Sie sind hier: Skip Navigation LinksAbteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Trauma- und belastungsbezogene Störungen bei hämatologischen Krebspatienten nach Stammzelltransplantation: Eine Interview-basierte Studie anhand aktualisierter diagnostischer Kriterien (SALUT)

Leitung:
Dr. Peter Esser, M.Sc.
Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf

Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Dr. Katharina Kuba
Prof. Dr. Jochen Ernst
Franziska Springer, M.Sc.

Projektbeschreibung:
Trauma- und belastungsbezogene Störungen bei Krebspatienten können einen negativen Einfluss auf die Behandlung und damit auch auf den Therapieerfolg und die Prognose der körperlichen Grunderkrankung haben. Die Befundlage hierzu ist wenig belastbar. Insbesondere Patienten mit einer Stammzelltransplantation (SZT) sehen sich im Therapieverlauf mit besonders hohen psychosozialen und körperlichen Belastungen konfrontiert. Neben der Hochdosis-Chemo- und der Radiotherapie bestehen hohe Risiken lebensgefährlicher Komplikationen einschließlich Infektionen, Nierenversagen, Atmungsinsuffizienz oder Abstoßungsreaktionen der Spenderzellen. Bisherige Ergebnisse zu den hieraus resultierenden trauma- und belastungs-​bezogenen Störungen sind uneinheitlich, differential-diagnostische Untersuchungen fehlen und oftmals sind die Studien methodisch limitiert. Im Kontext der Einführung neuer diagnostischer Kriterien (DSM-5 sowie ICD-11) für die psychischen Störungen werden bisherige Befunde obsolet und sollten, auch in Hinblick auf die Versorgungspraxis, notwendigerweise überprüft werden.

Die Datenerhebung ist mittlerweile abgeschlossen: Im Studienverlauf wurden
300 hämatologische Patientinnen und Patienten mit und ohne SZT zum Vorliegen psychischer Belastungen mit Fokus auf trauma- und belastungsbezogene Störungen untersucht. Verwendet wurden validierte Fragebögen sowie ein strukturiertes klinisches Interview (SKID), das an die aktualisierten diagnostischen Kriterien angepasst wurde. Perspektivisch sind verschiedene Publikationen geplant, etwa zur Prävalenz belastungsbezogener Störungen, Vergleiche mit Daten der deutschen Allgemeinbevölkerung sowie zur Identifikation medizinischer und soziodemographischer Prädiktoren für spezifische Belastungsinhalte.

Kontakt:
Dr. Peter Esser
Telefon: 0341 - 97 18816
E-Mail:  peter.esser@medizin.uni-leipzig.de

Förderung:
Teilfinanzierung durch Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. (1.1.2019 – 31.07.2020), anschließend Finanzierung durch Abteilungsmittel

Projektnummer:
933000-155

Laufzeit:
1/2019 – 12/2021

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18800 (Chefsekretariat)
Telefon:
0341 - 97 18803 (Wiss. Sekretariat)
Fax:
0341 - 97 15419
Map