Sie sind hier: Skip Navigation LinksLIFE – Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen Medizininformatik-Initiative

Über die Medizininformatik-Initiative

​​​​In der Medizininformatik-Initiative (MII) arbeiten interdisziplinäre Teams aus Medizin, Informatik und weiteren Fachrichtungen der deutschen Universitätskliniken zusammen, um Daten aus der Routineversorgung für eine verbesserte Forschung zu vernetzen. Hierfür haben sich deutschlandweit Universitätskliniken in den Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH zusammengeschlossen. In diesen Konsortien werden Datenintegrationszentren etabliert, um Versorgungsdaten aufzubereiten und für die medizinische Forschung zur Verfügung zu stellen. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei die höchste Priorität.

Die MII durchläuft verschiedene Projektphasen. In der Aufbau- und Vernetzungsphase von 2018 bis 2022 wurden Datenintegrationszentren aufgebaut, praktische Anwendungsfälle entwickelt und die Medizininformatik gestärkt. Zudem wurde das Deutsche Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) eröffnet, das als zentrale Anlaufstelle für Forschende zur Nutzung von Versorgungsdaten dient.

Die aktuelle Ausbau- und Erweiterungsphase von 2023 bis 2026 fördert die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Universitätskliniken und neuen Partnern. Acht klinische Anwendungsfälle und drei Methodenplattformen sollen in dieser Phase die Funktionsfähigkeit der Datenintegrationszentren demonstrieren und dabei gleichzeitig die medizinische Forschung und Versorgung unterstützen. Die Geschäftsstelle des SMITH-Konsortiums, die am LIFE Management Cluster angesiedelt ist, koordiniert die Methodenplattform GeMTeX und den klinischen Anwendungsfall INTERPOLAR. In GeMTeX wird eine annotierte Textsammlung deutscher medizinischer Texte aus der Patientenversorgung erstellt, während INTERPOLAR sich der algorithmusbasierten Identifizierung von Patient:innen mit einem hohen Risiko für Medikationsprobleme widmet.

Um die Arbeiten der Medizininformatik-Initiative auf verschiedene Bereiche des Gesundheitssystems auszuweiten, fördert das BMBF von 2021 bis 2025 zusätzlich sechs Digitale FortschrittsHubs Gesundheit mit 50 Millionen Euro. In den Digitalen FortschrittsHubs vernetzen sich die aufgebauten Datenintegrationszentren mit Partnern aus der regionalen Versorgung, z. B. Krankenhäusern, Arztpraxen oder Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen. Mit klinischen Anwendungsfällen werden die Funktionsfähigkeit und der Nutzen der Datenausleitungen demonstriert.
Die Geschäftsstelle des SMITH-Konsortiums unterstützt den Digitalen FortschrittsHub DISTANCE administrativ. Im zugehörigen Anwendungsfall „PICOS“ wird eine App entwickelt, die ehemalige Intensivpatient:innen in der Nachsorge begleitet.

Die MII wird national durch die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V. (TMF) koordiniert. 

I>n Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)​ wird derzeit die Infrastruktur der MII weiterentwickelt, um Informationssysteme aus Versorgung und Forschung nachhaltig zu verknüpfen.





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