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Eine Frage der Sicherheit

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Sicherheit für den Spender

​Blut spenden ist heutzutage so sicher wie nie. Dank der standardisierten Vorgehensweise, welche verschiedenste Sicherheitsstufen umfasst, ist jede Angst vor einer Ansteckung während der Spende mittlerweile absolut unbegründet. Zum Schutz des Blutspenders tragen folgende Maßnahmen bei:

1. Anamnesebogen

Vor jeder Blutspende füllt der Spender einen Fragebogen aus, der Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand beinhaltet. Mittels dieser Befragung soll zum einen der Spender vor einem Schaden durch die Blutspende bewahrt werden. Zum anderen können auf diese Weise potenzielle Risiken für den möglichen Empfänger des Spenderblutes erkannt werden und wenn nötig zum (ggf. kurzzeitigen) Ausschluss des Spenders von der Blutspende führen.

2. Ärztliche Untersuchung

Während der ärztlichen Untersuchung wird durch eine Überprüfung und Besprechung des Anamnesebogens, die Messung von Blutdruck, Puls und Hämoglobinwert die endgültige Spendefähigkeit des Blutspendewilligen sichergestellt.

3. Sichere Abnahmebedingungen

vorbereitung-blutabnahme-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgUm Infektionen zu verhindern, verwenden wir bei jeder Punktion steriles Einwegmaterial. Unser medizinisches Fachpersonal trägt während des Entnahmevorgangs Handschuhe. Hinzu kommen weitere hygienische Vorgaben, die einwandfreie, saubere Bedingungen sicherstellen.

4. Fachpersonal und ärztliche Betreuung

Während der Dauer Ihrer Spende und dem anschließenden Aufenthalt im Institut stehen Sie stets unter Aufsicht. Damit können Sie sicher sein, dass Sie bei einer möglichen Unverträglichkeit sofort kompetent behandelt werden.

5. Laboruntersuchungen

blutentnahme-für-infektionsserologie-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgBei jeder Blutspende nehmen wir zusätzliche Teströhrchen mit Blut ab, die für die für die notwendigen infektionsserologischen Laboruntersuchungen (u. a. Hepatitis B und C, HIV und Geschlechtskrankheiten) sowie zum Feststellen der Blutgruppeneigenschaften verwendet werden. Nur wenn alle Testergebnisse eindeutig negativ und die Blutgruppenbefunde bestätigt worden sind, dürfen wir das Blutprodukt für den Einsatz am Patienten freigeben. Bei einem reaktiven bzw. positiven Testergebnis informieren wir den betreffenden Spender umgehend und bitten ihn ggf. zu einer Nachuntersuchung.

Sicherheit für den Empfänger

​Die Sicherheit des Patienten hat oberste Priorität. Dank moderner Tests und stetigem medizinischen Fortschritt können mögliche Gefahren mittlerweile auf ein Minimum reduziert werden: Für die Übertragung von Infektionskrankheiten besteht heutzutage nur noch ein minimales Restrisiko (weniger als 1:15 Millionen), sich beim Erhalt einer Bluttransfusion zu infizieren. Zur erheblichen Verminderung potenzieller Risiken tragen eine Vielzahl von Maßnahmen bei, die für den Spender allerhöchste Sicherheit garantieren. Weitere Maßnahmen, bei denen der Schutz des späteren Empfängers des Blutproduktes im Fokus steht, sind folgende:

Vertraulicher Selbstausschluss

spenderselbstausschluss-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgNach jeder Spende füllt der Blutspender noch einen vertraulichen Selbstausschluss aus. Mit diesem hat er die Möglichkeit, sich bei aufkommenden Bedenken zur Verwendung seiner Blutspende nachträglich noch selbst auszuschließen.

Leukozytendepletion

Bei diesem Verfahren werden aus Blutpräparaten (Erythrozyten-, Thrombozytenkonzentrate und Vollblute) die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) entfernt. Virenübertragungen können so vermieden und Transfusionsreaktionen verringert werden.

Quarantänezeit bei Plasmapräparaten

Plasma lässt sich im gefrorenen Zustand bis zu zwei Jahre lagern. Diesen Umstand nutzen wir für eine zusätzliche Sicherheitsvorkehrung: Vier bis sechs Monate nach der Blutspende wird das Blut des Spenders im Rahmen einer weiteren Spende untersucht. Sind alle Laborergebnisse weiterhin negativ, können wir das Plasmapräparat seiner vorangegangenen Spende freigegeben.

Sicherung der Blutgruppenkompatibilität

Blutgruppenbestimmungen finden stets unter standardisierten Bedingungen in spezialisierten Laboratorien statt. Zur Sicherheit müssen zwei Bestimmungen mit zeitlich und örtlich unterschiedlichen Blutabnahmen übereinstimmende Ergebnisse zeigen, um den Blutgruppenbefund zu sichern.

blutprobe-bedsidetest-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgUnmittelbar vor jeder Gabe von Erythrozytenkonzentraten (rote Blutzellen) führt der Arzt einen AB0-Identitätstest, den sogenannten Bedside-Test, durch. Dieser wird "am Bett des Patienten" mit dessen Blut zur Bestätigung seiner Blutgruppe  bzw. zum Ausschluss von Empfängerverwechslungen vorgenommen.

So funktioniert es: Auf einer Karte befinden sich meist drei Testfelder mit Anti-A, Anti-B und Anti-D Serum. In jeden dieser Kreise wird ein Tropfen Blut des Patienten gegeben. In den einzelnen Kreisen kann es zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion kommen: Blut der Gruppe B würde beispielsweise auf dem Anti-B Feld verklumpen (agglutinieren). Bei einem unerwarteten Ergebnis darf solange nicht transfundiert werden, bis die Ursache geklärt ist.

Internes Qualitätsmanagement und behördliche Aufsicht

Regelmäßige interne Qualitätskontrollen und staatliche Aufsicht, wie durch die Landesdirektion Leipzig sowie das Paul-Ehrlich-Institut in Langen als die für alle Blutspendedienste Deutschlands zuständige oberste Gesundheitsbehörde, gewährleisten zudem die Einhaltung strenger Richtlinien.

Johannisallee 32, Haus 8
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 25393 (Spendermanagement)
Fax:
0341 - 97 25369
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