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Charakterisierung von zirkulierenden Tumorzellen im Blut von Patientinnen mit Mammakarzinomen oder gynäkoonkologischen Tumoren

​Bei zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) handelt es sich um einzelne Zellen oder Zell-Cluster, die sich aus dem Primärtumor abgesondert haben und im Blut nachweisbar sind. Sie gelten als möglicherweise verantwortlich für die Entstehung von Metastasen. Der Zusammenhang zwischen CTCs im Blut und einem verkürzten progressionsfreien Überleben sowie dem Gesamtüberleben sowohl bei primären als auch bei metastasierten Brustkrebspatientinnen konnte bereits gezeigt werden. Insbesondere stammzellartige Tumorzellen und Zellen, die eine epithelial-mesenchymale Transition (EMT) durchlaufen, sind mit schlechter Prognose und auch mit dem Auftreten von Resistenzen assoziiert. Falls eine Metastasierung auftritt, wird auch von der AGO Mamma die Reevaluierung therapierelevanter Marker, z.B. HER2 und Östrogen- und Progesteronrezeptor empfohlen. Da die zirkulierenden Tumorzellen den Phänotyp der Zellen mit dem Potential der hämatogenen Metastasierung wiederspiegeln, kann möglicherweise durch die Charakterisierung der CTCs eine Therapieoptimierung erfolgen.  

Aufgrund der phenotypischen, mechanischen und funktionellen Veränderungen im Laufe einer Therapie bzw. während der Progression, bleibt die CTC Anreicherung eine große Herausforderung. Wir fokussieren uns auf die Charakterisierung der mechanischen CTC - Eigenschaften mittels eines optischen Rheometers, dem sogenannten Optical Stretcher. Ergänzend zur Morphologie und Zellgröße könnte die relative Deformierbarkeit einen geeigneter Parameter zur Marker-freien CTC Detektion aus dem Blut von Patientinnen mit Brustkrebs darstellen.

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