstützen.</p> <p>&quot;Natürlich bleibt das oberste Ziel definitiv der vollständige Rauchstopp&quot;, so Dr. Schmalz und Prof. Ziebolz. &quot;Dennoch plädieren wir dafür, Patienten mit niedrigschwelligen Alternativen einen Ausweg aus dem Rauchen anzubieten, den sie auch leisten könnten.&quot; Somit sehen sie den vollständigen Umstieg auf Alternativen zur Verbrennungszigarette wie die E-Zigarette oder Tabakerhitzer als eine mögliche Brücke auf dem Weg zum kompletten Ausstieg aus dem Zigaretten- und Nikotinkonsum. Um den nachhaltigen Nutzen alternativer Nikotinprodukte bei Parodontitis-Patienten zu beweisen, brauche es jedoch prospektive, randomisierte klinische Studien.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Rauchfrei-Angebot für UKL-Patienten &#160;</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Seit dem vergangenen Jahr können Patient&#58;innen am UKL ihre Therapien gleich mit einer Tabakentwöhnung verbinden&#58; Unter dem Motto &quot;Gemeinsam rauchfrei&quot; bietet das Klinikum mit dem <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie/informationen-für-patienten/rauchfrei-programm">Rauchfrei-Programm</a> interessierten ambulanten und stationären Patient&#58;innen Unterstützung beim Abschied von der Zigarette. Zwei Gruppen haben bereits den siebenwöchigen Kurs abgeschlossen, ein Drittel davon mit einem erfolgreichen dauerhaften Rauchstopp. &quot;Das entspricht den Erfahrungswerten mit solchen Tabakentwöhnungsprogrammen,&quot; berichtet Dr. Katja Leuteritz. Die psychologische Psychotherapeutin betreut das Rauchfrei-Angebot, dass durch die Pandemie im ersten Jahr nur mit kleineren Gruppen und sehr eingeschränkt stattfinden konnte. Dank der Lockerungen können nun die Gruppen auch hier anders durchstarten. Anmelden können sich alle UKL-Patient&#58;innen. Kosten fallen bis auf einen geringen Selbstbeteiligungsbetrag nicht an. &quot;Bei Bedarf nehmen wir auch Angehörige mit auf, da es zusammen oft leichter ist, mit dem Rauchen dauerhaft aufzuhören&quot;, berichtet Dr. Leuteritz. &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Mehr Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie/informationen-für-patienten/rauchfrei-programm">hier</a>.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
„Meine Frau hat Krebs – Was kann ich tun?“: Professionelle Hilfe für den Alltag2022-05-17T22:00:00ZLeipzig. Männer, deren Partnerin an Krebs erkrankt ist, erhalten in einem Kurs der Psychosozialen Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) professionelle Unterstützung bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen. Der Start des neuen Kurses ist für Juni geplant. <p>Erkrankt die Ehefrau oder Partnerin an Krebs, stellt dies auch für den Ehemann oder Partner eine große Belastung dar. Viele Männer möchten ihre Frau in dieser Situation bestmöglich bei der Bewältigung der Erkrankung unterstützen - emotional, bei Organisation und Gestaltung des Alltags mit der Erkrankung oder auch bei der Versorgung von Kindern.&#160;</p> <p>Ganz neue Herausforderungen an sich selbst und den Alltag entstehen plötzlich. &quot;Männer sind dabei genauso belastet wie Frauen, nehmen aber deutlich weniger Angebote zur Unterstützung wahr&quot;, sagt Dr. Antje Lehmann-Laue, Leiterin der <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie/informationen-für-patienten/psychosoziale-beratungsstelle-für-tumorpatienten-und-angehörige">Psychosozialen Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie</a> des UKL.&#160;</p> <p>Als Kooperationspartner des von der Universitätsmedizin Mainz initiierten Projekts &quot;WAG-ES! Wege ebnen für Männer&quot; bietet die Krebsberatungsstelle nun mit dem Kurs &quot;Meine Frau hat Krebs - Was kann ich tun? Kompetenzen erwerben und Entlastung erfahren&quot; speziell den Partnern erkrankter Frauen professionelle Hilfe und Unterstützung im Umgang mit der neuen Lebenssituation an.&#160;</p> <p>Welche Kompetenzen sind beispielsweise gemeint? &quot;Es geht um Kommunikation in der Partnerschaft und darum, die eigenen Ressourcen aber auch Grenzen zu erkennen und die eigene psychische Gesundheit nicht zu vernachlässigen sowie Unterstützungsangebote kennenzulernen&quot;, erläutert Dr. Lehmann-Laue.&#160;</p> <p>Der Kurs besteht aus sechs Terminen à 90 Minuten. Eine Terminabsprache erfolgt individuell. Die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro für Kursmaterialien.</p> <p>Im Lauf des Jahres sind weitere Kurse für Partner&#58;innen krebskranker Menschen geplant.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kurs &quot;Meine Frau hat Krebs - Was kann ich tun? Kompetenzen erwerben und Entlastung erfahren&quot;</strong></p> <p>Kontakt und Anmeldung&#58;</p> <p>E-Mail&#58; &#160; krebsberatung@medizin.uni-leipzig.de ​<br>Telefon&#58; &#160;0341/97-15407 ​</p> <p>&#160;</p>
Darmkrebsmonat März: Der Tumor wartet nicht auf das Ende der Pandemie<img alt="Experten verschiedener Fachrichtungen beantworten am 11. März von 14 bis 16 Uhr Fragen zum Thema Darmkrebs am Telefon." src="/presse/PressImages/pic_20220307115310_3ef5cf238a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-03-06T23:00:00ZLeipzig. Darmkrebs gilt derzeit in Deutschland bei Männern als dritt- und bei Frauen als zweithäufigste bösartige Tumorerkrankung. Doch selbst wenn diese zu einem frühen Zeitpunkt entdeckt wird, ist eine Operation meist unumgänglich – kann dann in aller Regel aber minimal-invasiv ausgeführt werden. Mediziner:innen raten daher immer zu Vorsorgeuntersuchungen. Am 11. März 2022 beantworten Krebs-Expert:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) bei einer Telefonaktion die Fragen von Betroffenen und Interessierten. <p>Zwischen 14 und 16 Uhr stehen an diesem Tag Ärzt&#58;innen der Viszeralchirurgie, Onkologie, Gastroenterologie und Psychoonkologie im Rahmen des Darmkrebsmonats März für die Fragen ihrer Anrufer zur Verfügung.&#160;<br><br></p> <p>&quot;Trotz moderner Möglichkeiten in der Chirurgie bleibt das beste immer noch die Vorsorge - auch und gerade in Zeiten der Pandemie&quot;, erklärt Privatdozent Dr. Sigmar Stelzner, leitender Oberarzt in der Viszeralchirurgie des UKL und neuer Leiter des Darmkrebszentrums. &quot;Denn&quot;, so betont er, &quot;der Darmkrebs wartet nicht, sondern bildet sich in über 90 Prozent aller Fälle ganz spontan. Trotzdem helfen aber regelmäßige körperliche Betätigung, wie zum Beispiel ein täglicher Spaziergang, eine ausgewogene, fleischarme Kost und wenig bis gar kein Alkohol und Nikotin, die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern.&quot;<br><br></p> <p><strong>Chance auf Heilung bei frühzeitiger Entdeckung gut<br></strong>Aus seiner Sicht sei es sogar verständlich, dass wegen der Corona-Pandemie viele Menschen vermeintlich weniger dringliche Probleme verschoben haben, wie eben auch eine Vorsorgekoloskopie, meint PD Dr. Stelzner. Diese wird in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen und auch von den meisten privaten Versicherungen bezahlt und zielt auf die Erkennung von Darmkrebs oder von Vorstufen, welche in aller Regel gut behandelt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Wird ein Darmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, ist eine Operation oft unumgänglich. Dennoch bietet die Frühform entscheidende Vorteile&quot;, erläutert der UKL-Experte.</p> <p>In aller Regel könne die notwendige Operation minimal-invasiv ausgeführt werden, entweder als klassische &quot;Knopflochchirurgie&quot; oder mit Hilfe eines Operationsroboters, wie er auch am UKL im Einsatz ist.&#160;</p> <p>Frühform heiße aber vor allem, so PD Dr. Stelzner, dass die Chancen auf Heilung sehr gut stünden, da die Tumoren dann noch nicht gestreut hätten, weder in andere Organe wie Leber oder Lunge, noch in die darmnahen Lymphknoten.</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Ein sehr emotionales Thema ist auch der schließmuskelnahe Enddarmkrebs&quot;, weiß der Viszeralchirurg aus seiner langjährigen Erfahrung. &quot;Musste in der Vergangenheit häufig ein dauerhaftes Stoma, also ein künstlicher Darmausgang, angelegt werden, kann innerhalb eines Darmkrebszentrums, wie wir es hier am UKL haben, durch das Zusammenwirken vieler Fachrichtungen häufig doch ein Schließmuskelerhalt erzielt werden.&quot;&#160;</p> <p>Eine individuelle Beurteilung, ein maßgeschneidertes Therapiekonzept und eine präzise Operationstechnik seien wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. &quot;Wir ringen bei diesen Operationen um jeden Millimeter&quot; meint der Darmoperateur, der für diese komplexen Eingriffe auch umfangreiche anatomische Studien durchgeführt hat.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Telefonaktion am 11. März 2022, 14 bis 16 Uhr</strong></p> <p>Mit diesen Expert&#58;innen können Betroffene und Interessierte in der genannten Zeit sprechen&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; PD Dr. Sigmar Stelzner, <a href="/einrichtungen/vttg/viszeralchirurgie/viszeralchirurgie">Viszeralchirurgie</a> / Telefon&#58; 0341 97-20755</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. Matthias Mehdorn, Viszeralchirurgie / Telefon&#58; 0341 97-20582</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Prof. Dr. Ines Gockel, Viszeralchirurgie / Telefon&#58; 0341 97-17201</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Prof. Dr. Ulrich Hacker, <a href="/einrichtungen/uccl">UCCL/Onkologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-26586</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. Jürgen Feisthammel, <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/gastroenterologie">Gastroenterologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-19963</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Dr. psych. Helge Danker, <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie">Psychoonkologie</a> / Telefon&#58; 0341 97-17866</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Webcast&#58; &quot;Das kolorektale Karzinom im Fokus&quot;</strong></p> <p>Bereits zwei Tage vor der Telefonaktion, am 9. März, laden PD Dr. Stelzner und Prof. Ines Gockel, Leiterin der UKL-Viszeralchirurgie, ihre Kolleg&#58;innen zu einer Online-Fachveranstaltung mit dem Titel &quot;Das kolorektale Karzinom im Fokus&quot;.&#160;</p> <p>Noch immer werde die Gesundheitslandschaft in Deutschland von der Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Auswirkungen geprägt, so die Veranstalter. Davon seien auch Patient&#58;innen mit kolorektalem Karzinom betroffen. Mit der Veranstaltung möchten die UKL-Mediziner&#58;innen signalisieren, dass trotz aller Umstände die Vorsorge, Diagnose und Therapie des kolorektalen Karzinoms vollumfänglich gewährleistet werden könne.</p> <p>&#160;</p>
Kostenfreies Online-Abendsymposium „Suizidalität bei Männern“ am 10. September<img alt="Die Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie mit Sitz in der Philipp-Rosenthal-Straße." src="/presse/PressImages/pic_20210908114222_fb04953d95.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-09-07T22:00:00ZLeipzig. Männer sterben deutlich häufiger durch einen Suizid als Frauen, gleichzeitig nehmen sie seltener Hilfsangebote in Anspruch und werden seltener als gefährdet erkannt. In Zahlen ausgedrückt: Mehr als 9.000 Menschen starben im Jahr 2019 durch einen Suizid, drei Viertel davon Männer. Zum Welttag der Suizidprävention am Freitag, 10. September, findet ein kostenfreies Online-Abendsymposium mit dem Titel "Suizidalität bei Männern" statt. Es richtet sich an Behandler, aber auch an Betroffene und Angehörige. <p>&quot;Es ist noch immer nicht möglich, sicher vorherzusagen, wer einen Suizidversuch unternehmen wird&quot;, sagt Prof. Heide Glaesmer, Stellvertretende Leiterin der <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie">Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und Leiterin der Arbeitsgruppe &quot;Suizidalitätsforschung&quot;. Die Psychologische Psychotherapeutin leitet das Online-Symposium des Forschungsverbundes MEN-ACCESS &quot;Suizidprävention für Männer&quot; und betont, dass es einen großen Unterschied mache, ob Menschen Suizidgedanken hegten, wie dies fünf bis zehn Prozent der Deutschen in Studien berichteten, und doch passiv blieben, oder ob es zu Planungen oder Umsetzung einer suizidalen Handlung komme. &quot;Nicht jeder Mensch, der Suizidgedanken hat, setzt diese auch in die Tat um, dennoch sind diese ein wichtiges Warnzeichen&quot;, stellt Prof. Glaesmer fest.&#160;</p> <p>Das Symposium am 10. September dauert von 18 bis 20 Uhr. Angesprochen sind Betroffene, Hinterbliebene, Behandler, aber auch jeder sonstige Interessierte. Die Veranstaltung ist mit drei Fortbildungspunkten bei der Ärzte-/Psychotherapeutenkammer akkreditiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.</p> <p>Die Referentinnen und Referenten sprechen über Suizidalität und Suizidprävention bei Männern, über therapeutische Angebote, beleuchten das Thema aus Betroffenensicht als Erfahrungsbericht, geben die Sicht betroffener Familien wieder und vermitteln die Unterschiede in der medialen Darstellung von Suiziden abhängig vom jeweiligen Geschlecht.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Online-Abendsymposium &quot;Suizidalität bei Männern&quot;</strong><br>Freitag, 10. September, 18 - 20 Uhr</p> <p>Anmeldung&#58; <a href="mailto&#58;men-access@medizin.uni-leipzig.de">men-access@medizin.uni-leipzig.de</a></p> <p>&#160;</p>
Online-Programm soll Angehörige von Krebspatienten vor Überlastung schützen<img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20210601103531_a1756fd0c7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-31T22:00:00ZBerlin/Leipzig. Die AOK bietet seit heute einen neuen Online-Coach für An-gehörige von Menschen an, die an Krebs erkrankt sind. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit Expertinnen des Universitätsklinikums Leipzig und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums entwickelt. Der "Familiencoach Krebs" hilft dabei, Familienmitglieder und Freunde zu unterstützen und sich selbst vor emotionaler, körperlicher oder sozialer Überlastung zu schützen. Zudem informiert das Online-Angebot über die Entstehung, Diagnose und Behandlung verschiedener Krebserkrankungen und beantwortet sozialrechtliche Fragen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung eines nahestehenden Menschen entstehen können. Es ist für alle Interessierten unter der Adresse www.aok.de/familiencoach-krebs anonym und kostenfrei nutzbar. <p>Das Robert-Koch-Institut geht aktuell von mehr als 500.000 Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland aus. &quot;Eine Krebserkrankung belastet auch die Angehörigen&quot;, sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des <a href="https&#58;//www.aok-bv.de/">AOK</a>-Bundesverbandes. Studien weisen darauf hin, dass bis zu 40 Prozent der Angehörigen Symptome von Depressionen und Angst entwickeln. &quot;Das Online-Selbsthilfeprogramm bietet hier niederschwellige und wissenschaftlich basierte Informationen, die sie jederzeit flexibel nutzen können&quot;, so Litsch. Der neue &quot;<a href="http&#58;//www.aok.de/familiencoach-krebs%20">Familiencoach Krebs</a>&quot; ergänzt das Online-Angebot der AOK, das bereits mehrere Selbsthilfeprogramme für verschiedene, besonders belastete Zielgruppen umfasst.<br><br></p> <p><strong>Große emotionale, körperliche und soziale Belastungen bei Angehörigen</strong></p> <p>&quot;Angehörige müssen oft das Familien- und Arbeitsleben sowie emotionale, körperliche und soziale Belastungen unter einen Hut bringen, während sie einem nahen Menschen helfen, mit einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leben&quot;, sagt Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf, Leiterin der <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie">Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig.</a> &quot;Ängste und Sorgen, Beziehungsprobleme, aber auch Entscheidungen rund um die Behandlung können zu großen Belastungen führen. Der Familiencoach Krebs soll Angehörige und Freunde bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen&quot;, so die Expertin, die bei der Entwicklung der psychoonkologischen Inhalte des Online-Coaches federführend war.</p> <p>Das Unterstützungsprogramm umfasst ein breites Themenspektrum und ist modular aufgebaut. Im Bereich &quot;Gut für sich sorgen&quot; geht es beispielsweise um Strategien zur Bewältigung der eigenen psychischen Belastungen, im Bereich &quot;Beziehungen stärken&quot; um schwierige Gespräche mit Angehörigen, das Sprechen mit Kindern über die Erkrankung oder um den Einfluss von Krebserkrankungen auf die Sexualität. Der Themenbereich &quot;Sich hilfreich fühlen&quot; zeigt Möglichkeiten zur Unterstützung der erkrankten Angehörigen auf - zum Beispiel den richtigen Umgang mit Angst, Wut und Frustration infolge der Erkrankung. Auch die palliative Therapie, also die Behandlung im Falle einer voraussichtlich nicht mehr heilbaren Erkrankung, wird im Programm thematisiert.<br><br></p> <p><strong>Wissenschaftlich fundierte Informationen über die häufigsten Krebsarten</strong></p> <p>In den Themenbereichen &quot;Wissen über Krebs&quot;, &quot;Behandlungen&quot; und &quot;Krebsarten&quot; steht die Information über die Erkrankung und die modernen Therapiemöglichkeiten im Vordergrund. Nutzerinnen und Nutzer erfahren, welche neuen Behandlungsmethoden in den letzten Jahren entwickelt wurden und was sie selbst tun können, um Erkrankte beim Gesundwerden zu unterstützen. Und sie können nachlesen, was eine Krebserkrankung in der Familie für das eigene Risiko oder für das der Kinder bedeutet. &quot;Nichts ist schlimmer als die Angst vor dem Unbekannten. Wer mehr über Krebs weiß, fühlt sich sicherer und kann Patientinnen und Patienten besser bei Entscheidungen unterstützen&quot;, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Ärztin und Leiterin des <a href="https&#58;//www.krebsinformationsdienst.de/">Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums</a>. &quot;Deshalb stellen wir Angehörigen im Online-Coach aktuelle und vor allem wissenschaftlich fundierte Informationen über Krebs zur Verfügung&quot;, so die Expertin, die für die Erstellung der medizinischen Inhalte des Online-Coaches verantwortlich war.<br><br></p> <p>Damit das Programm eine echte Hilfe darstellt und sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert, wurden Angehörige von Anfang an in die Entwicklung eingebunden. Ihre Perspektive ist über Befragungen und Fokusgruppen in den Familiencoach Krebs eingeflossen. Begleitet wurde die Entwicklung zudem durch einen wissenschaftlichen Beirat mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Onkologie, der Psychoonkologie und der Selbsthilfe.<br><br></p> <p>Die Nutzerinnen und Nutzer können sich im Familiencoach Krebs zehn Problem- und Lösungsfilme zu Themen wie Hoffnungslosigkeit, Aggression, Bevormundung oder Müdigkeit und Erschöpfung ansehen. Sie erfahren durch Grafiken und Animationen unterstützt, wie Krebs entsteht und wie die Kommunikation mit dem erkrankten Angehörigen oder Freund gelingen kann. Mit zwölf leicht in den Alltag zu integrierenden, audiogeleiten Entspannungs- und Meditationsübungen können sie sich selbst etwas Gutes tun. Expertinnen und Angehörige beantworten in insgesamt 39 Video-Interviews häufige Fragen, die sich Angehörige eines an Krebs erkrankten Menschen stellen.<br><br></p> <p><strong>Fünfter Online-Coach der AOK für besonders belastete Zielgruppen</strong></p> <p>Das neue Programm ergänzt das Angebot der kostenlosen Online-Coaches der AOK, das Schritt für Schritt weiter ausgebaut wird. Es umfasst bereits den &quot;ADHS-Elterntrainer&quot; für Eltern in schwierigen Erziehungssituationen, den &quot;Familiencoach Pflege&quot; für psychisch belastete pflegende Angehörige, den &quot;Online-Coach Diabetes&quot; für Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes sowie den &quot;Familiencoach Depression&quot; für Angehörige, Freunde oder anderen Bezugspersonen von depressiv erkrankten Menschen.</p> <p><a>www.aok.de/familiencoach-krebs&#160;</a><br>&#160;<br><br><strong>Kontakt und Information AOK&#58;&#160;</strong></p> <p>Peter Willenborg | 030 346 46 24 67 | 0173 860 7866 | presse@bv.aok.de</p> <p>AOK-Bundesverband | Rosenthaler Straße 31 | 10178 Berlin</p> <p>&#160;<br>&#160;<br>&#160;</p>

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