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Gemeinsam gegen Covid

Weltweit wurden seit Ausbruch der Corona-Pandemie zahlreiche Forschungsprojekte ins Leben gerufen, um den Corona-Virus selbst als auch den Verlauf einer Covid19-Erkrankung besser zu verstehen und wirksame Therapeutika für die Behandlung erkrankter Patienten zu entwickeln. Auch wir suchen derzeit für mehrere Studien Probanden, die bereits an Covid-19 erkrankt waren, zwischenzeitlich jedoch vollständig genesen sind.

Antikörper-Therapie mit Blutplasma

Eine vielversprechende Möglichkeit für die erfolgreiche Behandlung von schwer an Covid19 erkrankten Patienten ist die Anwendung von so genanntem "Rekonvaleszentenplasma": Dabei wird das Blutplasma von Genesenen auf Patienten übertragen, die aktuell mit dem Erreger infiziert sind.

Der Vorteil dieser Therapie ist, dass die vom Immunsystem des Spenders gebildeten Antikörper im Patienten die Erreger abfangen können. Im besten Fall schafft es der Körper des Patienten durch die transfundierten Antikörper, erfolgreich gegen das Virus anzukämpfen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, das Plasma zu verwenden:

  1. für die direkte Transfusion in der an mehreren Zentren in Deutschland stattfindenden CAPSID-Studie an COVID-19 Patienten
  2. für die Herstellung von sogenanntem Hyperimmunplasma, d.h. es wird ein Passivimpfstoff (aufgereinigte Antikörper gegen Coronavirus) aus dem Plasma hergestellt und in Spritzen abgefüllt.
  3. Teilnahme an einer Laborstudie, um den entstandenen Schutz durch Ihre Antikörper gegen COVID noch zuverlässiger als mit den derzeitigen Tests zu prüfen sowie die Empfindlichkeit zu untersuchen, an COVID-19 zu erkranken. 


Sie wollen helfen?
Wenn Sie zwischen 18 und 60 Jahre alt sind und nachweislich eine Covid-19-Erkrankung durchlitten haben, freuen wir uns, wenn Sie uns als Blutplasmaspender unterstützen. Notwendig sind eine völlige Beschwerdefreiheit seit mindestens 14 Tagen sowie zwei negative SARS-CoV-2 Testergebnisse. Insofern diese noch nicht vorliegen, lässt sich der Nachweis für eine überwundene Erkrankung auch am UKL durchführen. Interessierte melden sich bitte unter Telefon 0341 - 97 25393.

​Immungenetische Prädisposition für SARS-CoV-2 Infektion

​Immungenetische Prädisposition für SARS-CoV-2 Infektion und Schweregrad des Krankheitsverlaufs – COVID-19 Immungenetik

Die aktuelle Corona-Pandemie, verursacht durch das Virus SARS-CoV-2, betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen haben reduzierte Überlebenschancen. Aktuell stehen weder Impfstoffe noch Medikamente zur Verfügung. Die Studie möchte immunologische Faktoren erkennen, die mit dem Krankheitsverlauf assoziiert sind, zum einen in der sog. HLA-Struktur mit der das Antigen zur Immunerkennung präsentiert wird, zum anderen in der Induktion der zellvermittelten Immunantwort. Die Abhängigkeit der Immunantwort von diesen Strukturen wird in drei Kohorten von SARS-CoV-2 infizierten Patienten (Schwererkrankte / Verstorbene, leicht Erkrankte, nicht sichtbar Erkrankte) untersucht. Zusätzlich wird ein möglicher Einfluss von 24 Blutgruppengenen erfasst. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, besonders gefährdete Merkmalsträger sowie protektive Merkmale zu definieren und ein Potential für weitergehende immunologische Therapien zu erschließen.

Kontakt:

Institut für Transplantationsimmunologie
Dr. Claudia Lehmann
Telefon 0341 - 97 25350
E-Mail: claudia.lehmann2@uniklinik-leipzig.de

Johannisallee 32, Haus 8
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 25393 (Spendermanagement)
Fax:
0341 - 97 25369
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