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Pressemitteilung vom 29.05.2026

UKL erreicht ausgeglichenes Jahresergebnis

Wirtschaftliches Ergebnis liegt mit einer halben Million Euro leicht im Plus / Weiter steigende Fallzahlen / Umfangreiche Bauvorhaben gestartet

Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, und Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL ( v.l.n.r.).

Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, und Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL ( v.l.n.r.).

Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat im Geschäftsjahr 2025 erneut die geplanten wirtschaftlichen Ziele erreicht und das Jahr mit einem Jahresüberschuss von einer halben Million Euro abgeschlossen. Trotz wachsender Patient:innenzahlen und guter Leistungsentwicklung bleibt die wirtschaftliche Situation des UKL jedoch weiterhin angespannt, auch mit Blick auf die aktuell diskutierten Sparmaßnahmen im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl sowohl der stationären als auch der ambulanten Fälle am Universitätsklinikum Leipzig um durchschnittlich mehr als drei Prozent auf nunmehr 423.700. Gleichzeitig blieb die wirtschaftliche Lage des Klinikums angespannt, vor allem bedingt durch steigende Personal- und Sachkosten sowie höhere Instandhaltungs- und Wartungsaufwendungen.

 

„Es ist uns dennoch gelungen, ein leicht positives Jahresergebnis zu erzielen, das besser ausgefallen ist als geplant“, erläutert Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. „Zur Stabilisierung unserer finanziellen Situation hat aber auch zusätzliche Unterstützung des Freistaats Sachsen beigetragen, denn nach wie vor leiden wir als Universitätsmedizin unter einer nicht ausreichenden Deckung unserer Aufwände im aktuellen Finanzierungssystem“, ergänzt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL. Die Lücke zwischen den Einnahmen und Ausgaben vergrößere sich zusehends, getrieben vor allem von den Kostenentwicklungen in den Bereichen IT und Personal. „Bei Umsetzung der im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes auf Bundesebene aktuell diskutierten Sparmaßnahmen würde sich das operative Defizit um einen nennenswerten zweistelligen Millionenbetrag erhöhen“, so Jacob weiter. „Die Kompensationsmöglichkeiten für ein Klinikum der Maximalversorgung mit einem überregionalen Versorgungsauftrag sind dabei sehr begrenzt“.

 

Das Universitätsklinikum Leipzig steht für hochspezialisierte Medizin, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine hochmoderne Versorgung, die den Patient:innen einen frühen Zugang zu neuesten Methoden und Verfahren ermöglicht. Um das sicherzustellen, wurde 2025 in die Modernisierung bestehender Strukturen sowie neue Angebote, Zentren und Therapien investiert. Im Ergebnis stehen den Patient:innen jetzt unter anderem ein hochmodernes Herzkatheterlabor, ein neues OP-Mikroskop in der Neurochirurgie sowie innovative Bestrahlungstechnik in der Strahlenmedizin zur Verfügung. Neueste Therapieansätze wurden sowohl bei der Behandlung von Volkskrankheiten wie Schlaganfall etabliert als auch bei Schwangerschaftserkrankungen und der Intensivnachsorge.

Moderne Medizintechnik, spezialisierte Teams und zertifizierte Strukturen sichern die Einhaltung hoher Qualitätsstandards, die mit erneuten Zertifizierungen, beispielsweise des Lungenkrebszentrums, bestätigt wurden. Die stetige Weiterentwicklung der medizinischen Kompetenz erfordert kontinuierliche Investitionen in die bauliche und technische Infrastruktur. „Wir sind dankbar, dass der Freistaat Sachsen uns hierbei auch in Zeiten knapper Kassen weiterhin so gut wie möglich unterstützt “, so Dr. Robert Jacob. 

 

Flächenwachstum und Großvorhaben

Aktuell starten am UKL zwei Großvorhaben mit einem Investitionsvolumen von zusammen 178 Millionen Euro. Mit diesen beiden Baumaßnahmen erfolgt die Zentralisierung der Nuklearmedizin sowie der Abschluss der Zusammenführung der Krebsmedizin durch den Erweiterungsbau des derzeitigen Hauses 7, in dem vor allem die Strahlentherapie ein neues Zuhause finden wird. Damit wird die letzte Baulücke entlang der Liebigstraße als Hauptachse des Campus geschlossen. „Unsere zentrale und sehr kompakte Lage ist zwar einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch problematisch, da wir unsere steigenden Raumbedarfe kaum im Bestand decken können“, konstatiert Dr. Robert Jacob. In der Folge plant das UKL in einem mehrstufigen Bau-Masterplan mit verschiedenen Gebäuden eine Ausweitung der Flächen über das heutige Klinikareal hinaus.

„Damit sind die derzeitigen Bauvorhaben nur der Auftakt für unsere weitere, in vier Bauphasen bis ins Jahr 2039 reichende Entwicklungsplanung“, ergänzt Prof. Christoph Josten. „Wir sind uns sicher, damit dann sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich gut für die Zukunft aufgestellt zu sein, auch wenn diese für uns Krankenhäuser sicherlich weiterhin herausfordernd bleibt. “

 

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