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Pressemitteilung vom 22.09.2026

Gemeinsam gegen die Angst vor der Rückkehr des Krebses

CARE-pilot-Studie am Universitätsklinikum Leipzig sucht drei Paare für psychologische Intervention

Für die erste Erprobungsphase einer Studie, in der es um Angst vor der Rückkehr einer Krebserkrankung geht, sucht das UKL drei Paare.

Für die erste Erprobungsphase einer Studie, in der es um Angst vor der Rückkehr einer Krebserkrankung geht, sucht das UKL drei Paare.

Leipzig. Die Sorge, dass eine Krebserkrankung zurückkehren könnte, kann Betroffene und ihre Partner:innen noch Jahre nach Abschluss der Behandlung stark belasten. Eine gemeinsame Studie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und des Universitätsklinikums Frankfurt untersucht, wie eine psychologische Paarintervention beim Umgang mit dieser sogenannten Rezidivangst unterstützen kann. Für die erste Erprobungsphase werden drei Paare gesucht.

Die CARE-pilot-Studie wird am UKL in der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie unter der Leitung von Dr. Gregor Weißflog durchgeführt. Im Mittelpunkt steht eine auf der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) basierende Intervention. Sie soll Paaren neue Wege eröffnen, belastende Gedanken und Gefühle anzunehmen und ihren Alltag stärker an persönlichen Werten auszurichten. Die Wirksamkeit von ACT bei Patient:innen ist bereits gut belegt. 
In der Pilotphase prüfen die Forschenden zunächst mit drei Paaren, wie gut sich die eigens entwickelte Paarintervention in der Praxis umsetzen lässt. Die Erfahrungen aus dieser Phase sollen in die weitere Studie mit einer größeren Zahl von Paaren einfließen. 

Wer kann teilnehmen? 
Gesucht werden erwachsene Paare, bei denen eine Person innerhalb der vergangenen fünf Jahre erstmals eine Krebsdiagnose erhalten hat. Die Behandlung sollte abgeschlossen sein; eine antihormonelle beziehungsweise endokrine Therapie kann fortgeführt werden. Zudem dürfen keine Metastasen festgestellt worden sein. Voraussetzung ist außerdem, dass mindestens eine Person des Paares unter einer deutlichen, den Alltag beeinträchtigenden Angst vor einem Wiederauftreten der Erkrankung leidet. Das kann sowohl die an Krebs erkrankte Person als auch deren Partner:in sein. 

Wie läuft die Studie ab? 
Die Teilnahme umfasst sechs Termine von jeweils 60 Minuten über einen Zeitraum von sechs Wochen, voraussichtlich von Oktober bis Dezember 2026. Vier Termine finden als Paarsitzungen, zwei als Einzelsitzungen statt. Die Gespräche können in der Krebsberatungsstelle des UKL in der Philipp-Rosenthal-Straße 55 in Leipzig oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Bei Teilnahme per Video sind die erste und die letzte Sitzung vor Ort vorgesehen. Ergänzend füllen die Teilnehmer:innen Fragebögen zu Ängsten und weiteren möglichen psychischen Belastungen aus. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt. Kontakt und Anmeldung Lola Kühn E-Mail: lola.kuehn@medizin.uni-leipzig.de Telefon: 0341 97-18812 (Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr)

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