Studie zu nachhaltigem Konsum veröffentlicht
Forscherinnen der Universität Leipzig und des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) haben in einer Studie den Einfluss stark steigender Preise auf den nachhaltigen Konsum untersucht. Sie fanden heraus, dass die Konsument:innen in Deutschland unterschiedlich auf Inflationssorgen reagieren: Personen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein lassen sich demnach auch durch steigende Preise nicht davon abhalten, Bio-Lebensmittel zu kaufen. Dagegen investieren Menschen mit geringerem Umweltbewusstsein deutlich weniger in den nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln. Die Studie wurde im „Journal of Economic Behavior & Organization“ veröffentlicht.
„Die zugrunde liegenden Mechanismen können vielfältig sein. Unsere Ergebnisse weisen jedoch auf zwei zentrale Erklärungsansätze hin. Erstens werden Bio-Lebensmittel in Zeiten zunehmender Inflationssorgen häufiger als Luxusgut wahrgenommen. Zweitens gewinnt die Wahrnehmung an Bedeutung, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist, angesichts stark steigender Preise auf den Kauf der häufig teureren Bioprodukte zu verzichten“, erläutert Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Lena Tonzer von der Universität Leipzig. Sie hat die Studie gemeinsam mit Prof. Dr. Sabrina Jeworrek vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle durchgeführt.
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Weitere Informationen: Prof. Dr. Lena Tonzer, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig, Tel.: 0341 97-33571, E-Mail: lena.tonzer@uni-leipzig.de
„Science streets“ bringt Wissenschafts-Comics auf Leipziger Straßen
Hirnforschung im öffentlichen Raum: Vom 1. bis 30. August 2026 bringt das Projekt „science streets“ neurowissenschaftliche Themen auf Werbeflächen in und um Leipzig. An Bushaltestellen, auf Litfaßsäulen, im öffentlichen Nahverkehr in Leipzig und in den S-Bahnen Mitteldeutschlands zeigen elf farbenfrohe Comics, wie Gehirnforschung unser Leben und die Medizin von morgen prägt. Über QR-Codes können Interessierte tiefer in die Themen eintauchen: Sie führen zu kostenlosen Interviews mit Forschenden, Hintergrundinformationen und weiteren digitalen Inhalten.
Das Projekt wurde über mehrere Monate von Forschenden vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung gemeinsam mit Illustrator:innen entwickelt. Die künstlerische Leitung hat Laura Mayer inne, die Geographie an der Universität Leipzig studiert und auch eine der Illustrationen für die Aktion erstellt hat.
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Weitere Informationen: Universität Leipzig, Stabsstelle Universitätskommunikation, Tel.: 0341 97-35025, E-Mail: presse@uni-leipzig.de
Neues Buch über den Zusammenbruch Afghanistans aus Perspektiven der Diaspora
Ein neues Buch von Forschenden der Universität Leipzig untersucht den Zusammenbruch der Republik Afghanistan im August 2021. Der Band „The Collapse in Afghanistan: Insights from the Diaspora“ betrachtet die Ereignisse aus politischen, gesellschaftlichen, historischen, ökonomischen, genderbezogenen, bildungs- und medienwissenschaftlichen Perspektiven.
Im Zentrum steht die Frage, warum die Republik Afghanistan trotz zwanzig Jahren internationaler Unterstützung so schnell kollabierte. Die Beiträge zeigten, dass der Zusammenbruch nicht allein durch den Abzug internationaler Truppen oder die Machtübernahme der Taliban erklärt werden kann, so Herausgeber Dr. Kefajat Hamidi.
Die Publikation ist aus dem am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig angesiedelten Forschungsprogramm „Media and Public Sphere in Afghanistan“ hervorgegangen und steht in engem Zusammenhang mit der Arbeit des Research Centre Communication for Social Change. Sie verbindet wissenschaftliche Analyse mit Erfahrungswissen, Exilperspektiven und gesellschaftlichen Debatten.
Das Buch ist als Open-Access-Publikation frei zugänglich.
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Weitere Informationen: Dr. Kefajat Hamidi, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Tel.: 0341 97-35712, E-Mail: kefa.hamidi@uni-leipzig.de
Prof. Körner erhält hochrangigen internationalen Preis für Forschung zu kindlicher Adipositas
Prof. Dr. Antje Körner ist am 17. Juli in Mexico City als erste Wissenschaftlerin aus Deutschland mit dem renommierten Willendorf Award der Welt-Adipositas-Föderation (World Obesity Federation) ausgezeichnet worden. Der Preis zählt zu den bedeutendsten, internationalen Ehrungen auf dem Gebiet der Adipositasforschung. Er wird seit 1980 im Rahmen des „International Congress on Obesity“ verliehen. Antje Körner ist Professorin für Metabolismusforschung an der Universität Leipzig und Leiterin des Bereichs „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) bei Helmholtz Munich.
„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und Anerkennung für die Arbeit meines gesamten Teams. Sie unterstreicht die Bedeutung einer langfristig angelegten und interdisziplinären Forschung, um die Ursachen von Adipositas und deren Folgen besser zu verstehen und die Versorgung betroffener Kinder und Familien nachhaltig zu verbessern“, sagt Prof. Körner, die als führende Wissenschaftlerin auch am Exzellenzcluster LeiCeM der Universität Leipzig mitarbeitet. Kinder stehen im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Jedes Kind verdient die Chance auf ein gesundes Leben. Forschung trägt dazu bei, Risiken früh zu erkennen, Folgeerkrankungen zu verhindern und betroffenen Familien neue Perspektiven zu eröffnen.“
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Weitere Informationen: Prof. Dr. Antje Körner, Tel.: 0341 97-26501, E-Mail: antje.koerner@medizin.uni-leipzig.de