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Evaluationsstudie im Rahmen des Projektes „Traumafachberatung im Psychosozialen Gemeindezentrum ‚Blickwechsel‘“

​​​W​​​​​​​​issenschaftliche Studienleitung​: 
Dr. Marie Kaiser

Stellvertretende Studienleitung:
Prof. Dr. Heide Glaesmer

Kooperationspartner:innen:
Angela Lütke Deckenbrock, Daniela Kummer ​ Psychosoziales Gemeindezentrum (PSGZ) Blickwechsel, Diakonisches Werk Innere Mission Leipzig e.V.

Zusammenfassung:
Potentiell traumatische Ereignisse können zur Entwicklung einer Traumafolgestörung beitragen, insbesondere wenn die betroffene Person mit Belastungssymptomen und den häufig damit einhergehenden Einschränkungen der Funktionsfähigkeit in verschiedenen Lebensbereichen allein zurechtkommen muss. Vor allem einkommensschwache Personen haben Schwierigkeiten, einen Zugang zur Versorgung zu finden. Niedrigschwellige Versorgungsangebote, wie die, durch die Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie und den Fachverband Traumapädagogik zertifizierte, Traumafachberatung (TFB), arbeiten ressourcen- und beziehungsorientiert. Sie können Stabilität fördern, indem das Belastungserleben mit dem traumatischen Ereignis/den traumatischen Ereignissen in Zusammenhang gebracht und dadurch normalisiert wird. Durch Verstehen, stabilisierende Übungen und Skillstraining können Betroffene Fertigkeiten für die Alltagsbewältigung erlernen. Anliegen der TFB ist auch die Weitervermittlung in passende Angebote der Regelversorgung, wie Psychotherapie. Das Psychosoziale Gemeindezentrum Blickwechsel (Diakonie) bietet seit 2024 TFB in einem auf fünf Jahre angelegten Projekt, gefördert durch aktion Mensch, an. Der Effekt des TFB Angebots auf Betroffene, die diese in Anspruch nehmen, soll durch die hier vorgestellte Evaluationsstudie als Kooperationsprojekt mit dem Psychosozialen Gemeindezentrum Blickwechsel untersucht werden. Allen Personen, die sich für die TFB bei Blickwechsel anmelden, wird die Studienteilnahme angeboten. Die Teilnehmenden (geplant N=99-140 zu T-1) sollen zu vier Zeitpunkten mittels Online-Befragung befragt werden bezüglich psychischer Belastung (Depression [Patient Health Questionnaire, PHQ-9]; Angststörung [Generalized Anxiety Disorder Scale, GAD-7]; Somatisierungsstörung [Somatic Symptom Scale, SSS-8]), zu Traumafolgestörungen (Posttraumatische Belastungsstörung/komplexe Posttraumatische Belastungsstörung [International Trauma Questionnaire, ITQ]), zu Lebensqualität (Short Form Health Survey, SF-8) sowie zu den Beratungsinhalten.

Alle Personen, die teilnehmen, werden in die Analyse eingeschlossen (intention-to-treat). Die Rekrutierung, Verwaltung der personenbezogenen Daten und das Monitoring der Datenerhebung werden durch den Kooperationspartner durchgeführt. Die Verwaltung und Auswertung der pseudonymisierten Online-Fragebogendaten erfolgt in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Ziel der Studie ist, zu prüfen, ob eine Verstetigung des TFB-Angebotes für die Beratung psychisch erkrankter Menschen in Leipzig angeraten sein könnte, da es durch das traumafokussierte Arbeiten eine wichtige Versorgungslücke schließt.

​Laufzeit:
08/2024 – 09/2028

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04103 Leipzig
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