Sie sind hier: Skip Navigation LinksMedizinische Klinik und Poliklinik III – Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie

Rund um die Niere

Die gesunde Niere scheidet Giftstoffe und überflüssiges Wasser aus. Darüber hinaus hält sie viele Stoffe zurück, die der Körper für seinen Energiehaushalt, z.B. Glukose, und für die Aufrechterhaltung weiterer Stoffwechselfunktionen braucht. Dazu gehören vor allem Eiweiße und Elektrolyte (Natrium, Calcium), aber auch Vitamine. Die Niere als Steuerorgan gibt Hormone ins Blut ab, die sie selber produziert oder aktiviert, Erythropoietin für die Hämoglobinsynthese, und Vitamin D für den Knochenaufbau. Weiterhin ist die Niere für den Abbau von Insulin und für die Eliminierung von Medikamenten wichtig.

Störungen der Nierenfunktion beeinflussen alle Organsysteme, weswegen der Niere eine zentrale Rolle im Stoffwechsel zukommt. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die in der Niere ihren Ausgangspunkt nehmen bzw. viele Erkrankungen, die primär nicht mit den Nieren zu tun haben, aber diese sekundär schwer schädigen können. Die beiden Volkskrankheiten Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind Beispiele für Krankheiten, in deren Verlauf die Nierenfunktion so schweren Schaden nimmt, dass letzten Endes nur noch Nierenersatzverfahren wie Hämodialyse und Bauchfelldialyse bzw. Transplantationen das Leben der Patienten retten können.

Die Niere

​Die Niere ist ein faszinierendes Organ, das schier unglaubliche Leistungen im Stoffwechsel vollbringt. Selbst wenn eine Niere komplett versagen sollte, ist mit der verbleibenden Niere ein völlig normales weiteres Leben möglich, solange nicht irgendeine andere Erkrankung diese Niere auch noch schädigt.

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Häufigste Nierenerkrankungen

​Diabetes mellitus - Eine immer noch unterschätzte Gefahr
für die Nieren

Bis zu 40 Prozent der Typ-2 Diabetiker entwickeln eine diabetische Nephropathie (ca. 3 Millionen Menschen in Deutschland). Von diesen Patienten werden ca. 40 Prozent im Laufe ihrer Erkrankung dialysepflichtig (ca. 1,2 Millionen Menschen).

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Der "Nierenkiller" Bluthochdruck

Der schlecht kontrollierte Bluthochdruck ist in der Allgemeinbevölkerung ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Hauptsächlich Herz (Herzinfarkt, schwere Gefäßsklerose), Augen (Erblindung) und Nieren (Dialyse) werden schwer in Mitleidenschaft gezogen. 

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Das Nierenversagen

Akutes Nierenversagen
Ein akutes Nierenversagen entwickelt sich relativ schnell und kann sich binnen weniger Wochen wieder erholen.

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Chronisches Nierenversagen
Ein chronisches Nierenversagen entwickelt sich über Monate bis Jahrzehnte. Nicht selten liegt ein Mischbild aus einem chronischen und einem akutem Nierenversagen vor, bei dem ein Infekt oder auch ein Medikament eine schnelle Verschlechterung der Nierenfunktion verursacht.

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Einteilung / Stadien
Für das akute Nierenversagen gibt es erst seit wenigen Jahren einheitliche Kriterien (RIFLE, AKIN-Stadien) - bis dato existierten ca. 40 verschiedene Definitionen in der Literatur. Die Stadieneinteilung des chronischen Nierenversagens wurde ebenfalls vereinfacht und für viele Nierenerkrankungen auch vereinheitlicht (KDOQI/KDIGO).

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Diagnostik
Obwohl wir über gute diagnostische Methoden verfügen, so ist die frühzeitige Entdeckung eines Nierenproblems immer noch eine Herausforderung.

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Symptome
Ein akutes Nierenversagen wird in der Regel reltiv früh durch die deutlich eingeschränkte Flüssigkeitsausscheidung bemerkt. Ein chronisches Nierenversagen hingegen zeigt sich lange Zeit relativ symptomarm bzw. symptomlos. Erst wenn wirklich ein kritische Schwelle des Nierenfunktionsverlusts überschritten wurde, zeigen sich Krankheitserscheinungen, die sich dann auch relativ schnell zu einer bedrohlichen Situation entwickeln können.

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Vorbeugung und Therapie

​Bis auf Ausnahmen ist der Verlauf einer Nierenerkrankung soweit beeinflussbar, dass zumindest das Fortschreiten des Verfalls der Nierenfunktion verlangsamt werden kann. Da der Funktionsverlust nicht selten über Jahrzehnte währt (abhängig von der Grunderkrankung), muss ein Patient innerhalb der normalen Lebensspanne nicht unbedingt dialysepflichtig werden.

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Nierenersatzverfahren

Überblick über die Dialyseverfahren
Die normale Nierenfunktion garantiert das Gleichgewicht des Stoffwechsels - Überschüssiges und Giftiges wird entfernt, Lebensnotwendiges wird im Körper zurückgehalten. Der Verlust der Nierenfunktion bedeutet hingegen einen tiefgreifenden Einschnitt in die normale Körperfunktion und führt unbehandelt unweigerlich zum Zusammenbruch des gesamten Organismus. In dieser kritischen Situation kann nur noch eine Dialyse („Blutwäsche") helfen.

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Hämodialyse
Die Hämodialyse ist das am häufigsten eingesetzte Dialyseverfahren.

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Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse, CAPD)
Diese Form der Dialyse für die Behandlung des chronischen Nierenversagens wurde 1976 eingeführt. Ausgehend von den USA und Kanada hat sich diese Methode über sämtliche Kontinente ausgebreitet. In Deutschland werden gegenwärtig etwa 3000 Patienten mit dieser Methode behandelt.

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Nierentransplantation

​Nierentransplantation
Der endgültige Verlust der Nierenfunktion führt dazu, dass Sie lebenslang mit den Verfahren des künstlichen Organersatzes (Hämodialyse, Bauchfelldialyse) behandelt werden müssen, es sei denn, Ihnen kann ein funktionstüchtiges Nierentransplantat eines verstorbenen oder lebenden Spenders übertragen werden.

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Stationäre Evaluierung von potentiellen Empfängern bzw. Lebendnierenspendern
Um Ihnen die mühevolle "Abarbeitung" der Vorbereitungsuntersuchungen für eine Nierentransplantation zu erleichtern, bieten wir eine stationäre Komplettevaluierung innerhalb von bis zu 7 Tagen an. In diesem Zeitraum werden alle erforderlichen Untersuchungen absolviert. Ist alles in Ordnung, können wir Sie unmittelbar im Anschluß auf die Transplantationswarteliste aufnehmen.

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Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 13380
Fax:
0341 - 97 13389
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