Sie sind hier: Skip Navigation LinksAbteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Langzeitfolgen einer Krebserkrankung im jungen Erwachsenenalter

​Auswirkungen auf die Lebensqualität unter besonderer Berücksichtigung des psychischen Befindens, des Gesundheitsverhaltens und der beruflichen Situation

Beteiligte Wissenschaftler:
Dipl.-Psych. Katja Leuteritz
Michael Friedrich, M.A. (Soziologie)
Dr. rer. med. Kristina Geue
Prof. Dr. Anja Mehnert

Projektbeschreibung:
Die Lebenssituation junger Erwachsener ist nach einer Krebserkrankung häufig nicht mehr die, die es vor der Erkrankung einmal war. Viele Lebensbereiche sind auch längerfristig von der Erkrankung und deren Behandlung betroffen. Die Befunde im Rahmen unserer abgeschlossenen DKH-Längsschnittstudie („Ich bin doch noch so jung!“ Lebenszufriedenheit, Versorgungssituation und Unterstützungsbedarf von Krebspatienten im jungen Erwachsenenalter) zeigen im Einklang mit anderen Studien auf, dass junge Erwachsene mit Krebs vor allem mit den Lebensbereichen der eigenen Gesundheit, ihrer beruflichen Situation sowie ihrer Sexualität am wenigsten zufrieden sind und ebenso eine anhaltende hohe Ängstlichkeit aufweisen.

Basierend auf den bisherigen Vorarbeiten unserer Längsschnittuntersuchung mit zwei Messzeitpunkten soll die bestehende umfangreiche Stichprobe (500 Krebspatienten, die im Alter zwischen 18 bis 39 Jahren an Krebs erkrankten) weiter im Langzeitverlauf quantitativ und qualitativ untersucht werden. Ziel ist es, mit den zwei weiteren Erhebungszeitpunkten einerseits die Lebensqualität und das psychische Befinden im zeitlichen Verlauf darzustellen und andererseits das Gesundheitsverhalten sowie die berufliche Situation junger Erwachsener mit Krebs anhand validierter Fragebögen und selbstentworfener Items abzubilden. Die quantitativen Daten sollen durch 15 qualitative Interviews ergänzt werden. Zum Vergleich wird eine alters- und geschlechtsgematchte Stichprobe Leipziger Bürger erhoben.

Das Projekt wird Daten zur Lebensqualität und dem psychischen Befinden für eine lange Zeitspanne von jungen Erwachsenen nach einer Krebserkrankung bereitstellen. Das Aufzeigen von (zeitlichen) Zusammenhängen und (un-)günstigen Einflussfaktoren ermöglicht eine verbesserte psychosoziale Versorgung der Betroffenen in der Nachsorge. Weiterhin sollen die Erkenntnisse hinsichtlich des Gesundheitsverhaltens sowie der beruflichen Situation dazu dienen, spezifische Interventionsziele zu definieren und geeignete Beratungsmodule zu konzipieren.

Kontakt:
Dipl.-Psych. Katja Leuteritz
E-Mail: katja.leuteritz@medizin.uni-leipzig.de  

Förderung:
Deutsche Krebshilfe

Projektnummer:
933000-148

Laufzeit:
1/2018 – 6/2020

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18800 (Chefsekretariat)
Telefon:
0341 - 97 18803 (Wiss. Sekretariat)
Fax:
0341 - 97 15419
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