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Pressemitteilung vom 10.11.2025

Welttag der Frühgeborenen 2025: Lila Lichter für die Kleinsten

Jedes zehnte Kind startet zu früh ins Leben / UKL macht am 17. November auf die Situation Frühgeborener aufmerksam / Ehemalige Frühchen und deren Familien treffen sich mit Ärzt:innen und Pflegenden zum Laternenumzug / Einladung an die Redaktionen

Am 17. November, dem Welttag der Frühgeborenen, werden sich Familien gemeinsam mit dem Klinikteam wieder zu einem Umzug entlang der Liebigstraße versammeln.

Am 17. November, dem Welttag der Frühgeborenen, werden sich Familien gemeinsam mit dem Klinikteam wieder zu einem Umzug entlang der Liebigstraße versammeln.

Leipzig. Zum diesjährigen Welttag der Frühgeborenen lädt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am Montag, dem 17. November 2025, alle ehemaligen Frühchen, ihre Familien sowie Interessierte zum traditionellen Lampionumzug ein. Unter dem Motto „Lila Lichter für die Kleinsten“ erstrahlt das Klinikgelände erneut in violettem Licht – der Symbolfarbe für Frühgeborene weltweit. Mit dieser Aktion will das UKL die Aufmerksamkeit auf die besonderen Bedürfnisse, Herausforderungen und Erfolge von Kindern lenken, die einen schweren Start ins Leben hatten.

Weltweit kommt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa jedes zehnte Kind – rund 13 Millionen Neugeborene pro Jahr – zu früh zur Welt. Frühgeburten sind damit eine der häufigsten Ursachen für Komplikationen und Todesfälle im Neugeborenenalter. Auch in Deutschland bleibt die Zahl seit Jahren auf hohem Niveau: Jährlich werden hierzulande rund 9 000 Babys mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 1 500 Gramm geboren. Am Universitätsklinikum Leipzig erblicken jährlich rund 87 so kleine Frühgeborene das Licht der Welt.

„Frühgeborene kämpfen mit vielen Problemen“, sagt Prof. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung für Neonatologie am UKL. „Viele von ihnen starten ihr Leben unter extrem schwierigen Bedingungen, und dennoch erleben wir immer wieder, wie sie sich dank immer ausgereifterer medizinischer Unterstützung, engagierter Pflege und der unermüdlichen Liebe ihrer Familien erstaunlich entwickeln.“

Als Perinatalzentrum Level 1 bietet das UKL die höchstmögliche Versorgungsstufe für Früh- und Risikogeburten. Rund um die Uhr stehen spezialisierte Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte bereit, um selbst extrem kleine und schwer erkrankte Frühgeborene optimal zu behandeln. Dabei arbeiten Neonatologie, Geburtsmedizin, Kinderchirurgie und viele weitere Fachbereiche eng zusammen – ein Zusammenspiel, das lebensentscheidend sein kann.

Trotz aller Fortschritte bleibt die Frühgeburt eine große Herausforderung. Viele Kinder kämpfen langfristig mit Folgen wie chronischen Lungenproblemen, Entwicklungsverzögerungen, psychischen Belastungen oder Einschränkungen in der sozialen Teilhabe. „Unsere Aufgabe endet nicht mit der Entlassung aus der Klinik“, betont Prof. Thome. „Wir begleiten die Familien oft über Jahre hinweg, um sicherzustellen, dass die Kinder bestmögliche Chancen auf ein gesundes Leben haben.“

Neben modernster Intensivmedizin setzt das UKL auch auf natürliche Unterstützung: Die Frauenmilchbank des Klinikums zählt zu den ältesten und größten Deutschlands. Frühgeborene, deren Mütter selbst (noch) keine Milch geben können, erhalten dort Spenderinnenmilch, die reich an über 300 lebenswichtigen Nährstoffen ist. Sie hilft, das empfindliche Verdauungssystem der Kinder zu stabilisieren und gefährliche Darmentzündungen zu vermeiden. 

Auch chirurgisch ist das UKL hervorragend aufgestellt: Die Neugeborenenchirurgie des Hauses verfügt über eine 24-Stunden-Bereitschaft, sodass jederzeit ein Facharzt verfügbar ist – ein Versorgungsniveau, das nur wenige Kliniken bieten können. Hier werden komplexe Eingriffe, etwa bei angeborenen Fehlbildungen, mit höchster Präzision durchgeführt.

Am Welttag der Frühgeborenen kommen diese Familien zusammen – um Hoffnung, Zusammenhalt und Dankbarkeit zu feiern. Der Lampionumzug, der auch in diesem Jahr wieder mit tatkräftiger Unterstützung der Minilöwen Leipzig – Förderverein für Frühgeborene und kranke Neugeborene Leipzig e. V. sowie der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau organisiert wird, führt erneut von der Kinderklinik entlang der Liebigstraße bis zur violett erleuchteten Kopfklinik am Bayerischen Platz. Die Feuerwehr begleitet den Zug mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) – ein Highlight für kleine und große Besucherinnen und Besucher.

„Jedes Licht, das an diesem Abend leuchtet, steht für ein Kind, das seinen eigenen Weg ins Leben gefunden hat“, sagt Prof. Thome. „Es ist ein stilles, aber starkes Zeichen für Mut, Hoffnung und medizinischen Fortschritt.“

Einladung an die Redaktionen
Wir laden Sie herzlich ein, den Lampionumzug der Frühgeborenen und ihrer Familien zu begleiten. Es besteht die Möglichkeit zu Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Pflege, der ärztlichen Teams sowie mit den Familien. 

Montag, 17. November 2025, 16 Uhr 
Universitätsklinikum Leipzig
Zentrum für Frauen- und Kindermedizin, Haus 6
Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig

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