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Pressemitteilungen der Kieferorthopädie

 

 

 

Wie gefährlich sind Zahnschienen aus dem Internet?<img alt="Prof. Till Köhne mit Patientin&#58; Durch die positive Entwicklung bei Alignern – also durchsichtige Plastikzahnschienen, die die Zähne sozusagen auf Linie bringen – können sich jetzt auch immer mehr Erwachsene eine Behandlung vorstellen." src="/presse/PressImages/pic_20220916112732_a6ab349594.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-09-15T22:00:00ZLeipzig. Zahnkorrekturen sind heutzutage nicht nur bei Kindern und Jugendlichen möglich. Zwar ist es in jungen Jahren einfacher, Fehlstellungen zu korrigieren, aber auch Erwachsene können ihren schiefen Zähnen Lebewohl sagen. Mit vorschnell im Internet bestellten Zahnschienen – Alignern – kann man indes viel falsch machen. Besser ist die Vorstellung bei professionellen Kieferorthopäd:innen, wie es sie beispielsweise am UKL gibt. Diese bieten seriöse Alternativen - auch kostengünstige bei kleineren Behandlungen. <p>Eine Altersgrenze für eine kieferorthopädische Behandlung gibt es nicht. Gerade ein Engstand der Zähne entwickelt sich ja auch häufig erst im Erwachsenenalter&quot;, so Prof. Till Köhne, Direktor der Poliklinik für <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Kieferorthopädie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). &quot;Durch die Entwicklung der Aligner - also durchsichtigen Plastikzahnschienen, die die Zähne sozusagen auf Linie bringen - können sich jetzt mehr und mehr Erwachsene eine Behandlung vorstellen. Das Problem dabei&#58; Im Internet gibt es verführerische Angebote. Und wer nur auf diesen Online-Preis schaut, kann am Ende mehr Sorgen als vorher haben&#58; einen verschobenen Biss, gelockerte Zähne oder freiliegende Zahnhälse.&quot;</p> <p>Wie der Leipziger Kieferorthopäde erläutert, stellt die Aligner-Therapie eine sehr gute kieferorthopädische Methode zur Behandlung von leichten bis schweren Zahnfehlstellungen dar. &quot;Die Plastikzahnschienen haben in den letzten 20, 30 Jahren unser Fach sehr verändert. Man kann mit den herausnehmbaren Alignern sehr zielgenau arbeiten. Damit dem Patienten aber sicher und optimal geholfen wird, sollte kieferorthopädisches Fachwissen einbezogen sein.&quot;</p> <p>Die Aligner-Therapie der Online-Anbieter besteht aus einfachen Bausteinen&#58; Die Zahnreihen des Patienten werden gescannt, mit einer Software wird das Behandlungsziel erstellt, dann wird ausgerechnet, wie viele Schienen der Patient braucht, um ans Ziel zu kommen. Alle Schienen werden dann dem Patienten zugesandt, die er jeweils 22 Stunden am Tag trägt und regelmäßig wechselt.&#160;<br><br><strong>Experte warnt&#58; &quot;Kontrolle per Selfie - das ist zu wenig!&quot;</strong></p> <p>Prof. Köhne warnt aber vor solchen Simpel-Angeboten. &quot;Das Problem ist, dass die Behandlung nur auf einem Scan basiert und auch der Scan nicht bei einem Kieferorthopäden durchgeführt wird, sondern bei Zahnärzten, die die Behandlung aber nicht selber planen und auch nicht selber durchführen. Ein seriöser Kieferorthopäde interessiert sich zuerst&#58; Was will der Patient mit der Behandlung erreichen? Nur eine ästhetische Verbesserung? Oder hat er auch Probleme mit dem Biss oder Kiefergelenk? Liegt nur eine Zahnfehlstellung vor, oder muss auch eine Kieferfehlstellung therapiert werden? Wie werden die Muskeln im Mundraum, die Zunge und das Zahnfleisch reagieren? Und ganz wichtig&#58; Werden die Zähne die Bewegung mitmachen, oder ist eine Zahnwurzel verkürzt, ein Implantat zu berücksichtigen, oder gibt es versteckte Weisheitszähne? All das kann man nur durch eine ausführliche klinische Untersuchung und mit Hilfe von Röntgenbildern erkennen, da reicht kein Scan.&quot;</p> <p>&quot;All das muss ein Kieferorthopäde im Interesse seines Patienten berücksichtigen. Ein simpler Scan, die Kontrolle per Selfies - das ist aus meiner Sicht viel zu wenig&quot;, erklärt Prof. Köhne. &quot;Meistens werden bei diesen Online-Anbietern der Einfachheit halber zum Begradigen der Zahnreihen nur die Zähne nach vorn geklappt. So entsteht mehr Raum für die Zähne und sie können gut eine Reihe bilden. Viele Patienten merken aber sofort, dass die Zähne zu weit nach vorne stehen. Außerdem kann sich das Zahnfleisch zurückziehen, wenn man die Zähne aus dem Knochen rausbewegt. Von möglichen Funktionsproblemen ganz zu schweigen. Die Patienten können nicht mehr richtig abbeißen. Manchmal merken die Patienten, dass die Zähne nicht mehr richtig aufeinandertreffen, wenn man das Parkticket nicht mehr zwischen den Zähnen halten oder keinen Faden mehr abbeißen kann.&quot;</p> <p>In Unterschied zu den Online-Anbietern habe ein Kieferorthopäde das Ziel, ein ästhetisches und zugleich funktionales Optimum zu erreichen, betont der UKL-Klinikdirektor. &quot;Wobei funktional nicht nur heißt, dass das Abbeißen weiter klappt, sondern auch das Sprechen und Singen. Selbst für das Küssen ist ein perfektes Zusammenspiel von Zähnen und Lippen nötig. Deshalb erkläre ich dem Patienten, was mit einer Aligner-Therapie bei ihm möglich ist. Das Ziel ist immer, ein individuelles Optimum an Funktion und Ästhetik zu erreichen. Und das alles im persönlichen Kontakt mit den Patienten - das ist für mich Kieferorthopädie.&quot;<br><br></p> <p><strong>Wie läuft eine Aligner-Behandlung beim Kieferorthopäden ab?</strong></p> <p>Die meisten Aligner-Behandlungen führen Kieferorthopäden heutzutage zusammen mit externen Zahntechniklaboren durch. Das sind meist große Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Aligner in industriellem Maßstab herzustellen. &quot;Alles fängt an, dass ich einen Scan mit meinen genauen Behandlungsvorgaben der Firma übermittle. Hierbei muss ich mir schon die ganze Behandlung im Vorfeld überlegen&#58; Welcher Zahn soll wohin? Welche Zähne müssen zuerst bewegt werden, um eventuell Platz zu schaffen? Und auf welchen Zähnen sind die Attachments, die den Schienen besseren Halt geben, aufzubringen? Zudem muss ich die Anzahl der Schritte bis zum Ergebnis festlegen, also die Anzahl der Schienen. Das ist auch für den Patienten wichtig, da natürlich mehr Schienen auch mehr Kosten verursachen&quot;, bekräftigt Prof. Köhne. &quot;Zurück bekomme ich dann eine erste Computersimulation, die ich dann in mehreren Sitzungen so lange verfeinere, bis sie meinen Vorstellungen entspricht.&quot;</p> <p>Dem Patienten wird dann die Simulation gezeigt. Ist der einverstanden, geht alles an die Spezialfirma, die die entsprechende Zahl der Modelle anfertigt, auf denen dann die Aligner hergestellt werden. &quot;Ungefähr vier bis sechs Wochen nach dem Scan sind die Schienen fertig. Die Attachements werden auf die Zähne aufgebracht - und der Patient kann die Aligner verwenden&quot;, sagt der Leipziger Klinikdirektor. &quot;In diesen unscheinbaren Plastikschienen steckt nun das Wissen und Können des Kieferorthopäden.&quot;&#160;</p> <p>Beim ersten Termin werden die Schienen übergeben und meist auch die Attachments geklebt. Danach wechseln die Patienten bis zur nächsten Kontrolle beim Kieferorthopäden alle ein bis zwei Wochen selbstständig die Aligner. Wenn man beim letzten Aligner angelangt ist, wird kontrolliert, ob die geplante Zahnstellung schon erreicht wurde oder ob noch weitere Korrekturaligner geplant werden müssen. Am Ende jeder Behandlung ist es aber genauso wichtig, die Zähne in der abschließenden Position zu halten.&#160;<br><br></p> <p><strong>Gibt es auch Alternativen?</strong></p> <p>Bei kleineren Behandlungen, wenn also geringgradige bis moderate Fehlstellungen oder Rezidive vorliegen, arbeitet Prof. Köhne mit In-House-Alignern. Das heißt, dass hierbei ohne Fremdfirma von der vollständigen Planung über die Modelle bis zu den fertigen Plastikschienen alles in der Klinik erledigt wird. &quot;Das Ganze erfordert natürlich eine gute technische Ausstattung mit 3D-Druckern und viel Knowhow bei unseren Kieferorthopäden und Zahntechnikern&quot;, betont Prof. Köhne. Da die Kosten der Spezialfirma entfallen, wird das aber für die Patienten günstiger.&#160;</p> <p>&#160;</p>
Kämpfender Löwe statt zahnloser Tiger<img alt="Kieferorthopäde Prof. Köhne will mit Sportmundschutz Frontzahnverletzungen von Kindern verhindern." src="/presse/PressImages/pic_20220318090223_0e8517b1fe.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-03-17T23:00:00ZLeipzig. Ein sogenanntes Frontzahntrauma ist schwierig zu behandeln und kann Langzeitschäden als Folge mit sich ziehen. Eltern sportlich aktiver Kinder sollten daher einen Zahnschutz für ihre Sprösslinge in Betracht ziehen. Das rät Prof. Dr. Till Köhne, Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). <p>&quot;Zahnfrakturen durch Sportunfälle sind ein ernstes Problem. Besonders wenn es Kinder und Jugendliche betrifft. Deren Frontzähne spielen ja auch eine wichtige psychologische Rolle. Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass Kinder mit Frontzahnlücken aggressiver wirken und sogar schulisch als schwächer eingeschätzt werden. Deshalb empfehle ich einen individuellen Sportmundschutz&quot;, erklärt Prof. Köhne, Direktor der P<a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">oliklinik für Kieferorthopädie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). &quot;Den braucht man sicher nicht für Sportarten wie Tennis, Kegeln oder Dart. Auf alle Fälle aber für Boxen, Hockey und Handball. Aber gerade beim Basketball kann der Ellenbogen des Gegenspielers üble Schäden anrichten. Und selbst Geräteturner sind vorm Absturz nicht gefeit. Deshalb&#58; Prinzipiell bergen alle Sportarten, die mit Sturzgefahr, Körperkontakt und Schlägern verbunden sind, ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Zähne und Kiefer.&quot;<br><br></p> <p>Wie der Leipziger Kieferorthopäde erklärt, ist ein sogenanntes Frontzahntrauma schwierig zu behandeln. Problematisch seien dabei oft die Langzeitschäden&#58; &quot;Manchmal sind die Zähne nicht mehr zu retten. Und man kann in so jungem Alter noch kein Implantat setzte, da die Kiefer noch im Wachstum sind. Wenn es nicht möglich ist die Zähne mit einer Zahnspange zusammenzuschieben, müssen die Kinder oft viele Jahre eine Prothese tragen. Dass wünscht sich keine Mutter und kein Vater für sein Kind.&quot;</p> <p>Heute völlig normal sind Helme für Radfahrer, Gelenkschützer für Inlineskater oder Schienbeinschützer für Fußballer. Damit sind jene Körperregionen geschützt, die bei der jeweiligen Sportart besonders gefährdet sind. Aber der Mund mit Zähnen, Zahnfleisch und Zunge bleibt bei den meisten sportlichen Aktivitäten völlig ohne Schutz. Dabei würden Studien belegen, dass rund ein Drittel der Verletzungen von Mund und Gesicht beim Sport passieren, so Prof. Köhne. &quot;Ein Sportmundschutz kann nicht nur Zahnverletzungen reduzieren oder gar verhindern, sondern schützt den ganzen Kopf. Denn durch Dämpfung und Verteilung der einwirkenden Kraft treten Kiefer- und Kiefergelenkbrüche sowie Gehirnerschütterungen viel seltener auf.&quot;</p> <p>Der Sportmundschutz wird heutzutage ohne Gebissabdruck angefertigt. &quot;Dieser Abdruck war gerade für die kleineren Kinder nicht angenehm. Deshalb arbeiten wir mit einem 3D-Scan, so dass digital und abdruckfrei das Gebiss erfasst wird&quot;, so Prof. Köhne. &quot;An einem ausgedruckten 3D-Modell kann dann ein exakt angepasster Mundschutz angefertigt werden. Unser Anspruch dabei ist&#58; Der Sportmundschutz muss angenehm zu tragen sein, dabei aber fest sitzen, man muss damit reden können und er sollte auch nett aussehen.&quot; Ein derartiger individueller Schutz kostet etwa 150 Euro. In den meisten Fällen - die obere Zahnreihe steht meist vor der unteren - besteht er aus einer Schiene für den Oberkiefer, die aber auch den Unterkiefer schützt. Wenn die untere Zahnreihe vor der oberen steht, muss der Mundschutz im Unterkiefer eingegliedert werden. Das Material wird je nach Sportart ausgewählt. Die Farbe können sich die zukünftigen Träger aussuchen.&#160;</p> <p>Eine Besonderheit ist die Versorgung für Träger fester Zahnspangen. &quot;Diese Patienten brauchen erst recht einen Sportmundschutz&quot;, so Prof. Köhne. &quot;Denn sie haben durch die Brackets, Bänder und Bögen ein höheres Risiko, zusätzlich zu Zahnverletzungen sogenannte Stanzverletzungen der Weichteile des Mundes zu erleiden. Beim Anfertigen des Zahnschutzes werden vom Fachexperten Aussparungen geplant, damit Platz für Zahnstellungsänderungen vorhanden ist. So kann auch für die Patienten mit festen Zahnspangen sowohl die nötige Schutzwirkung als auch ein komfortables Tragen gewährleistet werden.&quot; Das gleiche gelte übrigens auch für Kinder im Zahnwechsel. Auch hier sollte der Mundschutz so hergestellt werden, dass genügend Platz für die durchbrechenden Zähne gelassen werde&#58; &quot;So ein individuell hergestellter Mundschutz kann dann von den Kindern viele Jahre getragen werden.&quot;</p>
Dysgnathie: Operative Korrektur von Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne dank digitaler Technik nun noch besser planbar, präziser und patientenfreundlicher<img alt="Moderne technische Möglichkeiten stehen Kieferorthopäde Prof. Till Köhne (li.) und Mund-Kiefer-Gesichtschirurg PD Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer (re.) am Universitätsklinikum Leipzig für die Behandlung von Patienten mit Dygnathie zur Verfügung." src="/presse/PressImages/pic_20210510114003_0905d7b221.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-09T22:00:00ZLeipzig. Zeigen Kiefer und Zähne eines Menschen eine ausgeprägte Fehlstellung, steht also einer der Kiefer zu weit nach vorn oder nach hinten und beißen die Zähne nicht korrekt aufeinander, sprechen Experten von einer Dysgnathie. Betroffene leiden nicht nur unter ästhetischen, sondern auch unter funktionellen Einschränkungen wie Artikulationsproblemen. Die Fehlstellungen können so stark ausgeprägt sein, dass mit kieferorthopädischen Maßnahmen wie Zahnspangen keine Korrekturen mehr erreicht werden. Hier ist dann eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sind die Experten der Kieferorthopädie und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) auf diese Behandlung spezialisiert. Sie gilt als Routineeingriff mit geplanter OP. Seit Anfang des Jahres 2021 erfolgt der gesamte Prozess digitalisiert nach den derzeit modernsten Standards. Sämtliche Schritte sind nun noch genauer planbar und in ihrer Anwendung präziser und patientenfreundlicher. Auch der Informationsaustausch zwischen Arzt und Patient sowie zwischen den beteiligten Medizinern erleichtert und verbessert sich. Die ersten Patienten am UKL haben davon bereits profitiert. <p>Prof. Till Köhne leitet seit Jahresbeginn die <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Poliklinik für Kieferorthopädie</a> am UKL. Er unterscheidet mehrere Arten von Fehlstellungen&#58; &quot;Es gibt den sogenannten Vorbiss oder Prognathie, hier steht der Unter- vor dem Oberkiefer und dessen Gegenstück, die Retrognathie oder Rückbiss. Hinzu kommen noch der offene Biss, wenn die vorderen Zähne durch ihre Fehlstellung nicht abbeißen können, sowie mögliche Asymmetrien, bei denen der Unterkiefer zu einer Seite abweicht.&quot;</p> <p>&quot;Diese Dysgnathien findet man häufig, sie sind unterschiedlich stark ausgeprägt und treten bei bis zu 30 Prozent der Kinder und bei bis zu 20 Prozent der Erwachsenen auf. Allerdings kann ein Großteil ohne Operation sehr erfolgreich durch eine kieferorthopädische Behandlung im Wachstum behoben werden. Wenn es zur Operation kommt, sind die Patienten ausgewachsen und meist volljährig&quot;, ergänzt Privatdozent Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor der <a href="/einrichtungen/mkg">Klinik und Poliklinik für MKG.</a></p> <p>&#160;</p> <p>Fällt die Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Spange und Kiefer-Operation, müssen Betroffene allerdings noch immer ein wenig Geduld mitbringen&#58; &quot;Die gesamte Therapie dauert zirka zwei Jahre&quot;, sagt Prof. Köhne, &quot;die eigentliche OP ist nach etwa der Hälfte der Zeit an der Reihe.&quot; In einem ersten Schritt werden nämlich die Zähne auf dem falsch stehenden Kiefer mittels Spange oder Zahnschiene geradegestellt. &quot;Das kann die Zahnfehlstellung sogar erst einmal verschlimmern&quot;, erklärt der Kieferorthopäde. Während der folgenden Operation werden dann die Kiefer durchtrennt und mit Titan-Platten neu fixiert.</p> <p>Der Mund-Kiefer-Chirurg muss dafür natürlich die neuen Positionen der Kiefer kennen. Bisher standen ihm dafür zweidimensionale Schädelröntgenbilder zur Verfügung, die neuen Positionen wurden auf Papier geplant und anschließend Gipsmodelle angefertigt, mit deren Hilfe die Verschiebung des Kiefers simuliert wurde. Auf Kunststoffschienen, sogenannten OP-Splinte sind dann die neuen Positionen der Kiefer registriert worden. Die Nachteile dieser 2D-Planung&#58; &quot;Sowohl die Planung mit Gipsmodellen als auch die manuelle Herstellung der OP-Splinte ist handwerklich sehr anspruchsvoll und daher nur schwer standardisierbar&quot;, erinnert sich Till Köhne, &quot;es fehlte die letzte Präzision.&quot;</p> <p>Durch die Umstellung auf moderne digitale Technik haben sich diese Abläufe allesamt verbessert und vereinfacht. &quot;Jetzt nutzen wir DVT, das heißt Digitale Volumentomografie. So erhalten wir ein 3D-Röntgenbild&quot;, erläutert Prof. Köhne. &quot;Diese Technologie setzt den Patienten im Übrigen viel weniger Strahlung aus als zum Beispiel bei einer Computertomografie, dem CT&quot;, betont er.</p> <p>&quot;Zusätzlich bietet uns die DVT die Möglichkeit, bei der virtuellen Operationsplanung wichtige Strukturen wie Nerven und Zahnwurzeln zu segmentieren, also sichtbar zu machen, so dass sie bei der Operation sicher und gezielt umgangen und geschont werden können&quot;, hebt PD Dr. Zimmerer hervor.</p> <p>Mit einem sogenannten intraoralen Scanner erstellt Kieferorthopäde Köhne einen - völlig strahlungsfreien - Scan mit der genauen Position der Zähne. Am Computer wird dann dieser Scan auf das 3D- Röntgenbild des gesamten Gesichts gelegt. &quot;In der virtuellen Operationsplanung setzen die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen die Kiefer dann in die vom Kieferorthopäden geplante neue Zielverzahnung. Entweder müssen Ober- und Unterkiefer zusammen operiert werden, oder es reicht aus, nur einen der beiden Kiefer zu verlagern&quot;, erläutert PD Dr. Zimmerer.</p> <p>Ist alles in der richtigen Position, können die UKL-Kieferorthopäden den passenden OP-Splint entwerfen und auf dem hauseigenen 3D-Drucker ausdrucken. &quot;So sind viel präzisere Messungen möglich&quot;, hebt Prof. Köhne hervor. Und MKG-Experte Zimmerer ergänzt&#58; &quot;Am Ende soll ein harmonisches Gesichtsprofil bei gleichzeitiger idealer Verzahnung erzielt werden. Hierbei ist sehr viel Erfahrung nötig.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Für schwierige Fälle greifen die Mediziner des UKL auf die weltweit modernste Technik zurück&#58; &quot;Bei komplizierten Verlagerungen des Oberkiefers lassen wir die zur Stabilisierung der Knochen benötigten Titan-Platten im 3D-Druck individuell herstellen. Die Titan-Platten passen, ähnlich wie maßgeschneiderte Schuhe, nur dem Patienten und positionieren den Kiefer millimetergenau in der geplanten Position, theoretisch ohne Splint&quot;, erklärt Dr. Zimmerer.</p> <p>Selbst eine Art &quot;Blick in die Zukunft&quot; ist mit dieser Technik möglich&#58; Legt man ein 3D-Foto des Gesichts auf das dreidimensionale Röntgenbild, können die Veränderungen, die das Gesicht des Betroffenen erfahren wird, bereits vor dem Eingriff simuliert werden. Soll heißen&#58; Der Patient kann vorab schon sehen, wie er nach erfolgreicher OP aussehen wird - wenn er es denn will.</p> <p>Der Einsatz digitaler Technik zeigt für den Direktor der UKL-Kieferorthopädie neben der genaueren Planung und den präziser gearbeiteten und platzierten OP-Splints aber noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil&#58; &quot;Für mich heißt Fortschritt bei der Digitalisierung auch immer leichterer Informationsaustausch&quot;, sagt Prof. Till Köhne. &quot;Informationen können nun bequem und schnell zwischen den beteiligten Ärzten, aber auch zwischen Arzt und Patient weitergegeben und ausgewertet werden. Alle Beteiligten haben Zugriff auf die wesentlichen Informationen.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Keine Narben&#58; Alle Schnitte innerhalb des Mundes</strong></p> <p>Die Operation geschieht in Vollnarkose. Drei bis vier Tage verbleiben die Patienten anschließend stationär und sind dann weitere drei bis vier Wochen krankgeschrieben. In dieser Zeit kann dann auch erst mal nur weichere Nahrung aufgenommen werden. Der Mund kann allerdings - mit nur leichten Einschränkungen - sofort nach der OP wieder geöffnet werden. Ebenfalls gut zu wissen&#58; Alle Schnitte befinden sich innerhalb der Mundhöhle, von außen werden keine Narben zu erkennen sein. Innerhalb von 6-8 Wochen sind die Kiefer schon relativ stabil verwachsen. Die eingebrachten Titan-Platten und Schrauben sind nicht magnetisch, relativ grazil, erzeugen nach aktuellem Kenntnisstand keine Allergien und können sechs Monate nach der OP auch wieder entfernt werden. Der Eingriff ist standardisiert und wird teilweise mehrfach wöchentlich bei uns durchgeführt&quot;, sagt MKG-Chirurg Zimmerer</p> <p>&#160;</p> <p>Obwohl eines der Hauptziele dieser OP die Verbesserung des Gesichtsprofils sei, handele es hierbei nicht um eine ästhetische Operation, betont Prof. Köhne. So würden auch funktionelle Verbesserungen erzielt, beispielsweise verbessere sich bei den Betroffenen mit der korrekten Stellung von Kiefern und Zähnen auch die Aussprache. Zudem sei Dysgnathie die einzige Krankheit, bei der die Krankenkassen auch bei über 18-Jährigen die Zahnspangen bezahle, erklärt Köhne, Nachfolger des langjährigen Leiters der kieferorthopädischen Poliklinik, Karl-Heinz Dannhauer.</p> <p>Die Zahnspange bleibt nach der Operation allerdings noch so lang im Mund, bis die sogenannte Feinverzahnung abgeschlossen ist. Nach dem erfolgreichen Ende der etwa zweijährigen Therapie kann sie aber endgültig herausgenommen werden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Dysgnathie-Sprechstunde&#58;</strong></p> <p>Immer freitags, 8.30 Uhr bis 12 Uhr</p> <p>Anmeldung&#58; Telefon 0341 / 97-21106</p> <p>Weitere Informationen&#58; <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/kieferorthopaedie</a></p>
Prof. Till Köhne leitet die Kieferorthopädie<img alt="Prof. Till Köhne leitet seit 1.1. 2021 die Poliklinik für Kieferorthopädie am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20210203102800_51ae86722d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-02-02T23:00:00ZLeipzig. Seit 1. Januar steht die Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Leipzig unter neuer Leitung: Prof. Till Köhne wechselt vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und tritt die Nachfolge des langjährigen Leiters Prof. Karl-Heinz Dannhauer an. <p>&quot;Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe hier in Leipzig&quot;, so Prof. Dr. Till Köhne. &quot;Vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Disziplinen am Universitätsklinikum und die Möglichkeiten gemeinsamer Forschungsprojekte&quot;. Der Fachzahnarzt und erfahrene Kieferorthopäde bringt in seine Aufgabe umfassende Erfahrungen sowohl in der universitären Medizin als auch in der kieferorthopädischen Versorgung in der niedergelassenen Praxis mit.&#160;</p> <p>In den letzten drei Jahren verknüpfte er seine Aufgaben in Forschung und Lehre in Hamburg mit der kieferorthopädischen Versorgung von Kindern und Erwachsenen in einer großen Fachpraxis in Wien. Entsprechend breit sieht er auch seine neue Aufgabe&#58; &quot;Ich verstehe die <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Kieferorthopädie</a> als eine Art Bindeglied zwischen der Zahnmedizin und anderen klinischen Fächern. Wir arbeiten nicht nur eng mit den <a href="/einrichtungen/mkg">Mund- und Kieferchirurgen,</a> den <a href="/einrichtungen/kinderklinik">Kindermedizinern</a> oder den <a href="/einrichtungen/hno">HNO-Ärzten</a> zusammen, auch bei manchen internistischen Patienten kann eine kieferorthopädische Therapie erforderlich sein, zum Beispiel bei Atemproblemen oder in der Schlafmedizin.&quot;&#160;<br><br></p> <p>Ein Schwerpunkt der klinischen als auch wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Till Köhne ist die Versorgung von Kindern mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten. Seine Expertise ergänzt damit hervorragend die vorhandenen Spezialisierungen in diesem Schwerpunkt am UKL. &quot;Mein Ziel ist es, die von Prof. Dannhauer hier aufgebaute Kompetenz für diese spezielle Patientengruppe, die wir meist bis ins junge Erwachsenenalter begleiten, zu erhalten und fortzuführen&quot;, so der 36-Jährige. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Darüber hinaus legt der Familienvater großen Wert auf die Einführung moderner digitaler Lösungen, um Erwachsenen und vor allem Kindern eine optimale Versorgung bei Zahn- und Kieferfehlstellungen bieten zu können. Dazu gehört &#160;unter anderem der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von Gips zum Erstellen von Abdrücken. &quot;Dank des gerade installierten intraoralen Scanners können wir jetzt komplett digitale Abdrücke anfertigen&quot;, so Köhne. Dies ermögliche nicht nur ein präziseres Arbeiten, sondern sei auch für die Patienten sehr viel angenehmer und auch bei kleinen Kindern unkompliziert einsetzbar. Mit dem digitalen Verfahren kann den Patienten auch eine Vorschau auf das angestrebte Behandlungsergebnis gezeigt werden. &quot;Wir simulieren die möglichen Zahnbewegungen, sehen das entstehende Zahnbild und besprechen so gemeinsam die weiteren Möglichkeiten&quot;, beschreibt der Kieferorthopäde. Diese seien inzwischen dank der modernen Schienentherapie vor allem auch bei Erwachsenen sehr vielfältig und erlauben auch späte Korrekturen ganz ohne festsitzende Zahnspangen. &quot;Aber auch auf dem Gebiet der festen Spangen gibt es spannende Entwicklungen, die vieles möglich machen&quot;, so Prof. Köhne. Die digitale Kieferorthopädie, so seine Überzeugung, bietet den Patienten insgesamt hervorragende neue Optionen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>In der wissenschaftlichen Tätigkeit sind neue Ansätze zum besseren Verständnis der Ursachen kieferorthopädischer Erkrankungen ein Schwerpunkt von Prof. Till Köhne. Hier liegt sein Augenmerk auf den komplexen Fällen, in denen die Patienten oftmals unter seltenen Erkrankungen leiden. &quot;Wenn diese zu Deformationen im Kieferbereich führen, ist das aufgrund der großen Sichtbarkeit mit einem sehr hohen Leidensdruck verbunden&quot;, so Köhne. Allerdings seien diese Fälle, wie andere seltenen Erkrankungen auch, weniger im Fokus und daher auch weniger gut untersucht. Die Leipziger wollen hier künftig in der Forschungsarbeit einen Beitrag zur Verbesserung leisten, auch dank des eigens eingerichteten &#160;kieferorthopädisches Forschungslabors. Dort gehen Prof. Köhne und sein Team unter anderem der Frage nach, welche genetischen Voraussetzungen über den Erfolg oder Misserfolg kieferorthopädischer Interventionen bestimmen. &quot;Wir wollen künftig besser verstehen, ob und wann ein Risiko für eine unerwünschte Folge einer Zahnspange besteht,&quot; so Prof. Köhne.&#160;<br><br></p> <p>&quot;Ich bin überzeugt, dass für all diese Projekte hier am Universitätsklinikum beste Bedingungen gegeben sind. Auch, weil Leipzig eine sehr dynamische Stadt mit vielen jungen Familien ist, die wir, wenn Bedarf besteht, sehr gern bei uns in der Poliklinik für Kieferorthopädie begrüßen - bei großen Problemen ebenso wie bei kleinen.&quot; &#160;&#160;</p> <p>&#160; &#160;</p> <p>&#160;</p>
Sicherheit geht vor: Striktes Regime von der Pforte bis zum Behandlungsraum<img alt="In den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin des UKL herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen, da hier nah am Gesicht des Patienten gearbeitet werden muss." src="/presse/PressImages/pic_20200429104614_32b81fa223.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-28T22:00:00ZLeipzig. "Wir behandeln auch in Coronazeiten unsere Patienten, wollen zugleich aber mit aller Kraft verhindern, dass das Virus in unsere Kliniken eindringt", sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und zugleich Leiter des Departments Kopf- und Zahnmedizin des Universitätsklinikums, zu denen neben der HNO auch die Augen-, die Mund-Kiefer-Gesichts- und die Zahnkliniken gehören. "Alle Mitarbeiter dieser Kliniken müssen sehr nah am Kopf des Patienten arbeiten, das Abstandsgebot ist bei uns nicht zu realisieren. Deshalb herrscht ein striktes Sicherheits- und Hygieneregime, und zwar schon an der Pforte." <p>Am Eingang zu den sogenannten Kopfkliniken im Haus 1 wurde eine Schleuse aufgebaut, in der bei jedem Ankömmling erst einmal mit einem Detektionsgerät an der Schläfe Fieber gemessen wird, danach folgen Fragen nach erkrankten Familienangehörigen, Reisen und anderen Gefährdungsmöglichkeiten. Wenn erfolgreich gecheckt wurde, dass der Patient einen Termin hat, darf er nach einer Händedesinfektion zur Anmeldung gehen. Doch ganz gleich, ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff &#160;geplant ist&#58; Alle Patienten werden einem Aufnahmescreening unterzogen.</p> <p>&quot;Kommt der Patient zu einem stationären Aufenthalt, wird bei ihm noch an der Anmeldung ein Abstrich gemacht, er erhält einen Mundschutz, geht auf Station und muss dort verbleiben&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/hno">Prof. Dietz</a> (Foto) weiter. &quot;Liegt das Corona-Testergebnis vor, entscheidet sich, wie es weitergeht&#58; Ist der Patient infiziert, wird medizinisch entschieden, ob die OP verschiebbar ist oder nicht. Kann man sie verschieben, dann wird die OP abgesagt und der Patient kommt zwei Wochen später nochmals zu uns. Ist der Patient nicht infiziert, gibt es ja keine Probleme.&quot;</p> <p>Verschiebbare Eingriffe im HNO-Fachbereich wären beispielsweise Nasennebenhöhlen-OP, geplante Mandel-OP, Nasenscheidewand-OP oder auch eine Cochlea-Implantat-OP. &quot;Nicht aufschiebbar dagegen wären akute Blutungen, ein Mandelabszess oder akute Tumorerkrankungen&quot;, so der Leipziger Klinikchef. &quot;Dann würde der infizierte Patient in den Covid-Isolationsbereich überführt und dort unter extremsten Sicherheitsbedingungen operiert. So etwas war für HNO-Patienten bisher aber nicht nötig.&quot;</p> <p>Alle Ärzte und Schwestern, die Kontakt zu Patienten haben, tragen bei der Untersuchung von Patienten Schutzvisiere, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe. Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise per Endoskop, werden FFP2-Masken getragen. &quot;Ich denke, dass wir mit unseren Schutzmaßnahmen für die Patienten eine große Sicherheit gewährleisten&quot;, sagt Prof. Dietz. &quot;Wir bitten deshalb unsere Patienten, Verständnis dafür aufzubringen, dass auch sie mitmachen müssen - und beispielsweise während des Aufenthalts bei uns das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen dürfen.&quot;</p> <p>An der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> wurden vorübergehend die Sprechstunde ausgedünnt und nicht unbedingt nötige Eingriffe abgesagt. &quot;Aber natürlich haben wir bei Notfällen wie Netzhautablösungen oder schweren Unfällen die Patienten versorgt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann (Foto), Direktor der Augenklinik. &quot;Dabei sind Augenärzte sehr gefährdet. Denn wir arbeiten oft nur 20 Zentimeter vom Gesicht des Patienten entfernt. Da reicht schon ein Wort, um das Virus weiterzugeben. Übrigens&#58; Die Lungenentzündung durch das neue Coronavirus, das inzwischen weltweit verbreitet ist, fiel in Wuhan zuerst dem jungen Augenarzt Li Wenliang auf, der dann an der Krankheit Covid-19 gestorben ist.&quot;</p> <p>Als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung tragen alle Mitarbeiter der Augenklinik einen Mund-Nasen-Schutz. An der Spaltlampe - einer Art Mikroskop, mit das Auge auf krankhafte Veränderungen untersucht werden kann, und das Hauptuntersuchungsgerät eines Augenarztes - wurde ein Schutzschild angebracht, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. &quot;Gegenwärtig versuchen wir wieder zum normalen Behandlungsrhythmus zurückzukehren und den entstandenen Stau abzuarbeiten&quot;, sagt Prof. Wiedemann.</p> <p>&#160;</p>

 

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