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Pressemitteilung vom 25.09.2026

Tarifverhandlungen: Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter für Ärztinnen und Ärzte am UKL geeint

Der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Marburger Bund Sachsen haben sich auf bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter für Ärzt:innen am UKL geeinigt.

Der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Marburger Bund Sachsen haben sich auf bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter für Ärzt:innen am UKL geeinigt.

Leipzig. Ärztinnen und Ärzte erhalten am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) deutliche Entgelterhöhungen, mehr Zusatzurlaub für Nacht- und Rufdienste und höhere Zuschläge bei kurzfristigen Dienstplanänderungen. Darauf haben sich in den aktuellen Tarifverhandlungen der Vorstand des UKL und der Marburger Bund Sachsen als Interessenvertreter der Ärzteschaft geeinigt.

Die Neuregelungen bringen damit weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen für die Ärzteschaft am Uniklinikum Leipzig. Die vereinbarten Steigerungen im Bereich des Haustarifvertrages erfolgen analog derer des Flächentarifvertrags der Länder für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken. Im Ergebnis erhalten die ärztlichen Beschäftigten ein Lohnplus von 2,95 Prozent zum 01.04.2026 und ein weiteres von 2,45 Prozent zum 01.09. des kommenden Jahres.

 

Mehr Zusatzurlaub bei Nacht- und Rufdiensten

Ärztinnen und Ärzte, die rund um die Uhr die Patientensicherheit garantieren, profitieren zudem von neuen Regelungen zum Zusatzurlaub. Für jeweils geleistete Nachtdienststunden werden weitere Zusatzurlaubstage gewährt, wer mindestens 80 Rufdienste im Jahr leistet, erhält künftig ebenfalls einen weiteren zusätzlichen Urlaubstag. „Unsere Ärztinnen und Ärzte leisten im Nacht- und Rufdienst einen unverzichtbaren Einsatz“, erklärt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. „Die Erweiterung des Zusatzurlaubs ist ein wichtiges Signal der Anerkennung der damit verbundenen hohen Belastung.“

 

Höhere Zuschläge für Flexibilität und neue Zeitwertkonten

Auch die Flexibilität bei kurzfristigen Dienstplanänderungen wird über eine Erhöhung der entsprechenden Zuschläge besser vergütet. Zudem ist geplant, auch für ärztliche Beschäftigte ein Angebot in Form von Zeitwertkonten einzurichten. Zeitwertkonten gibt es am UKL bereits seit 2025 für nicht-ärztliche Beschäftigte. Diese Konten ermöglichen den Mitarbeiter:innen eine individuelle Planung und Gestaltung ihrer Lebensarbeitszeit, zum Beispiel durch ein Sabbatical. „Damit schaffen wir eine moderne Option zur besseren Anpassung der Arbeitszeit an die persönliche Lebensplanung“, betont Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL.

 

Steffen Forner, Landesgeschäftsführer des Marburger Bundes Sachsen, erklärt: „Wir haben nicht nur eine bessere Vergütung für die Ärzteschaft des UKL ausgehandelt, sondern erstmals auch durchgesetzt, dass dokumentierte Arbeitszeit, die nach dem geplanten Feierabend erbracht wird, bis zu 60 Minuten automatisch als vergütungspflichtig gilt. Damit haben wir für unsere Mitglieder einen wichtigen Erfolg im monatelangen Konflikt um die sogenannte ‚Rahmenzeit‘ erzielt.“

 

Die Einigung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Gremien.

 

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