| Wechseljahre und dann …? | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Wie Frauen gut durch die Mitte ihres | <img alt="I_20160607018748.jpg" src="/presse/PressImages/I-20160607018748-6a16f1e876278.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2026-05-26T22:00:00Z | Leipzig. Hitzewallungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen – Frauen in den Wechseljahren erleben eine Vielzahl körperlicher und seelischer Veränderungen, auf die sie unterschiedlich reagieren: Während die einen kaum etwas davon mitbekommen, fühlen sich andere so sehr beeinträchtigt, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Das ist Aufgabe von Expert:innen wie Dr. med. Julia Bartley vom Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Die Gynäkologin setzt sich darüber hinaus für eine bessere Erforschung des Themas ein. | <p>Um es gleich vorwegzunehmen, Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern markieren einen Übergang – „von der reproduktiven Phase in die Phase, in der die Eierstöcke schweigen“, beschreibt Dr. Julia Bartley das, was in der Lebensmitte einer jeden Frau passiert. Und trotzdem kann dieser Übergang mit Symptomen einhergehen, die vergleichbar mit denen von Krankheiten sind.</p><p>Tatsächlich handelt es sich bei den Wechseljahren um einen Prozess der hormonellen Umstellung, der sich mehr als zehn Jahre hinziehen kann. Dabei sinkt die Anzahl der Eizellen im Eierstock unter eine kritische Grenze, wodurch das zyklische Geschehen im Eierstock für die Ausbildung einer reifen Eizelle ins Stocken gerät. Infolgedessen wird der Zyklus der Betroffenen unregelmäßig, auch die Blutung kann in Stärke und Dauer variieren, bis sie irgendwann ausbleibt.</p><p> </p><p><strong>Frauen unterschiedlich stark von Wechseljahresbeschwerden betroffen</strong></p><p> </p><p>Zu diesem Zeitpunkt, der sogenannten Menopause, sind Frauen in Deutschland im Durchschnitt 51 Jahre alt und reagieren ganz unterschiedlich auf die Veränderungen ihres Körpers. Aktuellen Studien zufolge gehen nur etwa 20 Prozent der Betroffenen unbeschwert durch diese Zeit. „Die anderen 80 Prozent geben an, Wechseljahresbeschwerden zu haben“, fasst die Fachärztin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde des UKL die Ergebnisse zusammen, „15 bis 30 Prozent sind sogar schwer davon betroffen.“</p><p>Zu den bekanntesten Wechseljahresbeschwerden zählen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Nachtschweiß, in der Fachsprache vasomotorische Störungen genannt. Daneben berichten Frauen von einer Vielzahl anderer Symptome wie Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen und Depressionen, Herzrasen, Haarausfall, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Scheidentrockenheit. Allerdings ist sich die Wissenschaft an dieser Stelle uneins, „ob diese Beschwerden wirklich daher rühren, dass der weibliche Körper kein Östrogen mehr produziert“, sagt Dr. Bartley, „es wird zunehmend diskutiert, dass vieles jenseits von vasomotorischen Störungen oder Trockenheit und Hautveränderungen im Genitalbereich mehr dem grundsätzlichen Alterungsprozess geschuldet sein mag, als spezifisch den Wechseljahren. Zum besseren Verständnis dieser Fragen sind weitere Studien erforderlich. Wir sind derzeit in der Planung für eine solche Studie.“</p><p> </p><p><strong>Hormontherapie in den Wechseljahren lange umstritten</strong></p><p> </p><p>Ähnliche Diskussionen gibt es darüber, wann und wie man Wechseljahresbeschwerden behandeln sollte. Für Dr. Bartley und Kolleg:innen ist hier das Wohlbefinden der Betroffenen entscheidend: Fühlen sich diese in ihrem Leben durch die Wechseljahrsbeschwerden eingeschränkt, raten die Spezialist:innen zur Behandlung – meist in Form einer Hormontherapie. Schon eine kurzfristige Behandlung sei letztendlich ein guter Test, welche Beschwerden im Einzelfall durch die Hormontherapie verbessert werden könnten und welche nicht.</p><p>Die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden mit Hormonen war lange Zeit umstritten, nachdem eine US-amerikanische Studie zur Frauengesundheit abgebrochen werden musste. Die sogenannte Women Health Initiative (WHI)-Studie wurde in den 1980er/90er Jahren in den USA und damit in einer Zeit konzipiert, in der Frauen in der Lebensmitte großzügig mit Östrogenen behandelt wurden – unter der Annahme, dass die Gabe von Östrogenen in den Wechseljahren Frauen vor Arteriosklerose und damit vor Herzerkrankungen und auch anderen „Alterungsprozessen“ schützt. Mit der Studie wollte man diesen Effekt beweisen. Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass Östrogene zwar Gefäße vor Verkalkung schützen können, wenn die Einnahme früh begonnen wird, sie gleichzeitig aber auch das Risiko von Blutgerinseln in den Venen und Arterien und damit das von Thrombosen, Herzinfarkten und Schlaganfällen erhöhen.</p><p>Darüber hinaus belegte die Studie ein auf lange Sicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. „Wenn Östrogene gegeben werden, müssen Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, Gestagene einnehmen, um die Gebärmutter vor Krebs zu schützen. In dieser und weiterer Studien wurde jedoch gezeigt, dass Gestagene die Entstehung von Brustkrebs nach einer Anwendungszeit von über fünf Jahren begünstigen.“</p><p> </p><p><strong>Neue Wege in der Wechseljahrestherapie</strong></p><p> </p><p>Seitdem habe sich viel verändert, sagt Dr. Bartley. „Wir wissen jetzt, dass sich eine Hormontherapie in den Wechseljahren nicht generell zur Vorbeugung eignet und nicht ‘immer gut für alle‘ ist, sondern dass wir sehr viel differenzierter hinschauen müssen, wem wir die Therapie empfehlen.“ Auch verwende man heute überwiegend andere, sogenannte „naturidentische“ Hormone. „Beim Östrogen senkt insbesondere die Gabe über die Haut – per Gel, Spray oder Pflaster – das Thromboserisiko. Als Gestagen wird heutzutage gerne Progesteron verwendet, das zu weniger Brustkrebs führt als zum Beispiel das Gestagen der WHI-Studie.“ Damit hätten Frauen mit ausgeprägten vasomotorischen Störungen oder Trockenheit im Genitalbereich insgesamt mehr Nutzen als Nachteile und „auch für Frauen mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko kann eine grundsätzlich günstige Risiko-Nutzen-Balance bestehen.“ Einzige Ausnahme, so die Expertin, seien die Frauen, die „sehr früh“, das heißt vor ihrem 45. Lebensjahr, oder gar „vorzeitig“ und damit vor ihrem 40. Lebensjahr in die Wechseljahre kämen. „Diese müssen eine Hormon-Ersatztherapie bis etwa zum 50. Lebensjahr erhalten, um eine frühzeitige Gefäßverkalkung und Knochenentkalkung zu verhindern und bedürfen einer besonderen Begleitung und Beobachtung.“</p><p>Darüber hinaus rät die Expertin Frauen, sich in den Wechseljahren ausgewogen und anti-entzündlich zu ernähren und auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Alkohol verstärke menopausale Beschwerden, während Rauchen dazu führe, dass Frauen früher in die Wechseljahre kämen. „Wir wissen auch, dass Frauen grundsätzlich von Bewegung profitieren“, so Dr. Bartley weiter. Unklar dagegen sei, inwieweit nicht-hormonelle medikamentöse Therapien etwa mit Antidepressiva oder therapeutische Ansätze wie eine Verhaltenstherapien helfen. „Da sind die Untersuchungen und auch die individuellen Berichte sehr unterschiedlich.“</p><p> </p><p><strong>Wechseljahre noch kaum Thema in der Forschung</strong></p><p> </p><p>Um die Forschung auf dem Gebiet voranzutreiben, haben sich betroffene Frauen vielerorts zusammengeschlossen. Mit Initiativen wie „Wir sind 9 Millionen“ sorgen sie dafür, dass Wechseljahre und die Veränderungen, die sie mit sich bringen, mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dadurch sei das Thema auch in der Politik angekommen, sagt Dr. Bartley. Das mache Hoffnung, dass es bald auch systematische Studien zu Frauen in den Wechseljahren aus Deutschland gebe.</p><p>Wichtig wäre aus ihrer Sicht dabei, eine gute Balance zwischen Stigmatisierung und Wahrnehmung zu finden, denn nicht alle Frauen, die sich in diesem Übergang befänden, hätten auch Beschwerden. „Da wünsche ich mir einen sehr differenzierten Blick darauf. Dazu gehört auch, und auch das ist eine Forderung dieser Initiative, dass man erhebt, was Frauen sich eigentlich an Unterstützung wünschen.“ All dies sollte im Kontext gesehen werden, das Thema Frauengesundheit nicht länger zu bagatellisieren, egal ob es sich um Regelbeschwerden, Endometriose, unerfüllter Kinderwunsch oder Wechseljahre handelt.</p><p> </p><p> <strong>Mehr zum Thema Menopause auch in unserem Videobeitrag: </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.youtube.com/watch?v=_PKHOFZVv7s&feature=youtu.be">Alles zum Thema Wechseljahre mit Dr. Julia Bartley</a> </p> |
| Kinderwunschbehandlung – vom Traum zur Wirklichkeit | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Vortrag am 4. Dezember blickt in die | <img alt="Dr. Julia Bartley spricht am 4. Dezember bei "Medizin für Jedermann" zur Kinderwunschbehandlung." src="/presse/PressImages/251204-MfJ-6920359329175.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-11-20T23:00:00Z | Leipzig: Immer mehr Paare in Deutschland haben Probleme, ein Kind zu bekommen. Laut Statistik ist mittlerweile jedes achte bis zehnte Paar ungewollt kinderlos. Um sich den Traum vom Elternsein zu erfüllen, nehmen daher immer mehr Betroffene die Hilfe der Reproduktionsmedizin in Anspruch. Allein für die Jahre 2022 und 2023 verzeichnet das Deutsche IVF-Register einen Zuwachs von rund drei Prozent auf zuletzt 131.000 Behandlungszyklen. Um der wachsenden Bedeutung der Reproduktionsmedizin gerecht zu werden, hat das Bundesforschungsministerium beschlossen, die Etablierung von Kinderwunschzentren an den deutschen Universitäten zu fördern. Vor diesem Hintergrund baut auch das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) unter der Leitung von Dr. med. Julia Bartley ein Zentrum für reproduktive Gesundheit auf. Was es einmal leisten soll, ist Thema ihres Vortrags im Rahmen von Medizin für Jedermann. | <p>Hormonbehandlung, Insemination, künstliche Befruchtung – es gibt viele Wege, um ungewollt kinderlosen Paaren zu helfen, Eltern zu werden. Und auch wenn sich der Traum vom eigenen Kind auch mit modernster Medizin nicht für alle Paare erfüllt, sind die Möglichkeiten der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten knapp 50 Jahre nach der Geburt des weltweit ersten im Reagenzglas gezeugten Kindes 1978 in Großbritannien umfassend. Damit können in den meisten Fällen sowohl Ursachen der Fruchtbarkeit bei der Frau sowie beim Mann gut behandelt werden.<br><br>Die 142 Kinderwunschzentren in Deutschland, die meisten davon ambulante Zentren, bieten eine mittlerweile flächendeckende Versorgung in Deutschland, sagt Dr. Julia Bartley. „Allein in Sachen Forschung und Lehre hinken wir hinterher, denn der Fachbereich Reproduktionsmedizin fehlt derzeit an den meisten Universitäten in Deutschland. Dies ist auch mit ein Grund, dass der Fachbereich Nachwuchsprobleme in Deutschland hat: Was man während der klinischen Ausbildung nicht kennenlernen kann, kann nicht das Interesse der nachkommenden Frauenärzt:innen erwecken.“<br><br>Um diese Lücke zu schließen, baut das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a> in Zusammenarbeit mit der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.uni-leipzig.de/">Universität Leipzig</a>, dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.ufz.de/">Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)</a> und dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.bmftr.bund.de/DE/Home/home_node.html">Bundesforschungsministerium </a>derzeit ein reproduktionsmedizinisches Zentrum auf. Das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://research.uni-leipzig.de/reproductive-health/">Leipzig Reproductive Health Research Center (LE-REP) </a>ist dabei nicht das erste seiner Art in der Messestadt. Bereits 1984 gründete der Gynäkologe Prof. Dr. med. Henry Alexander hier zunächst eine Arbeitsgruppe für Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie, die später eine eigenständige Abteilung wurde. „Prof. Alexander zählte zu den Gründungsvätern der Reproduktionsmedizin in der DDR und zu den Pionieren dieses Fachbereichs“, erklärt Dr. Julia Bartley. „Kurz nach den ersten Erfolgen an der Charité wurden mit seiner Unterstützung auch in Leipzig die ersten Kinder mit Hilfe künstlicher Befruchtung gezeugt und geboren. Nach seiner Emeritierung 2012 wurde allerdings die Abteilung geschlossen und die Expertise ging verloren“, so die Gynäkologin und Reproduktionsmedizinerin weiter, die nun in Prof. Alexanders Fußstapfen tritt.<br><br>Aktuell bietet das reproduktionsmedizinische Zentrum des UKL eine eingehende Beratung und Diagnostik für Frauen und Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch an. Parallel dazu schaffen Dr. Julia Bartley und Kolleg:innen die Voraussetzung für eine umfassende Kinderwunschbehandlung am UKL.<br><br><strong>Medizin für Jedermann</strong><br>Donnerstag, 4. Dezember 2025<br>18:30 Uhr bis 19:45 Uhr<br>Hörsaal in Haus 4, Liebigstraße 20<br> </p> |
| UKL unterstützt Schulprojekt zur HPV-Impfung | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Dr. Sylvia Stark (r.) mit ihrem Team | <img alt="Dr. Sylvia Stark (r.) mit ihrem Team bei einer Impfaktion vor Ort." src="/presse/PressImages/IMG-20191009-WA0005-68de303ce796e.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-10-05T22:00:00Z | Leipzig. Es gibt nur wenige Krebserkrankungen, vor denen man sich mit einer Impfung schützen kann. Eine davon ist Gebärmutterhalskrebs und trotzdem sterben daran rund 1.500 Frauen pro Jahr in Deutschland. Die Gründe dafür sind vor allem mangelndes Wissen und eine zu geringe Impfquote. Um diese zu erhöhen, hat eine Gruppe von Ärzt:innen aus Leipzig und Umgebung um die Gynäkologin Dr. med. Cornelia Hösemann 2018 ein Schulprojekt ins Leben gerufen. Seitdem klären sie im Rahmen von Elternabenden an Schulen über Humane Papillomviren (HPV), eine der Hauptursachen von Gebärmutterhalskrebs, und die Impfung dagegen auf. Sieben Jahre nach Gründung des Schulprojekts weitert die Gruppe ihr Angebot aus – auch mit Unterstützung des Krebszentrums des Universitätsklinikums Leipzig (UKL). | <p style="text-align:justify;">HPV wird durch engen Hautkontakt oder beim Geschlechtsverkehr übertragen und löst Entzündungen in den Zellen aus – meist ohne erkennbare Symptome. „Die Betroffenen bekommen also gar nicht mit, dass sie mit HPV infiziert sind“, erklärt Dr. med. Sylvia Stark, Oberärztin an der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Universitätsfrauenklinik</a> sowie ambulant tätige Gynäkologin am <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.medvz-leipzig.de/">MedVZ des UKL</a>, die das HPV-Schulprojekt mit gegründet hat. „Etwa 80 Prozent der Betroffenen schaffen es auch, mithilfe eines intakten Immunsystems die Infektion wieder auszuradieren.“ Bei den restlichen 20 Prozent bleibe die Infektion bestehen und damit auch das Risiko einer Krebserkrankung.</p><p style="text-align:justify;">Wie hoch dieses Risiko ist, hängt dabei vom Typ des Virus ab: Während Niedrigrisikotypen vor allem gutartige, häufig wiederkehrende und mitunter unangenehme Genitalwarzen hervorrufen, können Hochrisikotypen unter anderem Gebärmutterhalskrebs oder Vorstufen dessen auslösen.</p><p style="text-align:justify;">Expert:innen wie Dr. Sylvia Stark raten deshalb, Mädchen und Jungen bereits vor dem Ersten Mal gegen HPV zu impfen – Petting, Oral- oder Analverkehr eingeschlossen. Ideal sei eine Impfung zwischen neun und 14 Jahren. Je früher, desto besser, sagt die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe auch mit Blick auf die Immunantwort des Körpers.</p><p style="text-align:justify;">Tatsächlich ist die Quote der gegen HPV geimpften Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu niedrig. Laut Robert-Koch-Institut weisen aktuell nur rund 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und knapp 30 Prozent der gleichaltrigen Jungen einen vollständigem Impfschutz auf. Die Bedenken seien groß, vor allem Väter von Jungen wollten nur sehr wenig über HPV wissen, sagt. Dr. Sylvia Stark. „Ein Teil der Skepsis resultiert daher, dass es sich hierbei um eine sexuell übertragbare Krankheit handelt. Da denken viele Eltern sicher, dass ihre Kinder noch zu jung dafür sind, um das mit ihnen zu besprechen. Wenn diese Kinder dann vielleicht auch nicht mehr regelmäßig bei ihrem Kinderarzt bzw. ihrer Kinderärztin sind, geht das Thema unter.“</p><p style="text-align:justify;">Mit dem HPV-Schulprojekt wollen Dr. Stark und Kolleg:innen diese Lücke schließen – indem sie Eltern informieren und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Kinder im Rahmen des Projekts auch impfen zu lassen. Dafür kooperieren sie mit dem sächsischen Gesundheitsministerium, dem Landesamt für Schule und Bildung Sachsen und mit dem Universitären Krebszentrum des UKL. Die von Prof. Dr. med. Florian Lordick geleitete Einrichtung hat sich die Krebsprävention auf die Fahnen geschrieben. „Auch wenn die Therapie von Krebserkrankungen erhebliche Fortschritte macht, ist es bei weitem besser, das Auftreten von Krebs zu verhindern, als Krebs zu behandeln,“ sagt der Onkologe. „Die HPV-Impfung kann gefährliche und tödliche Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Krebs der männlichen Geschlechtsorgane sowie Krebs der Mundhöhle und des Rachens wirksam verhindern“, appelliert er an Eltern und Erziehungsberechtigte, allen Jugendlichen – Mädchen wie Jungen – die HPV-Impfung zu ermöglichen.  </p><p> </p><p><strong>Mehr dazu im Video auf unserem </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.youtube.com/%40Uniklinikum_Leipzig"><strong>UKL-YouTube Kanal</strong></a><strong>    </strong>--> <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.youtube.com/watch?v=rD9W88I4C-o">Impfung gegen Krebs - HPV</a> </p><p><br> </p><p><strong>Universitäres Krebszentrum Leipzig</strong><br>Liebigstr. 22, Haus 7<br>04103 Leipzig</p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p><p> </p><p> </p><p> </p> |
| Gemeinsam gegen Brustkrebs | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Auch in Leipzig wird in diesem Jahr | <img alt="Gemeinsam gegen Brustkrebs: Mitarbeiter:innen des UKL-Brustzentrums und Spieler der KSW IceFighters Leipzig bilden eine symbolische rosa Schleife, um für das Anliegen der Aktion zu werben." src="/presse/PressImages/Icefighters-68d646faa1b38.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-09-25T22:00:00Z | Leipzig. Der Oktober steht weltweit als „Pinktober“ im Zeichen von Aufmerksamkeit, Solidarität und Aufklärung zum Thema Brustkrebs. Auch in Leipzig wird in diesem Jahr ein starkes Signal gesetzt: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Leipzig (UKL) starten die KSW IceFighters Leipzig die Aktion „Gemeinsam gegen Brustkrebs“, um das Bewusstsein für Vorsorge und Früherkennung zu stärken und Betroffene zu unterstützen. | <p>Die Spieler der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://icefighters.de/">KSW IceFighters Leipzig</a> laufen im gesamten Oktober bei ihren Heimspielen in rosa Trikots auf. Die Farbe Rosa – das internationale Symbol im Kampf gegen Brustkrebs – steht für Hoffnung, Solidarität und das gemeinsame Ziel, die Erkrankung besser zu bekämpfen. Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens. Dank moderner Therapien und regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen steigen die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung jedoch deutlich.<br><br>„Früherkennung ist der Schlüssel im Kampf gegen Brustkrebs. Je eher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb ist es so wichtig, immer wieder auf Vorsorge hinzuweisen und Menschen zu informieren. Die Unterstützung der IceFighters ist dabei ein starkes Signal – Sport erreicht viele Menschen und bewegt Herzen“, sagt Prof. Bahriye Aktas, Direktorin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig</a>.<br><br><strong>Aktion auf und neben dem Eis</strong><br><br>Die rosa Trikots werden auch im offiziellen Fanshop der IceFighters verkauft – sowohl im Onlineshop als auch im Fanshop im anona ICEDOME. Zudem werden die bei allen fünf Heimspielen im Oktober getragenen Spielertrikots am Monatsende verlost. Der gesamte Erlös geht an das Brustzentrum des UKL und wird im Rahmen einer Spendenübergabe überreicht.<br><br>Den Auftakt bildet das Heimspiel am 5. Oktober gegen die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.piranhas.de/">Rostock Piranhas</a>: Dort informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKL-Brustzentrums vor dem Anpfiff an einem Stand über Vorsorge, Früherkennung und Therapiemöglichkeiten. Interessierte Besucher:innen können direkt mit Expert:innen ins Gespräch kommen.<br><br>„Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass wir mehr sind als ein Eishockeyteam – wir sind Teil einer Gemeinschaft. Wenn wir mit rosa Trikots aufs Eis gehen, geht es nicht nur um Sport, sondern um Solidarität mit Betroffenen und um die wichtige Botschaft: Vorsorge kann Leben retten. Wir sind stolz, das Brustzentrum des UKL zu unterstützen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen“, erklärt André Schilbach, Geschäftsführer der IceFighters Leipzig.<br><br>Mit der Initiative machen UKL und IceFighters deutlich: Brustkrebs geht alle an. Nur wenn über die Krankheit gesprochen, Vorsorgeangebote wahrgenommen und Betroffene unterstützt werden, lassen sich die Heilungschancen weiter verbessern. Die Aktion „Gemeinsam gegen Brustkrebs“ ist daher nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein starkes Zeichen der Hoffnung.</p> |
| Wissen, Austausch und neue Perspektiven rund um den Kinderwunsch | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Der Tag des Wunschkindes geht auf | <img alt="Prof. Bahriye Aktas obliegt die wissenschaftliche Leitung des Programms der Informationsveranstaltung." src="/presse/PressImages/I-20240711075971-6878fbaf798d4.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-07-17T22:00:00Z | Leipzig. Fast jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos – und viele Betroffene fühlen sich allein mit ihren Fragen und Sorgen. Wenn sich ein Kinderwunsch nicht erfüllt, kann das zu einer emotionalen und körperlichen Belastung werden. Mit einer Informationsveranstaltung anlässlich des diesjährigen Tages des Wunschkindes am 25. Juli bietet das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auch in diesem Jahr wieder einen geschützten Raum für Austausch, Information und Aufklärung. | <p>Die kostenfreie Veranstaltung findet von 14:30 bis 18:30 Uhr im Haus 1, Seminarraum 8/9 des Klinikums (2. Obergeschoss, barrierefrei erreichbar) in der Liebigstraße 12 statt. Eingeladen sind neben Patient:innen, Angehörigen und Fachpersonen alle weiteren Interessierten, die sich mit dem Thema Kinderwunsch persönlich beziehungsweise im beruflichen Kontext auseinandersetzen.<br><br>„Diese Veranstaltung widmen wir allen, die sich mit Fragen rund um Fruchtbarkeit, Reproduktionsmedizin und den damit verbundenen Lebensrealitäten oder mit den rechtlichen Aspekten des Kinderwunsches beschäftigen – ganz gleich, ob sie selbst betroffen oder beratend beziehungsweise begleitend tätig sind,“ erklärt Prof. Dr. Bahriye Aktas, Direktorin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/frauenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am UKL</a> und wissenschaftliche Leiterin des Programms.<br><br>Der Tag des Wunschkindes geht auf den Geburtstag von Louise Brown zurück. Sie gilt als das erste durch In-vitro-Fertilisation geborene „Wunschkind“ und erblickte am 25. Juli 1978 in Oldham, England, das Licht der Welt. Mit der an diesem Tag stattfindenden Veranstaltung möchte das UKL gemeinsam mit dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://research.uni-leipzig.de/reproductive-health/">Leipzig Reproductive Health Research Center (LE-REP)</a>, Informationen vermitteln, den aktuellen Stand der Forschung auf verständliche Art und Weise darstellen und damit Betroffenen Mut machen.<br><br><strong>Das Programm im Überblick</strong><br><strong>14:30 Uhr</strong>: Begrüßung<br><strong>14:45 Uhr:</strong> Strategien zum Schutz der Reproduktionsfähigkeit – heute schon an morgen denken<br>(Dr. Julia Bartley & Prof. Dr. Sonja Grunewald)<br><strong>15:15 Uhr:</strong> Der (unerfüllte) Kinderwunsch in den verschiedenen Lebenskonstellationen<br>(Dr. Vera Vieten, Rechtsanwältin, Spezialgebiet Kinderwunschrecht)<br><strong>15:45 Uhr:</strong> Begleitung in der Kinderwunschzeit: Zwischen Hoffnung und Enttäuschung – wie Selbsthilfe aktiv unterstützen kann<br>(mit dem UIK e.V. – Unterstützungsnetzwerk Infertilität und Kinderwunsch)<br><strong>16:15 Uhr:</strong> Pause<br><strong>17:00 Uhr:</strong> Unsichtbare Einflüsse: Umweltgifte und Fruchtbarkeit<br>(mit Expert:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung)<br><strong>17:30 Uhr:</strong> Samenspende: Zwischen Wunschkind & Rechtssicherheit<br>(Dr. Vera Vieten)<br><strong>18:00 Uhr</strong>: Zyklusmonitoring mit dem OvulaRing – Einblicke in Eisprung, Fruchtbarkeit und Zyklusgesundheit<br>(Antje Kern, VivoSensMedical)<br><strong>18:30 Uhr</strong>: Ausblick und Abschluss<br><br><strong>Über das Leipzig Reproductive Health Research Center</strong><br>Das Leipzig Reproductive Health Research Center (LE-REP) ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.uni-leipzig.de/kollektion-lehrpraxis/fakultaeten-und-zentrale-einrichtungen/medizinische-fakultaet">Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig</a>, des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikums Leipzig</a> und des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.ufz.de/index.php?de=34257">Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)</a>. Im Fokus stehen die gesundheitlichen Auswirkungen von Kinderwunschbehandlungen, insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs. LE-REP verbindet Forschung, klinische Praxis und Aufklärung auf Augenhöhe mit den Betroffenen.<br><br>Weitere Informationen zum Programm und zum Leipzig Reproductive Health Research Center finden Sie unter <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://research.uni-leipzig.de/reproductive-health">https://research.uni-leipzig.de/reproductive-health</a></p><p> </p> |