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Pressemitteilung vom 01.10.2026

Grundstein für klinischen Erweiterungsbau am Universitätsklinikum Leipzig gelegt

Neubau führt Einrichtungen der Krebsmedizin weiter zusammen / Rund 129 Millionen Euro für moderne Strahlentherapie und Innere Medizin

Am 1. Oktober wurde feierlich am Universitätsklinikum Leipzig der Grundstein für den Neubau Haus 7, 2. Bauabschnitt gelegt.

Am 1. Oktober wurde feierlich am Universitätsklinikum Leipzig der Grundstein für den Neubau Haus 7, 2. Bauabschnitt gelegt.

Leipzig. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung ist am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am 1. Oktober ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der baulichen Masterplanung gesetzt worden. Direkt neben dem 2018 eröffneten Klinikgebäude Haus 7 entsteht ein Neubau für die Strahlentherapie, Bereiche der Inneren Medizin und weitere medizinische Einrichtungen. Mit einem Bau-Investitionsvolumen von rund 129 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaats Sachsen ist das Vorhaben derzeit das größte einzelne Bauprojekt des UKL. Das Vorhaben ist Teil der langfristigen baulichen Masterplanung der Universitätsmedizin Leipzig. In mehreren Bauphasen sollen bis zum Ende der 2030er-Jahre mehr als 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche neu gebaut oder saniert werden. Das dafür vorgesehene Investitionsvolumen liegt insgesamt bei mehr als einer Milliarde Euro.Leipzig. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung ist am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am 1. Oktober ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der baulichen Masterplanung gesetzt worden. Direkt neben dem 2018 eröffneten Klinikgebäude Haus 7 entsteht ein Neubau für die Strahlentherapie, Bereiche der Inneren Medizin und weitere medizinische Einrichtungen. Mit einem Bau-Investitionsvolumen von rund 129 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaats Sachsen ist das Vorhaben derzeit das größte einzelne Bauprojekt des UKL. Das Vorhaben ist Teil der langfristigen baulichen Masterplanung der Universitätsmedizin Leipzig. In mehreren Bauphasen sollen bis zum Ende der 2030er-Jahre mehr als 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche neu gebaut oder saniert werden. Das dafür vorgesehene Investitionsvolumen liegt insgesamt bei mehr als einer Milliarde Euro.

„Sachsen ist ein starker Gesundheitsstandort. Möglich wird das durch gezielte Investitionen in Forschung, Innovationen und die dafür nötige Infrastruktur. Die Universitätsmedizin Leipzig steht für Versorgung auf höchstem Niveau und Spitzenmedizin. Wir bauen diese Stärke weiter aus und legen mit der nun geplanten Investition auch den Grundstein dafür, dass weitere medizinische Fortschritte möglich werden. Vor allem aber sorgen wir damit dafür, dass sich die medizinische Versorgung an diesem Standort und in der gesamten Region unter anderem im Bereich der Strahlentherapie insgesamt noch weiter verbessert“, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer während der feierlichen Grundsteinlegung. 

 

Der Neubau umfasst rund 9.600 Quadratmeter Nutzungsfläche, die sich auf fünf Etagen und zwei Untergeschosse verteilen. Nach derzeitiger Planung soll das Gebäude im vierten Quartal 2029 baulich fertiggestellt werden. Das neue Bauwerk wird mittels Durchbrüchen auf allen ober- und unterirdischen Ebenen mit dem bereits bestehenden Haus 7 verbunden und so mit der Riege der Klinikgebäude auf der rechten Seite der Liebigstraße als zentraler Campusader eine durchgehende Einheit bilden. Der jetzt entstehende Funktionstrakt schließt die letzte Lücke südlich der Liebigstraße und wird als moderner „Schlusspunkt“ die strukturelle und technische Modernisierung vor allem der Fächer der Tumormedizin vervollständigen.

 

„Die heutige Grundsteinlegung ist ein weiterer und notwendiger Schritt in der langfristigen positiven Entwicklung der Leipziger Unimedizin. Das Ziel und am Ende die einzige Rechtfertigung für diese hohe Investition ist es, Patientinnen und Patienten auch künftig mit dem aktuellsten, gebündelten Wissen und dem Einsatz der bestmöglichen Methoden und Geräte zu behandeln“, betont der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow.

 

Krebsmedizin wächst räumlich zusammen

Zentraler Nutzer des Neubaus wird die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, die bislang in der am Rand des Campus liegenden Stephanstraße untergebracht ist. Mit dem Umzug wird dieses „Herzstück“ moderner Tumortherapie nun direkt mit den Kliniken und Instituten an der Liebigstraße verbunden. Im neuen Haus entstehen daher Flächen für Bildgebung, Bestrahlungsplanung und Strahlentherapie mit fünf Linearbeschleunigern, was baulich besondere Anforderungen an den umzusetzenden Strahlenschutz stellt. Ergänzt werden diese Strukturen um einen strahlentherapeutischen Ambulanzbereich und eine Station mit 42 Betten.

Im angrenzenden ersten Bauabschnitt des Hauses 7 befinden sich bereits heute das Universitäre Krebszentrum Leipzig mit der zentralen Anlaufstelle für Tumorpatient:innen, die onkologische Tagesklinik und die Kinderonkologie. Künftig rücken damit weitere wesentliche Bereiche der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen räumlich zusammen.

 

„Der Neubau ist weit mehr als eine Erweiterung unserer Gebäudeflächen. Er schafft kurze Wege zwischen den beteiligten Fachrichtungen und verbessert damit die Voraussetzungen für eine abgestimmte Behandlung komplexer Erkrankungen, vor allem in der Krebs-Therapie“, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Für unsere Patientinnen und Patienten entstehen moderne Versorgungsstrukturen, für unsere Mitarbeiter zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig investieren wir in die langfristige Zukunftsfähigkeit der gesamten Universitätsmedizin Leipzig, gerade auch im Bereich der Volkskrankheiten wie Krebs.“

 

Neue Möglichkeiten für die Strahlenmedizin

Die Krebsmedizin, am UKL seit 2012 gebündelt im Universitären Krebszentrum UCCL, gewinnt seit Jahren an Bedeutung. Mit der älter werdenden Bevölkerung steigt auch die Zahl der Menschen, die an Krebs erkranken. Gleichzeitig werden Diagnostik und Therapie immer differenzierter und stärker auf die individuelle Erkrankung zugeschnitten.

In der Strahlentherapie, die bei fast allen Tumorerkrankungen zum Einsatz kommen kann, ermöglichen technische Entwicklungen eine zunehmend präzise Behandlung, bei der Tumorgewebe gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe möglichst geschont wird. Moderne Bildgebung, adaptive Bestrahlungsverfahren und digital unterstützte Planungsprozesse spielen dabei eine wachsende Rolle.

 

„Die moderne Strahlentherapie verbindet hochpräzise Technik mit einer individuell auf die Patient:innen abgestimmten Behandlung“, erklärt Prof. Nils Nicolay, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie am UKL. „Der Neubau bietet uns künftig optimale Bedingungen für das Zusammenspiel von Bildgebung, Bestrahlungsplanung sowie ambulanter und stationärer Therapie. Das kommt den eigentlichen künftigen Nutzern, unseren Patientinnen und Patienten, unmittelbar zugute. Auf deren Bedürfnisse muss dieses Gebäude zugeschnitten sein, und es muss mit der hochdynamischen Entwicklung unseres Fachs Schritt halten können. Das heißt, heute schon für Technologien mit zu planen, die wir gerade einmal am Horizont erahnen können.“

 

Auch weitere Bereiche ziehen ein

Neben der Strahlentherapie sollen auch Bereiche der Inneren Medizin, der Neurochirurgie sowie der Radiologie im Neubau untergebracht werden. Im Erdgeschoss sollen die hämatologische Tagesklinik und weitere Ambulanzen einziehen. So erhält auch das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung Flächen im neuen Gebäude. Ergänzt werden die medizinischen Bereiche durch Dienst-, Besprechungs- und Konferenzräume sowie einen Sportraum für Patient:innen und Mitarbeiter:innen.

 

2029 soll die Fertigstellung des Neubaus am östlichen Ende der Liebigstraße erfolgen. Gebaut wird zwischenzeitlich und darüber hinaus an vielen Stellen auf dem Medizincampus. So wird hinter dem Verwaltungsgebäude Haus B derzeit das Fundament für die neue Klinik für Nuklearmedizin gelegt, die damit an einem Standort zentralisiert wird. Auch diese Maßnahme wird maßgeblich aus Fördermitteln des Freistaats finanziert. An anderen Stellen räumen die Bagger das Feld für beginnende Tiefbauarbeiten. „Wir werden und müssen weiter bauen, auch wenn wir bereits über eine moderne Infrastruktur verfügen“, sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL. „Die Anforderungen an uns als Klinikum verändern sich stetig, sowohl aufgrund der Fortschritte in der Medizin als auch im Zuge der Krankenhausreform. Dementsprechend werden wir unsere Strukturen auch weiterhin anpassen müssen.“

 

 

 

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