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Erfahrungen mit sexueller Gewalt und psychische Gesundheit bei LGBTIQ* Geflüchteten

Beteiligte Wissenschaftler: 
Dr. Yuriy Nesterko
Prof. Dr. Heide Glaesmer

Kooperationspartner:
Queer Refugees Network (RosaLinde e.V. Leipzig) ​​​

Zusammenfassung:
Neben kriegsassoziierten traumatischen Erlebnissen zählen Erfahrungen sexueller Gewalt zu weitverbreiteten Traumata von Geflüchteten vor, während und auch nach der Flucht. Insbesondere LGBTIQ* Geflüchtete, die nicht selten Diskriminierungen, massiven Verfolgungen und körperlicher Gewalt sowohl in ihren Herkunftsländern, aber auch in den meisten Transitländern ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko Opfer sexueller Gewalt zu werden. In der Forschung sind bislang nur wenige empirische Arbeiten zu finden, die sich mit sexueller Gewalt in dieser besonderen Gruppe von Geflüchteten auseinandersetzen. Ein wichtiger Grund hierfür ist darin zu sehen, dass sexuelle Traumatisierungen in besonderer Weise tabuisiert sind und werden deshalb häufig nicht in Beratungen und Asylanhörungen berichtet. In Kooperation mit Queer Refugees Network von RosaLinde e.V. Leipzig, einer Beratungsstelle für LGBTIQ* Geflüchtete wird eine Befragung von Menschen durchgeführt, die die Beratungsstelle aufsuchen. Es werden soziodemographische und fluchtbezogene Charakteristika sowie aktuelle Beratungsanliegen erfragt. Zusätzlich wird zur aktuellen Symptomatik mit Blick auf folgende psychische Störungen befragt: Posttraumatische Belastungsstörung (PCL-5), Angst (HSCL-25), Depression (PHQ-9) und ​Somatisierung (SSS-8). Der Fragebogen liegt in folgenden Sprachen vor: Albanisch, Englisch, Arabisch, Persisch, Russisch, Französisch, Spanisch, Tigrinya, Türkisch, Kurdisch, Urdu und Deutsch.

​Laufzeit:
01/2018 – 12/2020

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18800 (Chefsekretariat)
Telefon:
0341 - 97 18803 (Wiss. Sekretariat)
Fax:
0341 - 97 15419
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