Arbeitsgruppen

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Public Mental Health / Stigmaforschung

Leiter:Prof. Dr. Georg Schomerus
​Mitarbeiter:Dr. Sven Speerforck, Dr. Christian Sander, Dr. Christine Ulke, Dr. Philipp Horsfield, Dr. Daniel Dittrich, Tobias Gfesser, Toni Fleischer, Agnete Granitzka


Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig

​Telefon:

​0341 - 97 24530
​Fax:​0341 - 97 24539
​E-Mail:Georg.Schomerus@medizin.uni-leipzig.de


Forschungsschwerpunkte:

  • Stigmaforschung
  • Psychosoziale Versorgungsforschung
  • Psychiatrische Epidemiologie

Publikationen:

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Aktuelle Projekte:

1.   Haltungen zu Menschen mit psychischen Krankheiten in einer sich polarisierenden Gesellschaft

Ausgrenzung und Diskriminierung sind nach wie vor für viele Menschen mit psychischen Krankheiten Realität. Dieses Stigma ist mit erhöhter Suizidgefährdung, geringerer Inanspruchnahme von Hilfen sowie mit sozialem Rückzug der Betroffenen assoziiert. Im Kontext einer allgemein spürbaren Polarisierung der öffentlichen Meinung, bspw. durch die Ablehnung politischer Korrektheit oder des Schutzes gesellschaftlicher Minderheiten, droht eine Zunahme der Stigmatisierung dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe. Ziel des Projekts ist es, die soziale Funktion von Stigmatisierung besser zu verstehen. Hierzu wird anhand einer wiederholt durchgeführten Bevölkerungsbefragung eine Trendanalyse der Einstellungen zu Menschen mit psychischen Krankheiten von 1990 bis 2020 durchgeführt. Die erhobenen Einstellungen werden sowohl in situativen als auch in einem gesellschaftlichen Kontext verortet, um so neue Ansatzpunkte für Interventionen zum Schutz dieser Bevölkerungsgruppe zu finden.

Kooperationspartner:

  • Prof. Matthias C. Angermeyer, Center for Public Mental Health, Gösing am Wagram, Österreich
  • Prof. Eva Baumann, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Förderung:

  • Fritz-Thyssen-Stiftung (Az. 10.18.2.009SO)

2.   Wie kann die Inanspruchnahme von Hilfe bei psychischen Störungen verbessert werden? Eine quasi-experimentelle Online-Studie zur Veränderbarkeit stigmatisierender Einstellungen und intermediärer Variablen im Prozess der Inanspruchnahme

In diesem Projekt befassen wir uns mit der Bedeutung stigmatisierender Einstellungen für die Inanspruchnahme professioneller Hilfe bei unbehandelten psychischen Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung. Die Intention, Hilfe zu suchen, ist der stärkste Prädiktor für die tatsächliche Inanspruchnahme, während stigmatisierende Einstellungen vor allem Zusammenhänge zur Selbstidentifikation als psychisch krank aufwiesen. Selbstidentifikation konnte als neuralgischer Punkt des Inanspruchnahme-Prozesses identifiziert werden, als bedeutsame intermediäre Variablen stellten sich ferner Mental Health Literacy, Selbstwirksamkeit, Ursachenvorstellungen, und subjektives nosologisches Konzept sowie die bisherigen Behandlungserfahrungen und die akute Symptomschwere heraus. Nun soll die Wirkung dieser intermediären Prozessvariablen und deren Interdependenz auf den Inanspruchnahme-Prozess systematisch überprüft werden. Methodisch sollen über eine Online-Studie mittels eines multifaktoriellen randomisierten (Quasi-)Experiments gezielt die intermediären Variablen manipuliert werden, die sich adaptiv auf die Selbstidentifikation und den Inanspruchnahme-Prozess auswirken können. Dieser soll mit zwei anschließenden Follow-up-Erhebungen über einen Zeitraum von 6 Monaten nachverfolgt werden.

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. phil. Silke Schmidt, Dr. phil. Holger Muehlan, Dr. phil. Samuel Tomczyk, Universität Greifswald, Psychologisches Institut, Lehrstuhl Gesundheit und Prävention

Förderung:

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (SCHO 1337/4-2)

3.   Ein Leitfaden zur stigmafreien Mediendarstellung von Menschen mit Suchtkrankheiten (FairMediaSUCHT)

Suchterkrankungen zählen zu den am stärksten stigmatisierten Krankheiten. Für die Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung von als andersartig wahrgenommenen Bevölkerungsgruppen spielen in Fällen Suchterkrankter meist negativ konnotierte mediale Darstellungen eine wichtige Rolle. Substanzbezogene Sucht wird eher als Fehlverhalten und Anzeichen persönlicher Schwäche denn als Krankheit dargestellt, was für Betroffene die Schwelle zur Inanspruchnahme von Hilfe erhöht und frühzeitige präventive Intervention erschwert. Vorhabensziel dieses Projekts ist die Erstellung eines Medienleitfadens, der Medienschaffenden konkrete, unter realistischen Arbeitsbedingungen umsetzbare Hinweise gibt, wie Menschen mit substanzgebundenen Suchtkrankheiten in den Medien darzustellen sind, dass das soziale Stigma nicht verstärkt wird, sondern die Berichterstattung im Idealfall sogar dazu beiträgt es abzubauen.

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. Eva Baumann, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
  • PD Dr. Hans-Jürgen Rumpf, Zenrum für integrative Psychiatrie, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig Holstein

Förderung:

  • Bundesministerium für Gesundheit

4.   DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren (DDR-PSYCH)

Obgleich seit der „Wende" 1989 bereits eine neue „gesamtdeutsche" Generation herangewachsen ist, ist die Deutsche Demokratische Republik (DDR) als gesellschaftlich-politisches System ein wesentlicher Bezugspunkt für die Bewertung gesellschaftlicher, sozialer und individueller Prozesse in den alten und neuen Bundesländern geblieben. Die gesellschaftlichen Prozesse, die auch wesentlich die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung prägen, sind bis heute weder hinreichend verstanden noch auf der Grundlage wissenschaftlicher Evidenz geprüft. Ohne diese Überprüfung werden ideologisch gefärbte Positionen unreflektiert über Generationen hinweg tradiert und wirken unerkannt weiter – sowohl bei den Betroffenen als auch in der Wissenschaft. Im Rahmen interdisziplinären Forschungsverbundes soll empirisch fundiert die Frage beantwortet werden, welche relevanten Auswirkungen der DDR-Vergangenheit auf die psychische Gesundheit messbar sind? Dafür sollen im Forschungsverbund sollen zum ersten Mal an Hand profunder Längsschnittdatensätze Auswirkungen von DDR-spezifischen Erfahrungen (Opposition und Widerstand, Haft, Enteignungen etc.) auf psychisches Befinden im zeitlichen Verlauf untersucht werden. Anhand von gemeinsamen und übergreifenden Analysen von fünf Bevölkerungsstudien werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der psychischen Gesundheit von Ost- und Westdeutschen analysiert. Dies soll Aufschluss über gesellschaftlich bedingte Einflüsse der DDR auf die psychische Gesundheit geben, wobei nicht nur systembedingte Risikofaktoren, sondern auch Resilienz fördernde Faktoren beleuchtet werden sollen. Im Rahmen Forschungsprojekts ist unsere Arbeitsgruppe federführend für das Teilprojekt „Flucht, Vertreibung und Traumatisierung" zuständig.

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. rer. biol. hum. Elmar Brähler, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Projektleitung)
  • Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Manfred E. Beutel, Dr. phil. nat. Ana N. Tibubos, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Dr. phil. David Richter, Dr. phil. Hannes Kröger, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung:
  • PD Dr. PH Thomas Lampert, Robert Koch-Institut
  • Prof. Dr. med. Hans J. Grabe,  Universitätsmedizin Greifswald, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Prof. Dr. phil. Silke Schmidt, Dr. phil. Holger Muehlan, Universität Greifswald, Psychologisches Institut, Lehrstuhl Gesundheit und Prävention

Förderung:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (Förderkennz. 01UJ1911EY)

5.   GEnder-Sensitive Analyses of mental health trajectories and implications for prevention: A multi-cohort consortium (GESA)

In diesem Projekt soll das Wissen über vulnerable Phasen für die Entwicklung psychischer Erkrankungen über den Verlauf der Lebensspanne aus einer Gender-Perspektive erweitert werden. Identifiziert werden sollen geschlechts-spezifische Protektivfaktoren (z.B. soziale Unterstützung) und Risikofaktoren (z.B. kritische Lebensereignisse), die den Verlauf und die Symptomatik psychischer Erkrankungen beeinflussen. Außerdem werden Auswirkungen dieser Erkrankungen auf die Inanspruchnahme von gesundheitlichen Versorgungsleistungen, die subjektive Gesundheit und die Lebenszufriedenheit von Frauen und Männern untersucht. Datengrundlage sind drei umfangreiche populationsbasierte Kohortenstudien (GHS, KORA, SHIP), in die Teilnehmer im Altersbereich von 20 bis über 90 Jahren eingeschlossen wurden.

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Manfred E. Beutel, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Projektleitung)
  • Prof. Dr. rer. biol. hum. Elmar Brähler, Dr. Juliane Burghardt, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Harald Binder, Universitätsklinikum Freiburg. Institut für Medizinische Biometrie und Statistik (IMBI
  • Prof. Dr. med. Philipp Wild, Universitätsmedizin Mainz, Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention
  • Prof. Dr. med. Hans J. Grabe, Universitätsmedizin Greifswald, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Prof Dr. med. Karl-Heinz Ladwig, Helmholtz-Zentrum München, Mental Health Epidemiology Unit, Institut für Epidemiologie (EPI II)
  • Prof. Dr. med. Johannes Kruse, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie

Förderung:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

Neurobiologische Forschung

Leiter:Dr. Christian Sander (komm.)
​Mitarbeiter:Dr. Tilman Hensch, Dr. Jue Huang, Nicole Mauche, Dr. Christian Sander, Stephanie Schindler, PD Dr. Frank Schmidt, M.Sc. Galina Surova, Dr. Christine Ulke


Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:​0341 - 97 24556
​Fax:​0341 - 97 24539
​E-Mail:Christian.Sander@medizin.uni-leipzig.de


Die Forschergruppe nutzt sowohl direkte neurobiologische Marker (Liquor- und Serumparameter) als auch bildgebende Verfahren (EEG, PET, MRT, simultane EEG & fMRT) und Aktometrie, um die Mechanismen zu ergründen und abzubilden, die psychiatrischen Erkrankungen zugrunde liegen, sie aufrechterhalten oder begleiten. Dies soll die Identifikation geeigneter diagnostischer Marker und neuer Behandlungsstrategien für psychische Störungen, insbesondere affektive Störungen, ermöglichen.

Ein Fokus der Gruppe liegt auf der Erforschung der ZNS-Arousal Regulation und der damit einhergehenden Pathologien mittels der Elektroenzephalographie (EEG). Mit dem EEG- und EOG-basierten Algorithmus VIGALL 2.1 können 7 EEG-Vigilanzstadien erfasst werden, die auf Verhaltensebene von Zuständen konzentrierter Wachheit über entspannte Wachheit, zunehmende Dösigkeit bis zum Schlafbeginn reichen. Bei verschiedenen psychischen Störungen ist die Regulation der Übergänge zwischen den verschiedenen EEG-Vigilanzstadien gestört. 

Projekte

Publikationen

Psychoendokrinologie und klinische Psychopharmakologie

​Leiter: PD Dr. med. Michael Kluge

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:​0341 - 97 24673
​Fax:0​341 - 97 24539
​E-Mail:Michael.Kluge@medizin.uni-leipzig.de

 
Die Arbeitsgruppe Psychoendokrinologie und klinische Psychopharmakologie hat zwei Schwerpunkte: Zum einen beschäftigt sie sich mit psychoendokrinologischen Fragestellungen. Dabei wird untersucht wie Hormone auf psychische Prozesse (z.B. Stimmung, Gedächtnisfunktionen) wirken und ob und wie Hormone bei Patienten mit psychischen Erkrankungen gegenüber Gesunden verändert sind. Besonderes Interesse gilt dabei Ghrelin, einem überwiegend im Magen gebildeten Peptidhormon, das u.a. auch bei der Gewichtsregulation eine wichtige Rolle spielt.

Zweiter Schwerpunkt ist die klinische Psychopharmakologie mit der Durchführung klinischer Studien. Zum einen führen wir dabei Medikamentenstudien mit bereits zugelassenen Medikamenten in unterschiedlichen Indikationen wie Manie und Schizophrenie durch (Phase 3 und 4). Zum anderen führen wir auch sog. „Proof-of-concept"-Studien durch (Phase 2) wie die derzeit in der Planungsphase befindliche Studie „Ghrelin add on to sertraline in major depression".

Projekte

Versorgung und neue Medien / Cochrane-Metaanalysen

Leiterin:Prof. Dr. med. Christine Rummel-Kluge 
​Mitarbeiter:
Dr. Elisabeth Kohls (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Dipl.-Psych. Sabrina Baldofski (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Lina Peter (SHK)
M.Sc. Mandy Rogalla (WHK)
M.Sc. Juliane Hug (WHK)
Lisa Oerding, Ärztin (Doktorandin)
Carolin Webelhorst, Ärztin (Doktorandin)
Sina Ziegler (Doktorandin)
Dipl.-Soz. Anne Blume (Doktorandin)

​Kontakt

​Anschrift:Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24464
​Fax:​0341 - 97 24509
​E-Mail:Christine.Rummel-Kluge@medizin.uni-leipzig.de
Claudia.Sauer@medizin.uni-leipzig.de


Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklung und Durchführung von online Selbstmanagement-Programmen
  • Chancen und Risiken der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen über das Internet
  • Erstellung von Cochrane-Metaanalysen

Aktuelle Projekte

1. Teilprojekt 4 „Depression" im Konsortium Pro-HEAD zur Förderung des Hilfesuchverhaltens von Jugendlichen mit psychischen Problemen durch Nutzung neuer Medien (BMBF-Förderung 2017 - 2021)
Ziel des Verbundes ist es, mit gezielten Online-Interventionen die Manifestation psychischer Störungen wie Essstörungen, übermäßigem Alkoholkonsum oder Depressionen zu vermeiden und das Hilfesuchverhalten zu verbessern. Dafür werden im Rahmen des Verbundes spezifische technologie-basierte Online-Anwendungen entwickelt, angewandt und auf ihre Wirksamkeit sowie Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu den klassischen Maßnahmen untersucht. Die Verwaltung der Daten erfolgt zentral. Insgesamt werden in die Untersuchungen 15.000 Schülerinnen und Schüler an fünf Standorten eingeschlossen. Im Verbund arbeiten insgesamt acht Partner zusammen.

Teilprojekt 4 untersucht die Wirksamkeit und Kosteneffektivität zweier neuer Online-Interventionen im Vergleich zu einer aktiven Kontrollgruppe in einer dreiarmigen, randomisierten, kontrollierten Studie bei Kindern und Jugendlichen, die aktuell einige depressive Symptome haben, die Diagnose Depression jedoch nicht vorliegt.

Für weitere Informationen zum Projekt, bitte hier klicken.


​2. GET.STARTED -Studie, Vergleich des „iFightDepression"-Online-Tools mit einem onlinebasierten Entspannungstraining bei Depression (geplantes N=252), Förderung: Stiftung Deutsche Depressionshilfe 2015 - 2018

IFightDepression ist ein onlinebasiertes, begleitetes Selbstmanagementprogramm für Menschen mit leichten Depressionsformen, das auf den Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie beruht. Über das Forschungszentrum Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe wird das Programm in Deutschland angeboten und weiterentwickelt. Das Programm kann bestehende medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsansätze ergänzen und kann zu Hause in der gewohnten Umgebung am Computer / Tablet oder per Smartphone angewendet werden.

Website

3. Erhebung von Internetnutzungsverhalten, Sexualität und sexuellen Funktionen bei Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen
Im Rahmen einer prospektiven, systematischen Untersuchung werden das Internetnutzungsverhalten, die Sexualität und sexuellen Funktionen von Patienten mit einer psychischen Erkrankung an Hand eines Fragebogens einmalig erfasst. Dabei sollen 300 Patienten, welche sich in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig in regulärer stationärer, teilstationäre oder ambulanten psychiatrischen Behandlung befinden zu einem Zeitpunkt nach ausführlicher Aufklärung und Einwilligung eingeschlossen werden.

4. Cochrane-Metaanalysen

  • Behavioural and cognitive-behavioural therapy based self-help versus treatment as usual for depression in adults and adolescents
  • Update: Antidepressants for the negative symptoms of schizophrenia
  • Update: New generation antipsychotics for first episode schizophrenia
  • Update: Amisulpride versus other atypical antipsychotics for schizophrenia

Publikationen (Auswahl)

  1. Görges F, Oehler C, von Hirschhausen E, Hegerl U, Rummel-Kluge C. GET.HAPPY - Acceptance of an internet-based self-management positive psychology intervention for adult primary care patients with mild and moderate depression or dysthymia: a pilot study. Internet Intervention 2018 in press.
  2. Kordy H, Wolf M, Aulich K, Bürgy M, Hegerl U, Hüsing J, Puschner B, Rummel-Kluge C, Vedder H, Backenstrass M. Internet-Delivered Disease Management for Recurrent Depression: A Multicenter Randomized Controlled Trial. Psychother Psychosom 2016; 85(2):91-8.
  3. von Maffei C, Görges F, Kissling W, Schreiber W, Rummel-Kluge C. Using films as a psychoeducation tool for patients with schizophrenia: a pilot study using a quasi-experimental pre-post design. BMC Psychiatry. 2015; 15:93.
  4. Trefflich F, Kalckreuth S, Mergl R, Rummel-Kluge C. Psychiatric patients' internet use corresponds to the internet use of the general public. Psychiatry Res 2015; 30; 226(1):136-41.
  5. Kalckreuth S, Trefflich F, Rummel-Kluge C. Mental health related Internet use among psychiatric patients: a cross-sectional analysis. BMC Psychiatry. 2014; 24,14:368.


ADHS

Leiterin:​Priv.-Doz. Dr. med. Maria Strauß       


Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24334
​Fax:0​341 - 97 24509
​E-Mail:Maria.Strauss@medizin.uni-leipzig.de


Forschungsschwerpunkte

  • Prädiktion ADHS-spezifischer Behandlung
  • Untersuchung der ZNS-Arousal-Regulation bei ADHS-Patienten
  • Bildgebende Verfahren bei Adulter ADHS
  • Klinische Differenzierung zwischen ADHS und anderen psychiatrischen Erkrankungen

Aktuelle Projekte

1. VIP-ADHS-Studie "Vigilanzregulation als Prädiktor der Response auf Psychostimulanzien bei adulten Patienten mit ADHS"
Basierend auf der Hypothese, dass eine instabile Vigilanzregulation ein pathogenetischer Faktor bei Patienten mit ADHS ist, ist das Ziel dieser Studie zu untersuchen ob die EEG- Vigilanzregulation bei adulten ADHS Patienten ein Prädiktor für das Ansprechen auf eine Behandlung mit Psychostimulanzien ist. Zu diesem Zwecke wird die EEG-Vigilanzregulation computergestützt mittels des VIGALL-Algorithmus vor und nach einer gewichtsadaptierten Medikation mit retardiertem Methylphenidat bei adulten ADHS-Patienten untersucht. Unter der Leitung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig (Direktor: Prof. Dr. med. U. Hegerl) wird diese multizentrische Studie aktuell in 8 Zentren bundesweit durchgeführt. Die Rekrutierung ist abgeschlossen.

Mitarbeiter:


2. ADHS-PET-MRT: In-vivo Darstellung und Quantifizierung der zentralen Norepinephrin-Transporter (NET) mittels [11C]MRB-Positronen-Emissions-Tomographie (PET) / Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) in Bezug zu neuropsychologischen Parametern bei adulten Patienten mit Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Die Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung ist eine häufige Erkrankung mit Beginn im frühen Kindesalter und ist klinisch charakterisiert durch die Kernsymptome Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität und motorischer Hyperaktivität.
Ätiologisch gehen wir von einer multifaktoriellen Genese mit neuroanatomischen, neurochemischen und genetischen Komponenten aus. Hierbei ist die Rolle von Dopamin und Noradrenalin in der Pathophysiologie und Behandlung von ADHS bislang nicht abschließend geklärt.

Das Ziel dieser Studie ist eine in-vivo-Darstellung und Quantifizierung der zentralen Norepinephrin-Transporter (NET)-Verfügbarkeit mittels PET-MRT bei adulten Patienten mit ADHS im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden. Im speziellen soll ein Vergleich mit gesunden Kontrollprobanden der NET-Verfügbarkeit in bestimmten, für die Response-Inhibition und Impuls-Modulation relevanten Hirnregionen (z.B. präfrontaler Kortex) erfolgen und in Beziehung zur für die Response-Inhibition und Impuls-Modulation relevanten Hirnregionen (z.B. präfrontaler Kortex) erfolgen und in Beziehung zur kognitiven Leistungsfähigkeit gesetzt werden. Die Untersuchung erfolgt in Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig (Direktor Prof. Dr. med. Osama Sabri) und wird durch die Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen gefördert.
Die Studie befindet sich in der Rekrutierungsphase.

Mitarbeiter:
Dr. med. Christine Ulke, Studienärztin / wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. rer. med. Jue Huang, wissenschaftliche Mitarbeiterin

3. Aufmerksamkeitsleistung und ZNS-Arousalregulation bei Adulten Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Mitarbeiter:
Tetyana Stark, M.Sc., Doktorandin / wissenschaftliche Mitarbeiterin

Archiv für Leipziger Psychiatriegeschichte

​Leiter: Prof. Dr. rer. medic. Holger Steinberg

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:​0341 - 97 24113
​Fax:​0341 - 97 24539
​E-Mail:holger.steinberg@medizin.uni-leipzig.de

 
Das Archiv für Leipziger Psychiatriegeschichte existiert seit 1996 und stellt als selbstständige psychiatriehistorische Forschungsabteilung an einer deutschsprachigen psychiatrischen Universitätsklinik eine Einmaligkeit dar. Methodologisch wird einerseits besonderes Augenmerk auf historische Grundlagenforschung gelegt, also auf das Auffinden und Auswerten von Archivgut und die Nutzbarmachung von Primärliteratur, sowie andererseits auf eine Einbettung der Medizinhistoriografik in die Zeit-, Sozial- und Kulturgeschichte sowie Biografik im Sinne einer historischen Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie und Nervenheilkunde. Diesem Ansatz entsprechend werden die Projekte von einem geschichtswissenschaftlich ausgebildeten Medizinhistoriker durchgeführt oder koordiniert. In der Praxis findet eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig sowie anderen Kliniken, Instituten und Einrichtungen statt. Das Archiv versteht sich also als interdisziplinär arbeitende Forschungswerkstatt.

In seinem Zentrum stehen Forschungsprojekte zur Historie der deutschsprachigen Nerven- und Seelenheilkunde des 19. und 20. Jahrhunderts. Der ursprüngliche Rahmen, Entwicklungen der Leipziger Psycho- und Neurofächer zu fokussieren, wurde im Laufe der Jahre zunehmend übersprungen, wenngleich lokale Aspekte der Fachgeschichte nach wie vor gern aufgegriffen werden. Eine steigende Zahl von überregionalen Kooperationspartnern trägt in jeder Hinsicht zur Ausweitung des Forschungsfeldes bei. Thematisch sollen neben der Institutionsgeschichte der Leipziger psychiatrischen Universitätsklinik und den Beiträgen Leipziger Nervenärzte zur Nerven- und Seelenheilkunde zukünftig vermehrt Projekte zur Geschichte psychiatrischer Ätiologie-, Diagnose- und Therapiekonzepte, zur Ideengeschichte von Symptomen, Syndromen und Erkrankungen stehen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet gegenwärtig die Frühphase der DDR-Psychiatrie.

Das Archiv ist bemüht, eine psychiatriehistorische Bibliothek aufzubauen. Derzeit verfügt es einerseits über ca. 2.000 Bände an Primär- und Forschungsliteratur als Handapparat der Leipziger Universitätsbibliothek / Zentralbibliothek Medizin und andererseits über ca. 1.050 Monografien und ca. 2.000 Zeitschriftenbände aus dem Altbibliothekbestand der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen. Dieser Bestand wird dem Archiv auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen Universität Leipzig und der Park-Krankenhaus Leipzig GmbH, Nachfolger der Dösener Klinik, freundlicherweise als Dauerleihgabe und als Fundament einer gemeinsamen psychiatriehistorischen Bibliothek überlassen. Des Weiteren konnte eine inzwischen in die Tausende gehende Anzahl von Aufsätzen - vorwiegend Sekundärliteratur - zusammengetragen werden. Damit besitzt das Archiv sicherlich eine der größten thematischen Sammlungen Ostdeutschlands zur Geschichte der Psychiatrie. Über archivalisches Gut, so etwa über die Kranken- oder Verwaltungsakten der Klinik, verfügt es indes nicht und diesbezügliche Anfragen können hier nicht bearbeitet werden.

In der studentischen Lehre ist das Archiv durch das Wahlfach I im Vorklinikum "Geschichte der deutschen Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts" sowie durch ein eigenes Doktorandenkolloquium beteiligt.

Projekte

Subkortikale Funktionsstörungen

​Research Group "Subcortical dysfunction in mental disorders"

Gastwissenschaftler / Projektleiter: Prof. Dr. med. Peter Schönknecht  

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​E-Mail:peter.schoenknecht@medizin.uni-leipzig.de

 
Weekly Meeting: Wednesday, 13.30 p.m., room 026

Current research of the group aims to investigate neural correlates of affective and cognitive disorders in humans. Running projects focus on structural neuroimaging of diencephalic substructures such as the hypothalamus and associated regions which have until now not been depicted systematically, in affective disorders such as major depression and bipolar disorder.

CoworkersProjects
​Dipl.-Psych. Stephanie Schindler​Development a 7T MRI image segmentation algorithm of the human hypothalamus
​Dr. med. Frank M. Schmidt, M.D.​Neurochemical and imaging markers of affective and cognitive disorders

 

Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 24530 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24304
Fax:
0341 - 97 24539
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