LONG-COVID-Studie

​​Erforschung der Langzeitfolgen nach einer SARS-CoV2-Infektion

Die zweite und dritte Welle der Corona-Pandemie hat die sächsische Bevölkerung besonders stark betroffen. Dabei sind die Langzeitfolgen der Virusinfektion in wesentlichen Aspekten unbekannt. Nicht wenige Betroffene aller Altersklassen klagen nach einer überstandenen SARS-CoV2-Erkrankung über langanhaltende Symptome wie ständige Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder neurologische Ausfälle wie Geschmacks- und Geruchsverlust. Dabei sind die Symptome und Einschränkungen, die unter dem Begriff Long-COVID zusammengefasst werden, unterschiedlich stark ausgeprägt.

Um Patient:innen mit Post-COVID-Symptomen künftig besser therapieren oder Komplikationen im besten Fall vorbeugen zu können, erforscht die Universitätsmedizin Leipzig die Folgeerscheinungen nach einer SARS-CoV2-Infektion. Hierfür arbeiten die Post-COVID-Hochschulambulanz am Universitätsklinikum Leipzig und die Erwachsenenambulanz des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen LIFE der Universität Leipzig eng zusammen. Ziel des Vorhabens ist es, den dringenden Bedarf einer klinischen Charakterisierung des Post-COVID-Verlaufs zu decken, um geeignete diagnostische Prozesse für die Prävention und Therapie von Post-COVID-Komplikationen zu entwickeln.

Zu diesem Zweck werden 300 Patient:innen mit überstandener SARS-CoV2-Infektion systematisch nach klinischen und epidemiologischen Standards untersucht. Das Programm umfasst umfangreiche standardisierte Befragungen sowie körperliche und apparative Untersuchungen. Die Kohorte setzt sich dabei aus Proband:innen der LIFE-ADULT-Studie, von denen bereits Gesundheitsdaten aus der Zeit vor ihrer COVID-Erkrankung vorliegen, sowie Patient:innen der Post-COVID-Hochschulambulanz zusammen. Dies ermöglicht zum einen die Charakterisierung von Patient:innen mit aus der Vergangenheit vorliegender Ausgangsuntersuchung sowie die Abbildung schwerer Krankheitsverläufe. Eine Vorgehensweise, die das Forschungsvorhaben von vergleichbaren Studien deutlich unterscheidet.

Die Studie wird in dieser Form einzigartige klinische Daten liefern, welche es ermöglichen, geeignete diagnostische Prozesse zu entwickeln, um Risikokonstellationen zu erkennen, gesundheitlichen Folgen vorzubeugen und Therapien von Post-COVID-Komplikationen zu prüfen. Das Projekt wird bis Ende des Jahres 2021 mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes in Höhe von einer halben Million Euro finanziert.

Studienleitung:

Prof. Dr. Markus Löffler
​Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE), Universität Leipzig

Prof. Dr. Ulrich Laufs
Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Universitätsklinikum Leipzig

Kontakt:

Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)
Universität Leipzig
Prof. Dr. Markus Löffler
Härtelstraße 16 – 18
04107 Leipzig

Telefon: 0341 - 97 16100
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