Dissertationsthemen

​​​​​​​​Der Stellenwert einer medizinischen Dissertation ist hoch einzuschätzen. Unsere Klinik bietet für Promovenden hervorragende Möglichkeiten, klinische und experimentelle Forschungsarbeit zu leisten und diese mit einer Promotion abzuschließen.

Wir würden uns freuen, falls Sie Interesse haben, sich in einem Forschungsprojekt der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie einzubringen und eine medizinische Dissertation zu verfassen. Bitte wenden Sie sich mit kurzer Darlegung Ihrer Vorstellungen nach Möglichkeit per E-Mail an das Sekretariat.

Univ.-Prof. Dr. med. Ines Gockel, MBA
Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Liebigstraße 20 
D - 04103 Leipzig

E-Mail: chi2@medizin.uni-leipzig.de

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*** Aktuell ***

 *** Ausschreibung Dissertationsstelle für Medizinstudenten/innen (AG Aust)***

Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie

Thema: Die Expression von Adhäsions GPCRs im Lungenkarzinom

Wir suchen eine (n) engagierte(n) Promovendin/Promovenden für unser experimentelles Promotionsthema „Die Expression von Adhäsions GPCRs im Lungenkarzinom". Voraussetzung sind gute/sehr gute Studienleistungen und ein Aussetzen vom Studium von minimal 6 Monaten.  

Adhäsions G-Protein gekoppelte Rezeptoren (aGPCRs), die Interaktionen zwischen Zellen oder von Zellen zur extrazellulären Matrix vermitteln, sind an der Tumorgenese beteiligt. Transkriptomdaten zeigen, dass einige aGPCRs in Subtypen der Lungenkarzinome im Vergleich zu den entsprechenden normalen Zelltypen induziert oder verstärkt exprimiert werden. Für Untersuchungen auf Proteinebene sind spezifische Antikörper notwendig, die mit getaggten aGPCRs und aGPCR knock-out Zelllinien verifiziert werden. Anschließend lokalisieren und quantifizieren wir einzelne aGPCRs in der normalen Lunge und in einem Panel von Lungenkarzinomen mittels Multiplexfärbungen. Die aGPCR Expressionsprofile werden mit Patientendaten korreliert, ein erster Schritt, um die Bedeutung dieser Rezeptoren im Lungenkarzinom zu verstehen.

Bei Interesse bitte bei Prof. G. Aust (gabriela.aust@medizin.uni-leipzig.de) melden. 


Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie 

Promotionsangebot für Medizinstudierende (AG Seehofer)

Thema: Untersuchung der speziesspezifischen CAR - induzierten Hepatozytenproliferation zur Abschätzung des Leberkrebsrisikos von Substanzen

Die nuklearen Rezeptoren wie der Pregnan-X-Rezeptor (PXR) und der konstitutive Androstanrezeptor (CAR) aber auch der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AhR) spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der hepatischen Reaktionen auf die Exposition gegenüber Xenobiotika. Zum einen führen diese zur Induktion von Enzymen des Fremdstoffmetabolismus [1]. Zum anderen können diese aber auch zu einer Induktion der Hepatozytenproliferation und der chemischen Karzinogenese führen [2]. Es ist bekannt, dass Phenobarbital, ein bekannter Promotor für die Entwicklung des Hepatozellulären Karzinoms (HCC), die Hepatozytenproliferation durch CAR-Aktivierung induziert [3]. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die CAR-vermittelte Leberkarzinogenese einen Speziesunterschied aufweist; die Behandlung mit Phenobarbital führt bei Nagetieren zu Hepatozytenproliferation und Leberkrebs, anscheinend aber nicht beim Menschen [4].

Unsere Arbeitsgruppe hat bereits sowohl ein murines wie auch humanes Lebermodell, welches eine Hepatozytenproliferation abbildet, etabliert. In ersten Vorversuchen konnten wir zeigen, dass Xenobiotika zur einer CAR und AhR modulierten Induktion von Enzymen des Fremdstoffmetabolismus führt. Im Fall von CAR Agonisten konnte ebenfalls eine Induktion der Proliferation in murinen Hepatozyten beobachtet werden. Es sollen nun weitere Testsubstanzen in den etablierten Lebermodellen auf ihr potentielles Leberkrebsrisiko untersucht werden. Insbesondere soll die Speziesabhängigkeit im Nager und für den Menschen untersucht und ein Risiko von CAR-Agonisten für die humane Krebsentstehung abgeschätzt werden.

Ziel der hier ausgeschriebenen med. Doktorarbeit ist die Untersuchung CAR und AhR induzierter hepatischer Effekte für mindestens fünf Testsubstanzen in zwei unterschiedlichen Spezies mittels etablierter in vitro Lebermodelle.​

Aufgabenstellung:

  1. Isolation von murinen und humanen Hepatozyten aus Lebergewebeproben
  2. Behandlung von Hepatozytenkulturen mit bekannten CAR Agonisten und anschließende Charakterisierung der Induktion von Enzymen des Fremdstoffmetabolismus und der Hepatozytenproliferation
  3. Abschätzung des Risikos für humane Leberkrebsentstehung

Nach Einarbeitung in die Zellisolation soll der/die Doktorand/in erste Erfahrung mit den murinen und humanen Lebermodellen der Hepatozytenproliferation sammeln und erste Vorergebnisse der Arbeitsgruppe validieren. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll der/die Doktorand/in fünf weitere Testsubstanzen in den beiden Lebermodellen testen. Nach erfolgreicher Testung aller Substanzen soll das humane Risiko für die Entstehung von Leberkrebs durch CAR Agonisten anhand der erarbeiteten Datenlage abgeschätzt werden.


Techniken:
  • Zellisolation und Primärzellkultur
  • Biochemische und molekularbiologische Assays
  • Immunfluoreszenz-Mikroskopie, photo- und fluorimetrische Methoden
  • PCR Analysen
Voraussetzung/Zeitrahmen: mindestens 1 Freisemester, Dauer ca. 9 Monate

Kontakt: Dr. rer. nat. Georg Damm: georg.damm@medizin.uni-leipzig.de 
Tel.: 0341-97-39656
Dr. Andrea Scheffschick: andrea.scheffschick@medizin.uni-leipzig.de 
Tel.: 0341-97-39486

[1] Wang YM, Ong SS, Chai SC, Chen T. Role of CAR and PXR in xenobiotic sensing and metabolism. Expert Opin Drug Metab Toxicol. 2012 Jul;8(7):803-17

[2] Plummer S, Beaumont B, Wallace S, Ball G, Wright J, McInnes L, Currie R, Peffer R, Cowie D. Cross-species comparison of CAR-mediated procarcinogenic key events in a 3D liver microtissue model. Toxicology Reports. 2019 Jan 1;6:998-1005

[3] Lake BG, Human relevance of rodent liver tumour formation by constitutive androstane receptor (CAR) activators, Toxicol. Res., 2018, 7, 697

[4] Ryota Shizu & Kouichi Yoshinari (2020) Nuclear receptor CAR-mediated liver cancer and its species differences, Expert Opinion on Drug Metabolism & Toxicology, 16:4, 343-351


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*** Ausschreibung Dissertationsstelle für Medizinstudenten/innen (AG Gockel)***

Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie

 
Titel: Nrf2: Ein potenzielles Target für die Therapie des ösophagealen Adenokarzinoms

Inhalt/Beschreibung: In den letzten Jahrzehnten war die Inzidenz des ösophagealen Adenokarzinoms (EAC) in den westlichen Industrienationen von einem starken Anstieg geprägt. Das Ansprechen des EACs auf Chemotherapeutika ist relativ niedrig und die 5-Jahresüberlebsrate liegt bei 50 Prozent. Daher ist es notwendig, neue Therapieoptionen und -strategien zu entwickeln. Der Transkriptionsfaktor Nrf2 reguliert die Expression von Proteinen, die die Zelle vor allem vor oxidativem Stress schützt. Wir wollen untersuchen, welchen Einfluss die Nrf2-Aktivität auf die Chemosensitivität von ösophagealen Adenokarzinomzelllinien hat und ob eine Deaktivierung zu einer erhöhten Chemosensitivität in den Zellen führt.

Aufgabenstellung:

  • Kultivierung der ösophagealen Zelllinien
  • Durchführung von Transfektionsexperimenten und Behandlung der Zellen mit Chemotherapeutika
  • Auswertung der Versuche mit molekularbiologischen und biochemischen Methoden (Expressionsanalysen, Proteinanalysen, FACS, ELISA etc.)

Nach einer initialen und intensiven methodischen Einarbeitung folgt eine selbstständige Arbeit innerhalb der gegebenen Fragestellung. In der Arbeitsgruppe findet ein wöchentliches Laborseminar statt, in dem die Ergebnisse besprochen und diskutiert werden.

Zeitraum: ca. 8 - 12 Monate, ab sofort

Interessenten/innen melden sich bitte bei:
Dr. René Thieme
Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Zentrales Forschungsgebäude, Liebigstraße 19
Telefon: 0341 - 97 20809
E-Mail:  rene.thieme@medizin.uni-leipzig.de

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 17200
Fax:
0341 - 97 17209
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