Sie sind hier: Skip Navigation LinksInstitut für Transfusionsmedizin

Bedarf und Einsatz

​Das ITM versorgt das UKL sowie regionale Krankenhäuser und Arztpraxen mit Blutpräparaten und bietet eine Vielzahl transfusionsmedizinischer Labordienstleistungen an. Für ein Krankenhaus der Maximalversorgung ist eine jederzeit optimale Bereitstellung von Blutprodukten und den dazugehörigen Laboranalysen unverzichtbar: Transplantationen, chirurgische Eingriffe wie zum Beispiel in der Herz- und Gefäßchirurgie, zahlreiche Chemotherapien oder die Stammzelltransplantation sind ohne bedarfsgerechte Blutversorgung nicht denkbar.

 

Zahlen, Daten, Fakten

ambulanter-patient-transfusion-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgUm Krankheiten wie beispielsweise Leukämie behandeln zu können, sind allein für die Versorgung einer Stadt wie Leipzig jeden Tag über 120 Blutspenden nötig. Jährlich erhalten Patienten am Leipziger Universitätsklinikum etwa 25.000 Bluttransfusionen. Die Blutbank als Teil des Instituts für Transfusionsmedizin übernimmt genau diese Aufgabe, Patienten in und um Leipzig mit lebensrettenden Blutprodukten zu versorgen. Bereits 1933 wurde am heutigen Stammsitz in der Johannisallee zum ersten Mal in Deutschland zu einer organisierten Blutspende aufgerufen.

Obwohl der Bedarf an Blutprodukten bei älteren Menschen zumeist höher ist, werden auch fast zwei Fünftel der Blutprodukte für Menschen unter 56 Jahren benötigt. Im Universitätsklinikum Leipzig erhalten etwa 11 Prozent aller Patienten Transfusionen.

Transfusion nur nach Bedarf

präparation-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgDank der so genannten Blutkomponententransfusion ist es heutzutage möglich, sich bei einer notwendig werdenden Übertragung von Blutprodukten an den tatsächlichen Bedürfnissen des Empfängers zu orientieren. Der Patient erhält damit je nach Krankheitsbild genau die Blutbestandteile, die er für seine Heilung tatsächlich benötigt. Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma werden dabei entweder aus einer Vollblutspende oder direkt als Blutkomponentenpräparat vom Spender gewonnen. Diese Verfahrensweise bringt Vorteile bei der Gewinnung, Lagerung und Haltbarkeit mit sich.

Erythrozytenkonzentrate werden vor allem bei großem Blutverlust oder chronischer Anämie (Blutarmut) übertragen. Plasmapräparate werden zum Beispiel bei Notfallbehandlungen von starken Blutungen eingesetzt - meist im Zusammenhang mit schweren Lebererkrankungen bei Umsatzstörungen der Gerinnungsfaktoren, bei Austauschtransfusionen sowie bei Blutungsneigungen. Thrombozytenkonzentrate finden Anwendung bei der Behandlung und unter Umständen der Prävention von Blutungen infolge von Bildungs- und Umsatzstörungen der Blutplättchen.

Aktuelle Situation

bluttransfusion-hochformat-blutbank-uniklinikum-leipzig.jpgIn den letzten Jahren haben sich die Einsatzhäufigkeiten verändert. Einerseits können zum Beispiel bei Operationen mittlerweile Erythrozytenkonzentrate aufgrund besserer, minimal-invasiverer Techniken eingespart werden. Auf der anderen Seite gibt es mehr ältere Menschen, die Blutprodukte für möglicherweise lebensrettende Therapien benötigen (z.B. Krebstherapien). Damit hält es sich bei uns für die Versorgung der Patienten am UKL die Waage. Aktuell sehen wir eine gestiegene Nachfrage nach Plasmaprodukten: Insbesondere für die Herstellung lebenswichtiger Medikamente, wie z.B. Gerinnungspräparate, oder in der Therapie bei Austauschtransfusionen zeigt sich ein stark erhöhter Bedarf.

Die richtige Spende zur richtigen Zeit am richtigen Ort wird wichtiger. Gern sprechen wir alle Spendemöglichkeiten mit Ihnen durch und prüfen in diesem Zusammenhang Ihre Venenverhältnisse. Wenn Sie sich bereits sicher sind, neben Vollblutspenden (auch) Plasma oder Thrombozyten spenden zu wollen, vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. Alternativ beraten wir Sie gerne vor Ort bei Ihrem nächsten Besuch.

Johannisallee 32, Haus 8
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 25393 (Spendermanagement)
Fax:
0341 - 97 25369
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