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Die Förderung ambulanter Krebsberatungsstellen (KBS) durch Krankenkassen – Inanspruchnahme und initiale Bewertung aus Sicht der Krebsberatungs-stellen sowie Ist-Analyse von Leistungsspektrum und Strukturmerkmalen – KEVA

​​​​​​​​​​​​Projektleitung:
Prof. Dr. phil. habil. Jochen Ernst
Dr. rer. med. Susanne Kuhnt

Projektmitarbeiterinnen:
Anne-Kathrin Köditz, Ärztin (ab 1/2024)
Svenja Heyne, M.Sc. Psych. (bis 12/2023)​

Studentische Mitarbeiterinnen:
Maria Mahlberg
​​Charlotte Gmeiner
 

Projektbeschreibung und -ergebnisse:

Ambulante Krebsberatungsstellen (KBS) haben eine zentrale Bedeutung für die psychoonkologische Versorgung von Krebspatienten sowie deren Angehörige. Bislang waren die Leistungen der KBS durch heterogene und zumeist unsichere Finanzierungsmodelle abgedeckt, was mit nachteiligen Folgen z. B. für den Mitarbeiterstamm oder die Aufrechterhaltung des Leistungsspektrums einherging. Seit 2020 ist es den KBS möglich, eine Förderung durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Höhe von bis zu 80% der Bruttopersonalkosten sowie eine Sachkostenpauschale zu beantragen, wenn sie erforderliche Qualitätskriterien erfüllen.

Das vorliegende Forschungsvorhaben untersuchte im querschnittlichen Design die Inanspruchnahme der Krankenkassenförderung durch die KBS sowie die entsprechenden Bewertungen der KBS sowie der Träger. Die Studie basiert auf einem mixed-methods-Ansatz, der qualitative und quantitative Methoden verbindet.

Unsere Ergebnisse zeigen, das Befragte in den KBS / bei den Trägern die Finanzierungsoption grundlegend positiv bewerten und die Förderkriterien als gut umsetzbar einschätzen. Kritisch gesehen wurden Einzelaspekte der Ausgestaltung (z. B. Vergabeprocedere, zu wenig Flexibilität). Die Mehrzahl der KBS und Träger berichteten von personellen und leistungsbezogenen Verbesserungen und Steigerungen der Versorgungsqualität. Kritisch angemerkt wurde u. a. der jeweils 3-Jahres-Zeitraum der Förderung. Die Auswertung der quantitativen Daten belegt für eine Reihe von Struktur- und Qualitätsmerkmalen signifikant positive Entwicklungen zwischen 2015 und 2023 (z. B. Personalstruktur, Dokumentation, Leistungsspektrum). Nur bei wenigen Kriterien bzw. Leistungen besteht Optimierungsbedarf.

Publikation:
Susanne Kuhnt et. al.: Wie bewerten Mitarbeiter:innen von Krebsberatungsstellen und deren Träger die Förderung ambulanter Krebsberatungsstellen durch Krankenkassen – Eine qualitative Interviewstudie (KEVA). PPmP, 2025 DOI: 10.1055​/a-2654-5683​

Rückfragen:
Prof. Dr. Jochen Ernst
E-Mail: jochen.ernst@medizin.uni-leipzig.de

​Förderung:
Stiftung Deutsche Krebshilfe

​Projektnummer:
933000-206

​Laufzeit:
1/2023 – 6/2025​

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Chefsekretariat:
0341 - 97 18800
Wiss. Sekretariat:
0341 - 97 18803
Fax:
0341 - 97 15419
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