Über die Leipzig Medical Biobank

​​Die Leipzig Medical Biobank (LMB) der Universität Leipzig ist eine hochmoderne Biobank für die qualitätsgesicherte Sammlung, Verarbeitung, Lagerung und Bereitstellung von Bioproben. Gegründet im Jahr 2010 wurden zunächst vor allem Flüssigproben wie Urin, Serum, Plasma und Speichel epidemiologischer Studien des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE) gesammelt, verarbeitet, gelagert und für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 2017 begann zusätzlich die Sammlung von Gewebeproben von Patient:innen mit Tumorerkrankungen in Kooperation mit dem universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL), dem Institut für Pathologie, diverser Kliniken des Universitätsklinikums Leipzig sowie dem Institut für Laboratoriumsmedizin. Im Fokus stehen dort derzeit maligne Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, der Brust und des Uterus sowie Sarkome und maligne hämatologische Erkrankungen. Seit 2021 werden auch Proben von Patient:innen mit kardiovaskulären Erkrankungen mit dem Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Leipzig aufbewahrt.

Die Proben werden hoch standardisiert und rückverfolgbar verarbeitet und überwiegend bei Temperaturen von -80°C oder bei <-150°C in der Gasphase flüssigen Stickstoffs gelagert. Die Lagerung erfolgt unter strikter Einhaltung einer unterbrechungsfreien Kühlkette und ständiger Überwachung. Alle Proben sind über einen Barcode eindeutig gekennzeichnet und können dadurch sowohl mit qualitätsrelevanten Daten wie Prozessierungs- und Lagerungszeiten, als auch mit klinischen Daten des Spenders verknüpft werden. Somit stehen zu den Proben auch umfangreiche Datensätze zur Verfügung. 

Die Biobank unterstützt Projektpartner zudem in der Planung und Umsetzung von Projekten bezüglich Probengewinnung, Verarbeitung, Lagerung und Bereitstellung. Dadurch konnten auch Probensammlungen für wissenschaftliche Begleitprojekte klinischer Studien umgesetzt werden. Auf die Biomaterial- und Datenbank können Wissenschaftler:innen der Universität Leipzig und kooperierender Einrichtungen zu Forschungszwecken über eine Projektvereinbarung zugreifen. 

Kooperationen


          
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