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Gewinnung einer gemeinsamen Metrik für verschiedene Fatigue-Skalen im Bereich der Psycho-Onkologie

Leitung:
Prof. Dr. Andreas Hinz

Mitarbeit:
Michael Friedrich, M.A. (Soziologie)
Dr. Susanne Kuhnt

Projektbeschreibung:
Fatigue ist ein häufiges Symptom bei Krebspatienten. Zur Erfassung von Fatigue wurden mehrere Fragebögen entwickelt, eine neuere Übersichtsarbeit listet 40 verschiedene Fragebögen auf. Werden Untersuchungen mit verschiedenen Fatigue-Fragebögen vorgenommen, so lassen sich die Werte nicht vergleichen. Ziel des geplanten Projekts ist es, eine solche Vergleichsmöglichkeit zu schaffen. Für Depressions-Fragebögen existieren bereits Studien zur wechselseitigen Umrechnung. Diese schließen Regressionsgleichungen für den paarweisen Aufeinanderbezug sowie Tabellen mit einer gemeinsamen Metrik für verschiedene Depressions-Screeninginstrumente ein. Diese Zielstellung soll mit dem vorliegenden Projekt für den Bereich tumorrelevanter Fatigue verfolgt werden.

Als Datengrundlage dienen einerseits bereits vorhandene, in bevölkerungs-repräsentativen Studien gewonnene Normierungsdaten für vier etablierte Fatigue-Fragebögen (Fatigue-Skala des EORTC QLQ-C30, Multidimensional Fatigue Inventory MFI, Fatigue Assessment Questionnaire FAQ sowie Chalder Fatigue Scale FS). Im beantragten Projekt sollen Daten an Krebspatienten erhoben werden, wobei mehrere verschiedene Fatigue-Fragebögen parallel eingesetzt werden. Untersucht werden sollen 1.200 Krebspatienten in einer Reha-Einrichtung, wobei die Reha-Teilnehmer gleichzeitig neben den vier genannten Bögen auch noch das Brief Fatigue Inventory BFI und den EORTC QLQ-FA12 ausfüllen. Die hohe Fallzahl ermöglicht es, auch für verschiedene Teilgruppen (Tumorentitäten, Geschlecht, Altersgruppen) die Verallgemeinerbarkeit dieser Zuordnungen zu überprüfen. Zusätzlich soll nach 6 Monaten eine Katamnese-Untersuchung stattfinden, bei welcher die sechs Fatigue-Instrumente erneut eingesetzt werden. Damit werden Fragen der Änderungssensitivität der Fragebögen beantwortet, und es werden potenzielle klinische und soziodemographische Prädiktoren für eine Chronifizierung erhöhter Fatigue-Werte untersucht. Außerdem bieten die Daten der Wiederholungsmessung die Möglichkeit, die Ergebnisse zur Umrechnung der Fatigue-Werte der Erstmessung in einem anderen Setting zu prüfen.

Als zentrales Ergebnis werden dem Anwender Tabellen von verschiedenen Fatigue-Fragebogen in die Hand gegeben, welche ihm die Umrechnung dieser Werte und möglicher Cut-Offs innerhalb dieser 6 Fatigue-Instrumente ermöglicht.

Förderung:
Deutsche Krebshilfe

Projektnummer:
933000-126

Laufzeit:
10/2016 – 8/2019

Philipp-Rosenthal-Str. 55, Haus W
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18800 (Chefsekretariat)
Telefon:
0341 - 97 18803 (Wiss. Sekretariat)
Fax:
0341 - 97 15419
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