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Pressemitteilungen

 

 

Engagement für Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung<img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20240408085522_17dade2ab7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-04-07T22:00:00ZLeipzig. Seit Ende 2023 ist die Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig Partnerklinik des bundesweiten Entwicklungsprojekts "Empowerment für Diversität − Allianz für Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung". Das Projekt ist für drei Jahre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin angesiedelt und von der Stiftung Mercator gefördert. Gemeinsam soll Diversitätsgerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung gestärkt und der Abbau von diskriminierenden Strukturen gefördert werden. Insgesamt sieben Kliniken haben sich als "Empower Partner" Kliniken verbunden und gehen dieses partizipative Vorhaben gemeinsam an. Was sich genau dahinter verbirgt, darüber informiert das Projektteam am 16. April in einer für alle offenen Auftaktveranstaltung. <p>&quot;Gerade in Frauenkliniken erleben wir regelmäßig, dass einige unserer Patient&#58;innen durchaus mit unterschiedlichen Hürden beim Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung zu kämpfen haben&quot;, begründet Prof. Bahriye Aktas, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ihr Engagement in diesem Projekt. Das läge an vielen Faktoren - Sprachbarrieren, Orientierungsschwierigkeiten in den Sektoren des deutschen Systems, fehlendem Versicherungsschutz bis hin zu möglicherweise diskriminierenden Tendenzen in den Strukturen. &quot;Uns ist es wichtig, hier genau hinzuschauen und solche Hürden zu identifizieren, um diese abbauen zu können&quot;, so die Gynäkologin. Ganz im Sinne gleicher Chancen für alle, unabhängig von Herkunft, Alter oder anderer Unterschiede. Das Projekt könne dazu beitragen, &#160;auch in anderen Kliniken Diversitätskompetenz auszubauen und zu integrieren. Das Thema soll frühzeitig &#160;in die Lehre aufgenommen und durch &#160;Fort-, Aus- und Weiterbildungen die Sensibilität gesteigert werden.</p> <p>&#160;</p> <p>Die UKL-Frauenklinik ist an dieser Stelle bereits vorangegangen - 2020 wurde hier eine Muttersprachen-Sprechstunde eingerichtet, in der sich Frauen von Ärzt&#58;innen behandeln lassen können, die außer Deutsch auch sechs verschiedene Muttersprachen von Englisch über Türkisch bis Arabisch sprechen. &quot;Es hat sich allerdings gezeigt, dass dieses Angebot wenig angenommen wird - vermutlich, weil die Frauen davon gar nicht erfahren&quot;, so Aktas.</p> <p>&#160;</p> <p>Von der nun gestarteten Projektbeteiligung bei &quot;Empowerment für Diversität − Allianz für Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung&quot; verspricht sich die Klinikdirektorin auch einen besseren Informationsfluss zwischen der Klinik einerseits und anderen Akteur&#58;innen wie städtischen Institutionen und Vereinen andererseits. Daher sind in das Projekt auch so unterschiedliche Partner&#58;innen eingebunden wie der Verein CABL e.V., der Migrant&#58;innen-Beirat der Stadt Leipzig und die Antidiskriminierungs-beauftragte des UKL, um nur einige zu nennen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Vernetzung in der Auftaktveranstaltung&#160;</strong></p> <p>Diese Beteiligten und viele weitere kommen am 16. April zur Auftaktveranstaltung im Hörsaal auf dem Medizincampus in der &#160;Liebigstraße unter dem Titel &quot;Chancengleichheit in der (gynäkologischen) Gesundheitsversorgung&quot; zusammen. Ab 14.30 Uhr werden dabei sowohl das Projekt vorgestellt als auch in Impulsvorträgen die verschiedenen Facetten des Themas beleuchtet, unter anderem durch die Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Leipzig Constanze Anders, des Mosaik e.V. und den Antidiskrimierungsbeauftragten der Sächsischen Landesärztekammer. Alle Interessierten sind zu diesem offenen Nachmittag herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge und Diskussion erwartet die Besucher&#58;innen ein &quot;Markt der Möglichkeiten&quot; mit der Gelegenheit zum direkten Austausch.</p> <p><br><br><br></p> <p>Dienstag, 16. April 2024</p> <p><strong>&quot;Chancengleichheit in der (gynäkologischen) Gesundheitsversorgung&quot; &#160;&#160;</strong></p> <p>14.30 Uhr bis 17.30 Uhr&#160;</p> <p>Hörsaal Haus E,&#160;</p> <p>Liebigstr. 27, 04103 Leipzig&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Informationen zur Muttersprachen-Sprechstunde&#58; <a href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_6964.aspx">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_6964.aspx</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hintergrund</strong></p> <p>Die Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ist seit Ende 2023 offizieller Empowerment Partner.&#160;</p> <p>Das Projekt &quot;Empowerment für Diversität − Allianz für Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung&quot; ist an der &#160;Charité - Universitätsmedizin Berlin</p> <p>angesiedelt und wird von der Stiftung Mercator gefördert.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Alle Informationen zum Projekt sind <a href="https&#58;//diversity.charite.de/diversity_projekte/empowerment_fuer_diversitaet/">hier</a> zu finden.</p>
Inkontinenz und was dagegen hilft2024-03-14T23:00:00ZLeipzig: Immer mehr Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, die Funktion ihrer Blase oder ihres Darms zu kontrollieren. Schätzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. zufolge sind davon derzeit rund 10 Millionen Männer, Frauen und Kinder betroffen – Tendenz steigend, was an der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, vor allem aber daran liegt, dass das Bewusstsein für die Erkrankung wächst. In der Folge gestehen sich immer mehr Menschen ein, selbst auch von Inkontinenz betroffen zu sein. Hilfe und Unterstützung finden sie in Einrichtungen wie dem Kontinenzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), welches am Samstag, den 23. März 2024, seine Türen für Interessierte öffnet: Beim 12. Patiententag können sie sich informieren und individuell beraten lassen. Angebote aus den Bereichen Ernährungstherapie, Physiotherapie, Industrie und Pflege runden die Veranstaltung ab. <p>Verstopfung, unkontrollierbarer Harndrang, Stuhlverlust - das Spektrum der Funktionsstörungen von Darm und Blase ist groß, ebenso das der Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Diese aufzuzeigen sei Anliegen des Patiententags des <a href="/einrichtungen/kontinenzzentrum">Kontinenzzentrums des UKL</a>, sagt der Leiter der Einrichtung Dr. med. Andreas Gonsior. &quot;In diesem Jahr werfen wir einen Blick auf die involvierten Nervenbahnen sowie auf moderne Schrittmachersysteme für die Harnblase und zur Behandlung von Stuhlinkontinenz. Wir geben Einblicke in das Thema Harnwegsinfektion und welche Möglichkeiten der Prophylaxe die pflanzliche Medizin hier bietet. Darüber hinaus zeigen wir aktuelle Trends bei konservativen und operativen Therapieverfahren.&quot;&#160;</p> <p>Unterstützt werden Dr. med. Andreas Gonsior und sein Team dabei von den Expert&#58;innen der im Kontinenzzentrum engagierten Fachbereiche <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie</a>, <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a> und <a href="/einrichtungen/vttg">Chirurgie</a>, <a href="/einrichtungen/physikalische-therapie">Physiotherapie</a> und Pflege. Erstmals in diesem Jahr wird auch das <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/Seiten/ernaehrungsteam.aspx">Ernährungsteam</a> des UKL vertreten sein. &quot;Von diesem werden wir erfahren, welchen Einfluss der Lebensstil und die Ernährung eines Menschen auf die Funktion seiner Blase oder seines Darms haben kann.&quot;</p> <p>Der Tradition der vergangenen Jahre folgend, stehen Dr. med. Andreas Gonsior und Kolleg&#58;innen im Anschluss an die Vorträge für individuelle Fragen zur Verfügung. Zudem bietet der Patiententag den Teilnehmer&#58;innen verschiedene Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden - sei es in der Diskussion mit Expert&#58;innen und Betroffenen oder auf der Aktionsfläche der Physiotherapie. &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>12. Patiententag im Kontinenzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig&#160;</strong><br>Samstag, 23. März 2024<br>10.00 - 14.00 Uhr<br>Haus 1&#58; Seminarraum 8/9<br><a href="/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_5998.aspx">www.uniklinikum-leipzig.de/veranstaltungen/Seiten/Veranstaltung_5998.aspx&#160;</a></p>
Dritter „da Vinci“-OP-Roboter am Universitätsklinikum Leipzig in vollem Routineprogramm<img alt="Prof. Martin Lacher (re.), Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am UKL, und Oberarzt Dr. Gabriel Götz operieren mit dem dritten „da Vinci“-OP-Roboter sogar kleine Kinder. Sicherheit für die kleinsten Patient&#58;innen hat dabei immer oberste Priorität." src="/presse/PressImages/pic_20240313103924_28c3938b66.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-03-12T23:00:00ZLeipzig. Im April 2019 ging am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) der zweite "da Vinci"-Operationsroboter in Betrieb. Rund fünf Jahre später steht nun den Chirurg:innen der verschiedenen Fachdisziplinen ein weiterer hochmoderner maschineller Assistent zur Verfügung. Damit erweitern sich die Kapazitäten für roboterassistierte Operationen, zum Beispiel in der Kinderchirurgie oder der Viszeralchirurgie, erheblich. Gut für die Patient:innen: Eine noch größere Anzahl an Eingriffen kann nun schonender und schneller durchgeführt werden. <p>Auch &quot;da Vinci&quot; Nummer drei gehört zur neuesten Generation der OP-Roboter. Seit März 2024 ist er zu 100 Prozent in der Routinenutzung. Mehrere Disziplinen teilen sich die Maschine. Vor allem die <a href="/einrichtungen/vttg">Viszeralchirurgie</a>, die <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a>, die <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Kinderchirurgie</a>, aber auch die <a href="/einrichtungen/vttg">Thoraxchirurgie</a> werden den neuen OP-Roboter nutzen.&#160;<br>Andere Disziplinen wie die <a href="/einrichtungen/urologie">Urologie</a>, am UKL unter ihrem Leiter Prof. Jens-Uwe Stolzenburg Vorreiter bei roboter-assistierten OPs, verzeichnet bereits seit Jahren einen hohen Prozentsatz an Eingriffen, die durch den &quot;da Vinci&quot; unterstützt werden können.&#160;<br>&quot;Für mehrere Bereiche werden sich nun die Einsatzmöglichkeiten spürbar erhöhen&quot;, freut sich Prof. Daniel Seehofer, Geschäftsführender Direktor Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie, deren Bereiche zum Beispiel stark profitieren.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Eingriffe an Speiseröhre nun zu 100 Prozent robotisch-assistiert möglich</strong><br>Vor allem komplexe Eingriffe würden von der Unterstützung des Roboters profitieren, sagt Prof. Seehofer, zum Beispiel bei komplexen Leber-OPs, aber auch bei chirurgischen Eingriffe an der Speiseröhre, am Enddarm, der Bauchspeicheldrüse oder dem Brustkorb.<br>&quot;Der Roboter ersetzt eben nicht nur konventionelle minimal-invasive Chirurgie, sondern auch teilweise die offene Chirurgie&quot;, so Prof. Seehofer. So ist es zum Beispiel möglich, dank des &quot;da Vinci&quot; den Anteil von minimal-invasiven Leber-Operationen in Zukunft weiter zu erhöhen. Auch komplexe Leberoperationen, die sonst mit geöffneter Bauchdecke erfolgen mussten, können nun schonender durchgeführt werden. &quot;Oder nehmen wir die Speiseröhre&quot;, nennt der UKL-Experte ein weiteres prägnantes Beispiel, &quot;Eingriffe können durch die Erhöhung der robotischen Kapazitäten nun zu 100 Prozent robotisch erfolgen - ein enormer Vorteil für die Patienten, bei diesem komplexen so genannten Zwei-Höhlen-Eingriff in Bauch- und Brustraum&quot;, erklärt Prof. Daniel Seehofer.&#160;</p> <p>Die Kinderchirurgie ist einer der weiteren Bereiche am UKL, die ihren Anteil an Roboter-OPs weiter ausbauen können.&#160; Hierzu meint Prof. Martin Lacher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie&#58; &quot;&quot;Wir haben mit über 50 Operationen gezeigt, dass die robotische Chirurgie im Kindesalter hervorragend einsetzbar ist. Nun geht es darum, das Spektrum der Operationen, die sich für eine Roboter-assistierte OP eignen, zu erweitern. Hier wird es spannend sein, zu beobachten, wie gut durchführbar die OPs bei Kindern zwischen drei und acht Kilogramm Körpergewicht sind. In großen internationalen Zentren sind diesbezügliche Ergebnisse vielversprechend. Was das untere Körpergewicht angeht, werden uns auf jeden Fall sehr langsam herantasten, denn die Sicherheit für unsere kleinen Patient&#58;innen hat immer oberste Priorität.&quot;</p> <p>Auch die UKL-Gynäkologie kann nun ihre Kapazitäten ausbauen und &quot;da Vinci&quot;-assistierte Operationen in weiteren Organgebieten einsetzen. &quot;Die roboter-assistierte Chirurgie in der Gynäkologie ermöglicht unter optimierter Sicht präzisere Bewegungen und somit schonendere Operationen. Bei viele Patientinnen können Bauchschnitte vermieden werden, was zu schnellerer Erholung, weniger Schmerzen und Komplikationen führt. Besonders Patientinnen mit hohem Übergewicht profitieren, da der Body-Mass-Index für die Operabilität weniger relevant wird&quot;, beschreibt Klinikdirektorin Prof. Bahriye Aktas.</p> <p>Ein OP-Roboter vereint viele Vorteile in sich. &quot;Er arbeitet jedoch niemals allein&quot;, betont Prof. Seehofer, &quot;sondern übersetzt die Bewegungen der speziell geschulten Operateur&#58;innen technisch perfekt mithilfe seiner vier Roboterarme, die in der Lage sind, unnötige menschliche Bewegungen herauszufiltern.&quot; Durch die Doppelkonsole können zwei Chirurg&#58;innen gleichzeitig agieren, die Visualisierung ist viel besser und flexibler. &quot;Die beweglichen Gelenke in den Instrumenten der Arme ermöglichen uns viel größere Freiheitsgrade&quot;, sagt Chirurg Seehofer, &quot;nähen geht zum Beispiel viel leichter und schneller als bei der konventionellen laparoskopischen Chirurgie.&quot;&#160;<br>Für ihn liegen die Vorteile robotisch-assistierter Operationen für die Patient&#58;innen klar auf der Hand&#58; &quot;Die Eingriffe werden schonender, Blutverluste werden geringer, die Liegezeiten nach einer OP werden kürzer&quot;, fasst er zusammen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Erfahrungen gebündelt&#58; &quot;Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie&quot;</strong><br>Das Leipziger Universitätsklinikum setzt bereits seit etlichen Jahren auf den Einsatz moderner Technik im Operationssaal, um die Eingriffe präziser und für Patienten schonender umsetzen zu können. Anfang des Jahres 2021 wurde am UKL das erste &quot;Zentrum für roboterassistierte und navigierte Chirurgie&quot; in Sachsen gegründet. In ihm ist die große, am UKL vorhandene Expertise im Einsatz von roboter-, navigations- und IT-gestützten Systemen im Operationssaal gebündelt und verbindet so Spezialist&#58;innen aus vielen Fachgebieten. &quot;Gemeinsames Ziel ist eine kontinuierliche und einheitliche Entwicklung dieser zukunftsorientierten Chirurgie, um vor allem die Patientensicherheit und die Zahl der Therapieerfolge stetig zu erhöhen und Synergieeffekte in der Behandlungseffektivität wirksam zu nutzen&quot;, erklärt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der urologischen Klinik des UKL und Zentrumsleiter.&#160;</p> <p>&#160;</p>
Kurzmeldungen: Drei Forschende der Universitätsmedizin Leipzig mit Preisen ausgezeichnet<img alt="v.l.&#58; Prof. Dr. Bahriye Aktas (Direktorin der Frauenklinik), Prof. Dr. Ingo Bechmann (Dekan Medizinische Fakultät), Jun.-Prof. Dr. Benjamin Wolf (Preisträger) und Dr. Bernward Gall (Vorstand Helga-Reifert-Stiftung)." src="/presse/PressImages/uni_pic_4ff684b11c20240123104050.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-01-22T23:00:00ZDie Universität Leipzig informiert über die klassischen Pressemitteilungen hinaus in Form von Kurzmeldungen über aktuelle Themen, heute über Junior-Professor Benjamin Wolf, der für seine Forschung zur Krebsfeldtheorie mit dem Helga-Reifert-Preis ausgezeichnet worden ist. Für ihre wissenschaftlichen Leistungen zu „Erkrankungen der Multiplen Sklerose" und „Therapien älterer Patient:innen mit Kopf-Hals-Tumoren" sind Dr. Mar Bosch Queralt und PD Dr. Alexander Rühle von der Universitätsmedizin Leipzig geehrt worden. <h3>Leipziger Onkologe erhält Helga-Reifert-Preis für Forschung zu „Landkarten“ der Tumorausbreitung&#160;</h3> <p>Junior-Professor Dr. med. Benjamin Wolf von der Universitätsmedizin Leipzig ist für seine Forschung im Bereich der Krebsfeldtheorie ausgezeichnet worden. Er bekam den Helga-Reifert-Preis für seine innovative wissenschaftliche Arbeit „zur Verbesserung der Therapie von Frauen mit Vulva- und Zervixkarzinom“ in Höhe von 10.000 Euro am 22. Januar an der Medizinischen Fakultät feierlich überreicht. Der an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Leipzig entwickelten Krebsfeldtheorie liegt die Beobachtung zugrunde, dass sich Krebszellen bevorzugt in Geweben ausbreiten, die nah mit dem Ursprungsgewebe des Tumors verwandt sind. Die Krebsfeldchirurgie setzt dieses Wissen praktisch um, indem alle Risikogewebe vorsorglich mitentfernt werden, angrenzende Gewebe mit geringem Risiko geschont werden können. Diese sogenannte ontogenetische Anatomie dient als eine Art Landkarte für das Krebswachstum, die im Operationssaal genutzt werden kann. Junior-Professor Wolf hat in den vergangenen Jahren mit mehreren Forschungspublikationen auf diesem Gebiet einen wichtigen Beitrag geleistet.</p> <p>„Mein nächstes Ziel ist es, besser zu verstehen, warum sich Tumorzellen bevorzugt in den angrenzenden Geweben ausbreiten. Außerdem möchte ich herausfinden, warum einige Tumorzellen die Gewebegrenzen sehr rasch überwinden können, was unweigerlich mit einer schlechteren Heilungschance verbunden ist. Wir wissen, dass das Verhalten einer Krebserkrankung mitnichten allein auf die Eigenschaften der Krebszellen zurückzuführen ist. Es bestehen enge Interaktionen zwischen Krebszellen und ihrer unmittelbaren Umgebung. Das beinhaltet unter anderem Immun-, Bindegewebs- und Fettzellen, Bakterien, sowie Lymph- und Blutgefäße. Vor allem sehr aggressive Tumore haben die Fähigkeit, diese Umgebung bereits im frühen Erkrankungsstadium in ihrem eigenen Interesse umzuprogrammieren&quot;, erklärt Junior-Professor Wolf.&#160;</p> <p>Die Helga-Reifert-Stiftung zeichnet junge Wissenschaftler&#58;innen für experimentelle Krebsforschung aus. Das Anliegen der 2023 verstorbenen Stifterin und gebürtigen Leipzigerin Helga Reifert war es, die Krebsforschung zu unterstützen, indem innovative Ansätze gefördert werden, deren Ergebnisse zur klinischen Anwendung gebracht werden können.</p> <p><a href="https&#58;//www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/auszeichnung-fuer-forschung-zu-landkarten-der-tumorausbreitung-2024-01-23"><strong>Weitere Informationen zum Forschungspreis und dem Preisträger</strong></a></p> <h3>Wissenschaftlicher Nachwuchs mit Roland-Ernst-Forschungspreis ausgezeichnet</h3> <p>Dr. Mar Bosch Queralt und PD Dr. Alexander Rühle von der Universitätsmedizin Leipzig haben den mit jeweils 2500 Euro dotierten Forschungspreis der Roland-Ernst-Stiftung für Gesundheitswesen erhalten. Die Preisverleihung fand im Rahmen des <a href="https&#58;//www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/nachwuchswissenschaftlerinnen-aus-medizin-und-lebenswissenschaften-ausgezeichnet-2024-01-22" target="_blank" rel="noopener">Research Festival of Life Sciences der Universität Leipzig</a> am 18. Januar statt.</p> <p>Dr. Mar Bosch Queralt wurde für ihre Arbeit im Forschungsprojekt „Erkrankungsmechanismen der Multiplen Sklerose (MS)“ geehrt. „Ich freue mich sehr über die Anerkennung der Roland-Ernst-Stiftung, denn sie gibt mir die Möglichkeit, sowohl die wissenschaftliche als auch die nicht-wissenschaftliche Gemeinschaft auf unsere wichtige Erkenntnis aufmerksam zu machen, die weitreichende Auswirkungen auf das Verständnis und die Therapiegestaltung bei Multipler Sklerose hat“, freut sich die Nachwuchsgruppenleiterin vom Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Leipzig.</p> <p>PD Dr. Alexander Rühle erhielt den Preis für seine Forschungen zum potenziellen Nutzen einer begleitenden Chemotherapie parallel zur Bestrahlung bei älteren Patient&#58;innen mit Kopf-Hals-Tumoren. „Ich bin der Roland-Ernst-Stiftung sehr dankbar, dass sie meine Forschungsarbeiten mit diesem Preis ausgezeichnet hat und ich hoffe, dass weitere Forschung in Zukunft die Behandlung älterer Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren verbessern wird“, freut sich PD Dr. Rühle, welcher an der Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Leipzig, tätig ist.&#160;</p> <p><a href="https&#58;//www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/dr-mar-bosch-queralt-und-pd-dr-alexander-ruehle-erhalten-forschungspreis-der-roland-ernst-stiftung-2024-01-19" target="_blank" rel="noopener">Ausführliche Informationen zu der Forschung der beiden Ausgezeichneten.</a></p> <p><strong>Mehr Informationen&#58;</strong> Medizinische Fakultät, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.&#58; 0341 97-15790, E-Mail&#58; <a href="mailto&#58;presse-mf@medizin.uni-leipzig.de">presse-mf@medizin.uni-leipzig.de</a> &#160;</p>
Das Beste aus zwei Welten<img alt="Dr. Reinhild Georgieff von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde leitet die komplementärmedizinischen Sprechstunde, die einzige dieser Art am Leipziger Uniklinikum." src="/presse/PressImages/pic_20230911110529_80610aa9f9.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-09-10T22:00:00ZLeipzig. Seit 2021 bietet die Frauenklinik des Universitätskrankenhauses Leipzig (UKL) unter der Leitung von Klinikdirektorin Prof. Dr. med. Bahriye Aktas eine komplementärmedizinische Spezialsprechstunde an. Einmal die Woche werden hier Patient:innen individuell beraten, wie sie ihre bisherige Behandlung mit Hilfe wissenschaftlich bewiesener Naturheilverfahren unterstützen können. Die Sprechstunde ist die einzige ihrer Art am UKL und auf gynäkologische Erkrankungen fokussiert, vereinzelt lassen sich aber auch Frauen und Männer mit anderen Erkrankungen beraten. Nach einer Pause über die Sommermonate geht es nun im September wieder los. Ein Besuch in einer besonderen Einrichtung. <p>Donnerstagnachmittag in Haus 6 des UKL. In der <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde/Seiten/Komplementärmedizinische-Spezialsprechstunde.aspx">komplementärmedizinischen Sprechstunde</a> der <a href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Gynäkologie</a> sitzt eine junge Frau und spielt nervös mit ihrer Kette. Sie trägt Turnschuhe, eine schwarze Hose und ein Top mit einer etwas zu groß wirkenden Jeansjacke darüber. Ihr gegenüber sitzt die Leiterin der Sprechstunde, die Gynäkologin Dr. Reinhild Georgieff. Aufmerksam hört sie der jungen Frau zu, die mit leiser, teils brüchiger Stimme von fünf Jahren wiederkehrenden Infektionen, Schmerzen und Hautproblemen im Intimbereich berichtet, einer Odyssee durch verschiedenste Arztpraxen in Leipzig und darüber hinaus, diversen Operationen und den Einschränkungen, die all das für ihr Privatleben bedeutet.&#160;</p> <p>Die Gynäkologin lässt die Patientin reden, weinen, Fotos zeigen. Hier und da macht sie sich Notizen oder hakt mit einer Zwischenfrage nach. Die junge Frau antwortet und offenbart dabei jede Menge Fachwissen. Das sei typisch für Patient&#58;innen mit einem langen Leidensweg, sagt Dr. Reinhild Georgieff. &quot;Erst wenn viele schulmedizinische Ansätze fehlschlagen, wird an die Komplementärmedizin gedacht.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Tatsächlich ist das Anliegen der Komplementärmedizin, die evidenzbasierte Schulmedizin durch nachweislich sichere und wirksame Angebote aus der Naturheilkunde zu ergänzen. Das können Behandlungen mit Akupunktur, pflanzlichen Medikamenten oder bestimmte Diäten sein, für die es mittlerweile wissenschaftlich fundierte Leitlinien gibt. Zur richtigen Zeit in der richtigen Dosis angewendet, das haben Studien bewiesen, können sie etwa dazu beitragen, unerwünschte Nebenwirkungen einer Therapie zu lindern. Das spiele für viele Krebspatient&#58;innen eine Rolle, sagt Dr. Reinhild Georgieff, die neben ihrem Doktor- und ihrem Facharzttitel in Gynäkologie und Geburtshilfe auch eine Zusatzausbildung in Naturheilverfahren und einen Master in Akupunktur vorweisen kann. &quot;80 Prozent meiner Patient&#58;innen - meist Frauen zwischen 20 und 70 - sind onkologische, die wir dahingehend beraten, wie sie mit Hilfe der wissenschaftlich belegten komplementärmedizinischen Methoden ihre Krebstherapien verträglicher gestalten können. Dahinter steckt der Wunsch, den Erfolg der Behandlung steigern zu können, und manchmal auch der, sich etwas Gutes zu tun.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Für eine solche Beratung braucht es neben einem umfangreichen Wissen um die Schul- und die Komplementärmedizin sowie den Wechselwirkungen zwischen beiden vor allem eines&#58; jede Menge Zeit - für Anamnese, Diagnosestellung und Therapieplanentwicklung. Viele Patient&#58;innen hätten darüber hinaus auch großen Aufklärungsbedarf, sagt Dr. Reinhild Georgieff&#58; &quot;Manchen geht es nur darum, sich eine zweite Meinung einzuholen oder abzuklären, ob ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel zu ihrer Behandlung passt. In anderen Fällen haben wir es mitunter mit Menschen zu tun, die ihre Symptome im Internet recherchiert und sich ein scheinbar dazu passendes Präparat bestellt haben. Da müssen wir dann sehr viel genauer hinschauen. Damit sind &quot;normale&quot; Sprechstunden in der Regel überfordert.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Das erklärt, warum die Komplementärmedizin trotz ihrer Erfolge ein immer noch rar gestreutes Angebot ist. Hinzukommt die Finanzierung von Sprechstunden wie der der Frauenklinik&#58; Da sie keine Zulassung zur kassenärztlichen Versorgung hat, kann das UKL sie nur im Selbstzahlerbereich anbieten. Für die Patient&#58;innen heißt das, dass sie keine Kassenrezepte oder Überweisungen ausgestellt bekommen. &quot;Wir haben noch viele Stellschrauben zu drehen,&quot; sagt Dr. Reinhild Georgieff dazu, die nach 25 Jahren in ihrer eigenen Praxis die Komplementärmedizin nun im UKL voranbringt. Nach dem Aufbau der Sprechstunde konzentriert sie sich nun auf die Ausbildung ihrer Kolleg&#58;innen vor Ort. Ihr Wunsch sei, &quot;dass sich zunehmend mehr Ärzt&#58;innen an die wissenschaftlich fundierte Beratung auf dem Gebiet der Komplementärmedizin herantrauen, um ihre Patient&#58;innen gut zu begleiten. Dass sie sich zu mir in die Sprechstunde setzen und ich mein Wissen aus mehr als 30 Jahren praktischer Arbeit weitergeben kann.&quot;&#160;</p> <p>Wie wichtig Angebote wie diese sind, beweist das Beispiel der jungen Frau in der zu groß wirkenden Jeansjacke. Aus ihrer bisherigen Erfahrung heraus kam sie ohne große Erwartungen in die komplementärmedizinische Spezialsprechstunde. Am Ende verlässt sie sie mit einem Bündel an Informationen&#58; Dr. Reinhild Georgieff hat ihr eine Darmsanierung ans Herz gelegt und ihr etwas gegen Schmerzen und ihre Neigung zu Entzündungen empfohlen. Darüber hinaus hat sie ihr geraten, etwas zur Stabilisierung ihres Nerven- und Immunsystem zu tun. Viele der Ratschläge seien tatsächlich neu für sie gewesen, sagt die junge Frau im Gehen. Das mache ihr ein wenig Hoffnung.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Komplementärmedizinische Spezialsprechstunde<br></strong>Sprechzeiten&#58; Donnerstag 14 - 18 Uhr<br>UKL, Haus 6<br>Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde<br>Liebigstr. 20a, 04103 Leipzig<br>Telefon&#58; 0341-9723433</p>

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