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Pressemitteilungen

 

 

Das Runde ins Eckige und ihr zu uns!<img alt="Die beiden Blutbank-Maskottchen Blutbert (li.) und Rhesi freuen sich auf viele Besucher&#58;innen zum Tag der offenen Tür am 13. Juni in der Johannisallee 32." src="/presse/PressImages/pic_20240605115539_a108f56a10.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-06-04T22:00:00ZLeipzig. Das Runde ins Eckige und ihr zu uns - unter diesem Motto steht die Sommerkampagne der UKL-Blutbank, die vom 13. Juni bis 2. August 2024 läuft. Los geht es mit einem Blick hinter Türen, die sonst verschlossen bleiben: Bei Führungen durch das Gebäude in der Johannisallee 32 (Haus 8) können Besucher:innen erfahren, was mit dem Blut nach der Abnahme passiert. Wie beim Fußball steht auch in der Blutbank der Teamgedanke im Vordergrund – wer im Aktionszeitraum jemanden zur Spende mitbringt, kann sich über die doppelte Werbeprämie freuen. Bei einem Gewinnspiel winken attraktive Preise, unter anderem ein iPad Air. <p>Zum Auftakt der Sommeraktion gibt es spannende Einblicke in das Institut für Transfusionsmedizin&#58;</p> <p>Wie funktioniert die Auftrennung des Blutes in seine Bestandteile? Wie lange ist so eine Blutkonserve eigentlich haltbar? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Gäste beim Tag der offenen Tür am 13. Juni von 12 bis 18 Uhr. Es gibt Führungen und Infostände, außerdem haben Besucher&#58;innen die Möglichkeit zur Stammzelltypisierung. Auf Fotoliebhaber wartet ein besonderes Motiv&#58; Die Blutbank-Maskottchen Blutbert und Rhesi freuen sich auf gemeinsame Bilder.</p> <p>&#160;</p> <p>Das Runde ins Eckige und ihr zu uns - das spielerisch leichte Motto der Blutbank-Sommeraktion habe einen ernsten Hintergrund, erklärt Prof. Reinhard Henschler, Direktor des <a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de">Instituts für Transfusionsmedizin am UKL</a>. &quot;Während der Sommerferien findet parallel die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland statt. Das bedeutet für uns einen potenziellen Rückgang lebensrettender Blutspenden.&quot; Mit der Aktion wolle man darauf aufmerksam machen, wie wichtig es auch in der Urlaubszeit sei, Blut zu spenden, um die Versorgung der Patient&#58;innen am UKL und darüber hinaus jederzeit zu gewährleisten. &quot;Wir laden alle herzlich ein, Teil unseres Teams zu werden - dem #teamblutbank. Bringen Sie Ihre blutspendewilligen Familienmitglieder und Freunde mit und unterstützen Sie uns dabei, Leben zu retten&quot;, so Prof. Henschler.</p> <p>&#160;</p> <p>Profitieren können hier alle Beteiligten&#58; Als erstes natürlich die Patient&#58;innen, die auf die Blutspenden angewiesen sind.</p> <p>Und die Spender&#58;innen? Zunächst ist jede Blutspende auch immer ein kleiner kostenloser Gesundheitscheck&#58; Getestet werden zahlreiche Blutwerte und Vitalparameter. Dauerspender&#58;innen, die bis 2. August erfolgreich einen Neuling werben - Stichwort&#58; Bring a friend! - können sich über eine doppelte Dankesprämie freuen.</p> <p>Jede&#58;r &#160;Spender&#58;in hat außerdem bis zum 2. August die Chance, attraktive Preise zu gewinnen, darunter ein Apple &quot;iPad Air&quot; als Hauptpreis.</p> <p>&#160;</p> <p>Der Auftakt der Sommeraktion fällt übrigens nicht nur mit dem Beginn der Sommerferien und der Fußball-EM zusammen, sondern auch mit dem Weltblutspendetag am 14. Juni. Dieser Ehrentag für alle Blutspender&#58;innen weltweit soll deren gesellschaftlich bedeutendes Engagement hervorheben und die öffentliche Wahrnehmung auf die Notwendigkeit der lebensrettenden Blutspenden lenken.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Während der Ferien - in diesem Jahr flankiert durch die Fußball-EM - ist ein spürbarer Spenderrückgang leider zu erwarten. Wir müssen uns also frühzeitig darauf einstellen&quot;, so Prof. Henschler. Nur so sei es möglich, das Universitätsklinikum Leipzig und weitere Einrichtungen in der Region zuverlässig zu versorgen - allein am UKL erfolgen jedes Jahr über 25.000 Bluttransfusionen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationen zur Blutspende</strong></p> <p>Fast jeder ab 18 Jahren, der über 50 Kilogramm wiegt und gesundheitlich fit ist, kann Blut spenden. Bitte den gültigen Personalausweis mitbringen. Entweder spontan im Rahmen der Öffnungszeiten vorbeikommen - oder gern einen Termin unter Telefon 0341 97 25 393 vereinbaren.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Weltblutspendetag</strong></p> <p>Seit 2004 wird jährlich der Weltblutspendetag begangen, um weltweit das Engagement aller Blutspender besonders anzuerkennen und ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit des Blutspendens zu schaffen. Als Datum für diesen Ehrentag aller Blutspender wählte man den 14. Juni, der Tag, an dem der Wiener Pathologe und Serologe Karl Landsteiner (1868 bis 1943) geboren wurde. 1901 entdeckte er das ABO-System der Blutgruppen, wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hintergrund-Informationen&#58;</strong></p> <p>Tag der offenen Tür</p> <p>Donnerstag, 13. Juni, 12 bis 18 Uhr</p> <p>Johannisallee 32, Haus 8</p> <p>Führungen&#58; 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr</p> <p>Infostände, Stammzelltypisierung, Gewinnspiel</p> <p>&#160;</p> <p>Weitere Informationen zur Kampagne und zum Tag der offenen Tür am 13. Juni gibt es telefonisch unter 0341 9725393 oder im Internet unter <a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de">www.blutbank-leipzig.de</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Lebensretter durch Blutspenden – Weltblutkrebstag am 28. Mai<img alt="Dr. Raymund Buhmann, stellvertretender Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin des UKL, weist auf die Bedeutung regelmäßiger Blutspenden bei der Versorgung von Blutkrebspatient&#58;innen in Leipzig hin." src="/presse/PressImages/pic_20240527083336_eb0194ddf4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-05-26T22:00:00ZLeipzig. Anlässlich des Weltblutkrebstages weist das Institut für Transfusionsmedizin (ITM) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf die essenzielle Bedeutung von Blutspenden für die Behandlung von Blutkrebspatient:innen hin. Mehr als jede vierte am UKL gespendete Blutkonserve wird bereits zur Behandlung von Blutkrebserkrankungen eingesetzt - Tendenz steigend. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit regelmäßiger Blutspenden, um eine kontinuierliche Versorgung der Patient:innen sicherzustellen. <p>Blutkrebs, auch Leukämie genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung des blutbildenden Systems. Eine der häufigsten Formen ist die akute myeloische Leukämie (AML)&#58; &quot;Bei der AML kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von unreifen weißen Blutzellen im Knochenmark. Diese Krebszellen verdrängen die gesunden Zellen, was zu einer verminderten Produktion von roten Blutkörperchen, Blutplättchen und funktionsfähigen weißen Blutkörperchen führt&quot;, erklärt Dr. Raymund Buhmann, Hämatologe und Transfusionsmediziner am <a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de/">ITM</a>. &quot;Blutkrebspatient&#58;innen sind in besonderem Maße auf Blutprodukte angewiesen. Die Krankheit und die intensive Chemotherapie, mit der sie behandelt werden, zerstören sowohl kranke als auch gesunde Blutzellen. Daher benötigen die Patient&#58;innen regelmäßige Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten und Thrombozytenkonzentraten, um das Gleichgewicht im Blut aufrechtzuerhalten und lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden&quot;, so der stellvertretende Leiter des ITM.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Warum sind diese Blutprodukte im Kampf gegen Blutkrebs so wichtig?&#160;</strong></p> <p>Erythrozytenkonzentrate (rote Blutkörperchen) sind entscheidend für den Sauerstofftransport im Körper. Bei Blutkrebspatient&#58;innen, deren rote Blutkörperchen durch die Krankheit oder deren Behandlung stark reduziert sind, führt dies zu schwerwiegenden Symptomen wie extremer Müdigkeit, Atemnot und allgemeiner Schwäche. Die Transfusion von Erythrozytenkonzentraten hilft, die Sauerstoffversorgung der Organe wiederherzustellen. Thrombozytenkonzentrate, also Blutplättchen, sind für die Blutgerinnung verantwortlich. Ein Mangel an Thrombozyten erhöht das Risiko von Blutungen, die selbst bei kleineren Verletzungen oder spontan auftreten können. Durch die regelmäßige Gabe von Thrombozytenkonzentraten kann dieses Risiko deutlich reduziert werden, was für die Sicherheit und das Überleben der Patienten von größter Bedeutung ist. <br><br>Die UKL-Blutbank unterstützt die Behandlung von zahlreichen Blutkrebspatient&#58;innen durch die kontinuierliche Bereitstellung dieser lebensnotwendigen Blutprodukte. &quot;2023 waren es über 25 Prozent der bei uns gewonnenen Blutspenden, die allein für die Versorgung hämatologisch-onkologischer Patient&#58;innen benötigt wurden&quot;, so Dr. Buhmann. &quot;Jede Spende trägt dazu bei, das Leben dieser zum Teil schwerkranken Menschen zu retten und ihren Heilungsprozess zu unterstützen.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Aufruf zur Unterstützung</strong></p> <p>Der Weltblutkrebstag am 28. Mai ist ein wichtiger Anlass, um die Bevölkerung auch für die Notwendigkeit von Blutspenden zu sensibilisieren. &quot;Auf die Solidarität und das Engagement von Blutspender&#58;innen sind gerade Patient&#58;innen mit Blutkrebserkrankungen angewiesen. Sie brauchen kontinuierlich Spenderblut, um ihre zum Teil sehr langwierigen Therapien erfolgreich fortsetzen zu können. Es sollte daher für alle gesunden Erwachsenen ein selbstverständlicher gesellschaftlicher Beitrag sein, regelmäßig zur Blutspende zu gehen&quot;, appelliert Raymund Buhmann. &quot;Diese ist sicher, unkompliziert und dauert nur etwa eine Stunde - die Blutentnahme sogar nur sechs bis zehn Minuten. Eine Stunde, die das Leben eines kranken Menschen für immer verändern kann.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Informationen zur Blutspende am UKL&#160;</strong></p> <p>Blutspenden kann fast jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einem Mindestgewicht von 50 kg. Wer helfen möchte, kann entweder einen Spendetermin vereinbaren oder einfach während der Öffnungszeiten vorbeikommen&#58; Das Blutspendezentrum in der Johannisallee 32 (Haus 8) ist montags und freitags von 8 bis 15.30 Uhr, dienstags und donnerstags von 11.30 bis 19 Uhr und mittwochs von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Spendewillige sollten einen gültigen Personalausweis mitbringen und gut gestärkt zur Blutspende erscheinen. Wichtig ist, vorher mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder Tee zu trinken. Für Fragen und weitere Informationen zur Blutspende am UKL sowie zur Terminvereinbarung steht das Team der UKL-Blutbank unter der Telefonnummer 0341 9725393 zur Verfügung. Alternativ kann das Terminwunschformular auf der Internetseite <a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de/">www.blutbank-leipzig.de</a> genutzt werden.</p>
Blutspender:innen des UKL setzen erneut Zeichen für den Umweltschutz<img alt="&quot;Blutbert&quot; (1.v.r.) und &quot;Rhesi&quot; (1.v.l.), die beiden Tropfen-Maskottchen der UKL-Blutbank, überreichten gemeinsam mit einigen Kolleg&#58;innen den Umweltschützern Matthias Ludwig und Anne Wessner vom Baumpflanzprojekt &quot;Leipzig pflanzt&quot; eine neue Spendensumme i.H.v. fast 4.000 Euro." src="/presse/PressImages/pic_20240425123938_77ecc17109.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-04-24T22:00:00ZLeipzig. Gemeinsam für ein grüneres Leipzig! Seit 2021 engagieren sich die Blutspender:innen der Blutbank am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) für den Umweltschutz - indem sie die Aufwandsentschädigung, die sie für ihre Blutspende erhalten, dem regionalen Baumpflanzprojekt "LEIPZIG pflanzt" überlassen. Am diesjährigen Tag des Baumes (25.4.) überreichte das Team der UKL-Blutbank nun bei einer symbolischen Scheckübergabe weitere 3.780 Euro, die im vergangenen Jahr von den Blutspender:innen gesammelt wurden. <p>&quot;Das Engagement unserer Blutspender&#58;innen für das Projekt LEIPZIG pflanzt ist auch nach drei Jahren Laufzeit überwältigend&quot;, freut sich Prof. Dr. Reinhard Henschler, Direktor des <a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de">Instituts für Transfusionsmedizin (ITM)</a> am UKL. &quot;Ihre ungebrochene Beteiligung an der Aktion zeigt, wie sehr sie sich sowohl für die Gesundheit ihrer Mitmenschen als auch für unsere Umwelt engagieren wollen. Die aktuelle Spendensumme ist beachtlich, fast doppelt so hoch wie 2023. Das ist wirklich bemerkenswert&quot;, betonte der Transfusionsmediziner. <br><br>Die Scheckübergabe fand trotz Regens draußen neben dem Eingang der UKL-Blutbank in der Johannisallee 32 statt - direkt vor der im vergangenen Jahr gepflanzten Blutpflaume. Spielgeldscheine zierten den mittlerweile schon über drei Meter hohen Baum, um die Unterstützung der UKL-Blutspender&#58;innen symbolisch darzustellen - Geld wächst im wahren Leben eben nicht auf Bäumen. Mitarbeiter&#58;innen des UKL-Blutspendeinstituts sowie die beiden Blutbank-Maskottchen &quot;Blutbert&quot; und &quot;Rhesi&quot; überbrachten dem Team von &quot;LEIPZIG pflanzt&quot; die frohe Botschaft. Die Freude bei den Beschenkten war groß&#58; &quot;Für die weitere Umsetzung unseres ambitionierten Baumpflanzprojektes sind wir langfristig auf Geldspenden angewiesen. Umso mehr freuen wir uns über die kontinuierliche Unterstützung der UKL-Blutbank&quot;, so Matthias Ludwig, der gemeinsam mit seiner Mitstreiterin Anne Wessner die neue Spendensumme dankend entgegennahm.&#160;</p> <p>Hinter LEIPZIG pflanzt steht das Team von &quot;Omas for Future&quot; Leipzig, dessen Träger der Verein &quot;Leben im Einklang mit der Natur&quot; ist. Seit 2021 wurden durch das Baumpflanzprojekt weit über 30.000 Bäume und Sträucher in Leipzig und der Region gepflanzt. <br><br>Weitere Informationen zur Blutspende und zur Teilnahme an der Aktion &quot;Leipzig pflanzt. Wir pflanzen mit.&quot; gibt es unter&#58; <a href="/einrichtungen/blutbank/aktuelles/leipzig-pflanzt">Blut spenden für ein grüneres Leipzig! (uniklinikum-leipzig.de). </a>Die grüne&quot; Blutspendeaktion am ITM wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen und läuft bis auf weiteres unbefristet. Zwischenzeitlich konnten auf diese Weise insgesamt 8435 Euro von den Blutspender&#58;innen des UKL gesammelt werden.</p>
Viele Spender:innen erkältet: Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig sucht dringend Menschen, die Blut spenden<img alt="Blut ist lebensnotwendig für jeden Menschen. Viele Erkrankte sind auf Spenden angewiesen. Die Bestände im Institut für Transfusionsmedizin des UKL gehen derzeit zurück. Die Einrichtung ruft daher zum Blutspenden auf." src="/presse/PressImages/pic_20240112114628_070f9088e4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-01-11T23:00:00ZLeipzig. Die Blutbank am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) schlägt Alarm: Die derzeit herrschende Erkältungswelle macht es vielen Menschen unmöglich, Blut zu spenden, davon betroffen sind viele aktive Dauerspender:innen. Die für eine Blutbank ungünstig gelegenen freien Tage wie Weihnachten und Silvester / Neujahr führten zu noch mehr Anfragen und gleichzeitig kamen weniger Spender:innen zur Blutspende. Dies führte zu einem spürbaren Rückgang im Blutspenderaufkommen. Der Bestand lebensrettender Blutprodukte im Depot des Instituts für Transfusionsmedizin (ITM) ist in den vergangenen zwei bis drei Wochen um mehr als ein Drittel gesunken. <p>Neben dem Einsatz der Blutprodukte bei Operationen versorgt die Blutbank Menschen mit Krebs-, Herz-, Magen-Darmerkrankungen und Blutarmut. Außerdem wird das Blut in der Geburtshilfe eingesetzt, um Mütter und Neugeborene ideal versorgen zu können. <br>&quot;Die Lage ist mittlerweile sehr ernst. Bisher konnten wir das UKL eigenständig mit Blutprodukten versorgen&quot;, so Dr. Raymund Buhmann, <a href="/einrichtungen/blutbank">Oberarzt am ITM</a>. Bei weiter sinkenden Zahlen drohe die Gefahr, dass Operationen verschoben werden müssten, im schlimmsten Fall, dass Patient&#58;innen nicht mehr optimal versorgt werden könnten.&#160;&quot;Die gegenseitige Unterstützung der Spendedienste ist auch hier nicht mehr ausreichend möglich, da deutschlandweit Spenderknappheit herrscht&quot;, so Oberarzt Buhmann.</p> <p>Oft verschieben erkrankte Spender ihre geplante Spende, bis es ihnen wieder bessergeht - was richtig ist, denn jeder Spendewillige muss schon bei den geringsten Erkältungssymptomen für eine begrenzte Zeit von der Spende zurückgestellt werden. Diese und andere Zulassungsbeschränkungen gewährleisten für Spender&#58;innen und Empfänger&#58;innen ein hohes Maß an Schutz und Sicherheit.<br>Das ITM bindet sich hierbei an Richtlinien der obersten Gesundheitsbehörde in Deutschland, dem Paul-Ehrlich-Institut. Die Vorgaben betreffen beispielsweise regelmäßige Medikamenteneinnahmen, bestimmte Vorerkrankungen, Operationen oder kürzlich erfolgte Aufenthalte in Ländern mit erhöhtem Infektionsrisiko.</p> <p>Blut spenden kann demnach fast jeder ab 18 Jahren, der über 50 Kilogramm wiegt und gesundheitlich fit ist. Die Spendefähigkeit bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder Eingriffen kann vor der Spende telefonisch oder persönlich vor Ort abgeklärt werden Außerdem wird zur Blutspende ein gültiges Personalausweisdokument benötigt. Bei Fragen steht das Team des Spendermanagements unter Telefon 0341 / 97 - 25393 zur Verfügung.&#160;</p> <p><br><strong>Standorte, Außentermine, Anmeldeformular</strong><br>Weitere Informationen gibt es auch unter<a href="http&#58;//www.blutbank-leipzig.de/"> www.blutbank-leipzig.de</a>.&#160;<br>Um einen Termin zu vereinbaren, ist die Blutbank auch per Email unter <a>info@blutbank-leipzig.de</a> zu erreichen. Spendewillige können direkt das <a href="/einrichtungen/blutbank/Seiten/terminwunschformular.aspx">Terminwunschformular</a> verwenden.<br>Eine Übersicht zu den Standorten, Außenterminen und Öffnungszeiten findet sich hier&#58; <a href="/einrichtungen/blutbank/informationen-für-blutspender/standorte-und-öffnungszeiten">Standorte und Öffnungszeiten</a>. <br>Die aktuellen Außentermine der UKL-Blutbank werden außerdem wöchentlich auch auf dem Instagram-Kanal @ukl_blutbank gepostet.</p> <p>&quot;Jede Spende zählt! Wir freuen uns über jeden, der jetzt Zeit für einen freiwilligen Aderlass hat&quot;, betont Dr. Raymund Buhmann.</p>
Zum 90. Geburtstag: „Blut ist ein ganz besondrer Saft“<img alt="Das aktuelle Kampagnenmotiv der UKL-Blutbank&#58; Gefeiert wird das 90-jährige Bestehen der Transfusionsmedizin Leipzig ." src="/presse/PressImages/pic_20231207103747_332a8f62e3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-12-06T23:00:00ZLeipzig. Neun Jahrzehnte sind seit dem ersten Aufruf zur Blutspende in Leipzig vergangen. "Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein, der die lange Geschichte und die Bedeutung unseres Instituts in der medizinischen Versorgung widerspiegelt", sagt Prof. Reinhard Henschler, der das Institut für Transfusionsmedizin (ITM) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) seit 2018 leitet. In der Entwicklung des Blutspendewesens spielte Leipzig eine Schlüsselrolle: Am 8. Dezember 1933 erschien der erste überregionale Aufruf zur Blutspende, ein Wendepunkt, der 1934 zur Gründung des ersten organisierten Blutspendernachweises in Deutschland führte. Heute ist das Institut vor allem in der Region ein medizinischer Partner von hoher Relevanz, bietet es doch eine besondere Kombination aus klinischer Transfusionsmedizin und umfangreichem Blutspendedienst. <p><strong>Zur Geschichte des Blutspendens</strong></p> <p>Die historische Bedeutung von Blut in der Kultur und Medizin wird bereits durch Zitate von Pythagoras &quot;Die Seele wird vom Blut ernährt&quot;, und Hippokrates &quot;Blut verleiht dem Menschen das Bewusstsein&quot; deutlich. In Goethes &quot;Faust&quot; spricht der Teufel Mephisto von Blut als ein &quot;ganz besondrer Saft&quot;. &quot;Blut wurde schon immer als lebenswichtig angesehen, von den alten Ägyptern bis zu den Römern&quot;, erklärt Prof. Henschler.&#160;<br><br>Erste Versuche tatsächlicher Bluttransfusionen, die Entdeckung des menschlichen Blutkreislaufs durch William Harvey im Jahre 1628 ging diesen voraus, erfolgten ab 1660 vom Tier zum Menschen. Obwohl die meisten Patient&#58;innen die Prozedur nicht überlebten, prägten diese Versuche maßgeblich die nächsten Jahrhunderte. &quot;1825 übertrug der englische Geburtshelfer James Blundell erstmals menschliches Blut erfolgreich an eine Wöchnerin. Dennoch blieben Bluttransfusionen von Mensch zu Mensch bis zur Entdeckung der Blutgruppen 1901 durch Karl Landsteiner ein Glücksspiel&quot;, so Reinhard Henschler.&#160;<br><br>Am 8. Dezember 1933 erschien in der Leipziger Tageszeitung der erste Aufruf an blutspendefähige Männer zwischen 21 und 50 Jahren. Der Leipziger Hochschulprofessor für Innere Medizin, Paul Morawitz, hatte seinen Assistenten Dr. Karl Adolf Seggel mit der Aufgabe betraut, im Krankenhaus St. Jacob in der Johannisallee 32 einen Spendernachweis für Leipzig aufzubauen. &quot;Ziel dieses Nachweises war es, Kriterien für die Spendetauglichkeit zu erarbeiten, geeignete Spender zu suchen und zu vermitteln. Bis dahin wurden diese ja vor allem unter den Mitarbeitern in den Krankenhäusern rekrutiert&quot;, beschreibt Prof. Henschler die Anfänge des organisierten Blutspendewesens in Leipzig. Drei Jahre später waren bereits 530 Blutspender registriert und 1000 erfolgreiche Transfusionen durchgeführt. Ab 1941 durften dann auch Frauen zur Blutspende.&#160;<br><br>1962 wurde das Leipziger Bezirksblutspendeinstitut in der Delitzscher Straße in Leipzig neu aufgebaut. Die Entwicklung der Blutkomponententherapie, die&#160; die Vollbluttransfusion schrittweise ablöste, sowie der maschinellen Blutspende waren dabei wesentliche Fortschritte. &quot;Die Ressource Blut konnte nun sinnvoller genutzt werden, indem Patient&#58;innen nur noch die Blutbestandteile zu transfundiert wurden, die sie für ihre Genesung benötigten&quot;, beschreibt Reinhard Henschler. Nach der politischen Wende fusionierte es 1991 mit dem universitären Gebietsblutspendedienst zum Institut für Transfusionsmedizin (ITM) an der Leipziger Universität. 2002 erlangte das ITM seine Eigenständigkeit unter dem Dach des UKL. &quot;Seit 2013 befindet sich der Hauptsitz des Instituts wieder auf dem Gelände des UKL in der Johannisallee 32 - in dem Gebäude, in dem vor 90 Jahren in Leipzig mit dem ersten Aufruf zur Blutspende alles begann&quot;, so Prof. Reinhard Henschler stolz. <br><br><strong>Intern wie extern&#58; &#160;Das ITM ist heute kompetenter und verlässlicher Partner&#160;</strong></p> <p>Das Institut bietet aktuell eine besondere Kombination aus klinischer Transfusionsmedizin und einem umfangreichen Blutspendedienst. &quot;Mit rund 20.000 aktiven Blutspende&#58;innen und über 25.000 Transfusionen jährlich sind wir ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgung&quot;, erklärt Prof. Henschler. Die Herstellung von Spezialpräparaten und die Durchführung komplexer Therapien wie intrauterine Transfusionen - also die Übertragung von Spenderblut noch im Mutterleib - oder Plasmaaustausch sind besondere Stärken des Instituts. &quot;Diese hochspezialisierten Therapien retten Leben und sind ein Beispiel für unsere fortwährende Innovation&quot;, betont Henschler. Der Transfusionsmediziner ist stolz auf die Arbeit seines Instituts und die hier gelungene Verbindung von klassischem Blutspendedienst und klinischer Transfusionsmedizin. Henschlers Augenmerk liegt zudem auf dem Ausbau der Forschungsaktivitäten am Institut und einer intensivierten Zusammenarbeit mit der Hämatologie und Onkologie, der Immunologie und dem Fraunhofer Institut für Immunologie und Zelltherapie (IZI). Das ITM bringt sich hier auf dem Gebiet der Herstellung von Zelltherapeutika für bewährte und neuartige Therapien im Bereich der Zelltransplantationen ein.&#160;<br><br>Die bedeutendste Aufgabe ist und bleibt aber die Blutversorgung, denn das Institut deckt über die eigene Blutspende den gesamten Bedarf des Universitätsklinikums Leipzig und eines Teils der Region ab. Eine der größten Herausforderungen liegt dabei auf der Hand&#58; &quot;Uns fehlt der Spendernachwuchs. Überall in Deutschland verzeichnen die Spendedienste seit einigen Jahren einen spürbaren Rückgang der Spendebereitschaft. Auch wir hier in Leipzig bemerken das zunehmend. Hinzukommt, dass wir täglich verdiente Blutspender&#58;innen verabschieden müssen, die wir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zulassen dürfen.&quot; Es sei daher wichtig, mit besonderen Events, Werbeaktionen und vor allem auch Präsenz auf Social Media-Kanälen potenzielle Blutspender&#58;innen zu erreichen, so Reinhard Henschler. Jährliche Veranstaltungen, Events zu konkreten Anlässen und Gewinnspielaktionen gibt es so einige bei der Blutbank - und seit dem letzten Weltblutspendetag am 14. Juni ist der Traditionsblutspendedienst auch mit einem eigenen Kanal bei Instagram vertreten. Die aktuelle Jubiläumskampagne, die derzeit zum 90. Geburtstag im Stadtbild von Leipzig zu sehen ist, trägt ihren Teil zu mehr Sichtbarkeit der Blutbank bei. &quot;Wir sind stolz auf unsere Geschichte und freuen uns darauf, auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung am UKL und weiteren Krankenhäusern in der Region zu leisten&quot;, schließt Henschler.</p> <p>&#160;</p>

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