Digital Smart Hub for Advanced Connected Care Professional
Arztpraxen und regionale Krankenhäuser sind zentrale Einrichtungen der medizinischen Versorgung und liefern zugleich wertvolle Daten für die Forschung. Der Digitale FortschrittsHub DISTANCE hat die Forschungsdatenstrukturen der Medizininformatik-Initiative (MII) auf Einrichtungen der regionalen Versorgung ausgeweitet. Ziel war es, die Nachsorge von Patient:innen nach intensivmedizinischer Behandlung zu verbessern. Hierfür wurde eine Smartphone-App entwickelt, die den Gesundheitszustand ehemaliger Intensivpatient:innen individuell auswertet und die medizinische Selbstfürsorge im Alltag unterstützt. Grundlage war der „Digital Hub“, der einen sicheren, interoperablen Datenaustausch zwischen Universitätsmedizin, regionalen Krankenhäusern und Praxen ermöglichte.
Das Folgeprojekt DISTANCE:PRO führt diese Arbeit fort. Ziel von DISTANCE:PRO ist es, ein bundesweites, sektorenübergreifendes digitales Ökosystem zu schaffen, das Forschung und Versorgung enger verzahnt. Die Dateninfrastruktur des Digital Hub wird zu einem externen Datenintegrationszentrum (XTDIZ) ausgebaut, um Daten aus der regionalen Versorgung datenschutzgerecht zu bündeln, zu harmonisieren und für Forschung, KI-Modelle sowie digitale Anwendungen nutzbar zu machen.
Auch die in DISTANCE eingeführte Smartphone-App wird weiterentwickelt und in einer klinischen Studie erprobt. Im Fokus steht nun die longitudinale Datenerfassung bei Patientinnen und Patienten über den gesamten Krankenhausaufenthalt hinweg. Die entstehende Datenbasis soll helfen, Risiken besser einzuschätzen und die Behandlungsqualität gezielt zu verbessern.
DISTANCE:PRO ist Teil der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit der MII und wird bis zum 31.12.2027 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Informationsmaterialien zum Download: