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Pressemitteilungen der Kieferorthopädie

 

 

 

Dysgnathie: Operative Korrektur von Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne dank digitaler Technik nun noch besser planbar, präziser und patientenfreundlicher<img alt="Moderne technische Möglichkeiten stehen Kieferorthopäde Prof. Till Köhne (li.) und Mund-Kiefer-Gesichtschirurg PD Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer (re.) am Universitätsklinikum Leipzig für die Behandlung von Patienten mit Dygnathie zur Verfügung." src="/presse/PressImages/pic_20210510114003_0905d7b221.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-09T22:00:00ZLeipzig. Zeigen Kiefer und Zähne eines Menschen eine ausgeprägte Fehlstellung, steht also einer der Kiefer zu weit nach vorn oder nach hinten und beißen die Zähne nicht korrekt aufeinander, sprechen Experten von einer Dysgnathie. Betroffene leiden nicht nur unter ästhetischen, sondern auch unter funktionellen Einschränkungen wie Artikulationsproblemen. Die Fehlstellungen können so stark ausgeprägt sein, dass mit kieferorthopädischen Maßnahmen wie Zahnspangen keine Korrekturen mehr erreicht werden. Hier ist dann eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sind die Experten der Kieferorthopädie und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) auf diese Behandlung spezialisiert. Sie gilt als Routineeingriff mit geplanter OP. Seit Anfang des Jahres 2021 erfolgt der gesamte Prozess digitalisiert nach den derzeit modernsten Standards. Sämtliche Schritte sind nun noch genauer planbar und in ihrer Anwendung präziser und patientenfreundlicher. Auch der Informationsaustausch zwischen Arzt und Patient sowie zwischen den beteiligten Medizinern erleichtert und verbessert sich. Die ersten Patienten am UKL haben davon bereits profitiert. <p>Prof. Till Köhne leitet seit Jahresbeginn die <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Poliklinik für Kieferorthopädie</a> am UKL. Er unterscheidet mehrere Arten von Fehlstellungen&#58; &quot;Es gibt den sogenannten Vorbiss oder Prognathie, hier steht der Unter- vor dem Oberkiefer und dessen Gegenstück, die Retrognathie oder Rückbiss. Hinzu kommen noch der offene Biss, wenn die vorderen Zähne durch ihre Fehlstellung nicht abbeißen können, sowie mögliche Asymmetrien, bei denen der Unterkiefer zu einer Seite abweicht.&quot;</p> <p>&quot;Diese Dysgnathien findet man häufig, sie sind unterschiedlich stark ausgeprägt und treten bei bis zu 30 Prozent der Kinder und bei bis zu 20 Prozent der Erwachsenen auf. Allerdings kann ein Großteil ohne Operation sehr erfolgreich durch eine kieferorthopädische Behandlung im Wachstum behoben werden. Wenn es zur Operation kommt, sind die Patienten ausgewachsen und meist volljährig&quot;, ergänzt Privatdozent Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor der <a href="/einrichtungen/mkg">Klinik und Poliklinik für MKG.</a></p> <p>&#160;</p> <p>Fällt die Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Spange und Kiefer-Operation, müssen Betroffene allerdings noch immer ein wenig Geduld mitbringen&#58; &quot;Die gesamte Therapie dauert zirka zwei Jahre&quot;, sagt Prof. Köhne, &quot;die eigentliche OP ist nach etwa der Hälfte der Zeit an der Reihe.&quot; In einem ersten Schritt werden nämlich die Zähne auf dem falsch stehenden Kiefer mittels Spange oder Zahnschiene geradegestellt. &quot;Das kann die Zahnfehlstellung sogar erst einmal verschlimmern&quot;, erklärt der Kieferorthopäde. Während der folgenden Operation werden dann die Kiefer durchtrennt und mit Titan-Platten neu fixiert.</p> <p>Der Mund-Kiefer-Chirurg muss dafür natürlich die neuen Positionen der Kiefer kennen. Bisher standen ihm dafür zweidimensionale Schädelröntgenbilder zur Verfügung, die neuen Positionen wurden auf Papier geplant und anschließend Gipsmodelle angefertigt, mit deren Hilfe die Verschiebung des Kiefers simuliert wurde. Auf Kunststoffschienen, sogenannten OP-Splinte sind dann die neuen Positionen der Kiefer registriert worden. Die Nachteile dieser 2D-Planung&#58; &quot;Sowohl die Planung mit Gipsmodellen als auch die manuelle Herstellung der OP-Splinte ist handwerklich sehr anspruchsvoll und daher nur schwer standardisierbar&quot;, erinnert sich Till Köhne, &quot;es fehlte die letzte Präzision.&quot;</p> <p>Durch die Umstellung auf moderne digitale Technik haben sich diese Abläufe allesamt verbessert und vereinfacht. &quot;Jetzt nutzen wir DVT, das heißt Digitale Volumentomografie. So erhalten wir ein 3D-Röntgenbild&quot;, erläutert Prof. Köhne. &quot;Diese Technologie setzt den Patienten im Übrigen viel weniger Strahlung aus als zum Beispiel bei einer Computertomografie, dem CT&quot;, betont er.</p> <p>&quot;Zusätzlich bietet uns die DVT die Möglichkeit, bei der virtuellen Operationsplanung wichtige Strukturen wie Nerven und Zahnwurzeln zu segmentieren, also sichtbar zu machen, so dass sie bei der Operation sicher und gezielt umgangen und geschont werden können&quot;, hebt PD Dr. Zimmerer hervor.</p> <p>Mit einem sogenannten intraoralen Scanner erstellt Kieferorthopäde Köhne einen - völlig strahlungsfreien - Scan mit der genauen Position der Zähne. Am Computer wird dann dieser Scan auf das 3D- Röntgenbild des gesamten Gesichts gelegt. &quot;In der virtuellen Operationsplanung setzen die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen die Kiefer dann in die vom Kieferorthopäden geplante neue Zielverzahnung. Entweder müssen Ober- und Unterkiefer zusammen operiert werden, oder es reicht aus, nur einen der beiden Kiefer zu verlagern&quot;, erläutert PD Dr. Zimmerer.</p> <p>Ist alles in der richtigen Position, können die UKL-Kieferorthopäden den passenden OP-Splint entwerfen und auf dem hauseigenen 3D-Drucker ausdrucken. &quot;So sind viel präzisere Messungen möglich&quot;, hebt Prof. Köhne hervor. Und MKG-Experte Zimmerer ergänzt&#58; &quot;Am Ende soll ein harmonisches Gesichtsprofil bei gleichzeitiger idealer Verzahnung erzielt werden. Hierbei ist sehr viel Erfahrung nötig.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Für schwierige Fälle greifen die Mediziner des UKL auf die weltweit modernste Technik zurück&#58; &quot;Bei komplizierten Verlagerungen des Oberkiefers lassen wir die zur Stabilisierung der Knochen benötigten Titan-Platten im 3D-Druck individuell herstellen. Die Titan-Platten passen, ähnlich wie maßgeschneiderte Schuhe, nur dem Patienten und positionieren den Kiefer millimetergenau in der geplanten Position, theoretisch ohne Splint&quot;, erklärt Dr. Zimmerer.</p> <p>Selbst eine Art &quot;Blick in die Zukunft&quot; ist mit dieser Technik möglich&#58; Legt man ein 3D-Foto des Gesichts auf das dreidimensionale Röntgenbild, können die Veränderungen, die das Gesicht des Betroffenen erfahren wird, bereits vor dem Eingriff simuliert werden. Soll heißen&#58; Der Patient kann vorab schon sehen, wie er nach erfolgreicher OP aussehen wird - wenn er es denn will.</p> <p>Der Einsatz digitaler Technik zeigt für den Direktor der UKL-Kieferorthopädie neben der genaueren Planung und den präziser gearbeiteten und platzierten OP-Splints aber noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil&#58; &quot;Für mich heißt Fortschritt bei der Digitalisierung auch immer leichterer Informationsaustausch&quot;, sagt Prof. Till Köhne. &quot;Informationen können nun bequem und schnell zwischen den beteiligten Ärzten, aber auch zwischen Arzt und Patient weitergegeben und ausgewertet werden. Alle Beteiligten haben Zugriff auf die wesentlichen Informationen.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Keine Narben&#58; Alle Schnitte innerhalb des Mundes</strong></p> <p>Die Operation geschieht in Vollnarkose. Drei bis vier Tage verbleiben die Patienten anschließend stationär und sind dann weitere drei bis vier Wochen krankgeschrieben. In dieser Zeit kann dann auch erst mal nur weichere Nahrung aufgenommen werden. Der Mund kann allerdings - mit nur leichten Einschränkungen - sofort nach der OP wieder geöffnet werden. Ebenfalls gut zu wissen&#58; Alle Schnitte befinden sich innerhalb der Mundhöhle, von außen werden keine Narben zu erkennen sein. Innerhalb von 6-8 Wochen sind die Kiefer schon relativ stabil verwachsen. Die eingebrachten Titan-Platten und Schrauben sind nicht magnetisch, relativ grazil, erzeugen nach aktuellem Kenntnisstand keine Allergien und können sechs Monate nach der OP auch wieder entfernt werden. Der Eingriff ist standardisiert und wird teilweise mehrfach wöchentlich bei uns durchgeführt&quot;, sagt MKG-Chirurg Zimmerer</p> <p>&#160;</p> <p>Obwohl eines der Hauptziele dieser OP die Verbesserung des Gesichtsprofils sei, handele es hierbei nicht um eine ästhetische Operation, betont Prof. Köhne. So würden auch funktionelle Verbesserungen erzielt, beispielsweise verbessere sich bei den Betroffenen mit der korrekten Stellung von Kiefern und Zähnen auch die Aussprache. Zudem sei Dysgnathie die einzige Krankheit, bei der die Krankenkassen auch bei über 18-Jährigen die Zahnspangen bezahle, erklärt Köhne, Nachfolger des langjährigen Leiters der kieferorthopädischen Poliklinik, Karl-Heinz Dannhauer.</p> <p>Die Zahnspange bleibt nach der Operation allerdings noch so lang im Mund, bis die sogenannte Feinverzahnung abgeschlossen ist. Nach dem erfolgreichen Ende der etwa zweijährigen Therapie kann sie aber endgültig herausgenommen werden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Dysgnathie-Sprechstunde&#58;</strong></p> <p>Immer freitags, 8.30 Uhr bis 12 Uhr</p> <p>Anmeldung&#58; Telefon 0341 / 97-21106</p> <p>Weitere Informationen&#58; <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/kieferorthopaedie</a></p>
Prof. Till Köhne leitet die Kieferorthopädie<img alt="Prof. Till Köhne leitet seit 1.1. 2021 die Poliklinik für Kieferorthopädie am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20210203102800_51ae86722d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-02-02T23:00:00ZLeipzig. Seit 1. Januar steht die Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Leipzig unter neuer Leitung: Prof. Till Köhne wechselt vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und tritt die Nachfolge des langjährigen Leiters Prof. Karl-Heinz Dannhauer an. <p>&quot;Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe hier in Leipzig&quot;, so Prof. Dr. Till Köhne. &quot;Vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Disziplinen am Universitätsklinikum und die Möglichkeiten gemeinsamer Forschungsprojekte&quot;. Der Fachzahnarzt und erfahrene Kieferorthopäde bringt in seine Aufgabe umfassende Erfahrungen sowohl in der universitären Medizin als auch in der kieferorthopädischen Versorgung in der niedergelassenen Praxis mit.&#160;</p> <p>In den letzten drei Jahren verknüpfte er seine Aufgaben in Forschung und Lehre in Hamburg mit der kieferorthopädischen Versorgung von Kindern und Erwachsenen in einer großen Fachpraxis in Wien. Entsprechend breit sieht er auch seine neue Aufgabe&#58; &quot;Ich verstehe die <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Kieferorthopädie</a> als eine Art Bindeglied zwischen der Zahnmedizin und anderen klinischen Fächern. Wir arbeiten nicht nur eng mit den <a href="/einrichtungen/mkg">Mund- und Kieferchirurgen,</a> den <a href="/einrichtungen/kinderklinik">Kindermedizinern</a> oder den <a href="/einrichtungen/hno">HNO-Ärzten</a> zusammen, auch bei manchen internistischen Patienten kann eine kieferorthopädische Therapie erforderlich sein, zum Beispiel bei Atemproblemen oder in der Schlafmedizin.&quot;&#160;<br><br></p> <p>Ein Schwerpunkt der klinischen als auch wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Till Köhne ist die Versorgung von Kindern mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten. Seine Expertise ergänzt damit hervorragend die vorhandenen Spezialisierungen in diesem Schwerpunkt am UKL. &quot;Mein Ziel ist es, die von Prof. Dannhauer hier aufgebaute Kompetenz für diese spezielle Patientengruppe, die wir meist bis ins junge Erwachsenenalter begleiten, zu erhalten und fortzuführen&quot;, so der 36-Jährige. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Darüber hinaus legt der Familienvater großen Wert auf die Einführung moderner digitaler Lösungen, um Erwachsenen und vor allem Kindern eine optimale Versorgung bei Zahn- und Kieferfehlstellungen bieten zu können. Dazu gehört &#160;unter anderem der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von Gips zum Erstellen von Abdrücken. &quot;Dank des gerade installierten intraoralen Scanners können wir jetzt komplett digitale Abdrücke anfertigen&quot;, so Köhne. Dies ermögliche nicht nur ein präziseres Arbeiten, sondern sei auch für die Patienten sehr viel angenehmer und auch bei kleinen Kindern unkompliziert einsetzbar. Mit dem digitalen Verfahren kann den Patienten auch eine Vorschau auf das angestrebte Behandlungsergebnis gezeigt werden. &quot;Wir simulieren die möglichen Zahnbewegungen, sehen das entstehende Zahnbild und besprechen so gemeinsam die weiteren Möglichkeiten&quot;, beschreibt der Kieferorthopäde. Diese seien inzwischen dank der modernen Schienentherapie vor allem auch bei Erwachsenen sehr vielfältig und erlauben auch späte Korrekturen ganz ohne festsitzende Zahnspangen. &quot;Aber auch auf dem Gebiet der festen Spangen gibt es spannende Entwicklungen, die vieles möglich machen&quot;, so Prof. Köhne. Die digitale Kieferorthopädie, so seine Überzeugung, bietet den Patienten insgesamt hervorragende neue Optionen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>In der wissenschaftlichen Tätigkeit sind neue Ansätze zum besseren Verständnis der Ursachen kieferorthopädischer Erkrankungen ein Schwerpunkt von Prof. Till Köhne. Hier liegt sein Augenmerk auf den komplexen Fällen, in denen die Patienten oftmals unter seltenen Erkrankungen leiden. &quot;Wenn diese zu Deformationen im Kieferbereich führen, ist das aufgrund der großen Sichtbarkeit mit einem sehr hohen Leidensdruck verbunden&quot;, so Köhne. Allerdings seien diese Fälle, wie andere seltenen Erkrankungen auch, weniger im Fokus und daher auch weniger gut untersucht. Die Leipziger wollen hier künftig in der Forschungsarbeit einen Beitrag zur Verbesserung leisten, auch dank des eigens eingerichteten &#160;kieferorthopädisches Forschungslabors. Dort gehen Prof. Köhne und sein Team unter anderem der Frage nach, welche genetischen Voraussetzungen über den Erfolg oder Misserfolg kieferorthopädischer Interventionen bestimmen. &quot;Wir wollen künftig besser verstehen, ob und wann ein Risiko für eine unerwünschte Folge einer Zahnspange besteht,&quot; so Prof. Köhne.&#160;<br><br></p> <p>&quot;Ich bin überzeugt, dass für all diese Projekte hier am Universitätsklinikum beste Bedingungen gegeben sind. Auch, weil Leipzig eine sehr dynamische Stadt mit vielen jungen Familien ist, die wir, wenn Bedarf besteht, sehr gern bei uns in der Poliklinik für Kieferorthopädie begrüßen - bei großen Problemen ebenso wie bei kleinen.&quot; &#160;&#160;</p> <p>&#160; &#160;</p> <p>&#160;</p>
Sicherheit geht vor: Striktes Regime von der Pforte bis zum Behandlungsraum<img alt="In den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin des UKL herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen, da hier nah am Gesicht des Patienten gearbeitet werden muss." src="/presse/PressImages/pic_20200429104614_32b81fa223.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-28T22:00:00ZLeipzig. "Wir behandeln auch in Coronazeiten unsere Patienten, wollen zugleich aber mit aller Kraft verhindern, dass das Virus in unsere Kliniken eindringt", sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und zugleich Leiter des Departments Kopf- und Zahnmedizin des Universitätsklinikums, zu denen neben der HNO auch die Augen-, die Mund-Kiefer-Gesichts- und die Zahnkliniken gehören. "Alle Mitarbeiter dieser Kliniken müssen sehr nah am Kopf des Patienten arbeiten, das Abstandsgebot ist bei uns nicht zu realisieren. Deshalb herrscht ein striktes Sicherheits- und Hygieneregime, und zwar schon an der Pforte." <p>Am Eingang zu den sogenannten Kopfkliniken im Haus 1 wurde eine Schleuse aufgebaut, in der bei jedem Ankömmling erst einmal mit einem Detektionsgerät an der Schläfe Fieber gemessen wird, danach folgen Fragen nach erkrankten Familienangehörigen, Reisen und anderen Gefährdungsmöglichkeiten. Wenn erfolgreich gecheckt wurde, dass der Patient einen Termin hat, darf er nach einer Händedesinfektion zur Anmeldung gehen. Doch ganz gleich, ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff &#160;geplant ist&#58; Alle Patienten werden einem Aufnahmescreening unterzogen.</p> <p>&quot;Kommt der Patient zu einem stationären Aufenthalt, wird bei ihm noch an der Anmeldung ein Abstrich gemacht, er erhält einen Mundschutz, geht auf Station und muss dort verbleiben&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/hno">Prof. Dietz</a> (Foto) weiter. &quot;Liegt das Corona-Testergebnis vor, entscheidet sich, wie es weitergeht&#58; Ist der Patient infiziert, wird medizinisch entschieden, ob die OP verschiebbar ist oder nicht. Kann man sie verschieben, dann wird die OP abgesagt und der Patient kommt zwei Wochen später nochmals zu uns. Ist der Patient nicht infiziert, gibt es ja keine Probleme.&quot;</p> <p>Verschiebbare Eingriffe im HNO-Fachbereich wären beispielsweise Nasennebenhöhlen-OP, geplante Mandel-OP, Nasenscheidewand-OP oder auch eine Cochlea-Implantat-OP. &quot;Nicht aufschiebbar dagegen wären akute Blutungen, ein Mandelabszess oder akute Tumorerkrankungen&quot;, so der Leipziger Klinikchef. &quot;Dann würde der infizierte Patient in den Covid-Isolationsbereich überführt und dort unter extremsten Sicherheitsbedingungen operiert. So etwas war für HNO-Patienten bisher aber nicht nötig.&quot;</p> <p>Alle Ärzte und Schwestern, die Kontakt zu Patienten haben, tragen bei der Untersuchung von Patienten Schutzvisiere, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe. Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise per Endoskop, werden FFP2-Masken getragen. &quot;Ich denke, dass wir mit unseren Schutzmaßnahmen für die Patienten eine große Sicherheit gewährleisten&quot;, sagt Prof. Dietz. &quot;Wir bitten deshalb unsere Patienten, Verständnis dafür aufzubringen, dass auch sie mitmachen müssen - und beispielsweise während des Aufenthalts bei uns das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen dürfen.&quot;</p> <p>An der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> wurden vorübergehend die Sprechstunde ausgedünnt und nicht unbedingt nötige Eingriffe abgesagt. &quot;Aber natürlich haben wir bei Notfällen wie Netzhautablösungen oder schweren Unfällen die Patienten versorgt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann (Foto), Direktor der Augenklinik. &quot;Dabei sind Augenärzte sehr gefährdet. Denn wir arbeiten oft nur 20 Zentimeter vom Gesicht des Patienten entfernt. Da reicht schon ein Wort, um das Virus weiterzugeben. Übrigens&#58; Die Lungenentzündung durch das neue Coronavirus, das inzwischen weltweit verbreitet ist, fiel in Wuhan zuerst dem jungen Augenarzt Li Wenliang auf, der dann an der Krankheit Covid-19 gestorben ist.&quot;</p> <p>Als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung tragen alle Mitarbeiter der Augenklinik einen Mund-Nasen-Schutz. An der Spaltlampe - einer Art Mikroskop, mit das Auge auf krankhafte Veränderungen untersucht werden kann, und das Hauptuntersuchungsgerät eines Augenarztes - wurde ein Schutzschild angebracht, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. &quot;Gegenwärtig versuchen wir wieder zum normalen Behandlungsrhythmus zurückzukehren und den entstandenen Stau abzuarbeiten&quot;, sagt Prof. Wiedemann.</p> <p>&#160;</p>

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