Arbeitsgruppen

Neurobiologische Forschung

Leiter:Prof. Dr. Ulrich Hegerl
​Mitarbeiter:Daniel Böttger, Dr. Tilman Hensch, Dr. Jue Huang, Philippe Jawinski, Nicole Mauche, Dr. Roland Mergl, Dr. Christian Sander, Stephanie Schindler, Dr. Frank Schmidt, Dr. Janek Spada, M.Sc. Galina Surova, Dr. Christine Ulke, Dr. Dirk Wittekind


Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Sekretariat:​Marie-Susan Krause
​Telefon:​0341 - 97 24530
​Fax:​0341 - 97 24539
​E-Mail:Marie-Susan.Krause@medizin.uni-leipzig.de
Ulrich.Hegerl@medizin.uni-leipzig.de


Die Forschergruppe nutzt sowohl direkte neurobiologische Marker (Liquor- und Serumparameter) als auch bildgebende Verfahren (EEG, PET, MRT, simultane EEG & fMRT) und Aktometrie, um die Mechanismen zu ergründen und abzubilden, die psychiatrischen Erkrankungen zugrunde liegen, sie aufrechterhalten oder begleiten. Dies soll die Identifikation geeigneter diagnostischer Marker und neuer Behandlungsstrategien für psychische Störungen, insbesondere affektive Störungen, ermöglichen.

Ein Fokus der Gruppe liegt auf der Erforschung der ZNS-Arousal Regulation und der damit einhergehenden Pathologien mittels der Elektroenzephalographie (EEG). Mit dem EEG- und EOG-basierten Algorithmus VIGALL 2.1 können 7 EEG-Vigilanzstadien erfasst werden, die auf Verhaltensebene von Zuständen konzentrierter Wachheit über entspannte Wachheit, zunehmende Dösigkeit bis zum Schlafbeginn reichen. Bei verschiedenen psychischen Störungen ist die Regulation der Übergänge zwischen den verschiedenen EEG-Vigilanzstadien gestört. 

Projekte

Publikationen

Subkortikale Funktionsstörungen

​Research Group "Subcortical dysfunction in mental disorders"

Gastwissenschaftler / Projektleiter: Prof. Dr. med. Peter Schönknecht  

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​E-Mail:peter.schoenknecht@medizin.uni-leipzig.de

 
Weekly Meeting: Wednesday, 13.30 p.m., room 026

Current research of the group aims to investigate neural correlates of affective and cognitive disorders in humans. Running projects focus on structural neuroimaging of diencephalic substructures such as the hypothalamus and associated regions which have until now not been depicted systematically, in affective disorders such as major depression and bipolar disorder.

CoworkersProjects
​Dipl.-Psych. Stephanie Schindler​Development a 7T MRI image segmentation algorithm of the human hypothalamus
​Dr. med. Frank M. Schmidt, M.D.​Neurochemical and imaging markers of affective and cognitive disorders

 

Psychoendokrinologie und klinische Psychopharmakologie

​Leiter: PD Dr. med. Michael Kluge

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:​0341 - 97 24673
​Fax:0​341 - 97 24539
​E-Mail:Michael.Kluge@medizin.uni-leipzig.de

 
Die Arbeitsgruppe Psychoendokrinologie und klinische Psychopharmakologie hat zwei Schwerpunkte: Zum einen beschäftigt sie sich mit psychoendokrinologischen Fragestellungen. Dabei wird untersucht wie Hormone auf psychische Prozesse (z.B. Stimmung, Gedächtnisfunktionen) wirken und ob und wie Hormone bei Patienten mit psychischen Erkrankungen gegenüber Gesunden verändert sind. Besonderes Interesse gilt dabei Ghrelin, einem überwiegend im Magen gebildeten Peptidhormon, das u.a. auch bei der Gewichtsregulation eine wichtige Rolle spielt.

Zweiter Schwerpunkt ist die klinische Psychopharmakologie mit der Durchführung klinischer Studien. Zum einen führen wir dabei Medikamentenstudien mit bereits zugelassenen Medikamenten in unterschiedlichen Indikationen wie Manie und Schizophrenie durch (Phase 3 und 4). Zum anderen führen wir auch sog. „Proof-of-concept"-Studien durch (Phase 2) wie die derzeit in der Planungsphase befindliche Studie „Ghrelin add on to sertraline in major depression".

Projekte

Psychosoziale Forschung

​Leiter: Prof. Dr. Ulrich Hegerl

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24530
​Fax:0​341 - 97 24539
​E-Mail:Ulrich.Hegerl@medizin.uni-leipzig.de
Marie-Susan.Krause@medizin.uni-leipzig.de


Europäisches Bündnis gegen Depression e.V.
Psychosoziales Coaching 50+

Versorgung und neue Medien / Cochrane-Metaanalysen

Leiterin:Priv.-Doz. Dr. med. Christine Rummel-Kluge 
​Mitarbeiter:
Dr. Elisabeth Kohls (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Dipl.-Psych. Sabrina Baldofski (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Lina Peter (SHK)
M.Sc. Mandy Rogalla (WHK)
M.Sc. Juliane Hug (WHK)
Lisa Oerding, Ärztin (Doktorandin)
Carolin Webelhorst, Ärztin (Doktorandin)
Sina Ziegler (Doktorandin)
Anna Silge (Doktorandin)
Dipl.-Soz. Anne Blume (Doktorandin)

​Kontakt

​Anschrift:Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24464
​Fax:​0341 - 97 24509
​E-Mail:Christine.Rummel-Kluge@medizin.uni-leipzig.de
Claudia.Sauer@medizin.uni-leipzig.de


Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklung und Durchführung von online Selbstmanagement-Programmen
  • Chancen und Risiken der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen über das Internet
  • Erstellung von Cochrane-Metaanalysen

Aktuelle Projekte

1. Teilprojekt 4 „Depression" im Konsortium Pro-HEAD zur Förderung des Hilfesuchverhaltens von Jugendlichen mit psychischen Problemen durch Nutzung neuer Medien (BMBF-Förderung 2017 - 2021)
Ziel des Verbundes ist es, mit gezielten Online-Interventionen die Manifestation psychischer Störungen wie Essstörungen, übermäßigem Alkoholkonsum oder Depressionen zu vermeiden und das Hilfesuchverhalten zu verbessern. Dafür werden im Rahmen des Verbundes spezifische technologie-basierte Online-Anwendungen entwickelt, angewandt und auf ihre Wirksamkeit sowie Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu den klassischen Maßnahmen untersucht. Die Verwaltung der Daten erfolgt zentral. Insgesamt werden in die Untersuchungen 15.000 Schülerinnen und Schüler an fünf Standorten eingeschlossen. Im Verbund arbeiten insgesamt acht Partner zusammen.

Teilprojekt 4 untersucht die Wirksamkeit und Kosteneffektivität zweier neuer Online-Interventionen im Vergleich zu einer aktiven Kontrollgruppe in einer dreiarmigen, randomisierten, kontrollierten Studie bei Kindern und Jugendlichen, die aktuell einige depressive Symptome haben, die Diagnose Depression jedoch nicht vorliegt.

Für weitere Informationen zum Projekt, bitte hier klicken.


​2. GET.STARTED -Studie, Vergleich des „iFightDepression"-Online-Tools mit einem onlinebasierten Entspannungstraining bei Depression (geplantes N=252), Förderung: Stiftung Deutsche Depressionshilfe 2015 - 2018

IFightDepression ist ein onlinebasiertes, begleitetes Selbstmanagementprogramm für Menschen mit leichten Depressionsformen, das auf den Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie beruht. Über das Forschungszentrum Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe wird das Programm in Deutschland angeboten und weiterentwickelt. Das Programm kann bestehende medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsansätze ergänzen und kann zu Hause in der gewohnten Umgebung am Computer / Tablet oder per Smartphone angewendet werden.

Website

3. Erhebung von Internetnutzungsverhalten, Sexualität und sexuellen Funktionen bei Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen
Im Rahmen einer prospektiven, systematischen Untersuchung werden das Internetnutzungsverhalten, die Sexualität und sexuellen Funktionen von Patienten mit einer psychischen Erkrankung an Hand eines Fragebogens einmalig erfasst. Dabei sollen 300 Patienten, welche sich in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig in regulärer stationärer, teilstationäre oder ambulanten psychiatrischen Behandlung befinden zu einem Zeitpunkt nach ausführlicher Aufklärung und Einwilligung eingeschlossen werden.

4. Cochrane-Metaanalysen

  • Behavioural and cognitive-behavioural therapy based self-help versus treatment as usual for depression in adults and adolescents
  • Update: Antidepressants for the negative symptoms of schizophrenia
  • Update: New generation antipsychotics for first episode schizophrenia
  • Update: Amisulpride versus other atypical antipsychotics for schizophrenia

Publikationen (Auswahl)

  1. Görges F, Oehler C, von Hirschhausen E, Hegerl U, Rummel-Kluge C. GET.HAPPY - Acceptance of an internet-based self-management positive psychology intervention for adult primary care patients with mild and moderate depression or dysthymia: a pilot study. Internet Intervention 2018 in press.
  2. Kordy H, Wolf M, Aulich K, Bürgy M, Hegerl U, Hüsing J, Puschner B, Rummel-Kluge C, Vedder H, Backenstrass M. Internet-Delivered Disease Management for Recurrent Depression: A Multicenter Randomized Controlled Trial. Psychother Psychosom 2016; 85(2):91-8.
  3. von Maffei C, Görges F, Kissling W, Schreiber W, Rummel-Kluge C. Using films as a psychoeducation tool for patients with schizophrenia: a pilot study using a quasi-experimental pre-post design. BMC Psychiatry. 2015; 15:93.
  4. Trefflich F, Kalckreuth S, Mergl R, Rummel-Kluge C. Psychiatric patients' internet use corresponds to the internet use of the general public. Psychiatry Res 2015; 30; 226(1):136-41.
  5. Kalckreuth S, Trefflich F, Rummel-Kluge C. Mental health related Internet use among psychiatric patients: a cross-sectional analysis. BMC Psychiatry. 2014; 24,14:368.


ADHS

Leiterin:​Priv.-Doz. Dr. med. Maria Strauß       


Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24334
​Fax:0​341 - 97 24509
​E-Mail:Maria.Strauss@medizin.uni-leipzig.de


Forschungsschwerpunkte

  • Prädiktion ADHS-spezifischer Behandlung
  • Untersuchung der ZNS-Arousal-Regulation bei ADHS-Patienten
  • Bildgebende Verfahren bei Adulter ADHS
  • Klinische Differenzierung zwischen ADHS und anderen psychiatrischen Erkrankungen

Aktuelle Projekte

1. VIP-ADHS-Studie "Vigilanzregulation als Prädiktor der Response auf Psychostimulanzien bei adulten Patienten mit ADHS"
Basierend auf der Hypothese, dass eine instabile Vigilanzregulation ein pathogenetischer Faktor bei Patienten mit ADHS ist, ist das Ziel dieser Studie zu untersuchen ob die EEG- Vigilanzregulation bei adulten ADHS Patienten ein Prädiktor für das Ansprechen auf eine Behandlung mit Psychostimulanzien ist. Zu diesem Zwecke wird die EEG-Vigilanzregulation computergestützt mittels des VIGALL-Algorithmus vor und nach einer gewichtsadaptierten Medikation mit retardiertem Methylphenidat bei adulten ADHS-Patienten untersucht. Unter der Leitung der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig (Direktor: Prof. Dr. med. U. Hegerl) wird diese multizentrische Studie aktuell in 8 Zentren bundesweit durchgeführt. Die Rekrutierung ist abgeschlossen.

Mitarbeiter:
Dr. rer. nat. Madlen Paucke, wissenschaftliche Mitarbeiterin

2. ADHS-PET-MRT: In-vivo Darstellung und Quantifizierung der zentralen Norepinephrin-Transporter (NET) mittels [11C]MRB-Positronen-Emissions-Tomographie (PET) / Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) in Bezug zu neuropsychologischen Parametern bei adulten Patienten mit Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Die Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung ist eine häufige Erkrankung mit Beginn im frühen Kindesalter und ist klinisch charakterisiert durch die Kernsymptome Aufmerksamkeitsstörung, Impulsivität und motorischer Hyperaktivität.
Ätiologisch gehen wir von einer multifaktoriellen Genese mit neuroanatomischen, neurochemischen und genetischen Komponenten aus. Hierbei ist die Rolle von Dopamin und Noradrenalin in der Pathophysiologie und Behandlung von ADHS bislang nicht abschließend geklärt.

Das Ziel dieser Studie ist eine in-vivo-Darstellung und Quantifizierung der zentralen Norepinephrin-Transporter (NET)-Verfügbarkeit mittels PET-MRT bei adulten Patienten mit ADHS im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden. Im speziellen soll ein Vergleich mit gesunden Kontrollprobanden der NET-Verfügbarkeit in bestimmten, für die Response-Inhibition und Impuls-Modulation relevanten Hirnregionen (z.B. präfrontaler Kortex) erfolgen und in Beziehung zur für die Response-Inhibition und Impuls-Modulation relevanten Hirnregionen (z.B. präfrontaler Kortex) erfolgen und in Beziehung zur kognitiven Leistungsfähigkeit gesetzt werden. Die Untersuchung erfolgt in Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig (Direktor Prof. Dr. med. Osama Sabri) und wird durch die Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen gefördert.
Die Studie befindet sich in der Rekrutierungsphase.

Mitarbeiter:
Dr. med. Christine Ulke, Studienärztin / wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. rer. med. Jue Huang, wissenschaftliche Mitarbeiterin

3. Aufmerksamkeitsleistung und ZNS-Arousalregulation bei Adulten Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Mitarbeiter:
Tetyana Stark, M.Sc., Doktorandin / wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gerontopsychiatrie

Leiter: Prof. Dr. med. Hermann-Josef Gertz

Kontakt

​Prof. Dr. med. Hermann-Josef Gertz
Professur für Gerontopsychiatrie ​
​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Sekretariat:​Kristin Schröder
​Telefon:​0341 - 97 24400
​Fax:​0341 - 97 24419
​E-Mail:Hermann-Josef.Gertz@uniklinik-leipzig.de


Untersucht werden die Krankheitsbilder Demenz bei Alzheimerkrankheit, vaskuläre Demenz, leichte kognitive Störungen (MCI: Mild cognitive Impairment), Normaldruckhydrocephalus. Methodisch stehen bildgebende Untersuchungen des Gehirnes, wie MRT und PET (Positronenemissionstomographie) im Vordergrund, daneben aber auch laborchemische Verfahren, wie prognostisch relevante Faktoren im Blut und im Liquor.

Untersucht wird der diagnostische Stellenwert neuropsychologischer Verfahren sowie die Möglichkeiten kognitiver Rehabilitation bei Patienten mit leichten kognitiven Störungen und beginnender Alzheimer Krankheit. Forensische Psychiatrie.

Deutsches Bündnis gegen Depression

​Leiter: Prof. Dr. Ulrich Hegerl

Kontakt

Dipl. Psych. Ines Heinz
Deutsches Bündnis gegen Depression, Projektleiterin ​
​Anschrift:​​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:0​341 - 97 24585
​Fax:​0341 - 97 24589
​E-Mail:ines.heinz@medizin.uni-leipzig.de


Der gemeinnützige Verein "Deutsches Bündnis gegen Depression e.V." entstand im Rahmen des "Kompetenznetzes Depression, Suizidalität" und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Bündnisses ist es, die gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern und das Wissen über die Krankheit in der Bevölkerung zu erweitern. Zahlreiche Städte und Kommunen haben sich dem Bündnis angeschlossen und engagieren sich auf lokaler Ebene. Dieses Aktionsprogramm versucht, durch gleichzeitige Intervention auf vier Ebenen die Versorgungssituation für depressiv erkrankte Menschen zu verbessern und auf diese Weise auch Suizide zu verhindern. Die Intervention erfolgt auf Ebene 1, der "Kooperation mit Hausärzten", auf Ebene 2, "Aufklärung der Öffentlichkeit", auf Ebene 3 "Zusammenarbeit mit Multiplikatoren" und auf Ebene 4, welche spezielle "Angebote für Betroffene und Angehörige" beinhaltet. Das Projekt wurde erstmals in Nürnberg getestet (ein Jahr Baseline-Erhebung und zwei Jahre Intervention).

Die Ergebnisse waren vielversprechend: Die Zahl der suizidalen Handlungen konnte während der beiden Jahre, in denen Interventionen stattfanden, im Vergleich zur Baseline und zur Kontrollregion Würzburg um 24 Prozent gesenkt werden - ein nicht nur statistisch signifikanter sondern auch klinisch sehr bedeutsamer Rückgang. Besonders ausgepägt war der Rückgang bei den schweren Suizidversuchen. Die Forschung innerhalb des Deutschen Bündnis gegen Depression befasst sich mit der Evaluation der 4-Ebenen-Intervention: Auswertung der Veränderungen der Häufigkeiten suizidaler Handlungen (Suizide und Suizidversuche), Veränderungen der öffentlichen Wahrnehmung des Themas "Depression", Erfassung von Ängsten und Vorurteilen.

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

​Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Hegerl

Kontakt

Susanne Baldauf
Geschäftsführerin
​Anschrift:​Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Semmelweisstraße 10
04103 Leipzig
​Telefon:​341-9724493
​Fax:​341-9724599
​E-Mail:info@deutsche-depressionshilfe.de
​Website:http://www.deutsche-depressionshilfe.de/


Depression erforschen - Betroffenen helfen -
Wissen weitergeben

Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Arbeit der Stiftung erfolgt pharmaunabhängig. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie ein Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 - 33 44533).

Unter dem Dach der Stiftung koordiniert das Deutsche Bündnis gegen Depression zahlreiche lokale Aktivitäten. In über 75 Städten und Kommunen haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung leisten.

Seit 2014 kooperiert die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH beim Aufbau des Forschungszentrums Depression und weiteren versorgungsnahen Projekten. Damit ist sie die erste Unternehmensstiftung, die sich für das Thema Depression bzw. psychische Gesundheit einsetzt.

Die Stiftung wurde im April 2008 als Nachfolge des bis zum Jahr 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes Depression, Suizidalität gegründet. Ziel war es die Erfolge auf dem Gebiet der Erforschung der Krankheit Depression und der Optimierung der Versorgung langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Daher haben im Frühjahr 2008 das Kompetenznetz Depression, Suizidalität und das daraus entstandene Deutsche Bündnis gegen Depression sowie engagierte Privatpersonen mit Unterstützung des Universitätsklinikums Leipzig die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ins Leben gerufen.    

Archiv für Leipziger Psychiatriegeschichte

​Leiter: Prof. Dr. rer. medic. Holger Steinberg

Kontakt

​Anschrift:​Universitätsklinikum Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
​Telefon:​0341 - 97 24113
​Fax:​0341 - 97 24539
​E-Mail:holger.steinberg@medizin.uni-leipzig.de

 
Das Archiv für Leipziger Psychiatriegeschichte existiert seit 1996 und stellt als selbstständige psychiatriehistorische Forschungsabteilung an einer deutschsprachigen psychiatrischen Universitätsklinik eine Einmaligkeit dar. Methodologisch wird einerseits besonderes Augenmerk auf historische Grundlagenforschung gelegt, also auf das Auffinden und Auswerten von Archivgut und die Nutzbarmachung von Primärliteratur, sowie andererseits auf eine Einbettung der Medizinhistoriografik in die Zeit-, Sozial- und Kulturgeschichte sowie Biografik im Sinne einer historischen Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie und Nervenheilkunde. Diesem Ansatz entsprechend werden die Projekte von einem geschichtswissenschaftlich ausgebildeten Medizinhistoriker durchgeführt oder koordiniert. In der Praxis findet eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig sowie anderen Kliniken, Instituten und Einrichtungen statt. Das Archiv versteht sich also als interdisziplinär arbeitende Forschungswerkstatt.

In seinem Zentrum stehen Forschungsprojekte zur Historie der deutschsprachigen Nerven- und Seelenheilkunde des 19. und 20. Jahrhunderts. Der ursprüngliche Rahmen, Entwicklungen der Leipziger Psycho- und Neurofächer zu fokussieren, wurde im Laufe der Jahre zunehmend übersprungen, wenngleich lokale Aspekte der Fachgeschichte nach wie vor gern aufgegriffen werden. Eine steigende Zahl von überregionalen Kooperationspartnern trägt in jeder Hinsicht zur Ausweitung des Forschungsfeldes bei. Thematisch sollen neben der Institutionsgeschichte der Leipziger psychiatrischen Universitätsklinik und den Beiträgen Leipziger Nervenärzte zur Nerven- und Seelenheilkunde zukünftig vermehrt Projekte zur Geschichte psychiatrischer Ätiologie-, Diagnose- und Therapiekonzepte, zur Ideengeschichte von Symptomen, Syndromen und Erkrankungen stehen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet gegenwärtig die Frühphase der DDR-Psychiatrie.

Das Archiv ist bemüht, eine psychiatriehistorische Bibliothek aufzubauen. Derzeit verfügt es einerseits über ca. 2.000 Bände an Primär- und Forschungsliteratur als Handapparat der Leipziger Universitätsbibliothek / Zentralbibliothek Medizin und andererseits über ca. 1.050 Monografien und ca. 2.000 Zeitschriftenbände aus dem Altbibliothekbestand der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen. Dieser Bestand wird dem Archiv auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen Universität Leipzig und der Park-Krankenhaus Leipzig GmbH, Nachfolger der Dösener Klinik, freundlicherweise als Dauerleihgabe und als Fundament einer gemeinsamen psychiatriehistorischen Bibliothek überlassen. Des Weiteren konnte eine inzwischen in die Tausende gehende Anzahl von Aufsätzen - vorwiegend Sekundärliteratur - zusammengetragen werden. Damit besitzt das Archiv sicherlich eine der größten thematischen Sammlungen Ostdeutschlands zur Geschichte der Psychiatrie. Über archivalisches Gut, so etwa über die Kranken- oder Verwaltungsakten der Klinik, verfügt es indes nicht und diesbezügliche Anfragen können hier nicht bearbeitet werden.

In der studentischen Lehre ist das Archiv durch das Wahlfach I im Vorklinikum "Geschichte der deutschen Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts" sowie durch ein eigenes Doktorandenkolloquium beteiligt.

Projekte

Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 24530 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24304
Fax:
0341 - 97 24539
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