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Liquid Biopsy: Identifizierung von Biomarkern aus Körperflüssigkeiten (Blutplasma, Urin, Aszites)

​Die molekularbiologische Untersuchung des Primärtumors stellt eine mögliche Strategie zur Biomarkeridentifikation dar. Der Primärtumor jedoch ist nur einmalig im Rahmen der Operation verfügbar und steht nicht mehr im Laufe einer Chemotherapie zur Verfügung. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass Blutserum, Plasma, Urin oder „Bauchwasser" (Aszites) gynäkologischer Tumorpatientinnen wertvolle bioanalytische Flüssigkeiten darstellen, die zur Entwicklung minimal-invasiver diagnostischer Werkzeuge beitragen können.

Die sogenannte „Liquid Biopsy" ist nun mehr in den Fokus der Forschung gerückt. Zirkulierende zellfreie Tumor-DNA (ccfDNA oder ctDNA) kann während des Krankheits- bzw. Therapieverlaufs in engmaschigen Abständen minimal-invasiv aus Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin und Aszites gewonnen  werden.  Mittels moderner molekularbiologischer Analysen, wie dem Next Generation Sequencing (NGS) und digital PCR (ddPCR) können Mutationen detektiert werden, welche  für die Auswahl geeigneter Therapien relevant sein könnten. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass Mutationen von BRCA1 und BRCA2 mit der Entstehung von Resistenzen einhergehen. Sequenzielle NGS-Analysen der zellfreien Tumor-DNA nicht nur aus dem Blutplasma sondern ggf. auch aus Urin bzw. Aszites von Patientinnen mit Ovarialkarzinom könnten ein potentielles, spezifisches Tool zum personalisierten Mutations-Profiling sowie als Early-Response-Marker darstellen und somit zur Entscheidungsfindung bei der Auswahl geeigneter Therapiemöglichkeiten beitragen.

Zur Bearbeitung dieses Themas suchen wir Studierende mit Interesse an einer experimentellen Doktorarbeit.

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