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Pressemitteilung vom 24.11.2025

350 Spezialist:innnen für endokrine Chirurgie treffen sich in Leipzig

Jahrestagung widmet sich Neuerungen in der Behandlung seltener fortgeschrittener Tumore der hormonproduzierenden Organe und Entwicklungen wie der steigenden Zahl von Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen

Chirurgin Prof. Nada Rayes ( l.) leitet die Jahrestagung der Experten für endokrine Chirurgie im November 2025 in Leipzig.

Chirurgin Prof. Nada Rayes ( l.) leitet die Jahrestagung der Experten für endokrine Chirurgie im November 2025 in Leipzig.

Leipzig. Vom 27. und 29. November treffen sich in Leipzig die Expert:innen für endokrine Chirurgie, die operative Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Organe. Die Jahrestagung mit 350 Teilnehmer:innen aus den deutschsprachigen Ländern sowie Skandinavien findet unter der gemeinsamen Leitung zweier Chirurginnen statt: Die wissenschaftliche Leitung teilen sich Prof. Nada Rayes, Schilddrüsenexpertin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und Prof. Kerstin Lorenz, Leiterin der Endokrinen Chirurgie und Stellvertretende Klinikleitung der Universitätsmedizin Halle (UMH).

Im Fokus der erstmals in der Pleißestadt stattfindenden Tagung stehen Neuerungen in der interdisziplinären Behandlung vor allem fortgeschrittener endokriner Tumore wie beispielsweise an der Schilddrüse oder den Nebennieren. Diese kleinen Organe steuern den Hormonhaushalt und damit sehr viele zentrale Funktionen des Körpers, sodass deren Beeinträchtigung gravierende Folgen haben kann. „Bisher gab es bei resistenten oder sehr spät entdeckten Tumoren oft keine Behandlungsoptionen mehr“, beschreibt Prof. Nada Rayes. „Inzwischen sind aber auch in unserem Bereich viele neue Substanzen verfügbar, die mit auf molekularer Ebene angepassten Therapien ganz neue Möglichkeiten eröffnen“, so die Chirurgin. Unter anderem könne damit bereits vor einer Operation ein Tumor so behandelt werden, dass dieser schonender und besser entfernt werden kann.

Diese Themen werden auf der Tagung sehr praxisnah unter anderem in einem „virtuellen Tumorboard“, in dem renommierte Expert:innen reale Fälle besprechen, vorgestellt. Zudem werden mit einer Live-Übertragung aus dem Operationssaal des UKL neue Techniken wie Darstellung von Nebenschilddrüsen mittels Autofluoreszenz oder roboter-assistierte Eingriffe demonstriert, mit deren Hilfe auch größere Nebennierentumore sicher entfernt werden können.

„In allen Fällen arbeiten wir als Chirurg:innen dabei sehr eng mit den Endokrinolog:innen zusammen“, beschreibt Prof. Kerstin Lorenz. „Daher freuen wir uns sehr, dass wir unsere Tagung ebenfalls gemeinsam gestalten.“ Weitere Partner sind die pädiatrischen Endokrinolog:innen, die einen Programmpunkt zu Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen bei Kindern und Jugendlichen einbringen. „Hier sehen wir derzeit anhand der vorliegenden Daten aus Registern in Deutschland eine Zunahme von Schilddrüsentumoren bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Prof. Lorenz Der Grund könnte eine verbesserte Diagnostik sein, die viele bisher eher unbeachtete Knoten im Ultraschall entdecken kann. Obwohl meist sehr gut behandelbar, ist der Umgang mit diesen Erkrankungen herausfordernd, denn zum einen müssen gutartige von bösartigen Knoten unterschieden und entsprechend behandelt werden, und zum anderen muss die für die Reifung der Heranwachsenden zentrale Hormonproduktion erhalten werden.

 

Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK)

28. – 29.11.2025

Leipziger KUBUS
Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

 

Prä-Tagung

27. November 2025

Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 20  

 

    

 

       

 

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