| Pressemitteilung | Symposium der Medizininformatik-Initiative: Dateninfrastruktur erfolgreich erprobt | 11.12.2024
Digitalisierung der Gesundheitsforschung Beim Symposium der Medizininformatik-Initiative (MII), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), präsentierten Expertinnen und Experten aus Gesundheitsforschung, -versorgung und Medizininformatik am 10. Dezember 2024 in Berlin rund 350 Teilnehmenden die aktuellen Ergebnisse der MII. Unter dem Motto „Daten nutzen, Forschung stärken, Versorgung verbessern – unser Weg zum europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS)“ wurde unter anderem darüber diskutiert, wie gut Deutschland für den EHDS aufgestellt ist.
In ihrer Eröffnungsrede sagte Katharina Peter, Leiterin der Unterabteilung Technologien in den Lebenswissenschaften im BMBF: „Die MII hat innovative Lösungen entwickelt, die die digitale Transformation in der Gesundheitsforschung vorantreiben und die Patientenversorgung verbessern. Diese Erfolge müssen nun zusammen mit dem Netzwerk Universitätsmedizin weiterentwickelt und erhalten werden, um die Zukunft der datengetriebenen Gesundheitsforschung in Deutschland gemeinsam erfolgreich zu gestalten.“
Bundesweit wurden im Rahmen der MII an allen Universitätskliniken und ersten nichtuniversitären Standorten Datenintegrationszentren (DIZ) eingerichtet. Ein DIZ sammelt Forschungs- und Versorgungsdaten seiner Klinik, bereitet sie datenschutzgerecht auf und stellt sie der Wissenschaft standortübergreifend zur Verfügung. Zur vollständigen Pressemitteilung der Medizininformatik-Initiative / TMF e. V.
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News | Blaze: Eine Verbindung zwischen Forschung und Patientenversorgung | 5 Fragen an… Alexander Kiel zum FHIR Blaze Server | 25.11.2024
Mit den in der Medizininformatik-Initiative (MII) deutschlandweit etablierten Datenintegrationszentren (DIZ) ergeben sich neue Möglichkeiten, Daten aus der medizinischen Routineversorgung für die Forschung zu nutzen. So können beispielsweise standortübergreifende Forschungsprojekte mit großen Stichproben sowie Kohortenstudien durchgeführt werden. Dahinter liegt ein System, das sowohl mit den medizinischen Routinedaten aus den Krankenhäusern als auch mit Forschenden kommunizieren kann: Der Blaze Server. Dieser basiert auf FHIR*, einem weit verbreiteten Standard für den elektronischen Austausch von Gesundheitsinformationen. Blaze wurde 2019 für die German Biobank Alliance zur Nutzung von Bioproben entwickelt und 2023 mit dem FDPG-Plus-Projekt auf die MII ausgeweitet. Alexander Kiel, leitender Entwickler von Blaze, verrät im Interview was den Server auszeichnet und besonders wichtig für die Arbeiten der MII macht.
Bitte erklären Sie in einfachen Worten, wie der Blaze Server funktioniert.
Der Blaze-Server ist ein spezieller Datenbankserver, der für die Verwaltung und Analyse von medizinischen Daten entwickelt wurde. Dabei implementiert der Blaze Server die HL7 FHIR Spezifikation. Diese FHIR Spezifikation ist ein international anerkannter, weit verbreiteter Standard, um medizinische Daten auszutauschen und zu speichern. Blaze „spricht“ die HL7 FHIR-Sprache und kann die entsprechenden nach dem Standard strukturierten Daten speichern und Abfragen darauf erlauben. Dabei unterstützt Blaze neben FHIR Search auch Abfragen per Clinical Quality Language (CQL). Die Clinical Quality Language ist eine ebenfalls von HL7 standardisierte, domänenspezifische Sprache, die entwickelt wurde, um klinische Entscheidungslogik und Qualitätsmessungen auf eine für Menschen lesbare, computergestützte Weise auszudrücken. Ein Alleinstellungsmerkmal vom Blaze-Server ist, dass er speziell für medizinische Anwendungsfälle entwickelt wurde. Wichtig zu wissen: Blaze hat keine Nutzeroberfläche, sondern ist ein Programm, das im Hintergrund läuft. Der Server ist auf GitHub verfügbar und kann somit von Gesundheitsorganisationen, Forschenden sowie Entwicklerinnen und Entwicklern frei genutzt werden.
Was ist die Hauptmotivation für die Entwicklung von Blaze?
Der ursprüngliche Anwendungsfall stammt aus der German Biobank Alliance. Ziel dieses 2018 gestarteten Projektes war es, die Biobanken in Deutschland zu vernetzen. Ähnlich wie in der Medizininformatik-Initiative sollten über Biobanken standortübergreifend verteilte Anfragen nach Daten und Bioproben realisiert werden. Dabei hat sich unser Team ab 2019 auf den FHIR-Standard geeinigt. Allerdings wurde uns schnell klar, dass die einfache FHIR Search-Abfragemöglichkeit dafür nicht ausreicht. Mit FHIR Search kann auf FHIR-Servern zwar nach Daten gesucht werden, die Möglichkeiten sind dabei jedoch sehr beschränkt, da die Abfragen sehr patientenorientiert sind. Mit FHIR Search können Forschende in einer einzelnen Patientenakte nach Daten suchen, aber ganze Kohortenanfragen sind nicht realisierbar. Dabei geht es in der Medizininformatik-Initiative und den Biobanken gerade darum, für Forschungsfragen möglichst viele Patientinnen und Patienten zu finden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Blaze ist einer der wenigen FHIR-Server, die das ermöglichen. In der Medizininformatik-Initiative wird Blaze für Machbarkeitsanfragen mit dem Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) sowie für Datenselektion und -extraktion genutzt. Das gesamte Interview finden Sie auf: www.smith.care/de/2024/11/25/5-fragen-an-alexander-kiel-zu-blaze/
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Medientipp | „Mit Daten gegen Volkskrankheiten" – Deutschlandfunk Kultur-Beitrag zur NAKO Gesundheitsstudie | 18.11.2024
In der NAKO Gesundheitsstudie werden Lebenswandel- und umstände von über 200.000 zufällig ausgewählten Bürger:innen über einen langen Zeitraum hinweg erforscht. Ziel ist es, Erkenntnisse zu der Entstehung sogenannter Volkskrankheiten (z. B. Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems und der Lunge, Diabetes, Krebs, neurodegenerative/-psychiatrische oder Infektionskrankheiten) zu gewinnen. Das Studienzentrum Leipzig ist dabei eines von 18 NAKO-Standorten deutschlandweit.
„Habe ich nicht irgendwie auch eine Pflicht?"
In einem Hörbeitrag von „Deutschlandfunk Kultur – Zeitfragen. Feature" hat Deutschlandfunk-Redakteurin Catalina Schröder eine Teilnehmerin der NAKO Gesundheitsstudie am Studienzentrum Hamburg-Eppendorf bei der Zweituntersuchung begleitet. „Ich musste dann überlegen: Habe ich nicht irgendwie auch eine Pflicht? Weil die Studie so wichtige Krankheiten untersucht, die in der Gesellschaft verbreitet sind – Demenz oder Alzheimer oder Parkinson. Ich fände es spannend, wenn es da neue Ergebnisse geben würde", erinnert sich die NAKO-Teilnehmerin an den Moment, als sie die Einladung zu Studie erhalten hat.
„Wir untersuchen viele Gesunde, die aber schon kleine Auffälligkeiten haben"
Ergänzend dazu geben unterschiedliche Expert:innen der NAKO Gesundheitsstudie einen Einblick von fachlicher Seite, darunter Prof. Dr. Henry Völzke, Vorstandsvorsitzender der NAKO e.V.: „In der Epidemiologie muss man Geduld haben, weil wir ja auch viele Gesunde untersuchen, die aber schon kleine Auffälligkeiten haben. In der Medizin nennen wir das subklinische Befunde. Also Befunde die noch keinen Krankheitswert haben, aber auf eine entstehende Erkrankung hindeuten. Und um den Nachweis zu führen, dass zum Beispiel ein leicht vergrößertes Organ eine Krankheit anzeigt, brauchen wir den Verlauf. Deshalb werden die 205.000 Probandinnen und Probanden immer wieder eingeladen. Es erfolgen alle fünf Jahre neue Untersuchungen und parallel dazu werden die Probanden befragt. Es ist also ein sehr langwieriges Geschäft. Je älter die NAKO Gesundheitsstudie wird, desto wertvoller wird sie."
Zum vollständigen Hörbeitrag von Deutschlandfunk Kultur Mehr zum NAKO Studienzentrum Leipzig |

Die Delegation der Medizinischen Fakultät der Universität Breslau sowie Mitwirkende der LIFE-Adult-Studie im Roten Haus. Foto: LIFE Management Cluster
News| Grundstein für neue deutsch-polnische Forschungskooperation: Delegation der Medizinischen Fakultät Breslau besucht LIFE Forschungszentrum | 07.11.2024
Am 4. und 5. November 2024 besuchte eine Delegation der 2023 neu gegründeten Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Breslau das LIFE Forschungszentrum im Roten Haus in Leipzig. Ziel des Besuchs unter der Leitung von Dekan Prof. Dr. Dariusz Jagielski war es, sich mit Vertreter:innen der LIFE Adult-Studie und des LIFE Management Clusters über den Aufbau einer bevölkerungsbasierten epidemiologischen Kohorte nach dem Vorbild der LIFE Adult-Studie auszutauschen.
Die LIFE Adult-Studie – Ein Modellprojekt zur Erforschung von Volkskrankheiten und Risikofaktoren
Die LIFE Adult-Studie ist eine langfristig angelegte, bevölkerungsbezogene Kohortenstudie, die auf die Untersuchung von Volkskrankheiten und deren Risikofaktoren abzielt. Neben bekannten Einflussfaktoren wie Lebensstil und Umwelt sollen neue Risikofaktoren aufgespürt und Möglichkeiten der Früherkennung entwickelt werden. Forschungsschwerpunkte sind u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Kognition, Demenz, Depressionen, Lebensstilfaktoren und altersbedingte Augenveränderungen.
Austausch und Einblicke in die Forschungsarbeit von LIFE
Der Besuch diente dem fachlichen Austausch über den Aufbau und die Organisation einer epidemiologischen Kohorte. Prof. Dr. Markus Löffler, Leiter der LIFE Adult-Studie, hatte zuvor an der Universität Breslau die LIFE Studie vorgestellt und seine langjährigen Erfahrungen im Aufbau einer vergleichbaren Kohorte angeboten. Die Delegation aus Breslau – darunter aus Expert:innen der Radiologie, Neurologie, Kardiologie, Anatomie, Soziologie und Psychologie – informierte sich in Leipzig intensiv über das Studiendesign und die Forschungsinfrastruktur von LIFE Adult. Auch Prof. Dr. Ingo Bechmann, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, hieß die polnischen Gäste willkommen, stellte die Fakultät vor und skizzierte auch Möglichkeiten einer über die LIFE Adult-Studie hinausgehenden Zusammenarbeit. 
Prof. Dr. Uta Ceglarek zeigt den polnischen Gästen das Massenspektrometrie-Labor. Foto: LIFE Management Cluster
Im Rahmen einer Führung durch das LIFE Forschungszentrum besichtigten die Gäste verschiedene Abteilungen wie die Studienambulanz, das Präanalytiklabor, die Leipzig Medical Biobank sowie das Massenspektrometrie-Labor. Zusätzlich wurden die polnischen Kolleg:innen durch Fachvorträge über zentrale Forschungsbereiche der LIFE-Studie informiert. So referierten beispielsweise Prof. Dr. Arno Villringer vom Max-Planck-Institut zum Thema „Einfluss des Lebensstils auf Herz und Gehirn". Darüber hinaus wurden einzelne Untersuchungsmethoden der LIFE-Adult-Studie, wie die Echokardiografie und Augenuntersuchungen, beispielhaft näher vorgestellt. Im Gespräch wurde die Idee eines gemeinsamen epidemiologischen Projekts entwickelt, in dem die Kohorten der Städte Leipzig und Breslau miteinander verglichen werden könnten.
Zukunftspläne für die Zusammenarbeit
Die geplante Kooperation mit der Medizinischen Fakultät Breslau soll künftig über den bloßen Erfahrungsaustausch hinausgehen und gemeinsame Auswertungsprojekte sowie eine erweiterte Nutzung digitaler Ressourcen umfassen. „Wir möchten der kleine Zwilling von LIFE werden," sagte Professor Jagielski. Ein Besuch von Vertreter:innen der LIFE Adult-Studie in der Technischen Universität Breslau ist bereits in Planung.
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Pressemitteilung | Die Schatten der Kindheit: Wie Traumata unsere Gesundheit beeinflussen können | 10.10.2024 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in einer aktuellen Analyse mit Daten der NAKO Gesundheitsstudie den Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und der Diagnosewahrscheinlichkeit ausgewählter Erkrankungen untersucht. Sie konnten zeigen, dass traumatische Erfahrungen im Kindesalter mit einem höheren Risiko für körperliche und psychische Erkrankungen im Erwachsenalter verbunden waren. Dieses Erkrankungsrisiko war bei jüngeren Menschen besonders stark ausgeprägt.
Der Begriff „Kindheitstrauma“ umfasst verschiedene Arten von Missbrauch und Vernachlässigung in Kindheit und Jugend. Wie stark die Traumata mit Erkrankungen im Erwachsenenalter assoziiert sind, kann von verschiedenen Faktoren abhängen, wie zum Beispiel dem Alter, dem Geschlecht und der Art des Traumas, das erlebt wurde.
Forschende unter Federführung der Universitätsmedizin Greifswald haben auf Basis der Daten von 156.807 teilnehmenden Erwachsenen der NAKO Gesundheitsstudie diese Zusammenhänge untersucht. Sie haben sich dabei auf Erkrankungen mit großer persönlicher Krankheitslast und gesellschaftlicher Relevanz fokussiert. Dazu gehörten Krebserkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Angsterkrankungen und Depression.
Die Traumata wurden mittels eines standardisierten Fragebogens in fünf Kategorien erfasst: emotionaler, körperlicher und sexueller Missbrauch sowie emotionale und körperliche Vernachlässigung. Ein Drittel der Teilnehmenden mit Kindheitstraumata gab mehrere Traumaarten an, wobei die Kombination emotionaler und körperlicher Traumata am häufigsten geschildert wurde. Die Forschenden fanden heraus, dass Kindheitstraumata insgesamt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit verbunden waren, im Erwachsenenalter sowohl psychische als auch körperliche Krankheiten zu entwickeln. Dabei traten psychische Erkrankungen wie Angststörungen und Depression als Folge traumatischer Erlebnisse häufiger auf als körperliche. Alle diese Zusammenhänge waren bei jüngeren Erwachsenen besonders stark ausgeprägt, unabhängig von der Art des Kindheitstraumas. “Die Ergebnisse könnten darauf hinweisen, dass Kindheitstraumata umso stärker mit einer Diagnose assoziiert sind, je näher der Erkrankungsbeginn am Zeitpunkt der Traumatisierung liegt. So liegt das Erkrankungsalter bei einer Depression meist im frühen Erwachsenenalter”, sagt Dr. Johanna Klinger-König, Wissenschaftlerin der Universitätsmedizin Greifswald. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO Gesundheitsstudie
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Pressemitteilung | Studie erforscht langfristige gesundheitliche Folgen für Fußballprofis| 07.10.2024
Wie wirken sich die körperlichen Belastungen einer Sportkarriere auf die Gesundheit aus? Dieser Frage möchten NAKO-Forschende auf Basis der Gesundheitsdaten von 348 ehemaligen Profi-Fußballerinnen und -fußballern in Deutschland auf den Grund gehen. Im Fachmagazin BMJ Sport and Exercise Medicine geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Überblick über die SoccHealth-Studie. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entstehung und Häufigkeit von Krankheiten in dieser speziellen Gruppe sollen für die Bewertung von gesundheitlichen Vor- und Nachteilen durch langfristige berufliche Aktivität als Sportler oder Sportlerin genutzt werden. Die SoccHealth-Studie ist ein Zusatzprojekt der NAKO Gesundheitsstudie, Deutschlands größter Bevölkerungsstudie zur Erforschung von Volkskrankheiten, und rückt die langfristige Gesundheit von Profifußballerinnen und -fußballern in den Fokus. Ziel ist es, fußballspezifische Auswirkungen auf ein breites Spektrum von Erkrankungen einschließlich kardiovaskulärer, metabolischer, muskuloskelettaler und neurologischer Störungen bei ehemaligen Profifußballern unter die Lupe zu nehmen. Dieser sogenannte Fußball-Arm der NAKO Gesundheitsstudie wird gefördert durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB), die Deutsche Fußball Liga (DFL), die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und geleitet von Professor Dr. Klaus Berger (Universität Münster) sowie Professor Dr. Tim Meyer (Universität des Saarlandes). Ihre aktuelle Veröffentlichung beschreibt die Vorgehensweise bei der Rekrutierung und Untersuchung von 348 Profifußballerinnen und -fußballern. Die dabei gewonnenen Daten sind nun Grundlage, um Forschungsfragen zu beantworten. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO Gesundheitsstudie
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Call for Abstracts: 18. Research Festival for Life Sciences 2025 Am 30. Januar 2025 laden die Medizinische Fakultät und die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig herzlich zum 18. Research Festival for Life Sciences ein. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 fördert das Festival den wissenschaftlichen Nachwuchs und hat sich zu einer erfolgreichen Plattform für die Leipziger Forschungslandschaft und die umliegende Region entwickelt. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekord von 220 eingereichten Abstracts erreicht. Erneut sind alle Nachwuchswissenschaftler:innen aufgerufen, ihre aktuellen Projekte in Form von Postervorträgen zu präsentieren. Das Programmkomitee begrüßt Einreichungen aus sämtlichen Bereichen der Lebenswissenschaften und Medizin, einschließlich Psychologie, Pharmazie, Chemie, Biologie, Physik, Informatik sowie angewandter klinischer Forschung. Auch Anmeldungen aus den ansässigen Forschungsverbänden sind herzlich willkommen. Die besten Posterpräsentationen werden ausgezeichnet. Ab dem 01. Oktober 2024 können Abstracts über die Veranstaltungswebsite eingereicht werden. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten der Veranstaltungsräume schließt die Einreichung, sobald entweder 220 Abstracts erreicht sind oder spätestens am 4. November 2024. Die Veranstaltung findet im Studienzentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig statt. Organisiert wird das 18. Research Festival for Life Sciences durch das LIFE Management Cluster des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen. Zur Website:
https://conference.uni-leipzig.de/researchfestival/ 
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News | Was die NAKO-Gesundheitsstudie über Ihre Gesundheit verrät – Interview mit Stefan Schwarz, Proband am Leipziger NAKO-Studienzentrum | 19.09.2024
Seit 2014 nimmt der 59-jährige Schriftsteller und Journalist Stefan Schwarz als Proband an der NAKO-Gesundheitsstudie teil. Damit gehört er zu den 10.800 Bürgerinnen und Bürgern aus dem Raum Leipzig, die zur Basisuntersuchung in die Studie eingeschlossen wurden. Mitte dieses Jahres ist Stefan Schwarz bereits zur zweiten Folgeuntersuchung ins Leipziger Studienzentrum gekommen. Auf Grund seiner Krankheitsgeschichte sind Gesundheitsthemen für ihn ein persönliches Anliegen. Im Interview verrät er, was ihn dazu motiviert, seit zehn Jahren regelmäßig ins Leipziger NAKO-Studienzentrum zu kommen, welche Erkenntnisse er aus der Studie gewonnen hat und warum er der Meinung ist, dass möglichst viele Menschen an Studien wie der NAKO-Gesundheitsstudie teilnehmen sollten.
Was hat Sie dazu motiviert, an der NAKO-Gesundheitsstudie teilzunehmen?
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Ich habe mich schon immer für die Vermessung meines Stoffwechsels interessiert und viel Sport getrieben. Da ist es wichtig zu wissen, wie der Körper auf verschiedene Belastungen reagiert. Deshalb war die Teilnahme an der NAKO-Gesundheitsstudie eine wunderbare Gelegenheit für mich. Abgesehen von meinen persönlichen gesundheitlichen Krisen hat mich interessiert, welche körperlichen Veränderungen durch den modernen Lebensstil auf uns zukommen. Das Leben meiner Eltern und Großeltern war in Bezug auf Ernährung und Bewegung sehr unterschiedlich. Meine Großeltern sind sehr alt geworden und relativ gesund gealtert. Sie hatten durch die harte Arbeit auf dem Bauernhof lediglich Gelenkverschleiß. Meine Eltern hingegen hatten klassische Bürojobs und haben sich nicht sehr viel bewegt. Mein Vater war dazu noch ein Kettenraucher, hat sehr viel Alkohol getrunken und mit Mitte 50 seinen ersten Schlaganfall erlitten. Diese Unterschiede haben mir zu denken gegeben. Ich möchte auf jeden Fall vermeiden, im hohen Alter in einen schlechten Gesundheitszustand zu geraten. Außerdem interessiert mich, wie sich unser Lebensstil langfristig auf unsere Gesundheit auswirkt. Ich glaube, dass umfassende Datenerhebungen wie die der NAKO viele Leben retten können.
Was hat Sie davon überzeugt, bis zur dritten Untersuchungsrunde bei der NAKO-Gesundheitsstudie dabei zu bleiben?
Seit meiner gesundheitlichen Krise geht es mir noch mehr darum, meine Gesundheit in die Hand zu nehmen. Ich bin nämlich an Knochenmarkkrebs erkrankt. Während ich vorher nur mild an Gesundheitsthemen interessiert war, hat es für mich jetzt einen sehr hohen Stellenwert. Jetzt geht es für mich darum, meinen Körper in den bestmöglichen Zustand zu bringen, damit ich unter den Bedingungen dieser jetzt noch nicht heilbaren Krebserkrankung so lange wie möglich arbeiten und ein gutes Leben führen kann. Zu meinem Wohl und zum Wohl meiner Angehörigen. „Die NAKO Gesundheitsstudie teilt viele ihrer Erkenntnisse mit den
Teilnehmenden. Es geht nicht nur darum, Daten zu sammeln. Wir
Probandinnen und Probanden erhalten wertvolle Informationen über unseren
Gesundheitszustand, wie zum Beispiel den Body-Mass-Index, den
Körperfettanteil oder die Handgreifkraft.“
Welche Erkenntnisse haben Sie durch die NAKO-Gesundheitsstudie erlangt?
Die NAKO-Gesundheitsstudie teilt viele ihrer Erkenntnisse mit den Teilnehmenden. Es geht nicht nur darum, Daten zu sammeln. Wir Probandinnen und Probanden erhalten wertvolle Informationen über unseren Gesundheitszustand, wie zum Beispiel den Body-Mass-Index, den Körperfettanteil oder die Handgreifkraft. Besonders hilfreich finde ich die Bioimpedanzanalyse, die Aufschluss darüber gibt, wie viel Fett und Muskelmasse der Körper enthält. Solche Untersuchungen könnten in Zukunft helfen, den Fokus des Gesundheitssystems von der Krankheitsbehandlung auf die Gesundheitsvorsorge zu verschieben. Viele Krankheiten, auch meine, könnten bereits Jahre im Voraus durch einfache Bluttests erkannt werden, was die Belastung des Gesundheitssystems deutlich reduzieren würde.
Wieso sollten Bürgerinnen und Bürger an Studien wie der NAKO-Gesundheitsstudie Ihrer Meinung nach teilnehmen?
Die NAKO-Gesundheitsstudie hat den Vorteil, dass sie eine amtliche Studie ist, der wir vertrauen können. Wir geben durch die Verwendung unseres Smartphones bereits so viele Daten aus unserem Privatleben an internationale Konzerne, dass es nur sinnvoll ist, einige dieser Daten für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Jeder führt mit seinem Smartphone einen Aktivitätstracker mit sich. Es wäre naiv anzunehmen, dass Apple oder Samsung nicht sehr genau auswerten, wie und wohin wir uns bewegen, weil sie diese Daten natürlich für Werbung oder andere Zwecke verwenden möchten. Deswegen denke ich, Bürgerinnen und Bürger sollten ihre Daten lieber für ein Projekt zur Verfügung stellen, das dafür sorgt, dass alle davon profitieren. An einer Studie wie der NAKO-Gesundheitsstudie teilzunehmen, ist ein Akt des Gemeinwohls. „Bürgerinnen und Bürger sollten ihre Daten lieber für ein Projekt
zur Verfügung stellen, das dafür sorgt, dass alle davon profitieren. An
einer Studie wie der NAKO Gesundheitsstudie teilzunehmen, ist ein Akt
des Gemeinwohls.“
Welche Untersuchungen finden Sie am interessantesten?
Wie ich bereits erwähnt habe, finde ich die Bioimpedanzanalyse besonders spannend. Obwohl ich die Hoffnung auf ein Sixpack längst aufgegeben habe, interessiert es mich, wie viel Fett ich mit mir herumtrage. Auch Untersuchungen, die sich mit Alterungsprozessen befassen, finde ich faszinierend. Sie geben mir einen Eindruck davon, wie sich meine kognitiven Fähigkeiten im Laufe der Zeit verändern. Durch den Riechtest habe ich zudem erfahren, dass mein Geruchssinn nachlässt. Den Riechtest habe ich nur mit 10 von 12 Punkten bestanden – das heißt, ich kann nicht mehr alle Gerüche komplett scharf auseinanderhalten. Dann gibt es noch diesen sehr simplen Intelligenztest, bei dem der Arbeitsspeicher des Menschen vermessen wird, indem man sich Wörter oder Zahlen vorwärts und rückwärts merken muss. Da fällt auf, wie kurz die Aufmerksamkeitsspanne bereits geworden ist. Und Greifkraft. Ich bin entnervt vom Greifkrafttest, seit es ihn gibt. Handgreifkraft ist ein scharfer Prädikator für die allgemeine Gesundheit im Alter. Dabei schneide ich immer nur durchschnittlich ab, obwohl ich Greifkraft zuhause gezielt trainiere. Durch die Studie bin immer wieder motiviert, weiter zu trainieren, damit ich das nächste Mal besser abschneide.
Was würden Sie an der NAKO-Gesundheitsstudie verbessern?
Ich finde die Studie schon sehr umfassend, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Einfluss von Umweltgiften genügend berücksichtigt wird. Wir sind die erste Generation, die komplett mit Plastik aufwächst. Als ich geboren wurde, gab es die ersten Plastik-Eierlöffel. Vorher wurde kein Plastik genutzt. Es wäre interessant zu wissen, wie sich diese Entwicklungen auf unseren Körper auswirken, etwa auf unseren Hormonhaushalt oder die Spermienqualität. Auch der Einfluss elektromagnetischer Strahlung könnte untersucht werden.
Welche Erfahrungen haben Sie am Leipziger NAKO-Studienzentrum gemacht?
Das NAKO-Team am Leipziger Studienzentrum ist absolut reizend. Hier herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre, und ich fühle mich immer gut aufgehoben. Wahrscheinlich ist der Blutdruck, der gemessen wird, dadurch etwas verfälscht, weil ich hier so entspannen kann. |

News | MII-Symposium 2024 | 06.08.2024
Daten nutzen, Forschung stärken, Versorgung verbessern - unser Weg zum europäischen Gesundheitsdatenraum Beim MII-Symposium 2024 werden der (Fach-)Öffentlichkeit die aktuellen Ergebnisse der Medizininformatik-Initiative (MII) sowie Perspektiven der Weiterentwicklung präsentiert. Vorgestellt werden unter anderem Datennutzungsprojekte, die die Forschungsdateninfrastruktur der MII bereits erfolgreich nutzen und die über das Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) der MII beantragt worden sind. Im Fokus stehen ebenfalls Ergebnisse der Use Cases, der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit sowie der Nachwuchsforschungsgruppen der MII. In einem Panelgespräch wird über Vorarbeiten und Handlungsfelder auf Deutschlands Weg zum europäischen Gesundheitsdatenraum diskutiert. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt.
Zeit: 10. Dezember 2024, 11:00 - 18:00 Uhr Im Anschluss: Get-together
Ort: Kaiserin-Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen Robert-Koch-Platz 7 10115 Berlin Zur Veranstaltungswebsite
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Pressemitteilung | NAKO: Studie zu Post-COVID | 04.07.2024
Das Risiko für Post-COVID-Symptome ist geringer nach einer Omikron-Infektion sowie nach einer vierten Impfung, und wenn man eine Infektion bereits gut überstanden hat. Das zeigt eine bundesweite Befragung von fast 110.000 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie, die Angaben zu langanhaltenden Folgebeschwerden nach einer Corona-Infektion und ihrer Impfgeschichte gemacht haben. Die Daten im „Journal of Infection" verdeutlichen, dass das Risiko an Post-COVID zu erkranken im Vergleich zur frühen Phase der Pandemie insgesamt rückläufig ist.
Schon früh während der Corona-Pandemie gab es Berichte über Fälle anhaltender Folgebeschwerden der Infektion. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet solche neuen oder anhaltenden Symptome zwölf Wochen nach einer Corona-Infektion, die nicht durch andere Ursachen erklärt werden können, als Post-COVID-Zustand. In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Federführung der Universitätsmedizin Halle die Informationen von 109.707 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie zu ihrem selbstberichteten Gesundheitszustand ausgewertet. Die Befragung fand im Herbst 2022 rückblickend auf die Pandemie statt.
Mehr als 80 Prozent der Befragten hatten drei oder mehr COVID-19-Impfungen erhalten und 60 Prozent gaben an, bereits eine COVID-19-Infektion durchgemacht zu haben. Die Teilnehmenden konnten im Online-Fragebogen maximal 21 mögliche Post-COVID-Symptome von körperlicher Erschöpfung über Kreislaufprobleme bis hin zu Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisstörungen angeben. 35 Prozent berichteten über mindestens ein anhaltendes Post-COVID-Symptom vier bis zwölf Monate nach der Infektion. Von Personen die Post-COVID-Symptome berichtet haben, gab ein Viertel neun oder mehr der abgefragten Symptome an. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO-Gesundheitsstudie
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Pressemitteilung | Ergebnisse der Medizininformatik-Initiative in Bundesgesundheitsblatt-Sonderheft veröffentlicht | 27.06.2024
Medizininformatik-Initiative legt Grundlagen für EHDS
Die vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Medizininformatik-Initiative (MII)
hat Strukturen und Prozesse etabliert, um Daten aus der Routineversorgung für die medizinische Forschung zugänglich zu machen. In einem Sonderheft des Bundesgesundheitsblatts, das im Juni 2024 online veröffentlicht wurde, stellt die MII ihre Ergebnisse dar. Die Autorinnen und Autoren erläutern, wie die dezentral-föderierte Infrastruktur der MII funktioniert.
An allen Standorten der Universitätsmedizin und ersten nichtuniversitären Kliniken wurden im Rahmen der MII Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut, die Versorgungsdaten aus den primären IT-Systemen extrahieren, aufbereiten und für die medizinische Forschung datenschutzgerecht bereitstellen. Über das Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) können Forschende die verfügbaren Datenbestände aus der Versorgungsdokumentation aller deutschen Universitätskliniken erstmals über einen zentralen Zugang abfragen und beantragen.
Der Leiter der MII-Koordinationsstelle Sebastian C. Semler, Geschäftsführer der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V., sagt: „Mit dem Dekadenprojekt MII wurde erstmalig eine Fördermaßnahme durch das BMBF geschaffen, die alle Standorte der Universitätsmedizin in deutschlandweiter Kooperation vernetzt, um einen einmaligen, umfassenden Forschungsraum für die Nutzung von Gesundheitsdaten zu schaffen. Mit ihrer Infrastruktur legt die MII erfolgreich Grundlagen für die datenbasierte Medizin in Deutschland. Zugleich leistet sie wichtige Vorarbeit für den Anschluss Deutschlands an die Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten im Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS). Um den Anforderungen an eine digitale Gesundheits- und Forschungslandschaft erfolgreich zu begegnen, ist die Entwicklung einer gemeinsamen Gesundheitsdatenarchitektur und einer Vision der Datennutzung notwendig. Insbesondere die DIZ und das FDPG können wichtige Aufgaben in der Gesundheitsdatenarchitektur für den EHDS übernehmen.“
Zum Bundesgesundheitsblatt-Sonderheft: Die Medizininformatik-Initiative für die vernetzte medizinische Forschung |
News | NUM 3.0: Kick-Off-Sessions zu neuen Forschungsthemen | 27.06.2024
Am 30.06.2025 endet die aktuelle Förderphase des NUM. Deswegen beginnt jetzt die Vorbereitung auf die geplante nächste Förderphase. Das Verfahren zur Entwicklung von Projektskizzen für kooperative Forschungsprojekte im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) startet am Montag, den 1. Juli 2024 im Kooperationsportal des NUM Hub. An diesem Tag finden virtuelle Kick-Off-Sessions zu den jeweiligen neuen Forschungsthemen statt.
Die kooperativen Projektideen für Forschungsprojekte sollen in 6 Calls in sogenannten Themenräumen im NUM Hub entwickelt werden.
Kurze Information zu den Themenräumen 1 – 6
1 | Additions to and improvements of current NUM research (data) infrastructures
The NUM currently operates several research (data) infrastructures with a variety of purposes. These are AKTIN@NUM, GenSurv, NUKLEUS, RACOON, NUM-RDP, NUM-DIZ, NATON 2.0. This call deals with the improvement and further development of the NUM infrastructures listed above. These research (data) infrastructures need to be continually improved and expanded in order to best serve the needs of clinical researchers. To this end, the NUM funds additional research projects for infrastructure development outside of the base funding of NUM infrastructures. This serves the purpose to open up participation in infrastructure development projects to the entire NUM community, not only to those who are already operating NUM infrastructures.
2 | Two additional specialist networks for clinical studies, including new clinical and/or clinical-epidemiological studies, beyond infectious disease
The NUM is in the process of setting up a generic clinical study network as well as a specialist network on infectious diseases. In the new funding period, te latter should be complemented by two more specialist networks. These specialist networks are comprised by clinicians and clinical staff in the respective research fields, who are responsible for drafting and implementing study protocols and recruiting patients within the respective specialist area.
3 | New clinical and clinical-epidemiological studies (incl. platform trial) on infectious diseases
The NUM is in the process of setting up a generic clinical study network and various specialist clinical study networks. This call aims to identify clinical trials, clinical-epidemiological studies or platform trials in the field of infectious diseases to strengthen the NUM clinical study network in general and as part of a rapid response capability to public health crises.
4 | Setting up new registries in the NUM
This call is aimed at identifying new registries that should be established specifically in the NUM (as opposed to other contexts) on NUM (data) infrastructures, to enrich and take advantage of the NUM ecosystem. Any potential registry must directly support patient-oriented and potentially practice-changing research and/or public health (crises) management.
5| Research project(s) for the autopsy data platform
The infrastructure project NUM National Autopsy Network (NATON) is a Germany-wide network of university hospitals and autopsy centres that serves to gain systematic and standardised data and intelligence about pathogens from autopsies. The aim is to provide comprehensive and joined-up data for research across the NUM network. This call serves the purpose of identifying at least one research project (use case) that uses the autopsy data platform and ideally contributes to improving it further.
6 | Research project(s) for the imaging data platform
The infrastructure project Radiological Cooperative Network (RACOON) , a nationwide imaging data platform, supports the structured real-time collection, evaluation and provision of radiological data. This call aims to identify at least one research project (use case) that uses the imaging data platform and ideally contributes to improving it further.
Registrierung NUM Hub
Um an dem Verfahren teilnehmen zu können, müssen Sie im NUM Hub registriert sein. Sollten Sie noch nicht im NUM Hub registriert sein, sollten Sie sich bereits jetzt im NUM Hub anmelden.
Sie können sich hier jederzeit für den NUM Hub registrieren und den Newsletter zum NUM allgemein abonnieren. Weitere Informationen und den aktuellen Zeitplan bekommen Sie hier | Netzwerk Universitätsmedizin | 26.06.2024
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News | Forschung mit Biobanken: Ein Film von GBN, BBMRI.at & SBP | 26.06.2024
"Professional biobanks can make your life easier!"
Der German Biobank Node (GBN), BBMRI.at und die Swiss Biobanking Platform (SBP), alle drei „National Nodes“ der europäischen Biobanken-Organisation BBMRI-ERIC, haben gemeinsam einen neuen Film veröffentlicht. Dieser beleuchtet die bedeutende Rolle professioneller Biobanken für die Forschung und die Förderung neuer Entdeckungen in der Medizin.
Mit dem Slogan „Professional biobanks can make your life easier“ richtet sich der zweiminütige Animationsfilm an Forscher*innen und fordert sie auf, mit professionellen Biobanken zusammenzuarbeiten. Die Biobanken in den Netzwerken von GBN, BBMRI.at und SBP bieten umfassende Beratung und Unterstützung, arbeiten nach internationalen Standards, um eine hohe Probenqualität zu gewährleisten, halten sich an strenge Sicherheitsprotokolle und sind dem langfristigen Forschungserfolg verpflichtet.
Hier können Sie sich das Video ansehen:
Zur vollständigen News auf bbmri.de
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Pressemitteilung | Zwei Studien untersuchen den Zusammenhang zwischen aktivem Musizieren und Gesundheit | 25.06.2024
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der NAKO Gesundheitsstudie haben den Zusammenhang zwischen musikalischer Aktivität von Amateurmusikerinnen und -musikern auf ihre seelische und körperliche Gesundheit untersucht. Sie widmeten sich dabei insbesondere auch der Frage, wie sich die Pandemie auf die mentale Gesundheit der musikalisch aktiven Menschen ausgewirkt hat. Die Auswertung der Befragungen von NAKO Teilnehmenden zeigte, dass sich die selbstberichtete psychische Gesundheit insbesondere bei den Sängern in der Pandemie verschlechtert hat.
Singen, das Spielen von Instrumenten und das Hören von Musik können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. “Bislang gab es allerdings wenig Erkenntnisse aus epidemiologischen Studien, die sich mit den Auswirkungen der Amateurmusik auf die individuelle seelische und körperliche Gesundheit beschäftigen”, sagt Privatdozentin Dr. Lilian Krist, Leiterin des Studienzentrums Berlin-Mitte an der Charité. “Wir haben daher zum einen soziodemografische sowie gesundheitsbezogene Faktoren bei 6.717 Erwachsenen der NAKO Gesundheitsstudie untersucht und zum anderen die Auswirkung der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die psychische Gesundheit bei 3.666 musikalisch aktiven Personen im Vergleich zu nicht-musikalisch Aktiven genauer unter die Lupe genommen.”
Von den rund 6.700 Befragten der NAKO Gesundheitsstudie des Studienzentrums Berlin-Mitte waren 53 Prozent mindestens einmal in ihrem Leben musikalisch aktiv, sieben Prozent musizierten ihr Leben lang. Die genauere Auswertung der Daten zeigte, dass musikalisch aktive Personen mit größerer Wahrscheinlichkeit eine höhere Bildung hatten und weniger häufig übergewichtig waren im Vergleich zu den musikalisch inaktiven Personen. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO-Gesundheitsstudie
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News | LIFE KOOP 2024: Neue Studie untersucht Zusammenhang zwischen Blutgerinnseln und Gehirngesundheit | 21.06.2024
Im Mai ist das
Forschungsprojekt LIFE-KOOP gestartet, das den Zusammenhang zwischen
Kleinstgerinnseln im Blut, sogenannten Microclots, und der Gehirngesundheit der
Teilnehmer:innen der LIFE Adult Studie untersucht. Dabei werden die Menge,
Konzentration und Beschaffenheit dieser Microclots in bereits vorhandenen
Proben analysiert und mit bestehenden Daten der LIFE-Datenbank verknüpft. Microclots
sind winzige, unlösliche Blutgerinnsel, die entzündungsfördernde Moleküle
enthalten. Sie wurden bei schweren Verläufen von COVID-19 und Long COVID
nachgewiesen und können Symptome wie Muskelschmerzen, Müdigkeit und Gehirnnebel
verursachen. Zudem sind Microclots auch bei Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes,
Alzheimer und Parkinson nachweisbar. Der Schwerpunkt
des LIFE KOOP 2024-Projektes liegt auf der Untersuchung eines möglichen
Zusammenhangs zwischen der Konzentration von Microclots im Blut, kognitiven
Parametern sowie der Struktur und Funktion des Gehirns. Auch MRT-Parameter der
LIFE-Kohorten werden einbezogen, um die Zusammenhänge weiter zu spezifizieren. Erwartet
wird, dass Microclots als neuartige blutbasierte Biomarker mit
Alterungsprozessen im Gehirn in Verbindung stehen und vaskuläre,
neurodegenerative Veränderungen vermitteln. Die geplanten Untersuchungen tragen
dazu bei, kognitiven Abbau besser zu verstehen und das Risiko für dementielle
Erkrankungen vorherzusagen. Das LIFE KOOP
2024-Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem LIFE
Management Cluster, der Leipzig
Medical Biobank, dem Fraunhofer-Institut
für Zelltherapie und Immunologie sowie dem Max-Planck-Institut
für Kognitions- und Neurowissenschaften durchgeführt. Weitere
Informationen zu LIFE KOOP 2024 auf sachsen.de
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Pressemitteilung | Erste Teilnehmende der NAKO-Gesundheitsstudie beginnen mit der Drittuntersuchung | 14.06.2024

Wie entstehen Volkskrankheiten und welche Risikofaktoren begünstigen
diese? Welche Rolle spielen dabei Lebensstil, Umwelteinflüsse und
Genetik? Wie kann Volkskrankheiten vorgebeugt werden? Mit Fragen wie
diesen beschäftigt sich die NAKO-Gesundheitsstudie, Deutschlands größte
Langzeit-Bevölkerungsstudie. Seit 2014 werden in bundesweit 18
Studienzentren über 200.000 zufällig ausgewählte Bürger:innen in
regelmäßigen Abständen umfassend untersucht und befragt, um
gesundheitliche Veränderungen sowie Veränderungen im Lebensstil
erfassen. Ab sofort lädt das Leipziger Studienzentrum Teilnehmende zur
dritten körperlichen Untersuchung und zu Befragungen ein. Letzte
Woche hat das NAKO-Team in Leipzig die ersten beiden Teilnehmer:innen
der Drittuntersuchung herzlich begrüßt. „Ich mache gerne bei der
NAKO-Studie mit, weil sie wichtig ist für die Erforschung von
Volkskrankheiten," sagt die 77-jährige Probandin. Im Abstand von ca.
zweieinhalb Jahren werden Gesundheitszustand und Lebensstil der
Teilnehmenden erfasst, wobei sich körperliche Untersuchungen und
schriftliche Befragungen abwechseln. Mit den Fragebogentests werden
unter anderem Informationen zur körperlichen Aktivität und Ernährung
ermittelt. Die medizinischen Untersuchungen umfassen beispielsweise eine
Blutdruck- und Herzfrequenzmessung, die Messung der Handgreifkraft, ein
EKG, Ultraschalluntersuchungen des Herzens und Tests der Sinnesorgane.
Darüber hinaus werden für Forschungszwecke Bioproben wie Blut und Urin
gesammelt. Über 7300 Menschen haben seit Ende 2018 im Leipziger
Studienzentrum an der Zweituntersuchung teilgenommen. Zur
Drittuntersuchung werden mehr als 4500 Proband:innen erwartet. „Wir
sind sehr glücklich, dass das Leipziger Studienzentrum nun in die
dritte Untersuchungsrunde starten kann. Für die weitere finanzielle
Förderung sind wir dem Bund, den Ländern, der Helmholtz-Gemeinschaft und
natürlich auch unserer Universität sehr dankbar," sagt Privatdozentin
Dr. Kerstin Wirkner, Leiterin des Studienzentrums Leipzig. „Die
Zweituntersuchungen sind sehr erfolgreich verlaufen und wir wünschen
uns, dass die Proband:innen genauso motiviert sind, zur
Drittuntersuchung anzutreten." Zur Pressemitteilung der NAKO-Gesundheitsstudie |
News | Mediziner und Physiker Prof. Dr. Markus Löffler mit Verdienstorden gewürdigt |04.06.2024
Der Mediziner und Physiker Prof. Dr. Markus Löffler von der Universität
Leipzig ist am 4. Juni 2024 vom Ministerpräsidenten des Freistaates
Sachsen, Michael Kretschmer, für seine herausragenden Verdienste mit dem
Verdienstorden ausgezeichnet worden. Löffler prägte entscheidend die
Forschung und Entwicklung in den Bereichen Bioinformatik, Biometrie und
Epidemiologie in Sachsen und leitete fast 30 Jahre lang das Institut für
Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) der
Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
In seiner Amtszeit warb Professor Löffler am IMISE rund 45 Millionen
Drittmittelgelder ein und insgesamt 150 Millionen Drittmitteleinnahmen
für die Universität mit Großprojekten wie LIFE – Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen,
die NAKO-Gesundheitsstudie sowie Projekten der
Medizininformatik-Initiative wie SMITH und die Projekte POLAR,
INTERPOLAR und GEMTEX. Die von ihm mit vorangebrachten
Forschungsprojekte sorgten vielfach dafür, dass Verbesserungen in der
Therapie möglich wurden.
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Pressemitteilung | Übergewicht in der Jugend kann das Risiko für Multiple Sklerose erhöhen | 29.05.2024
Zum Welt-MS-Tag am 30. Mai 2024:
Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des
zentralen Nervensystems. Die Ursachen der Krankheit sind noch weitgehend
unbekannt. NAKO Forschende unter Federführung des Universitätsklinikums
Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD)
haben nun untersucht, welche Besonderheiten in Kindheit und Jugend das
Erkrankungsrisiko beeinflussen könnten. Die Auswertung der Informationen
von 204.273 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie zeigte unter
anderem, dass Übergewicht in der Jugend die Wahrscheinlichkeit erhöhen
kann, an einer MS zu erkranken. Deutschlandweit waren schätzungsweise 337 von 100.000 Menschen im
Jahre 2019 von Multipler Sklerose (MS) betroffen. Die Nervenkrankheit
äußert sich durch verschiedenste neurologische Symptome.
Empfindungsstörungen, Sehstörungen und Muskellähmungen sind die
häufigsten Frühzeichen. Für das Eintreten der Autoimmunkrankheit können
nach aktuellem Stand genetische Faktoren aber auch Umwelt- und
Lebensstilfaktoren, virale Infektionen sowie Vitamin D Mangel
verantwortlich sein. “Frühere Studien haben Hinweise geliefert, dass Einflüsse aus
Kindheit und Jugend die Entstehung der MS begünstigen können. In unserer
Publikation haben wir Angaben der NAKO Teilnehmerinnen und Teilnehmern
aus der Basisuntersuchung der NAKO Gesundheitsstudie zu Ereignissen und
gesundheitlichen Besonderheiten in jungen Jahren analysiert. Dazu
gehörten unter anderem das Geburtsgewicht, das Gewicht im Alter von zehn
Jahren und im Jugendalter, die Art der Geburt, Stillzeit oder die
Anzahl an Geschwistern”, berichtet Professor Dr. Heiko Becher vom
Institut für Global Health am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD).
Von den befragten 204.273 Personen der vorliegenden Studie hatten 858
vor der NAKO-Basisuntersuchung die Diagnose MS erhalten.
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News | Der Weg einer Probe - Biobanking aus Sicht einer Jugendlichen |15.05.2024
Sehr exklusive Einblicke in die Welt des
Biobankings hat Ende April eine Schülerin aus Leipzig bekommen. Im
Rahmen eines Schülerpraktikums durfte die 15-jährige Karla Kramer das
Team
der Leipzig Medical Biobank im Labor und in der Biobank eine Woche lang
begleiten. In dieser Zeit haben die Biobank-Mitarbeitenden ihr
ausführlich die qualitätsgesicherte Sammlung, Aufbereitung, Verteilung
und Lagerung verschiedenster humaner Biomaterialien sowie
datenschutzrechtliche und ethische Aspekte bei der Herausgabe von
Bioproben erklärt. Karla hat auch selbst mitgeholfen: So hat sie
beispielsweise Biomaterialien mit Pipetten verteilt, Bioproben auf
Trockeneis umgelagert und mit einer -100 °C kalten Werkbank gearbeitet.
Zum Abschluss durfte sie selbstständig Blutzellen isolieren und deren
Anzahl sowie Lebendzellanteil bestimmen. Ihre Eindrücke aus der
Leipzig Medical Biobank hat die Neuntklässlerin in ihrem zweiten
Praktikum als Grafikerin beim LIFE Management Cluster in Form eines
Posters zum Thema „Der Weg der Proben" grafisch aufbereitet. Hier
beschreibt sie Schritt für Schritt, was mit den Bioproben passiert und
welche weiteren Vorteile das Biobanking für die Forschung hat.
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Pressemitteilung | Presseeinladung zum 3. Wissenschaftlichen Symposium der NAKO Gesundheitsstudie: Zehn Jahre forschen für eine gesündere Zukunft | 14.05.2024
Zum dritten Mal lädt der Verein NAKO e.V. seine Mitglieder, Mitarbeitende und Förderer zum wissenschaftlichen
Austausch nach Berlin ein. Expertinnen und Experten der NAKO
Gesundheitsstudie berichten über zehn Jahre NAKO Studie und
gesundheitsbezogene Forschung. Medienvertreterinnen und -vertreter sind
herzlich willkommen. Am Dienstag 4.
Juni 2024 von 9:00-17:00 Uhr treffen sich rund 300 Forschende der NAKO
Gesundheitsstudie sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik zum
Fachkongress in Berlin. In
den Fachvorträgen geht es um Rück- und Ausblick auf Deutschlands größte
Bevölkerungsstudie sowie um aktuelle Ergebnisse und Entwicklungen rund
um die NAKO Gesundheitsstudie. Als
Gründungsmitglied der UK Biobank, der größten Bevölkerungsstudie in
Großbritannien mit 500.000 Teilnehmenden, verspricht Keynote-Sprecher
und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der NAKO Professor Paul Elliot
besondere Einblicke. In seinem Vortrag spricht er über die Bedeutung
großer Biobanken und Kohorten für unsere Gesellschaft. Um Anmeldung unter presse@nako.de wird gebeten. Die ganze Pressemitteilung sowie weitere Informationen zum Symposium finden Sie hier. |
Pressemitteilung | NAKO Gesundheitsstudie: Bewegungsmangel treibt die Kosten für Gesundheitssystem und Gesellschaft in die Höhe | 13.05.2024
Die Krankheitslast, die auf unzureichende körperliche
Aktivität zurückzuführen ist, hat wirtschaftliche Folgen sowohl für das
Gesundheitssystem als auch für die Gesellschaft. NAKO Forschende vom
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben den Zusammenhang
zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheitskosten sowie
gesellschaftlicher Kosten untersucht. In ihrer Analyse konnten sie
bestätigen, dass Bewegungsmangel mit höheren Kosten assoziiert ist.
Einen positiven Effekt auf die Kosten beobachteten sie durch
Freizeitsport, während hohe körperliche Aktivität bei der Arbeit in der
vorliegenden Studie mit höheren Kosten einherging. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 150 Minuten moderate
bis anstrengende Bewegung pro Woche, um gesund zu bleiben und
Krankheiten vorzubeugen. Schätzungen für Deutschland deuten allerdings
darauf hin, dass weniger als 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung
dieses Ziel erreicht. Die Analyse der Forschenden vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) basierte
auf den Daten von 157.648 Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie,
Deutschlands größter epidemiologischer Bevölkerungsstudie. Die
Teilnehmenden machten Angaben zur körperlichen Aktivität in den
Bereichen “Freizeit”, “Arbeit” und “Fortbewegung”, wobei „Arbeit“ sowohl
körperliche Aktivitäten bei bezahlter als auch unbezahlte Tätigkeiten
einschloss und zur “Fortbewegung” Aktivitäten auf dem Arbeitsweg oder im
Alltag zählten, beispielsweise der Gang zum Einkaufen. Das Level der
körperlichen Aktivität über alle Bereiche wurde gemäß der
WHO-Empfehlungen in „ausreichend“ bzw. „unzureichend“ sowie separat für
jeden Bereich in „sehr niedrig“ bis „hoch“ eingeteilt. Die Schätzung der
Gesundheitskosten basierte auf Angaben der befragten NAKO Teilnehmenden
zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in den letzten 12
Monaten. Darüber hinaus wurden auch weitere gesellschaftliche Kosten wie
Produktivitätsverluste berücksichtigt, basierend auf Angaben zu
krankheitsbedingten Fehlzeiten und gesundheitsbedingter Frühberentung.
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Pressemitteilung | Wie hat sich unser Bewegungsverhalten während der Pandemie verändert? | 26.04.2024
Während der Corona-Pandemie bestimmten Schutzmaßnahmen und
Mobilitätseinschränkungen das öffentliche und private Leben. Die NAKO
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben rund 150.000 Teilnehmende
der NAKO Gesundheitsstudie zur körperlichen Aktivität in dieser Zeit
befragt. Die Mehrheit der Befragten berichtete über einen deutlichen
Rückgang der Bewegung und eine zunehmend sitzende Lebensweise,
insbesondere bei Personen, die ins Home-Office wechselten. Die
Ergebnisse der Studie sollen nun dazu beitragen, kritisch die damaligen
Corona-Einschränkungen zu reflektieren unter Berücksichtigung der
Veränderungen im Lebensstil.
Regelmäßige Bewegung wirken sich nachweislich positiv auf die
Gesundheit aus und kann auch dabei helfen, besser mit Sorgen und Ängsten
umzugehen. Während der ersten pandemiebedingten
Mobilitätseinschränkungen von März bis Mitte Juli 2020, wurde der
deutschen Bevölkerung geraten, zu Hause zu bleiben, mit Ausnahmen für
Arbeitswege für bestimmte Berufsgruppen, sportliche Aktivitäten und
Einkäufe. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen
Krebsforschungszentrums (DKFZ) und Mitarbeitende der Studienzentren der
NAKO Gesundheitsstudie haben nun untersucht, wie sich diese Maßnahmen
auf das Bewegungsverhalten in Deutschland ausgewirkt haben und welche
Personengruppen am stärksten betroffen waren. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO Gesundheitsstudie |
Pressemitteilung | NAKO Gesundheitsstudie: Studienzentren laden NAKO Teilnehmende zur dritten Untersuchung ein | 12.04.2024
Teilnehmende der NAKO Gesundheitsstudie werden eingeladen, zum dritten Mal
medizinische Tests und Befragungen zu ihren Lebensumständen wahrzunehmen. Die
gesammelten Daten nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um Entstehung,
Häufigkeit und Ursachen von Volkskrankheiten wie beispielsweise Krebs, Diabetes, Demenz oder
Herzinfarkt zu erforschen, um Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung in
Deutschland zu verbessern. „Je mehr Daten innerhalb der Studie erhoben werden, desto
aussagekräftiger werden die wissenschaftlichen Ergebnisse sein. Daher ist die
Teilnahme jedes Einzelnen wichtig für den Erfolg der Studie. Danke an alle, die
nach 10 Jahren die NAKO Gesundheitsstudie weiterhin aktiv unterstützen. Wir
freuen uns in allen Studienzentren auf das Wiedersehen mit unseren NAKO
Teilnehmenden“, sagt Privatdozentin Dr. Kerstin Wirkner, Leiterin des
Studienzentrums Leipzig und Sprecherin der 18 NAKO Studienzentren. Mehr als 200.000 Menschen haben die erste Basisuntersuchung
vor 10 Jahren wahrgenommen. Alle vier bis fünf Jahre findet eine
Folgeuntersuchung, mit Befragungen zu Lebensumständen, der Durchführung einer Reihe
an standardisierten Tests von Blutdruckmessung bis zum Handgreiftest und dem
Sammeln von Biomaterialien wie Blut oder Urinproben, statt. Ab jetzt erhalten die NAKO Teilnehmenden von ihrem
wohnortnahen Studienzentrum eine Einladung zur dritten Untersuchung. Weitere Informationen zum NAKO Untersuchungsprogramm finden Sie hier. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO Gesundheitsstudie |
News | MIRACUM-DIFUTURE Journal erschienen – Erstmals in Zusammenarbeit mit SMITH und HiGHmed | 10.04.2024
Medientipp: MIRACUM-DIFUTURE-Journal Nr. 2 – Medizininformatik für Forschung und
Versorgung | Titelgesichte: Auf Augenhöhe – Patient:innen als Mitglied
des Behandlungsteams.
Pünktlich zum Start der DMEA, einer der größten Digital Health-Messen Europas, ist das MIRACUM-DIFUTURE Journal erschienen. Das MIRACUM-Konsortium der Medizininformatik-Initiative (MII)
hat beginnend mit der Aufbau- und Vernetzungsphase der MII im Jahr
2018 jährlich ein Magazin herausgegeben, in dem aktuelle Themen aus
MIRACUM sowie Highlights und Fortschritte aus den Projekten der MII präsentiert wurden. Seit 2023 wird das
Magazin in Kooperation mit DIFUTURE als "MIRACUM-DIFUTURE Journal"
veröffentlicht. Das Besondere an der aktuellen Ausgabe: Es ist als
übergreifendes Projekt der vier Konsortien der
Medizininformatik-Initiative entstanden. Auf 111 Seiten erhalten
Leserinnen und Leser einen
detaillierten Einblick in die laufenden Arbeiten der MII-Konsortien DIFUTRE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH. Die
vier Konsortien der MII arbeiten in interdisziplinären Teams aus
Medizin, Informatik und weiteren Fachrichtungen der deutschen
Universitätskliniken zusammen, um Daten aus der Routineversorgung für
eine verbesserte Forschung zu vernetzen. Hierfür wurden
Datenintegrationszentren etabliert, um Versorgungsdaten
datenschutzgerecht aufzubereiten und für die medizinische Forschung zur
Verfügung zu stellen.
Die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des MIRACUM-DIFUTURE Journals fokussiert die Einbindung von
Patientinnen und Patienten in die Forschungsaktivitäten der MII. Am
Beispiel der Krankheit „Multiple Sklerose“ wird demonstriert, wie
Patientinnen und Patienten von der Nutzung ihrer Gesundheitsdaten
profitieren. Auch Autorinnen und Autoren aus dem SMITH-Konsortium,
dessen Geschäftsstelle beim LIFE-Management Cluster angesiedelt ist,
haben an dem
Journal mitgearbeitet, um konsortienspezifische Themen beizutragen. Folgende Artikel sind mit SMITH-Beteiligung entstanden: - „Nachwuchsgruppe KI-LoV: Versorgungslogistik im Fokus“ von Dr.-Ing.
Sasanka Potluri und Prof. Dr. Cord Spreckelsen (Universitätsklinikum
Jena), S. 76f
- „Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf: Das Ziel ist ein Data
Service Center“ von Dr. Jan Gewehr, Leiter des Datenintegrationszentrums
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, S. 92 – 94
- „Wie können Clinician Scientists die MII Infrastrukturen nutzen?“
von Prof. Dr. Toralf Kirsten, Prof. Dr. Markus Löffler, Dr. Matthias
Nüchter, Cornelia Dolling und Julia Jesser (Universitätsklinikum Leipzig
AöR | Universität Leipzig), S. 102 -105
Auch die konsortienübergreifenden Projekte unter SMITH-Koordination GeMTeX und INTERPOLAR sind mit Überblicksartikeln zu aktuellen Ergebnissen vertreten: - „Ein Jahr GeMTeX – Der weite Weg zu einem deutschen klinischen
Textkorpus“ von Prof. Dr. Martin Boeker (TU München), Dr. Richard Eckart
de Castilho (TU Darmstadt), Dr. Peter Klügl (Averbis), Christina Lohr,
Dr. Frank Meineke (beide Universität Leipzig) und Luise Modersohn (TU
München), S. 48 – 51
- „INTERPOLAR – Optimierung der Arzneimitteltherapiesicherheit in der
Routineversorgung“ von Anna Wermund (Universität Bonn), Prof. Dr. Frank
Dörje (Universitätsklinikum Erlangen), Prof. Dr. Markus Löffler
(Universität Leipzig), Prof. Dr. Renke Maas (FAU), Dr. Daniel Neumann
(Universität Leipzig), S. 52 – 55
Die Printausgabe des Journals liegt vom 9. bis zum 11. April 2024
auf der DMEA am Stand der Medizininformatik-Initiative (Halle 3.2
| Stand E-115) aus und wird in den kommenden Wochen an alle
Partnerstandorte der MII postalisch versandt. Die Online-Ausgabe des MIRACUM-DIFUTURE Journals finden Sie hier. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern! Zum MIRACUM-DIFUTURE Journal Nr. 02 | April 2024 |
Pressemitteilung | Medizinische Routinedaten für Forschungsprojekte nutzen. Online-Lernportal „MII-Academy“ bündelt Wissen für klinisch Forschende | 08.04.2024
Durch die Medizininformatik-Initiative (MII) und den damit
verbundenen Aufbau von Datenintegrationszentren (DIZ) an den
(Universitäts-)Kliniken entstehen neue Möglichkeiten, um Routinedaten
aus der Versorgung fach- und standortübergreifend für Forschungszwecke
zu verwenden. Zu den Aufgaben der DIZ gehören die Übernahme von Daten
aus vielfältigen datenliefernden Systemen, die Zusammenführung und
Aufbereitung dieser Daten sowie die Sicherstellung von Datenqualität und
Datenschutz. Die aufbereiteten Daten werden anschließend für die
medizinische Forschung bereitgestellt. Basierend auf den erschlossenen
Datenmengen kann die Forschung mit klinischen Versorgungsdaten dazu beitragen, Krankheiten präziser zu erkennen und die Krankenversorgung zu optimieren.
Ziel der MII-Academy ist es, die in der MII geschaffenen
Strukturen und Möglichkeiten bekannter zu machen und klinisch Forschende
bei deren Nutzung zu unterstützen. Damit ergänzt sie die weiteren
unterstützenden Maßnahmen wie die Ausschreibung von
Datennutzungsprojekten und allgemeine Angebote für die Öffentlichkeit.
Die Online-Lernplattform vermittelt in Videotutorials praxisrelevantes
Hintergrundwissen und Handlungsempfehlungen zu den Services und
Nutzungsprozessen der MII. Basierend auf den Erfahrungen der
SMITH-Academy, die während der ersten Förderperiode der MII (2018-2022)
im SMITH-Konsortium entwickelt wurde, folgt die MII-Academy einem
modularen Konzept. Die Module sind in vier Hauptthemen gegliedert:
Überblick, Basiswissen zur Unterstützung von Eigenforschung, erweiterte
Methoden der Datenauswertung sowie Spezialthemen der Datenaufbereitung
und -auswertung. Dabei bauen die Themen aufeinander auf, die Komplexität
steigt schrittweise. Die Nutzenden können die Reihenfolge der
Bearbeitung nach dem eigenen Kenntnisstand festlegen und Module mehrfach
orts- und zeitunabhängig wiederholen. „Mit der MII-Academy vermitteln
wir Ärztinnen und Ärzten sowie Forschenden, wie sie die
MII-Infrastruktur nutzen können, um mit Routinedaten aus der
Patientenversorgung, d. h. Real World Data, innovative medizinische
Fragestellungen zu beantworten“, erklärt Prof. Dr. Toralf Kirsten,
Professor für Medical Data Science an der Universität Leipzig, der das
Konzept der MII-Academy federführend entwickelt hat.
Die vollständige Pressemitteilung der Medizininformatik-Initiative finden Sie hier.
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News | NAKO Studienzentrum Leipzig hat über 7.155 Proband:innen für die Zweituntersuchung rekrutiert | 21.03.2024
Das NAKO Studienzentrum in Leipzig hat Anfang März den 7.155
Teilnehmenden in die Gesundheitsstudie eingeschlossen. Damit hat sie das
vorgegebene Ziel bei der Rekrutierung im Rahmen der Zweituntersuchung erreicht.
Die Zweituntersuchung startete im
November 2018 und läuft noch bis Ende Juni 2024. Die NAKO Gesundheitsstudie zielt
darauf ab, die Ursachen von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Krebs, Diabetes oder Infektionskrankheiten zu erforschen. Deutschlandweit wurden
an insgesamt 18 Studienzentren 205.000 zufällig ausgewählte Bürger:innen im
Alter von 20 – 69 Jahren in die Studie eingeschlossen. Die Entwicklung ihres
Gesundheitszustandes und ihres Lebensstiles soll über einen Zeitraum von 20 bis
30 Jahren erfasst werden. Alle 2,5 Jahre
werden Informationen zu Veränderungen im Gesundheitszustand der Teilnehmenden
erfasst, wobei sich körperliche Folgeuntersuchungen bzw. ausschließlich
schriftliche Befragungen (sogenannte Gesundheits-Follow-ups) abwechseln. Am Leipziger NAKO Studienzentrum wurden zur
Basisuntersuchung zwischen Juli 2014 bis Oktober 2018 10.600 Bürger:innen der
Stadt Leipzig und des Leipziger Umlandes in die Studie eingeschlossen. Um ein umfassendes Bild von der Entstehung von
Zivilisationskrankheiten zu erhalten, werden alle fünf Jahre
Folgeuntersuchungen durchgeführt.
Diese Folgeuntersuchungen
beinhalten unter anderem - Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Gedächtnistests
- die Erfassung von Körpergröße sowie Körpergewicht,
Taillenumfang, Körperzusammensetzung und Ultraschalluntersuchung des Bauchfetts
- die Ermittlung der Handgreifkraft und der körperlichen
Aktivität
- die Messung von Blutdruck und Herzfrequenz sowie
Schlafcharakteristika
- Befragungen zur Lebensweise, zu Vorerkrankungen und
sonstigen gesundheitlichen Faktoren sowie zur Medikamenteneinnahme
Ab Mai 2024 werden die ersten Einladungen zur
Drittuntersuchung versendet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NAKO
Studienzentrums Leipzig freuen sich auf zahlreiche Studienteilnehmende. Weitere Infos zur NAKO-Gesundheitsstudie finden Sie hier.
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News | Large Language Model Workshop am 14. Mai 2024 in Leipzig – Jetzt anmelden! | 13.03.2024
Das GeMTeX-Projektteam
der Medizininformatik-Initiative (MII) lädt alle Interessierten zu
einem Workshop über Large Language Models ein, der am 14. Mai 2024
in der Albertina Bibliothek der Universität Leipzig stattfinden wird.
Diskutieren Sie gemeinsam mit Expertinnen und Experten über die
Anwendung von KI-Sprachmodellen in klinischen Settings sowie den
aktuellen Stand der Forschung! Referierende aus der MII und
Forschungsinstitutionen deutschlandweit teilen in Vorträgen ihre
Erfahrungen zu Large Language Models (LLM). LLM sind Sprachmodelle, die
auf großen Textmengen basieren und mittels künstlicher Intelligenz
eigene Texte generieren können. Sie können im klinischen Alltag
insbesondere für die Automatisierung von Routineaufgaben wie z. B. das
Verfassen von Artztbriefen von großem Nutzen sein. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von GeMTeX, medBERT.de, dem UKP Lab der TU Darmstadt, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Kather-Gruppe vom Universitätsklinikum Dresden sowie Nachwuchsforschungsgruppen der MII auszutauschen! Folgende Themen stehen im Fokus: - Aktueller Stand der LLM-Forschung in Deutschland und weltweit
- Methodik und Anwendung von LLM
- Erfahrungen mit LLM in der Klinik
- Perspektiven für den Einsatz von LLM in der Klinik
Sie haben Interesse? Bitte registrieren Sie sich bis zum 26. April 2024 hier. Hintergrund: Klinische Texte für die automatisierte Verarbeitung erschließen Auf
künstlicher Intelligenz basierende Sprachmodelle wie ChatGPT sind
mittlerweile Teil des Alltags unterschiedlicher Berufsgruppen geworden.
Auch für die medizinische Forschung und Versorgung können diese Modelle
einen Mehrwert bieten. Textverarbeitungsmodelle, die auf künstlicher
Intelligenz basieren, werden auch Large Language Models genannt. Mittels
Verarbeitung Natürlicher Sprache (Natural Language Processing, kurz:
NLP) werden LLM mit großen Textmengen trainiert, sodass diese
selbstständig Texte erstellen, zusammenfassen oder Fragen beantworten
können. Im MII-Projekt GeMTeX wird daran gearbeitet, Texte aus
der klinischen Versorgung so aufzubereiten, dass diese mit NLP-Methoden
automatisiert gelesen und von LLM verarbeitet werden können. Datenschutz
und Datensicherheit haben dabei die höchste Priorität. Im Rahmen des
Projekts wird eine zentrale technische und organisatorische Struktur
geschaffen, um anonymisierte Texte zu sammeln und sie richtlinienkonform
zur Anreicherung zu bearbeiten. Das Ziel ist, das größte Korpus für
medizinische Texte in deutscher Sprache zu erstellen und für die
Forschung zugänglich zu machen. Die Geschäftsstelle des LIFE Management Clusters unterstützt GeMTeX in der Koordination.
Weitere Informationen zu GeMTeX_MI – German Medical Text Corpus finden Sie hier. |
Pressemitteilung | NAKO untersucht den Zugang zur medizinischen Versorgung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund | 06.03.2024
Ein nicht befriedigter Bedarf an medizinischen Leistungen kann die
Gesundheit negativ beeinträchtigen. Forschende unter Federführung des
Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) haben Teilnehmende der NAKO Gesundheitsstudie befragt, welche medizinischen Leistungen sie in den letzten 12 Monaten genutzt haben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
verglichen in ihrer Auswertung insbesondere Menschen mit und ohne
Migrationshintergrund. Sie fanden dabei heraus, dass Migrantinnen und
Migranten, insbesondere der ersten Zuwanderergeneration, seltener
psychologische Hilfe in Anspruch nehmen als Menschen ohne
Migrationshintergrund. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die
Bedürfnisse dieser Personengruppe besser zu verstehen, und ihnen den
Zugang zu spezifischen Versorgungsangeboten zu erleichtern. Zur vollständigen Pressemitteilung der NAKO Gesundheitsstudie
Originalpublikation:Wiessner Christian, Licaj
Sara, Klein Jens et al. Health Service Use Among Migrants in the German
National Cohort—The Role of Birth Region and Language Skills. Int J
Public Health, 2024, 06 March 2024,
DOI10.3389/ijph.2024.1606377
Weitere Informationen im Internet:
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News | Jubiläumsbroschüre präsentiert 30-jährige Geschichte sowie aktuelle Aktivitäten des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie der Universität Leipzig | 06.02.2024
Das Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie
(IMISE) hat eine Broschüre herausgegeben, die die Entwicklung und
Arbeit des IMISE würdigt und vorstellt. Die Broschüre wurde anlässlich
der Verabschiedung von Professor Markus Löffler, dem ehemaligen Direktor
des IMISE, initiiert und erscheint pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum
des Instituts, das in den letzten Jahren um zahlreiche Projekte gewachsen ist. Das
IMISE ist Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die
Kernkompetenzen liegen in der patientennahen klinischen
Studienforschung, der Epidemiologie, der Medizinischen Informatik sowie
der Systemmedizin und Modellierung. Unter anderem hat das IMISE auch bei
der Gründung weiterer Einrichtungen, wie dem LIFE-Forschungszentrum,
mitgewirkt. In der 130-seitigen IMISE-Jubiläumsbroschüre erfahren
Sie in kleinen, bebilderten Kapiteln u. a. mehr über die Geschichte des
Instituts, verwandte Einrichtungen und die aktuellen Projekte:
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News | 17. Research Festival for Life Sciences: Auszeichnung vielversprechender Projekte in Medizin und Lebenswissenschaften | 18.01.2024
Nach einer dreijährigen pandemiebedingten Pause erhielten am 18.
Januar über 200 Nachwuchswissenschaftler:innen und Ärzt:innen aus der
Leipziger Forschungslandschaft die Gelegenheit, ihre wissenschaftlichen
Arbeiten im Rahmen des 17. Research Festival for Life Sciences einem
breiten Publikum vorzustellen. Das Research Festival wird seit
2002 von der Medizinischen Fakultät und der Fakultät für
Lebenswissenschaften ausgerichtet und bietet jungen
Wissenschaftler:innen der Medizin sowie der Life Sciences eine Plattform
für den Austausch zu relevanten Forschungsthemen. Mit 220 Einreichungen
und über 200 ausgestellten Postern war das diesjährige Research
Festival eine der erfolgreichsten Veranstaltungen in dieser Reihe. Die
Inhalte der Poster erstreckten sich über 15 Themengebiete aus
Teilbereichen der Biologie, Chemie, Medizin, Physik und Psychologie. Neu
war in diesem Jahr die Kategorie „Psychosocial Medicine and Public
Health". Wie in den Vorjahren präsentierten die
Wissenschaftler:innen ihre Poster in fünfminütigen Kurzvorträgen. An der
Bewertung waren in diesem Jahr über 30 Gutachter:innen von der
Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig beteiligt.
Insgesamt 16 Autor:innen wurden für ihre innovativen Arbeiten mit den
Forschungspreisen des Research Festivals ausgezeichnet. Davon wurde ein
Preis aktiv durch die Besucher:innen der Veranstaltung vergeben. Mit dem
beliebten Wuschel – dem Maskottchen des Research Festivals, konnte über
das favorisierte Poster abgestimmt werden. Der Publikumspreis ging an
Aydin Yasmin vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig für
ihren Beitrag zu biologischen Rezeptoren in der Zellmembran. Eröffnet
wurde die Preisverleihung durch eine Keynote von Jun.-Prof. Dr.
Christina Lamers vom Institut für Wirkstoffentwicklung der Universität
Leipzig. Sie sprach in ihrem Vortrag über die richtige Kommunikation von
Forschungsprojekten und gab Tipps zur Umsetzung. Zum zweiten Mal wurde
im Rahmen des Research Festivals der Roland-Ernst-Forschungspreis
verliehen. Die Roland-Ernst-Stiftung für Gesundheitswesen würdigt mit
dem Forschungspreis herausragende Leistungen junger
Wissenschaftler:innen aus der Medizin und Versorgungsforschung in
Sachsen. Der mit 2.500 € Euro dotierte Preis wurde an zwei
Wissenschaftler:innen der Universität Leipzig vergeben. Dr. Mar Bosch
Queralt erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeiten zu
Erkrankungsmechanismen der Multiplen Sklerose. PD Dr. Alexander Rühle
wurde für seine Forschungen zum potentiellen Nutzen einer begleitenden
Chemotherapie bei älteren Patientinnen und Patienten mit
Kopf-Hals-Tumoren ausgezeichnet. Das 17. Research Festival for
Life Sciences 2024 wurde organisiert durch das LIFE Management Cluster
der Universität Leipzig. Eine Übersicht aller Preisträger:innen sowie
das dazugehörige Abstractbook finden Sie auf der Veranstaltungswebsite oder hier. Das 17. Reserach Festival for Life Sciences in den Medien:
Leipziger Zeitung (LZ) | "Moderne Medizin: Das 17. Leipzig Research Festival for Life Sciences + Video" | 21.01.2024
Universität
Leipzig | News Portal | "Nachwuchswissenschaftler:innen aus Medizin und
Lebenswissenschaften ausgezeichnet" | 22.01.2024 |