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Professor Dr. rer. medic. Holger Steinberg

​Leiter des Forschungsbereichs
Forschungsstelle für die Geschichte der Psychiatrie

Projekte

vollständige Publikationsliste 1997 - 2020.pdf

Telefon: 0341 - 97 24113
Fax:      0341 - 97 24539

Kurzvita

  • geboren 1967 in Stendal
  • 1990 - 1997 Studium an der Universität Leipzig für Höheres Lehramt an Gymnasien Geschichte und Deutsch
  • seit 1997 Historiker an der Forschungsstelle für die Geschichte der Psychiatrie an der Klinik
  • 2001 Promotion zum Dr. rer. medic. an der Charité (Humboldt-Universität zu Berlin)
  • 2004 - 2008 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde (DGGN)
  • 2005 Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 2005 Lehrbefugnis für das Lehrgebiet Geschichte der Medizin
  • 2009 - 2012 Sprecher des Referats Geschichte der Psychiatrie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
  • 2016 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor

    Die Forschungsstelle für die Geschichte der Psychiatrie wurde 1996 unter dem Namen Archiv für Leipziger Psychiatriegeschichte begründet und stellt als selbstständige psychiatriehistorische Forschungsabteilung an einer deutschsprachigen psychiatrischen Universitätsklinik eine Einmaligkeit dar. Methodologisch wird einerseits besonderes Augenmerk auf historische Grundlagenforschung gelegt, also auf das Auffinden und Auswerten von Archivgut und die Nutzbarmachung von Primärliteratur, sowie andererseits auf eine Einbettung der Medizinhistoriografik in die Zeit-, Sozial- und Kulturgeschichte sowie Biografik im Sinne einer historischen Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie und Nervenheilkunde. Diesem Ansatz entsprechend werden die Projekte von einem geschichtswissenschaftlich ausgebildeten Medizinhistoriker durchgeführt oder koordiniert. In der Praxis findet eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig sowie anderen Kliniken, Instituten und Einrichtungen statt. Die Forschungsstelle versteht sich also als interdisziplinär arbeitende Forschungswerkstatt.

    In ihrem Zentrum stehen Forschungsprojekte zur Historie der deutschsprachigen Nerven- und Seelenheilkunde des 19. und 20. Jahrhunderts. Der ursprüngliche Rahmen, Entwicklungen der Leipziger Psycho- und Neurofächer zu fokussieren, wurde im Laufe der Jahre zunehmend übersprungen, wenngleich lokale Aspekte der Fachgeschichte nach wie vor gern aufgegriffen werden. Eine steigende Zahl von überregionalen Kooperationspartnern trägt in jeder Hinsicht zur Ausweitung des Forschungsfeldes bei. Thematisch sollen neben der Institutionsgeschichte der Leipziger psychiatrischen Universitätsklinik und den Beiträgen Leipziger Nervenärzte zur Nerven- und Seelenheilkunde zukünftig vermehrt Projekte zur Geschichte psychiatrischer Ätiologie-, Diagnose- und Therapiekonzepte, zur Ideengeschichte von Symptomen, Syndromen und Erkrankungen stehen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet gegenwärtig die Frühphase der DDR-Psychiatrie.

    Die Forschungsstelle ist bemüht, eine psychiatriehistorische Bibliothek aufzubauen. Derzeit verfügt sie einerseits über ca. 2.000 Bände an Primär- und Forschungsliteratur als Handapparat der Leipziger Universitätsbibliothek / Zentralbibliothek Medizin und andererseits über ca. 1.050 Monografien und ca. 2.000 Zeitschriftenbände aus dem Altbibliothekbestand der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen. Dieser Bestand wird der Forschungsstelle auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen Universität Leipzig und der Park-Krankenhaus Leipzig GmbH, Nachfolger der Dösener Klinik, freundlicherweise als Dauerleihgabe und als Fundament einer gemeinsamen psychiatriehistorischen Bibliothek überlassen. Des Weiteren konnte eine inzwischen in die Tausende gehende Anzahl von Aufsätzen - vorwiegend Sekundärliteratur - zusammengetragen werden. Damit besitzt die Forschungsstelle sicherlich eine der größten thematischen Sammlungen Ostdeutschlands zur Geschichte der Psychiatrie. Über archivalisches Gut, so etwa über die Kranken- oder Verwaltungsakten der Klinik, verfügt sie indes nicht und diesbezügliche Anfragen können hier nicht bearbeitet werden.

    In der studentischen Lehre ist die Forschungsstelle durch das Wahlfach I im Vorklinikum "Geschichte der deutschen Psychiatrie des 19. und 20. Jahrhunderts" sowie durch ein eigenes Doktorandenkolloquium beteiligt.

Semmelweisstraße 10, Haus 13
04103 Leipzig
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0341 - 97 24530 (Chefsekretariat)
Ambulanz:
0341 - 97 24304
Fax:
0341 - 97 24539
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